Wärme- und Geräuschentwicklung Wechselrichter

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Wärme- und Geräuschentwicklung Wechselrichter

Beitragvon richter_03866 » 31.01.2009, 12:56

Gestern und heute habe ich bereits damit verbracht, hier im Forum etwas über die Geräusch- und Wärmeentwicklung von Wechselrichtern herauszufinden. Jedoch konnte ich mir aus den bisher vorliegenden Informationen noch keine abschließende Meinung bilden.
Ich habe vor, bis Ende März eine PV-Anlage zu montieren, bin mir aber über den Standort der oder des WR noch nicht sicher.
Auf Forderung des EVU muss ich bei einer Anlagengröße von ca. 9KWp dreiphasig einspeisen. Aus Platzgründen tendiere ich deshalb zu dreiphasigen WR.

Kann jemand etwas zu Wärme- und Geräuschentwicklung dreiphasiger WR sagen?
In den mit bishr vorliegenden Angeboten werden vorrangig der Piko 10.1 von Kostal und der Fronius IG120+ angeboten.
richter_03866
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Beitragvon Perry » 31.01.2009, 13:12

Hallo richter_03866

speziell beim Piko 10.1 weiß ich, daß dieser Wechselrichter schon laut werden kann
er hat zwei eingebaute Ventilatoren, die ab einer gewissen Leistung des Wechselrichters anfangen zu laufen
diese Ventilatoren sind deutlich lauter als die Ventilatoren von z.B. SMA-Geräten
wenn die WR aber in einem z.B. Kellerraum montiert werden, ist dies die beste Lösung

Perry
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Beitragvon richter_03866 » 31.01.2009, 13:26

Hallo Perry,
leider habe ich keinen Kellerraum zur Verfügung sondern lediglich einen ca. 5m² großen Hausanschlussraum im Haus oder in ca. 5m Entfernung zum Haus eine Garage.
In der Garage würden mich Geräusche zwar nicht interessieren, aber hier hätte man zusätzliche Leitungswege. Was die Umgebungstemperatur angeht, ist es im Sommer im Hausanschlussraum (wo übrigens auch die Verteilung des EVU sitzt) sogar etwas kühler, da die Garage nicht gedämmt ist.
Was also tun?

Ist da der Fronius oder evtl. andere etwas leiser?
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Beitragvon burgvoigt » 31.01.2009, 13:36

Also dein Netzbetreiber kann fordern was er will!!! Aber bei deiner Anlagengrösse würde zweiphasige Einspeisung ausreichen! Habe diesen Tanz mit e.on-edis durch. Letztlich ließ man mich dann doch zweiphasig einspeisen. Da gibt es eine eindeutige VDE-Richtlinie. Die ist auch für deinen Netzbetreiber bindend!

Ich zitiere mal aus der Richtlinie für Anschluß und Parallelbetrieb von Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz :
Zitat:
3.8 Unsymetrische Ströme
Um Spannungsunsymmetrien zu begrenzen, dürfen Eigenerzeugungsanlagen nur bis zu einer Leistung von 4,6kVA (bei Photovoltaikanlagen bis 5kWp) an einen Aussenleiter angeschlossen werden. Werden mehrere einphasige Eigenerzeugungsanlagen an einem Verknüpfungspunkt angeschlossen, ist eine gleichmäßige Verteilung der eingespeisten Leistung auf die drei Außenleiter anzustreben.

schau mal hier

http://www.swd-netz.de/download/richtli ... annung.pdf



In der Richlinie steht
ausdrücklich anzustreben von PFLICHT ist da nichts zu lesen.

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Beitragvon Wiese » 31.01.2009, 13:42

Hallo richter..

Der Hausanschlussraum wäre mit Sicherheit die betse Wahl. Vorteil ist da dann auch, dass der Zähler direkt beim WR hängt, und eine kurze Leitung zum Zähler verwendet werden kann.

Ein WR hat etwa 5% Verlust, die er in Wärme umsetzt. Bei Vollast hat ein 10 kW-WR also eine Verlustleistung vom 500 Watt. So arg viel ist das nicht, denn diese 500 W Wärme enstehen ja an maximal 2 Stunden tälgich. Problematisch wird das nur, wenn der Raum sehr klein und ohnehin schon sehr warm ist wie z.B der Dachboden. In dem 5 m² großen Haustechnkraum hast Du ja immerhin 12 m³ Luft die sich auf über 40 Grad erwärmen müssten, um dem WR Probleme zu bereiten.

