Ost-West-Anlage an EINEN Tracker: kein Verlust!

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Re: Ost-West-Anlage an EINEN Tracker: kein Verlust!

Beitragvon Weidemann » 29.12.2011, 22:26

stimmt, die gleich langen Strings und Module gleichen Typs habe ich vorausgesetzt.

Laut dem Ergebnis des Experiments stimmt das "kein" aber tatsächlich, da die 0,5% Verluste auf der Gleichstromseite durch den höheren WR-Wirkungsgrad wieder neutralisiert werden bzw. eh unter der Nachweisgrenze liegen. Und im Vergleich zu zwei WR für die Dachflächen ist es dann eh günstiger.
Konkurrieren könnten hier nur die genannten Kaco, oder vielleicht noch Aurora.

Nur die wenigsten WR sind so asymmetrisch belastbar, dass man sich bei einem Ost/West-Dach dann tatsächlich WR-Leistung spart... bei passenden Dächern kommt folglich ein Refu oder auch ein symmetrisch belegter SMA Tripower trotz leichter Mismatching-Verluste in der Summe günstiger, als mehrere WR!
sonnige Grüße,
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Re: Ost-West-Anlage an EINEN Tracker: kein Verlust!

Beitragvon Retrerni » 29.12.2011, 23:34

Also das mit dem höheren Wirkungsgrad würde ich jetzt einfach mal ins Reich der Märchen schieben, denn man sollte auch hier fair sein und einen gut passenden WR mit einem MPP-Tracker mit einem gleich großen Kollegen mit zwei MPP-Trackern vergleichen, die auch ansonsten vergleichbar sein sollten (Eingangsspannungsbereich, Topologie etc.). Ansonsten ist das eine Milchmädchenrechnung, aber die soll es ja anscheinend auch sein... Wohlgemerkt die 0,5% beziehen sich auf diesen einen Fall... beim nächsten können es auch 5% sein...

Ciao

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Re: Ost-West-Anlage an EINEN Tracker: kein Verlust!

Beitragvon JayM » 30.12.2011, 00:19

Hallo zusammen,
für eine neue Anlage kann ich die Argumente für 'kaum Verluste' nachvollziehen (gleiche und geringe DN, gleiche Module und Stringlänge vorausgesetzt). Wie sieht das aber nach 15 Jahren aus? Bei 0,3 - 0,5% Degradation pro Jahr sinkt die Leistung doch erheblich. Ist die Degradation gleichmässig genug, dass man auch nach 10 oder 15 Jahren noch von den 'gleichen Modulen' ausgehen kann? Oder könnte es zu systematisch verschiedener Degradation kommen (z.B. weil die Westseite die höchste Einstrahlung typischerweise bei höheren Temperaturen bekommt)?

Über ein Modulleben kann viel passieren, neben ungleicher Degradation auch noch ungleichmässige Verschmutzung, Modulschäden, etc. Der Vorteil mit nur einem MPPT müßte für mich schon recht groß sein, um die Vorteile von mehreren Trackern aufzuwiegen. Und wenn es nur zur besseren Diagnostik von potentiellen Modulschäden ist, würde ich sicher ein paar Hunderter mehr für einen extra MPP Tracker auf den Tisch legen.

Gedanken dazu?

Gruß
Jochen
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Re: Ost-West-Anlage an EINEN Tracker: kein Verlust!

Beitragvon open source energy » 30.12.2011, 08:47

JayM hat geschrieben:Hallo zusammen,
für eine neue Anlage kann ich die Argumente für 'kaum Verluste' nachvollziehen (gleiche und geringe DN, gleiche Module und Stringlänge vorausgesetzt). Wie sieht das aber nach 15 Jahren aus? Bei 0,3 - 0,5% Degradation pro Jahr sinkt die Leistung doch erheblich. Ist die Degradation gleichmässig genug, dass man auch nach 10 oder 15 Jahren noch von den 'gleichen Modulen' ausgehen kann? Oder könnte es zu systematisch verschiedener Degradation kommen (z.B. weil die Westseite die höchste Einstrahlung typischerweise bei höheren Temperaturen bekommt)?

