Alles über Photovoltaik Wechselrichter...
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von Weidemann » 29.12.2011, 12:44
Interesanter Artikel eines Fronius-Mitarbeiters in der RE 4/2011 http://www.bauverlag.de/de/RE_Regenerat ... 96119.htmlMessung an einer Ost-West-Anlage, Dachneigung 15°, kristalline Module, Strings von Ost und West werden parallel an den WR geschaltet. Ergebnis: Spannungsunterschiede (wegen Temperatur) bis zu 5% daraus Mismatching-Verluste: 0,3-0,5%, daraus endgültige Verluste: 0,1% (da höherer WR-Wirkungsgrad) und weniger AC-Leistung nötig, also effektiv kürzere Amortisationszeit!Bei Dünnschicht ist es noch unproblematischer, da flachere Leistungs-Kennlinie, folglich machen abweichende MPP-Spannungen noch weniger aus. Messung an Dünnschicht-O/W-Anlage, DN 30°: Mismatching-Verluste kleiner 1%. Fazit: Wenn man einen Multitracker-WR nicht optimal auslasten kann und die Dachneigung gering ist, ist ein ertragreicher WR mit nur einem Tracker vorzuziehen! (gerade die Refusol bieten sich hier an, aber auch die Tripower kann man damit flexibler nutzen.) Aber: niemals Module aus Ost und WEst in EINEN String verschalten! Das hätte extreme Ertragseinbußen zur Folge. Und nur völlig unverschattete Strings so verschalten, sonst höhere Verluste. Außerdem auf gute Hinterlüftung achten, damit die Temperaturunterschiede nicht zu groß werden. Eine Alternative sind z.B. die Kaco TL3-WR, bei denen jeder Tracker die volle Energie nehmen kann. Aber die meisten anderen Multi-Tracker-WR haben nur symmetrisch belastbare Tracker.
sonnige Grüße, -Weidemann-
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von Mr.10.000Volt » 29.12.2011, 12:54
Interessant, wenn dem so ist oder so wäre Hier im Forum wurden schon virtuelle "Gefechte" wegen 3° unterschiedlicher Dachneigungen an einem Tracker ausgeführt Ich habe eine OST/Westanlage mit gleichen DN auf beiden Seiten und bin gerne bereit im Frühjahr, bei aussagekräftigen Einstrahlungswerten, einen Versuch zu fahren.
Wer, wenn nicht wir....
wann, wenn nicht jetzt?????
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von open source energy » 29.12.2011, 13:06
Ich habe das schon öfters gepostet, verkaufen kann man das leider NICHT, da wird man ausgelacht, real gesehen ist es unterm Strich bestimmt wirtschaftlicher!
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von Weidemann » 29.12.2011, 13:37
open source energy hat geschrieben:Ich habe das schon öfters gepostet, verkaufen kann man das leider NICHT, da wird man ausgelacht, real gesehen ist es unterm Strich bestimmt wirtschaftlicher!
...wenns dadurch günstiger wird, passt doch alles? Entweder der Kunde versteht nichts von der Materie, dann ists eh kein Problem, oder er versteht was davon, dann kannst du ihn auf den Artikel verweisen (Kopie zu lesen geben) und er soll sagen wie ers will. Wenn er freiwillig ehr bezahlen will für zwei WR, gut für dich 
sonnige Grüße, -Weidemann-
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von eggis » 29.12.2011, 14:59
Schon merkwürdig, dass ein Hersteller der keinen Multistringwechselrichter im Angebot hat, die Vorteile der separat gesteuerten Strings kleinredet.  Außerdem wird hier von einem Dach mit 15° DN gesprochen. Bei 45°sieht das bestimmt anders aus.
