Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon eba » 23.09.2017, 14:34

Ein Elektroauto ist als Pufferspeicher herzlich wenig geeignet. Besser wäre es sogar 2 Elektroautos parallel zu fahren, damit immer eines geladen werden kann. Also noch ein Smart ed parallel zu meinem Tesla.

Oder man nimmt 3 Powerwall 2.0 an je einer Phase. Immer genug Strom im Hause und auch geladen werden kann immer mit mind. 11kW, wenn die Powerwalls einigermaßen voll sind.
Tesla P85+ seit 8/13 >365.000km gefahren. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon delink2000 » 23.09.2017, 19:27

eba hat geschrieben:Ein Elektroauto ist als Pufferspeicher herzlich wenig geeignet.


... kann man pauschal so nicht sagen, es kommt immer auf die persönliche Nutzung an. Klar kann der werktägliche Vollzeitpendler damit weniger anfangen, solange am Arbeitsplatz nicht geladen werden kann. Es gibt aber immernoch einige Anwendungsszenarien, wo es eben möglich ist. Sei es der halbtägliche Pendler oder der freiberufliche Heimarbeiter... abgesehen davon, dass das E-Mobil schlicht als Zweitwagen eingesetzt wird. Da kann es sich schon lohnen, lieber einen größeren Akku zu ordern (z.B. 30kwh oder 40kwh statt 20kwh für den Zweitwagen) und so die nächtliche Energie für das Haus bereitzustellen. Dann bedarf es neben der Hardware vor allem intelligenter Software, inwiefern der Akku leer gemacht werden darf bzw. die stets schonende Entladung (z.B. min 40%) zu realisieren ist. Klar... alles Zukunftsmusik.. die Voraussetzungen sind allseitig noch nicht gegeben, auch im Hinblick auf dynamische Strompreise... irgendwann muss es auch lohnenswert sein, Regelenergie vom Auto ins Netz zu speisen. Aber der Bedarf wird kommen, davon bin ich überzeugt.... wenn es auch noch eine Dekade dauern mag.

https://www.youtube.com/watch?v=UI-QEUbkpeQ&t=847s
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon ElSol666 » 26.02.2018, 18:53

Ich sehe das genauso: Es kommt komplett auf das Nutzungsmuster des Autos an!

Ich z.B. arbeite zuhause und wenn ich fahre, dann meist ein paar Mal die Woche spätnachmittags/abends zum Sport oder zum Ausgehen. Das e-Auto könnte sich daher tagsüber voll laden, und zwar nicht mittels meiner Dach-PV-Anlage die viel zu viel Einspeisevergütung bringt, sondern durch neue, günstige Panels die man in den Garten stellt (Platz vorausgesetzt). Bei den heutigen Panel-Preisen und der günstigen Installationsart, kann man durchaus in Richtung 5 ct/kwh kommen, d.h. 20 ct Einsparung pro kWh, die im Auto oder dort gepuffert im Haus nachts verbraucht werden können. So wird das wenig benutzte Auto, das sich eh nie amortisieren kann, welches man auf dem Land trotzdem braucht, viel besser genutzt ... und dem Idealismus ist auch noch Rechnung getragen! :wink:
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon Tommmi » 26.02.2018, 19:54

Ich brauche auch ein Elektro Fahrzeug um Strom loszuwerden. Das kann ich damit auch ganz gut schaffen.
Ich hab den Nissan Leaf 2 im Auge, der soll auch als Speicher genutzt werden können.
Auf die Idee würde ich aber niemals kommen, was habe ich davon wenn der Akku im Haus entlädt und ich weniger fahren kann?
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon Andi_HB » 26.02.2018, 20:25

Tommmi hat geschrieben:Ich brauche auch ein Elektro Fahrzeug um Strom loszuwerden. Das kann ich damit auch ganz gut schaffen.
Ich hab den Nissan Leaf 2 im Auge, der soll auch als Speicher genutzt werden können.
Auf die Idee würde ich aber niemals kommen, was habe ich davon wenn der Akku im Haus entlädt und ich weniger fahren kann?
Wenn man zb einen Leaf mit 40KWh Akku als Zweitwagen nutzt (Reichweite >250km) kann man den doch am Wochenende beispielsweise für die Hausversorgung nutzen.
Wenn man beispielsweise eingeben kann das der Akku nicht tiefer als 40% entladen wird hat man noch immer 100km Restreichweite.
Das sollte doch locker für einen kleineren Ausflug, Einkauf oder den Arbeitsweg am Montagmorgen reichen. Dann wieder daheim an die PV und das ganze geht von vorne los.
Je größer die Akkus werden desto geringer die Reichweitenangst und desto einfacher kann der Akku auch mal für ein paar KWh anderweitig genutzt werden.

Gruß Andi_hb
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon duncan02 » 26.02.2018, 20:36

Bin ich voll bei Dir, die Frage ist nur nach den Verlusten beim laden und entladen? Nachts benötigt man relativ wenig Strom, das heiß der Wechselrichter sollte das auch mit einen guten Wirkungsgrad unterstützen und beim Laden wird wahrscheinlich der beste Wirkungsgrad bei höheren Ladeströmen erzielt, ergo das beist sich :oops: letztens hatte das einer mit seinen E-Golf ganz gut aufgezeigt. D.h. die nötige Technik muss das explizit unterstützen und gerade bei PV - Anlage mit wechselnder Sonneneinstrahlung wird das beim Ladestrom interessant mit dem Wirkungsgrad. Leider hat SMA die Ergebnisse Ihres Pilotprojekts nicht veröffentlicht ... waren diese zu gut oder zu schlecht?
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon dodi » 26.02.2018, 20:51

Ein Elektroauto als Pufferspeicher wäre für uns ideal:
Bewegen unser Auto max. 1x pro Woche.
Einkaufen, Arbeiten, Kindergarten, etc. machen wir alles mit dem Fahrrad...
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon GOETSCHHOFER » 26.02.2018, 21:31

EEBus: Das Elektroauto spricht mit der Heizung

https://www.photovoltaik.eu/Archiv/Meld ... zung-.html
Plugfest in Dresden (v.l.n.r.): Blessing (SMA), Kellendonk (EEBus), Baerwaldt (VW).
9.10.2017 12:50 -
Die Vernetzung von Erzeugern und Verbrauchern im Haus mit dem Elektroauto ermöglicht einen schnellen Infrastrukturausbau in der Ladetechnik. Allerdings übersteigt die nötige Leistung von Ladesäulen heute in vielen Fällen die verfügbare Kapazität des Stromnetzes. Ein intelligentes Energiemanagement vermeidet Eingriffe ins Netz und teure Baumaßnahmen.
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon delink2000 » 19.03.2018, 11:31

Ein Anfang ist gemacht. V2G zwar noch nicht für Privatpersonen, aber man ahnt was da noch kommen wird...

https://www.youtube.com/watch?v=NDYhihUbovM
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon KenOvo » 19.03.2018, 13:14

Hallo zusammen,

die Einträge sind zwar nicht mehr so zeitnah, jedoch immer noch aktuell.

In der Zeitschrift c't 2018 Heft 02, Seite 158..161 ist folgender Artikel mit Link erschienen:
ct.18.02.158-161 Sonnenspeicher - Photovoltaik-Batteriespeicher für private Haushalte

Da geht es auch um die Pufferung.
Der Link dazu: www.ct.de/yy1b

Johannes Weniger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe Solarspeichersysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin.

Unabhängigkeitsrechner der HTW Berlin: ct.de/yy1b
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