Mit welcher Spannung speist ein Wechselrichter ein?

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Re: Mit welcher Spannung speist ein Wechselrichter ein?

Beitragvon baernibaer » 30.06.2012, 23:38

Roncalli hat geschrieben:Ich habe noch eine Frage zur Phasenlage des eingespeisten Stroms. Müsste dieser nicht genau 180° versetzt sein zur Netzspannung? Ich denke wenn die Phasen genau gleich sind, hab ich Wirkleistung, aber die wird nicht eingespeist, sondern bezogen.

Es muss ja ein Unterschied geben zwischen beziehen und einspeisen oder?


Hilft es dabei sich an einem angetriebenen AsynchronGenerator im Vergleich zu einer treibenden Asynchron-Drehstrommaschine zu orientieren -> Was bewirkt dabei der Schlupf?
(coole PhysikSimulation mit Lineal und Zirkel aus dem Jahre 1899: http://de.wikipedia.org/wiki/Ossanna-Kreis , wo wäre da das Drehmoment für die Generatorleistung zu suchen?)
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Re: Mit welcher Spannung speist ein Wechselrichter ein?

Beitragvon Roncalli » 30.06.2012, 23:50

baernibaer hat geschrieben:Hilft es dabei sich an einem angetriebenen AsynchronGenerator im Vergleich zu einer treibenden Asynchron-Drehstrommaschine zu orientieren -> Was bewirkt dabei der Schlupf?


tut mir Leid, aber das hilft mir nicht weiter.
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Re: Mit welcher Spannung speist ein Wechselrichter ein?

Beitragvon baernibaer » 01.07.2012, 01:55

baernibaer hat geschrieben:
Roncalli hat geschrieben:Ich habe noch eine Frage zur Phasenlage des eingespeisten Stroms. Müsste dieser nicht genau 180° versetzt sein zur Netzspannung? Ich denke wenn die Phasen genau gleich sind, hab ich Wirkleistung, aber die wird nicht eingespeist, sondern bezogen.

Es muss ja ein Unterschied geben zwischen beziehen und einspeisen oder?


Hilft es dabei sich an einem angetriebenen AsynchronGenerator im Vergleich zu einer treibenden Asynchron-Drehstrommaschine zu orientieren -> Was bewirkt dabei der Schlupf?
(coole PhysikSimulation mit Lineal und Zirkel aus dem Jahre 1899: http://de.wikipedia.org/wiki/Ossanna-Kreis , wo wäre da das Drehmoment für die Generatorleistung zu suchen?)


DrehstromSimulation aus dem Jahre 2008
http://www.mwds-tools.de/coding/dsb/index.htm

Prof. Dr.-Ing. Uwe Probst _ Leistungselektronik Simulationen:
Vollbrücke mit sinusförmiger Stromzweipunktregelung
einphasiger WR mit PWM
http://homepages.thm.de/~hg13555/Leistu ... etOffline/
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Re: Mit welcher Spannung speist ein Wechselrichter ein?

Beitragvon Roncalli » 01.07.2012, 04:28

Ich glaube wir reden aneinander vorbei, ich begreife nicht wie die Wechselrichter Leistung in das Netz bekommen. Der WR macht einen sinusförmigen Ausgangstrom der in Phase mit der 230 Netzspannung ist. Damit hab ich immer positive Wirkleistung. Habe ich aber Ausgansstrom-Wechselrichter mit der Netzspannung in Gegenphase ist die Wirkleistung immer negativ. Oder kann das gar nicht sein? Würde der Wechselrichter dann kaputt gehen?
Angenommen da sind keine PV-Modulle am Eingang sondern ein Gleichstrommoter, dann musst der ja auch funktionieren, nur wie sieht da die Phasenage aus, oder bin ich jetz total verwirrt
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Re: Mit welcher Spannung speist ein Wechselrichter ein?

Beitragvon baernibaer » 01.07.2012, 07:34

Roncalli hat geschrieben:Ich glaube wir reden aneinander vorbei, ich begreife nicht wie die Wechselrichter Leistung in das Netz bekommen. Der WR macht einen sinusförmigen Ausgangstrom der in Phase mit der 230 Netzspannung ist. Damit hab ich immer positive Wirkleistung. Habe ich aber Ausgansstrom-Wechselrichter mit der Netzspannung in Gegenphase ist die Wirkleistung immer negativ. Oder kann das gar nicht sein? Würde der Wechselrichter dann kaputt gehen?
Angenommen da sind keine PV-Modulle am Eingang sondern ein Gleichstrommoter, dann musst der ja auch funktionieren, nur wie sieht da die Phasenage aus, oder bin ich jetz total verwirrt


