Alles über Photovoltaik Wechselrichter...
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von Retrerni » 11.04.2011, 23:57
Die Module werden heute nicht mehr mit +/- 10 % sortiert, was bei den Modulwechselrichterherstellern noch nicht angekommen ist. Und das die Module zwischenzeitlich Bypassdioden haben, scheint bei besagter Rechnung auch noch nicht angekommen zu sein... OptiTrackGlobal ist nur eine Marketingkampagne, um einen verbesserten MPP Tracker, den andere schon vorher hatten, zu promoten... Was die Kabel betrifft, braucht man ja nicht nur einfach die doppelte Anzahl sondern eher die 10-20-fache Anzahl... Die Anlage muss erst einmal gravierenden Schatten haben, bevor überhaupt die Modulwechselrichter eine Chance gegen gute Stringwechselrichter haben...
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von user4711 » 12.04.2011, 00:28
Retrerni hat geschrieben:Die Module werden heute nicht mehr mit +/- 10 % sortiert, was bei den Modulwechselrichterherstellern noch nicht angekommen ist. Retrerni
ok, mir ist auch unbekannt, wie die Modulwechselrichter auf den Mehrertrag von 20 % kommen. Vorteile von Modulewechselrichtern = Teilverschattung durch Wolken, Verunreinigungen. = Bessere Anpassung an die Modulleistung durch Alterungseffekte + ??? Ob das bis zu 20% ausmacht kann ich nicht sagen. Retrerni hat geschrieben:Und das die Module zwischenzeitlich Bypassdioden haben, scheint bei besagter Rechnung auch noch nicht angekommen zu sein... Retrerni
Es muessen die Wechselrichter aber die Faehigkeit besitzen diese zu nuzten und die Restpassnung muss ueber der minimalen Mpp Spannung liegen. Retrerni hat geschrieben:OptiTrackGlobal ist nur eine Marketingkampagne, um einen verbesserten MPP Tracker, den andere schon vorher hatten, zu promoten... Retrerni
Mag sein, dass andere Hersteller die Funktion bereits drine haben, was ist da mit Patenten? Kann man ein solches Verfahren ohne Problem nachbauen???? unabhaenig davon bitte mein Beispiel ansehen, mit 10 Modulen, hier sind die Modulwechselrichter eindeutig im Vorteil Retrerni hat geschrieben:Was die Kabel betrifft, braucht man ja nicht nur einfach die doppelte Anzahl sondern eher die 10-20-fache Anzahl... Die Anlage muss erst einmal gravierenden Schatten haben, bevor überhaupt die Modulwechselrichter eine Chance gegen gute Stringwechselrichter haben...
Ciao
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Na nicht gleich uebertreiben Bei gleicher Leistung fahren wir bei Stringwechselrichter nicht ueber 1000V, das AC Netz liegt so bei 200V -> Wir haben so den Faktor 5, wenn wir davon ausgehen, dass keiner die 1000V wirklich haben will und wir mehr als 200V AC Spannung haben, dann sind wir real beim Faktior 4. Ob das beim Preis auch so ist mach ich bezweifen, deshalb aus dem Bauch Faktor 2. Viele Gruesse user4711
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von cephalotus » 27.05.2011, 18:42
Retrerni hat geschrieben:Die Module werden heute nicht mehr mit +/- 10 % sortiert, was bei den Modulwechselrichterherstellern noch nicht angekommen ist. Und das die Module zwischenzeitlich Bypassdioden haben, scheint bei besagter Rechnung auch noch nicht angekommen zu sein...
Die Bypassdioden helfen auch nur sehr bedingt, das sehe ich bei unserer Anlage. 1/6 des Modulfeldes ist um 8:30 Uhr verschattet und die Ertragseinbuße liegt bei 80-90%. Natürlich sollte man das im Idealfall ganz vermeiden... Was die Kabel betrifft, braucht man ja nicht nur einfach die doppelte Anzahl sondern eher die 10-20-fache Anzahl...