Über ein Modulleben kann viel passieren, neben ungleicher Degradation auch noch ungleichmässige Verschmutzung, Modulschäden, etc. Der Vorteil mit nur einem MPPT müßte für mich schon recht groß sein, um die Vorteile von mehreren Trackern aufzuwiegen. Und wenn es nur zur besseren Diagnostik von potentiellen Modulschäden ist, würde ich sicher ein paar Hunderter mehr für einen extra MPP Tracker auf den Tisch legen.

Gedanken dazu?

Gruß
Jochen


Hierzu sollte man aber dann eher auf die Modulebene gehen. Hier sagt ja TIGO und CO klar, dass gerade bei älteren Anlagen der Vorteil immer größer wird!
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Re: Ost-West-Anlage an EINEN Tracker: kein Verlust!

Beitragvon JayM » 30.12.2011, 09:23

Hallo OSE,
idealerweise natürlich auf Modulebene. Allerdings sehe ich zwei entscheidende Nachteile:
- die Kosten dafür liegen soweit ich weiß nicht mehr bei ein paar hundert Euro, sondern für eine einigermassen große Anlage bei ein paar Tausendern. Oder hat sich bei den Preisen was bewegt?
- Elektronik ist ausfallanfällig, zumindest ausfallanfälliger als die Module selbst. Ich rechne sicher mit einem WR Tausch innerhalb der 20 Jahre Förderung. Bei Modullösungen muß ich dann jedes Mal aufs Dach, um den defekten Modul WR oder Poweroptimizer auszutauschen. Und die fallen ja nicht alle gleichzeitig aus. Ist man dann ab Jahr 10 jedes Jahr einmal auf dem Dach, um wieder einen auszutauschen?

In der Balance der Dinge sehe ich geringe Mehrkosten für einen MPP Tracker pro String als sinnvoll an, mehrere Tausender für ein potentielles Wartungsproblem auf dem Dach eher vorsichtig.

Aber ich laß mich auch überzeugen. Welches System würdest du denn für eine Überwachung/Optimierung auf Modulebene vorschlagen?

Gruß
Jochen
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Re: Ost-West-Anlage an EINEN Tracker: kein Verlust!

Beitragvon Weidemann » 30.12.2011, 15:52

Retrerni hat geschrieben:Also das mit dem höheren Wirkungsgrad würde ich jetzt einfach mal ins Reich der Märchen schieben, denn man sollte auch hier fair sein und einen gut passenden WR mit einem MPP-Tracker mit einem gleich großen Kollegen mit zwei MPP-Trackern vergleichen, die auch ansonsten vergleichbar sein sollten (Eingangsspannungsbereich, Topologie etc.)

Wenns einen vergleichbaren WR mit zwei Trackern gibt, nimmt man natürlich den!
Aber wie schon gesagt, dann dürfte man nur Kaco oder Aurora nehmen, alle anderen sind nicht genug asymmetrisch belastbar.

Okay, beim Wirkungsgrad hast du recht, da sind die meisten Modelle heute eher für Teillastz optimiert.
(Auf 5% Verlust wird man aber niemals kommen, da bist du zu pessimistisch.)
sonnige Grüße,
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Re: Ost-West-Anlage an EINEN Tracker: kein Verlust!

Beitragvon mb84 » 13.01.2012, 21:53

solarteur0502 hat geschrieben:Eine solche Anlage haben wir seit Jahren schon in Sachsen/Anhalt am Laufen und es sind wirklich geringste Verluste. Bei uns ist dort ein Fronius Zentralwechselrichter IG 300 im Betrieb, für eine Firstsolar Dünnschichtanlage auf ca. 12° Ost/West.
Jedes Jahr über 1000 kWh/kWp !!


Hallo,

hast du nen Link zur Anlage, wo in etwa ist Sie?

MfG
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Aktueller Stromanbieter: ESWE Versorgung AG http://www.eswe-versorgung.de
Tarif: Naturstrom Garant zu 25,50 ct
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Re: Ost-West-Anlage an EINEN Tracker: kein Verlust!

Beitragvon netadair » 31.01.2012, 12:59

Ein Link zu dieser Ost/West-Anlage würde mich auch interessieren, da ich gerade überlege, genau so eine bauen zu lassen, mir aber noch unschlüssig bin und gerne ein paar Erfahrungswerte sehen würde.

Ciao
Michael
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