Alles über Photovoltaik Wechselrichter...
Moderator: Mod-Team
von Franke-in-der-Sonne » 11.03.2012, 19:44
Hallo Foristen,
auf mein WSW-Dach (Ausrichtung 65°, Neigung: 28° und 15° Gaube) möchte ich 2 x 12 SunPower SPR-245NE in zwei Strings montieren lassen (gesamt 5,88 kWp; Stringspannung im MPP: 486 V) und das vereinfachte Einspeisemanagement wählen. Dazu sind mir die zwei folgenden Wechselrichter angeboten worden: Danfoss TLX 6k und Kostal Piko 5.5. Im Forum habe ich immer wieder gelesen, dass der Piko einen schlechteren Wirkungsgrad haben soll und man bei SunPower lieber den besseren Danfoss nähme. Mit dem Piko komme ich auf etwa 2250 €/kWp; mit dem Danfoss auf 2380 €/kWp (alles ohne RSE). Der Vorteil des Pikos ist auch, dass er in Kombination mit einem RSE keinen zusätzlichen Logger braucht, da er direkt vom RSE geschaltet werden kann; beim Danfoss wäre noch ein Solarlog oder Weblog notwendig, was nochmals zu höheren Kosten führen würde.
Ich habe mir mal die Datenblätter der beiden WR durchgeschaut und gesehen, dass sich die europäischen Wirkungsgrade der beiden Geräte nur um 0.8 % unterscheiden (Kostal 95.7 % und Danfoss 96.5 %). Bei 5.88 kWp und 950 kWh/kWp macht das im Jahr einen Unterschied von etwa 44 kWh oder 11 € Einspeisevergütung. Daher denke ich, dass die niedrigeren Investitionskosten des Pikos seinen etwas geringeren Wirkungsgrad mehr als wettmachen und er die bessere Wahl hinsichtlich des Gesamtsystems wäre.
Meine Fragen an die Fachleute: 1. Gibt es neben dem Wirkungsgrad noch andere wichtige Eigenschaften wie z.B. minimale MPP-Spannung o.ä, die den Danfoss zur besseren Wahl machen würden? 2. Kann ich guten Gewissens den Piko für meine Anlagenspezifikationen nehmen?
Danke für eure Meinungen und Anregungen, Gruß FidS.
5.88 kWp - 2 x 12 SunPower 245NE - Kostal Piko 5.5 - Einspeisemanagement - WSW (65°) - Neigung 28° und 15° (12/12)
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Franke-in-der-Sonne
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von MBIKER_SURFER » 11.03.2012, 20:07
Franke-in-der-Sonne hat geschrieben: Ich habe mir mal die Datenblätter der beiden WR durchgeschaut und gesehen, dass sich die europäischen Wirkungsgrade der beiden Geräte nur um 0.8 % unterscheiden (Kostal 95.7 % und Danfoss 96.5 %). Bei 5.88 kWp und 950 kWh/kWp macht das im Jahr einen Unterschied von etwa 44 kWh oder 11 € Einspeisevergütung. Daher denke ich, dass die niedrigeren Investitionskosten des Pikos seinen etwas geringeren Wirkungsgrad mehr als wettmachen und er die bessere Wahl hinsichtlich des Gesamtsystems wäre.
Hallo, Topp Module - lausigen WR. Ist für mich wie Porsche kaufen und kein Geld für Z-reifen haben Im Ernst, Du liest Zahlen übersiehst aber, wo der Kostal seine knapp 96% EU Wirkungsgrad hat! Bei um die 650 V MPP Spannung, die er ja NIE erreicht. Außerdem hat dieser WR ein sehr schmales Leistungsmaximum im Gegensatz zum Danfoss TLX. Gehe also mal von mind 2,5 % weniger Ertrag bei 2 X 12 Modulen aus! Aber klar brauchst einen SL 200 PM (1 WR) oder SL 500 PM (1 bis 10 WR) für das RSE Steuersignal. Würde hier für ein Leistungsmax. 2 Sunways NT 3000 mit je 1 X 12 einsetzen. Gruß Martin
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von win_solar » 11.03.2012, 20:12
Hallo, wenn es mein Dach wäre würde ich die 70%-Regel wählen und einen SMA 5000TL-21 mit 2 Strings a 12: 5,88kWp >> 70% = 4,116kW benötigter Wechselrichterleistung, der SMA hätte 4,37kW Ich möchte noch zu bedenken geben, dass der Kostal lange Strings mag und Spannungen oberhalb 600V, um seinen Nennwirkungsgrad zu schaffen. In diesem Fall wird die jedoch nicht erreicht, somit sinkt der Wirkungsgrad noch etwas. Mit Einspeisemanagement könnte man auch 2 Wechselrichter zurückgreifen, siehe @Martin Gruss Win
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von Boelckmoeller3 » 11.03.2012, 20:27
Hallo, ich sehe das hier etwas anders als Martin,
für die Gaube mit anderer Neigung wird ja wohl ein extra Tracker eingeplant sein ?, also 12 Module auf der Gaube ? Und 12 daneben ? Da hat der Danfoss aber genauso schlechte Karten wie der Kostal denn seine optimal (Nennspannung) liegt sogar noch 50V höher. Da das Dach auch ein Stück von Süden weg zeigt mit nicht allzu steiler Dachneigung würde ich bei dem Kostenvorteil zu dem Piko 5.5 raten. Wenn man mal davon ausgeht dass ein Wechselrichter durchschnittlich 10 Jahre hält werden in dieser Zeit die Mehrkosten des Danfoss nicht wieder reinkommen.Ich würde den Ertragsvorteil des Danfoss hier auf nicht viel mehr als 1 % einschätzen. Ob er dir das wert ist musst du alleine entscheiden.