Die Phasenverschiebung zwischen positivem Spannungspeak und positivem Strompeak mit phi=
0° Wirkleistung=max positiv (Wirkfaktor = cos phi=1)
1° bis 89° (positive Wirkleistung, positive VerschiebungsBlindleistung -> induktiver Verbraucher, Asynchronmotor)
90° Wirkleistung=0 (ideale Induktivität=Spule)
91° bis 179° (negative Wirkleistung, positive VerschiebungsBlindleistung -> induktiver Erzeuger, Asynchrongenerator?)
180° Wirkleistung=max negativ (Wirkfaktor = cos phi=-1)
181° bis 269° (negative Wirkleistung, negative VerschiebungsBlindleistung -> kapazitiver Erzeuger, übererregter Synchrongenerator)
270° Wirkleistung=0 (idealer Kondensator)
271° bis 359° (positive Wirkleistung, negative VerschiebungsBlindleistung -> kapazitiver Verbraucher, Blindleistungskompensation während des Aufladens?)

Damit wäre der Nachahmungsbereich sich drehender Generatoren durch Wechselrichter im "Leerlauf" zu erklären, aber noch nicht am 50Hz-Netz (->Fließrichtung des Stroms)???
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Re:

Beitragvon darwin » 01.07.2012, 08:54

Wenn die Spannung am Übergabepunkt welcher der WR liefert genauso hoch ist wie die Netzspannung, fliesst _kein_ Strom. Will man Leistung/Strom über den Übergabepunkt hinaus in das Netz schieben muss die Spannung höher sein. Höher als die Spannung die das Konventionelle Kraftwerk bzw. die Summe alleranderen Einspeiser seinerseits am Übergabepunkt *bereitstellt*.

Um den Strom bis zum nächsten Nachbarn zu bringen muss die Spannung erhöht werden. Um Beispielsweise den Wert der auf den 20 m bis zum HAK des Nachbar abfällt. Dann drückt die PV/ der WR den Netzstrom (bildlich gesprochen) zurück.

............Ipv->...................Ipv->.............<-In
WR ------o-------------------------o-----------------------O
.......HAK....Netzkabel.....HAK....Netzkabel......*Netz*
235V.........234V.............230V.................232V
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Re: Re:

Beitragvon Ralf Hofmann » 01.07.2012, 10:15

Hi,

darwin hat geschrieben:Um den Strom bis zum nächsten Nachbarn zu bringen muss die Spannung erhöht werden.

:juggle:
Du hast Dir`s jetzt mal gespart, in diesem Thread irgendetwas zu lesen, oder?
MfG
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Re: Mit welcher Spannung speist ein Wechselrichter ein?

Beitragvon superhaase » 01.07.2012, 12:15

Richtig erkannt. Logo.

Im übrigen ist das oben erwähnte Voreilen der WR-Spannung zur Netzspannung genau genommen an einem Anschlusspunkt nicht messbar, denn an einem Abgriff habe ich natürlich immer nur eine Spannung, und nicht zwei.
Die Erläuterung mit der voreilenden WR-Spannung gilt also nur beim Messen an zwei Punkten, z.B. einmal am WR und einmal am Abzweig der Stichleitung. Dabei ist der Voreilwinkel sehr, sehr klein, denn die Netzimpedanz ist ja auch sehr niedrig. Das Voreilen ist aber trotzdem physikalisch prinzipiell notwendig. Das war nur einen Überlegung zum Verständnis der physikalischen Vorgänge beim Wechselstrom, die den Stromfluss bewirken.
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Re: Mit welcher Spannung speist ein Wechselrichter ein?

Beitragvon Roncalli » 01.07.2012, 12:43

Ich stelle meine Problem nochmal anders dar.
ich habe eine M2C Schaltung. Dann ist bei einem Steuerwinkel ab 90° bist 180° Wechselrichterbetrieb. U_dia ist negativ, der Laststrom I_d positiv. Ich suche jetzt den Zusammenhang zum PV-Wechselrichter. Dieser hat ja keinen festen Steuerwinkel.
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Re: Mit welcher Spannung speist ein Wechselrichter ein?

Beitragvon superhaase » 01.07.2012, 12:53

Es gibt inzwischen auch viele Wechselrichter mit variablem und einstellbaren Phasenwinkel - sogar fernsteuerbar.
Allerdings laufen bisher fast alle WR immer mit einem fest eingestellten Leistungsfaktor (cos phi) von etwa 1.

Das sind Netzdienstleistungen, die wohl bald zur Pflicht für alle weiteren EE-Erzeugungsnalagen werden, ja werden mssen, wenn wir 100% Ökostrom haben wollen).
Technisch ist das auch überhaupt kein Problem, dass ein WR beliebig Blindleistung "erzeugen" kann. Sogar nachts.
Ein WR kann auch sehr gut eine "rotierende Masse" simulieren und zur Primärregelung eingesetzt werden.
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