Stringplanung mit Verschattung

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Stringplanung mit Verschattung

Beitragvon solar-wb » 23.01.2012, 16:37

Hallo,

ich mache mir gerade so meine Gedanken zur Stringplanung meiner zukünftigen PV Anlage auf der Garage.
Die Situation ist folgende:
Ich werde wahrscheinlich 2 Strings haben.
- Im Winter ist eigentlich die komplette Anlage durch das Wohnhaus verschattet
- In der Übergangszeit ist nur das halbe Dach verschattet
- Ab März/April habe ich keinen Schatten mehr auf den Modulen.

In Winter (überall Schatten) und im Sommer (kein Schatten) ist es natürlich egal wie die Module auf die Strings verteilt werden.

Kritisch ist die Situation in der Übergangszeit...hier habe ich zwei Möglichkeiten:

(a) alle Schattenmodule in einen String und die Nichtschattenmodule in den anderen. Mit dieser Lösung arbeitet der String mit den Nichtschattenmodulen normal, der Schattenstring aber nicht mehr, da selbst wenn in diesem String einige wenige Module nichtverschattet wären, die Generatorspannung nicht mehr auf die minimale MPP Spannung des WR kommen würde?!

(b) Jeder String jeweils zur Hälfte mit Schattenmodulen und Nichtschattenmodulen. Mit dieser Lösung bleibt die Generatorspannung pro string möglichst hoch (möglichst im MPP Bereich) und die Bypassdioden schalten die Schattenmodule ab.

Was meinen die Wechselrichterexperten...welche Lösung ist günstiger?

Welche Wechselrichter (ca. 10kW Anlagenleistung) können denn mit solchen Schatten-Situationen gut umgehen?
Danfoss scheint da ja gut zu sein?!
SMA (OptiTrack funktioniert ja anscheinend noch nicht)
Kaco??
Sonst noch welche?

:danke: schonmal für eure Meinungen

Gruß
Michael
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Re: Stringplanung mit Verschattung

Beitragvon Retrerni » 23.01.2012, 21:17

Bei einem WR mit 10 kVA sollten die Strings grundsätzlich erst einmal lang sein, sonst haben einige WR sowieso schon ein Regelungsproblem. Dazu müsstest Du uns erst einmal den genauen Modultyp und die Anzahl nennen...

Ciao

Retrerni
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Re: Stringplanung mit Verschattung

Beitragvon solar-wb » 23.01.2012, 22:04

Es werden 40 Module werden...also 2Strings mit je 20 Modulen.
Der genaue Modultyp steht noch nicht fest...entweder
Solarwatt M220-60 GET AK 240W ...oder...
Winaico WSP-240P6

Meine Berechnungen mit verschiedenen WR Auslegungssoftwaren ergeben eigentlich, dass ich mit 20Modulen pro String ganz gut zu den meisten 10k WR passe.
Vorrausgesetzt natürlich ich habe mich nicht vertan...

Mir gehts hier aber eigentlich um die grundsätzliche Fragen
(a) ob man die verschatteten Module besser von den nicht verschatteten trennt, oder ob man besser mischt...
(b) welche WR Hersteller gute MPP tracking Algorithmen haben

Gruß
Michael
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Re: Stringplanung mit Verschattung

Beitragvon solar-wb » 24.01.2012, 19:39

kann mir da keiner helfen?

sorry...ich weiß, ich bin ungeduldig... :)

Grüße
Michael
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Re: Stringplanung mit Verschattung

Beitragvon Retrerni » 24.01.2012, 21:32

Ein mangelhaftes MPP-Tracking kann man wohl keinem namhaften europäischen Hersteller unterstellen. Gleichzeitig verschattete Module sollte man wohl in einem String zusammenfassen, damit die unverschatteten Module wenigstens unberührt bleiben. Der MPP-Tracker hat dann die Chance, im verschatteten String die Stringspannung abzusenken, um doch noch möglichst viel heraus zu holen.

Ciao

Retrerni
Zuletzt geändert von Retrerni am 24.01.2012, 22:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Stringplanung mit Verschattung

Beitragvon Modulschrauber » 24.01.2012, 21:38

Es ist bestimmt nicht so das dir keiner helfen will, aber was ist deine Frage? Die meistenAntworten hast du ja schon selbst richtig gegeben. Ansonsten bleibt nur : Kommt drauf an.
Das MPPtracken müssen alle Wechselrichter können, das ist Mindestanforderung an einen Wechselrichter.