Wie kommst Du denn darauf? Wir sprechen hier nicht von einem parallelen Würth-Solar System. Die einzelnen Modulwechselrichter werden auf der 230V AC Seite einfach parallel geschaltet, das geht bis etwas über 3.000W mit einem einzigen (dreiadrigen?) Kabel. Statt einer 400-600V DC Leitung hat man dann eben eine 230V AC Leitung. Vorteile sind die einzelne Ansteuerung der Module in ihrem jeweiligen MPP, die Sicherheit bei Brand oder Netzausfall, da dann im kompletten System nur noch Niederspannung anliegt und die drahtlose Einzelüberwachung jedes einzelnen Moduls. Ein defektes Modul oder einen defekten Wechselrichter erkennt man damit ganz bequem aus vom PC. Das ist meiner Ansicht nach ziemlich cool. Außerdem kann man Minianlagen bauen kann, darüber bin ich auch hier in diesem alten thread gelandet. Die Lebensdauer soll angeblich durch Verzicht auf Elkos und Optokoppler bei 25 Jahren liegen. Der Nachteil ist der Preis, die evtl. etwas höheren Verluste in der 230V AC Verkabelung (vs. einer 400-600V DC Verkabelung) und der geringere Wirkungsgrad. Die beworbenen 5-20% Mehrertrag sind bei normalen Anlagen wohl nicht zu erzielen, ich halte das für ein Nischenprodukt für Minianlagen (grid parity!!!) oder stark zerstückelte Dächer (Dachgauben, etc...), es sei denn, man käme mit den Kosten noch sehr deutlich herunter. Aber auch in der Nische kann man leben... mfg
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von Retrerni » 27.05.2011, 20:37
user4711 hat geschrieben:Bei gleicher Leistung fahren wir bei Stringwechselrichter nicht ueber 1000V, das AC Netz liegt so bei 200V -> Wir haben so den Faktor 5, wenn wir davon ausgehen, dass keiner die 1000V wirklich haben will und wir mehr als 200V AC Spannung haben, dann sind wir real beim Faktior 4.
Nunja, da wird wieder pro Modul-WR gerichtet. Denn die 1 kV dürften bei allen WR nur bei -10°C anliegen und die MPP-Spannung liegt typischerweise 20% darunter. Blieben also nur 800 V bei -10°C bzw. gute 700 V bei 40-60°C. D.h. wir sind etwa beim Faktor 3... Nur dass die Geräte, die bis 1000 V gehen üblicherweise dreiphasige Geräte sind haben daher eine Zwischenkreisspannung von fast 700 V - d.h. es ist dann eine 1:1-Geschichte, bei 350 V dc mit Hochsetzung 1:2... cephalotus hat geschrieben:Statt einer 400-600V DC Leitung hat man dann eben eine 230V AC Leitung.
Nunja, d.h. 2-3 facher Strom, also 4-9 fache Verluste auf gleich dickem Kabel bzw. es müssen deutlich dickere Kabel gezogen werden (4-9-facher Querschnitt)... cephalotus hat geschrieben:Die Lebensdauer soll angeblich durch Verzicht auf Elkos und Optokoppler bei 25 Jahren liegen.
Auch Elkos halten locker 25 Jahre, wenn man sie richtig dimensioniert und nicht bei zu hohen Umgebungsbedingungen betreibt. Gleiches gilt für Optokoppler. Das meiner Meinung nach einzig sinnvolle Modulinverter-System ist eine MPP-Reglung im Modul mit nachgeschaltetem Niederspannungs DC-DC-Wandler (ca. 1:1 Wandlung ohne Stringfehler/Schatten/...), von dem mehrere Einheiten für den jeweiligen WR zur nötigen Zwischenkreisspannung zusammengeschaltet werden und dann von einem optimierten String- oder Zentralwechselrichter (deutlich verringerter Eingangsspannungsbereich) ins Netz gepumpt wird. Alles andere ist und bleibt Käse... Ciao Retrerni
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von Photonenfang » 03.08.2011, 15:20
Retrerni hat geschrieben:cephalotus hat geschrieben:Statt einer 400-600V DC Leitung hat man dann eben eine 230V AC Leitung.
Nunja, d.h. 2-3 facher Strom, also 4-9 fache Verluste auf gleich dickem Kabel bzw. es müssen deutlich dickere Kabel gezogen werden (4-9-facher Querschnitt)...
Hallo Retrerni, irgendwie verwirrt mich hier die Argumentation zu dem Verkabelungsaufwand. Vielleicht stehe ich ja auch nur auf dem Schlauch... Ich habe das so verstanden: - ein Modul + ein micro inverter bilden eine Einheit, "hinten" kommt Wechselspannung raus - Bsp.: 240 Wp Modul: 29,9 V DC bei 8,05 A ergibt eine Leistungsabgabe von etwa 240 W - am micro inverter Ausgang: Leistungsabgabe bei 240 V AC mit einer Stromstärke von etwa 1 A Die micro inverters werden nur noch untereinander mit _einem_ AC-Kabel verbunden (siehe dazu auch enecsys Installationsschema (PDF)). Die Strombelastbarkeit eines 1,5 qmm Kabels dürfte bei Freiverlegung im Aussenbereich bei etwa 20 A (2,5 qmm -> 30 A, 4 qmm -> 40 A) liegen. Obiges Beispiel mit 240 Wp Modulen aufgegriffen würde das bedeuten, daß man mit einem einzigen H07RN-F 3G1,5 Kabel theoretisch etwa 20 Module anbinden könnte, was einer Generatorleistung von etwa 4,80 kWp entspricht. Und jetzt meine Verständnisfrage: welcher Verkabelungsaufwand (Leitungsquerschnitt, Leitungslängen, Kupferzuschlag) wäre vergleichbar hier bei einer DC-Verkabelung mit "zentralem" Stringwechselrichter nötig? Viele Grüße, Photonenfang.