Viele Grüße:
Klaus
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von Franke-in-der-Sonne » 11.03.2012, 20:36
Hallo Martin, MBIKER_SURFER hat geschrieben:Im Ernst, Du liest Zahlen übersiehst aber, wo der Kostal seine knapp 96% EU Wirkungsgrad hat! Bei um die 650 V MPP Spannung, die er ja NIE erreicht. Außerdem hat dieser WR ein sehr schmales Leistungsmaximum im Gegensatz zum Danfoss TLX. Gehe also mal von mind 2,5 % weniger Ertrag bei 2 X 12 Modulen aus!
Gibt es irgend eine Kurve, wo man die Abhängigkeit des Wirkungsgrades von der MPP-Spannung sieht? Auf dem Piko-Datenblatt sind nur drei Kurven aufgetragen (680 V, 850 V bei einem String, 360 V bei zwei Strings). Bei 2.5 % weniger Ertrag käme ich 140 kWh oder 34 € pro Jahr weniger; im Vergleich zu den Mehrkosten des Danfoss halte ich das immer noch für vertretbar. Wie ist das eigentlich: bei geringerer Sonneneinstrahlung schwankt da nur der Strom oder auch die MPP-Spannung? Nimmt der Wirkungsgrad mit geringerer Sonneneinstrahlung ab und wäre das beim Danfoss anders? MBIKER_SURFER hat geschrieben:Aber klar brauchst einen SL 200 PM (1 WR) oder SL 500 PM (1 bis 10 WR) für das RSE Steuersignal. Würde hier für ein Leistungsmax. 2 Sunways NT 3000 mit je 1 X 12 einsetzen.
Brauche ich nun beim Piko noch einen SL 200 PM, wenn ich einen RSE installieren möchte? Mein Solateur sagt, dass das beim Piko ohne geht. Wie liegen die 2 x Sunways NT 3000 preislich zu dem Piko und dem Danfoss? Danke, FidS.
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von Franke-in-der-Sonne » 11.03.2012, 20:39
Boelckmoeller3 hat geschrieben:für die Gaube mit anderer Neigung wird ja wohl ein extra Tracker eingeplant sein ?, also 12 Module auf der Gaube ? Und 12 daneben ?
Ja genauso ist es geplant.
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von win_solar » 11.03.2012, 20:49
nein, beim Piko kannst den Rundsteuerempfänger direkt anschliessen, benötigst keinen Solarlog. Vermutlich wird der Kostal die günstigste Lösung darstellen ( neben meiner 70%-Lösung ), aber ich weiss nicht Kostal und Sunpower, das passt irgendwie nicht Gruss Win
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von Franke-in-der-Sonne » 11.03.2012, 21:01
Was ich noch nicht verstehe, ist, wie sich die MPP-Spannung im Tagesverlauf (Verlauf des Sonnenstandes) ändert, oder ob sich nur der Strom ändert. Wenn ich mir die MPP-Spannung eines meiner Strings (486 V) und die DC-Eingangsbreiche der WR anschaue, dann kommt es mir so vor, als wäre auch da der Piko im Vorteil: ................ DC-Spannungsbereich Piko ........ 180 - 950 Danfoss .. 260 - 800 Sunways . 340 - 750
Sollte die MPP-Spannung bei weniger Strahlung tatsächlich niedriger werden, würde zuerst der Sunways, dann der Danfoss und dann erst der Piko abschalten. Das hieße, dass der Piko bei schwacher Strahlung (oder flachem Dach) besser wäre. Oder liege ich da komplett falsch?
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von Boelckmoeller3 » 11.03.2012, 21:33
Selbst die minimal 340V der Sunways reichen noch bei 12 Modulen aus alle Eventualitäten, also Zelltemperaturen von 70°C, bedeckten Himmel oder Dämmerung ausreichend abzufangen. Das ist also hier kein Kriterium zur Wechselrichterauswahl.Falls die Spannung der Module für den MPP unter 340V absinkt ist noch so wenig Leistung des Generators da, das es nicht mehr für eine Einspeisung ausreicht.
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von Retrerni » 11.03.2012, 22:10
Hallo Frank, der Piko hat keinen Vorteil, denn je größer der Eingangsspannungsbereich, desto größer ist üblicherweise auch die Abhängigkeit des Wirkungsgrades von der Eingangsspannung. Nur wo hat bitte der Piko einen EU-Wirkungsgrad von 95,7%? Bisher konnnten von unabhängigen Instituten nicht einmal 95% bestätigt werden - maximal wie gesagt mit etwa 2%igem Einbruch bei 360 V. Zeitgemäßere WR brechen über ihrem Eingangsspannungsbereich nur etwa 0,5% ein... Dazu kommt noch, daß der schwache Teillastwirkungsgrad in unseren Breiten ja eine erhebliche Zeit in Anspruch genommen wird.
Ciao
Retrerni
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