Gruß
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Beitragvon burgvoigt » 31.01.2009, 13:55

Also ích sehe das auch so.

Wenn du kannst, dann das Gerät/die Geräte im Keller montieren. Dort hat man Sommer, wie Winter stabile gleichbleibende Temeperaturen, was sich bestimmt nicht negativ auf die Lebensdauer der WR auswirken sollte.

Offenes Treppenhaus wäre auch nicht so gut.
Bin leider erst seit Ende November am Netz und kann deshalb über Wärme- und Geräuschentwicklung im Allgemeinen und zu den Kostal oder Fronius WR im Besonderen nichts sagen. Ich denke schon, dass die im Hochsommer, wenn die Sonne richtig knallt warm werden. Für einen Raum, in dem man Obst und Gemüse lagern will, vielleicht nicht ganz ideal.Und wenn die trafobasiert sind, ist Lautstärke sicher auch ein Thema. Meist sollen das aber hochfrequente Töne sein, die man ab einem bestimmten Alter eh nicht mehr wahrnimmt.
Ab 30 baut das menschliche Gehör ab und ab 50 ist wohl jede Hochleistungs-HIFI Anlage na wie "Perlen vor die Säue"

Ein Tipp von mir wäre Sonnenertrag.eu. Dort kannst du zielgerichtet nach Betreibern suchen, die solche von dir genannten WR haben. Dann kannst du ja zielgerichtet Kontakt aufnehmen und die Betreiber nach ihren persönlichen Erfahrungen fragen.

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Beitragvon richter_03866 » 31.01.2009, 14:06

Vielen Dank für die bisherigen Informationen!
In unserem Hausanschlussraum waren im Sommer bisher nicht mehr als 26-27°C. Demnach sollte es wohl was die Temperaturen angeht keine Schwierigkeiten geben.
Wie sieht es aber mit Geräuschen aus? Der Raum befindet sich mit Zugangstür vom Flur im Erdgeschoss unseres Hauses.
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Beitragvon Retrerni » 31.01.2009, 16:02

Hi richter,

die mir bisher bekannte leiseste WR-Familie ist die neuen Diehl Platinum TL-Serie. Hier hören scheinbar selbst Leute, die bei anderen WR die hochfrequente Brücke noch arbeiten hören, nichts dergleichen. Da das altersbedingt auf mich nicht mehr zutrifft (ich höre dies bei vielen anderen auch nicht), ist das nur hörensagen.
Für eine 10 kWp Anlage reicht in Deutschland die zweiphasige Einspeisung auch über zwei Einzelgeräte. Mögliche Ausnahmen wären höchstens bei Einsiedlerhöfen und dergleichen zu erwarten, was aber bei >99% der Betreiber wohl nicht zutreffen dürfte.
Ist denn der Hausanschlussraum belüftet? Bitte beachte, dass bei 9 kWp und sehr guten WR trotzdem noch mit einer Abwärme sehr wirkungsgradstarker WR von 250 W zu rechnen ist, die den Raum heizen. Somit dürfte die Temperatur dann schon Richtung 30°C gehen, was zwar nicht schön aber dennoch unproblematisch ist (von einer minimalen Lebensdauerreduzierung einmal abgesehen). Bei den von Dir oben genannten wirkungsgradschwächeren Wechselrichtern musst Du diese Verlustleistung wohl verdoppeln (wie Wiese ja schon schrieb)...

Ciao

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Beitragvon modila » 31.01.2009, 17:20

...,ich habe die WRs auch im anschlussraum, der erheblich kleiner ist, als deiner, es wird doch schon um einiges wärmer, ich lasse im sommer immer die tür ein wenig offen, aber wenn ich es nocheinmal machen würde, nie wieder im haus, bin derzeit am überlegen,ob ich die anlage nicht umbauen sollte, was leider bei mir mit grossen kosten verbunden ist,...
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Beitragvon burgvoigt » 01.02.2009, 08:26

Also, ich warte gespannt auf den Sommer, wenn es denn einer wird. Ein Mauerdurchbruch bei meiner 36èr Kalksandsteinwand im Keller wäre sicher machbar.Wenn auch mühsam.

Aber mein Schwiegersohn hat ein Gerät für Kernbohrungen, das ginge dann schon.

Aber erst beobachte ich mal den Fall, ob ich das wirklich brauche.

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