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von Retrerni » 03.08.2011, 21:34
Also Deine Stromangaben kannst Du schon einmal komplett knicken, das geht in der Realität praktisch nicht gut, denn das Kabel würde viel zu warm werden, was es eigentlich nicht sollte. Dein Denkfehler ist jetzt folgender: jeder Modul-WR liefert 1 A, die hier 20 Modul-WR werden aber parallel auf das Kabel geschaltet, d.h. in ihm fließen am Netzverknüpfungspunkt 20 A. Die Verlustleistung auf dem letzten Stück Kabel vom Dach zum Hausanschluß (Zähler) sei jetzt einmal exemplarisch 20m. Dann verheize ich geschwind 191 W auf besagtem Kabel, das macht 4,2% Verlust. Das kombiniert mit dem schlechten Umwandlungswirkungsgrad von 30 V dc auf 230 V ac kann nur schlechte Ergebnisse liefern (0,94*0,958 = 90 %). Schalte ich jetzt hingegen alle 20 Module DC-seitig in Reihe (mit oder ohne DC-DC-Wandler dazwischen), bleibt der Strom bei 8 A. Auf einem jetzt ebenfalls 20 m langen, 1,5mm2 starken Kabel habe ich dann 30 W Verluste oder 0,6%. Mit dieser Spannung kann man direkt noch in einen String-Wechselrichter gehen, der >97% hat. In Summe also ein Anlagen-Wirkungsgrad bis zum Zähler von >96%. Bei einem optimierten System mit DC-DC-Wandlern würde man wohl 2x10 Modul-DC-DC-Wandler verschalten, die je etwa 360 V abgeben würden, es also insgesamt 13,3 A fließen. Das würde 85 W Verlustleistung ergeben oder 1,8%. Dafür wäre der Ausgangs-WR effizienter als beim String-WR, allerdings wohl keine 1%... Macht bis zum Zähler einen Gesamt-Wirkungsgrad von ca. 0,98*0,982 also knapp 96%. Jetzt muß man also erst einmal über's Jahr gesehen 6% Ertragseinbußen beim String-WR haben, um an die Erträge des Modulwechselrichters herunter zu kommen.
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von Hirnmops » 19.10.2011, 14:39
Hallo, ich möcht mir auch zwei Module auf das Dach bauen. Dazu benötige ich einen Modulwechselrichter. Der von Enecsys hat aber nur 5 Jahre Garantie. Kann mir jemand sagen, wo man den Direct Grid beziehen kann. Der hat angeblich 20 Jahre Garantie und die ENS gemäß VDE schon integriert. Danke schon mal im voraus 
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von olf » 20.10.2011, 12:06
Hallo Hirnmops (interessanter Name  ) also, ich war in Hamburg auf der Messe und da hatte DirectGrid einen kleinen Stand. Die haben mir als Ansprechpartner in Deutschland die Firma GoGreen Solutions genannt ==> www.go-green-solutions.de. Das Gerät wird sogar in Deutschland gefertig und das mit den 20 Jahre stimmt, das haben die mir auch so gesagt. Ich hatte nur bisher noch keine Zeit mich darum zu kümmern, das Thema interessiert mich aber auch sehr. Scheinbar gibt es aber momentan nur ein Gerät, DGM460 OEM oder GEMINI. Viele Grüße, olf
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von Hirnmops » 25.06.2012, 17:56
Hallo, habe mich auch schon mit den DGM auseinandergesetzt. Ich fand daran störend, dass man mit den Modulen schon ziemlich gebunden ist. Es bleibt eigentlich nur eine Reihenschaltung von zwei Modulen um die 60 Volt zu erreichen. Ich habe mich nun für ein Set von www.go-green-solutions.de entschieden. Deren Wechselrichter von APtronic (INV-350) hat als Einziger eine ENS gemäß VDE AR-N 4105, was mir eine separate ENS erspart. Und er hat einen Super-Eingansspannungsbereich von 18-60 Volt. Da bin ich schon freier in der Modulwahl. Entweder schließe ich ein typisches 240 er oder 250 er Modul an. Alternativ kann ich aber auch, sowie bei meiner 380er Anlage zwei 190er oder 195er parallel anschließen. Der Eingang verarbeitet bis zu 11 Ampere. Und damit habe ich ohne eine zusätzliche ENS wohl das beste Preis-Leistungsverhältnis. 390 Watt mit einem Wechselrichter. Meine kleine PV-Anlage hat auf das Wp umgerechnet sogar höhere Erträge als meine EEG-Anlage. Gruß vom Hirnmops
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