Mit sonnigen Grüßen -eggis- "Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft." (George Bernard Shaw)SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC Meine Anlage!!! hier klicken
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von Sonnenlord » 29.12.2011, 15:02
Hey, hatte ich letztes Jahr auch vorgehabt......... leider war KEINER in der Lange mir den WR aus zurechnen, darum habe ich dann altbackend die WR ausgerechnet und bin dann mit 114 Module auf 4 WR gegangen also je 1 5000 und 4000 er TL auf dem west und das gleiche auf dem Westdach schade eigentlich , wäre gerne auch mit weniger ausgkommen, Sonnenlord
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von Sonnenlord » 29.12.2011, 15:05
Sonnenlord hat geschrieben:Hey, hatte ich letztes Jahr auch vorgehabt......... leider war KEINER in der Lange mir den WR aus zurechnen, darum habe ich dann altbackend die WR ausgerechnet und bin dann mit 114 Module auf 4 WR gegangen also je 1 5000 und 4000 er TL auf dem west und das gleiche auf dem Westdach schade eigentlich , wäre gerne auch mit weniger ausgkommen, Sonnenlord
Hey, natürlich OST und WEST dach.... war schon solange nicht mehr hier im Forum und muss mich wieder reinfinden Sonnenlord
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von solarteur0502 » 29.12.2011, 15:18
Eine solche Anlage haben wir seit Jahren schon in Sachsen/Anhalt am Laufen und es sind wirklich geringste Verluste. Bei uns ist dort ein Fronius Zentralwechselrichter IG 300 im Betrieb, für eine Firstsolar Dünnschichtanlage auf ca. 12° Ost/West. Jedes Jahr über 1000 kWh/kWp !!
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von open source energy » 29.12.2011, 16:54
Weidemann hat geschrieben:open source energy hat geschrieben:Ich habe das schon öfters gepostet, verkaufen kann man das leider NICHT, da wird man ausgelacht, real gesehen ist es unterm Strich bestimmt wirtschaftlicher!
...wenns dadurch günstiger wird, passt doch alles? Entweder der Kunde versteht nichts von der Materie, dann ists eh kein Problem, oder er versteht was davon, dann kannst du ihn auf den Artikel verweisen (Kopie zu lesen geben) und er soll sagen wie ers will. Wenn er freiwillig ehr bezahlen will für zwei WR, gut für dich 
Das Problem dabei ist, dass viele PV noch immer sehr von der technischen Seite bewerten und nicht von der wirtschafltichen! Mit sinkender EV werden auch Verluste monetär unwichtiger, wie Kabel, WR, etc...
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von Retrerni » 29.12.2011, 21:49
Betrachten wir das ganze doch einmal technisch, auch wenn einige das u.U. aus Bequemlichkeit nicht mögen... Natürlich kann man einen reinen Ost- und einen reinen, gleich langen West-String mit gleichen Modulen parallel an einen WR mit nur einem MPP-Tracker betreiben. Welche Fehler macht man? Da der Strom proportional zur Einstrahlung ist und sich bei Parallelschaltung nur sauber addiert hier erst einmal keinen. Bei der Spannung sieht es schon anders aus. Denn die Modultemperatur verhält sich unterschiedlich je nach Sonneneinstrahlung auf beiden Seiten und die Hinterlüftung kann durch örtliche Gegebenheiten sich ebenfalls ändern. Hier kommt es also zu einer Fehlanpassung (die aber in schwächerer Form bei zwei Strings auf einer Dachfläche ebenfalls auftritt). Der WR sucht sich hier das globale Maximum, was von der aktuell direkter bestrahlten Dachhälfte dominiert wird (also fast in deren Spannungs-Optimum läuft). Die andere Seite läuft dann i.d.R. mit einer zu niedrigen Spannung, die aber wohl nur wenige Prozent von der optimalen abweicht. Diese Abweichung überträgt sich aber aufgrund der charakteristischen U-I-Kennlinie nicht 1:1 in die Leistung, weswegen diese nur einzelne Prozentpunkte neben dem Optimum liegt. Wie sehr hier die Ertragseinbußen zu Buche schlagen hängt jetzt also sehr stark mit den örtlichen Gegebenheiten (aus welcher Richtung bläst typischerweise der Wind...), der Dachneigung sowie dem Temperaturkoeffizienten der MPP-Spannung ab. Wenn man diese hier jetzt geschickt auswählt, kommt natürlich das gewünschte Ergebnis heraus, wobei ich den Threadtitel doch als falsch und missverständlich bezeichnen würde, es sollte wenigstens "wenig" oder "kaum" statt dem definitiv falschen "kein" heißen. Auch die anderen Randbedingungen (nur eine Dachneigung pro String, gleiche Module, gleiche Anzahl etc.) werden hier auch sträflich vernachlässigt.
Ciao
Retrerni
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