Kurt
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Re: Stringplanung mit Verschattung

Beitragvon solar-wb » 25.01.2012, 08:27

Hallo,

Danke schonmal für die Antworten! Wollte auf keinen Fall unterstellen das mir keiner helfen will!
Ich finde dieses Forum KLASSE!!
War wahrscheinlich nicht verständlich formuliert was ich eigentlich will...

Ich versuche nochmal meine Gedankengänge genauer zu beschreiben (keine Ahnung ob die stimmen) :)

Zur Stringplanung:
Wenn ich in einem String alle verschatteten Module habe und von diesen 20 Modulen 18 verschattet sind kann der MPP Tracker doch mit den verbleibenden ~60V nicht mehr arbeiten!? Das würde bedeuten, dass dieser string nur was bringt, wenn (je nach MPP Bereich des Wechselrichters) mindestens 10 Module unverschattet sind!? Oder liege ich da falsch?
Deshalb hatte ich den Gedanken, dass ich die Module so verteile, dass ich immer 10 nichtverschattete Module im String habe um im MPP Tracking Bereich des WR zu bleiben?!
Macht diese Theorie Sinn?

Zum Trackingverhalten von WR Herstellern:
In einem Anderen Thread habe ich gelesen, dass SMA wegen fehlendem OptiTrack Global Peak im Moment in Schattensituationen nicht gut arbeitet...
Von Danfoss habe ich gelesen, dass die das sehr gut können.
Wie verhält sich das bei Kaco, Solarmax, bzw gibts andere, die speziell mit Verschattung sehr gut regeln?

Ich habe zwar einen guten Elektronik-Background aber keinerlei Erfahrung im Bereich PV...deshalb bin ich mir unsicher, ob die Theorien, die ich hier so zusammenbastle stimmen :?

Danke nochmal für die Hilfe

Grüße
Michael
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Re: Stringplanung mit Verschattung

Beitragvon pv-buero » 25.01.2012, 09:56

Hallo,

Deshalb hatte ich den Gedanken, dass ich die Module so verteile, dass ich immer 10 nichtverschattete Module im String habe um im MPP Tracking Bereich des WR zu bleiben?!
Macht diese Theorie Sinn?


Du hast absolut Recht und solltest es genau so machen.
Zum Nachlesen habe ich das Thema hier mal ausführlich in meinem Blog behandelt.

Was die Wechselrichter anbetrifft: SMA Geräte können es nur wenn die "Global Peak" Regelung vorhanden ist. Bei Danfoss Geräten habe ich festgestellt, dass sie es können. Man kann das übrigens selbst überprüfen, wenn man sich die Datenüberwachung von Anlagen mit Teilverschattung ansieht. Bei einsetzender Teilverschattung muss die Eingangsspannung am Wechselrichter sinken (damit die Bypassdioden aktiv werden können). Steigt die Spannung hingegen, kann man davon ausgehen, dass das Gerät den absoluten MPP nicht findet.

Gruß pvbuero
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Re: Stringplanung mit Verschattung

Beitragvon solar-wb » 25.01.2012, 10:10

OK, Danke für die Antwort...interessanter blog, werde ich mir mal noch genauer anschauen.

Jetzt habe ich aber immer noch das Problem der richtigen WR Auswahl:

SMA -> im Moment kein OptiTrack verfügbar
Danfoss -> gutes MPP tracking, aber schlechter Wirkungsgrad bei Teillast

Wie gut arbeiten denn Andere mit Schatten z.B. Kaco, Solarmax,....
Hat vielleicht jemand im Forum schon entsprechende Erfahrung gemacht?

Manchmal ist es einfach nicht gut zu viele Möglichkeiten zu haben, ich mach mir da wahrscheinlich mal wieder viel zu viele Gedanken :)

Gruß
Michael
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Re: Stringplanung mit Verschattung

Beitragvon pfalz-solar » 25.01.2012, 10:25

Habe auch im Winter Teilverschattung und wie man an meinem Datenlogger sehen kann arbeitet der Power One PVI 10.0 genau so wie es sein soll... Teilverschattung, Spannung sinkt...
10,64 kWp; 56 Suntech STP 190S-24 AD+; Power One PVI 10.0 OUTD; SSO 165°/DN 35°; 225 m Höhe; Pfalz
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