Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon egn » 17.09.2018, 06:52

Handle hat geschrieben:Wo ist zur Zeit denn das Problem, Vehicle to Home für Privatleute verfügbar zu machen?


- Die Fahrzeuge sind meist gar nicht Zuhause wenn die Sonne scheint.
- Der Betrieb erhöht die den Verschleiß der Fahrzeugbatterie, was die Garantie kostspieliger macht.
- Die Kapazität der meisten Fahrzeugbatterien ist zu klein um neben dem Fahren auch noch das Haus zu versorgen.
- Der Markt ist zu klein.
- Chademo haben nur die japanischen Fahrzeuge.
- eine DC-Ladestation kostet mehr als ein regulärer Kleinspeicher.
- ...
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon Handle » 17.09.2018, 11:51

Vielleicht hätte ich das präzisieren sollen, es ging mir um die Frage, warum es noch keine Lösung für Privatleute gibt, obwohl die technischen Hürden auf den ersten Blick nicht riesengroß sein sollten. Das, was du anführst, sind keine Hürden, die einer Umsetzung entgegenstünden.
Mit Zugriff auf das CHAdeMO-Protokoll in der Version 1.0 könnten sehr versierte Bastler sich evtl. sogar selbst an einer Lösung versuchen. Leider konnte ich bisher keine Möglichkeit finden, da heranzukommen, ohne Mitglied der Chademo Association zu sein.

CHAdeMO ist zur Zeit der einzige Standard, der bidirektionales Laden überhaupt unterstützt, insofern hätte man da momentan eh keine andere Wahl.
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon Andi_HB » 17.09.2018, 12:53

Was ich bisher nicht so ganz verstehe ist wieso zb. Einstein0 schreibt der Speicher von den EV wäre für die bidirektionale Nutzung zu klein.
Ich habe nur eine kleine PV-Anlage (5kWp), trotzdem speise ich regelmäßig in das Netz.
Selbst der Akku eines Fahrzeugs wäre wohl gut zu füllen.
Unser Haus mit 4 Bewohnern braucht pro Tag <7KWh (Durchschnittlich bei ca 2500KWh im Jahr).
Unsere kleine PV-Anlage produziert aber regelmäßig >4000kWh im Jahr (ca 11kWh/Tag im Durchschnitt).
Bei den E-Autos die heute bereits auf dem Markt sind mit > 40kWh Akkukapazität kann man also bereits einige Tage das Haus versorgen.
Bei sonnigem Wetter sollte das überhaupt kein Problem sein.
Natürlich ist das bei höherem Verbrauch schon wieder etwas anders - da könnte aber eine größere PV-Anlage wiederum helfen.

Was die rein wirtschaftliche Betrachtung angeht kann man wohl sagen das es sich nicht rechnet.
Aber technisch gesehen sollte das kein Problem darstellen. Die Akkus der Elektroautos sind inzwischen groß genug.
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon mk_nd_13 » 17.09.2018, 13:08

Nissan ist (laut Webseite) daran ein bidirektionales System 2018 auf den Markt zu bringen. Mal schauen ob das tatsächlich was wird.
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon michi_k » 17.09.2018, 13:10

Bei Nissan soll es ab Bajahr 2018 gehen. Hier geibt es auch schon ein Gerät dazu, ich habe mich aber novh nicht mit dem befasst.. irgendwie muss man das ja ansteuern...

https://www.schnellladen.ch/de/v2h-vehicle-to-home
Sonnige Grüsse
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon delink2000 » 17.09.2018, 13:18

egn hat geschrieben:- Die Fahrzeuge sind meist gar nicht Zuhause wenn die Sonne scheint.

... heute werden Elektroautos häufig als Zweitwagen eingesetzt.

egn hat geschrieben:- Der Betrieb erhöht die den Verschleiß der Fahrzeugbatterie, was die Garantie kostspieliger macht.

... nicht bzw. sehr wenig, wenn man die Batterie nicht stresst und sich im mittleren SOC bewegt.

egn hat geschrieben:- Die Kapazität der meisten Fahrzeugbatterien ist zu klein um neben dem Fahren auch noch das Haus zu versorgen.

... Hausspeicher haben heute ja häufig auch nur 5-10 kWh. Bei einem Zweitwagen sollten 5kWh weniger auch nicht das Problem sein... aber klar, allein aus Gründen von weniger Zyklen und der Akkuschonung sollten meiner Meinung nach bei z.B. 5 kWh Abnahme schon min. 30kWh im Akku sein. Allerdings kann man das auch nicht pauschal sagen, es kommt ja ganz darauf an, wie das persönliche Nutzungsprofil mit (nicht) täglichen Strecken ist. Wenn das Teil nur rumsteht, warum dann nicht auch 10kWh Abnahme bei einem 20 kWh Akku... so erfüllt das Stehzeug noch einen weiteren Sinn und wird auf diesem Wege halbwegs wirtschaftlich. Ein gutes Management ist dabei elementar wichtig... schont den Akku, hält ihn sogar frisch und bietet auch die programmierbare "Nichtnutzung".

egn hat geschrieben:- Der Markt ist zu klein.
- Chademo haben nur die japanischen Fahrzeuge.
- eine DC-Ladestation kostet mehr als ein regulärer Kleinspeicher.

wohl wahr, aber wo kein Angebot, da auch kein Kunde. Ich würde meinen Arsch darauf verwetten, wer da als erstes ein halbwegs günstiges Angebot (evtl. mit zusätzlichen Garantieschmankerl) zustande bringt, bekommt seine Kunden... und man ist frühzeitig am Markt, wenn das Potenzial durchknallt mit millionenfach (viel zu) großen Akkus in Stehzeugen...
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon Handle » 17.09.2018, 14:26

michi_k hat geschrieben:Bei Nissan soll es ab Bajahr 2018 gehen. Hier geibt es auch schon ein Gerät dazu, ich habe mich aber novh nicht mit dem befasst.. irgendwie muss man das ja ansteuern...

https://www.schnellladen.ch/de/v2h-vehicle-to-home

Damit kann man nicht ins Hausnetz einspeisen, das ist nur zur Off-Grid-Nutzung.

Theoretisch passende stationäre Batteriewechselrichter gibt es ab 700€, es fehlt wie gesagt noch die passende Steuerung.
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon einstein0 » 18.09.2018, 19:38

Andi_HB hat geschrieben:Was ich bisher nicht so ganz verstehe ist wieso zb. Einstein0 schreibt der Speicher von den EV wäre für die bidirektionale Nutzung zu klein.
Ich habe nur eine kleine PV-Anlage (5kWp), trotzdem speise ich regelmäßig in das Netz.
Selbst der Akku eines Fahrzeugs wäre wohl gut zu füllen....

Mit 5 kWp lohnt sich nicht einmal eine Eigenverbrauchssteuerung für Dump Loads.
Nein, auch ein Elektroauto lässt sich nicht komfortabel laden mit 5 kWp.
Von einem stationären Speicher gar zu schweigen.
Doch, die EVPS von Nichicon gibt es ab der Stange zu kaufen. Ob sie jemals in Europa zum Einsatz kommt,
wage ich zu bezweifeln. Dazu ist die Infrastruktur der Stromversorger und die Politik noch zu weit weg.
Eine Bi-direktionale Ladestation betreibt auch die Fachhochschule Burgdorf (Schweiz) versuchsweise.
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2015: PV-Repowering und Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR.
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