Alles über Photovoltaik Wechselrichter...
Moderator: Mod-Team
von JayM » 12.04.2012, 01:17
Hallo zusammen, man kann die Blindleistung der WR ja inzwischen nach ziemlich vielen Parametern steuern, fester cos(phi), Kennlinie als Funktion von Frequenz oder Leistung, zeitabhängige Werte, etc.
Was ich noch nicht gesehen habe, ist eine Möglichkeit den cos(phi) von der gemessenen Phasenverschiebung im Netz abhängig zu machen. Wäre das nicht die beste Möglichkeit das Netz zu stabilisieren? Einfach die Phasenverschiebung im Netz messen und dann ab einem bestimmten Schwellenwert gegensteuern.
Kann jemand erklären, warum das nicht so gemacht wird?
Gruß Jochen
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von Retrerni » 12.04.2012, 21:25
Wie und wo willst Du das messen und wie welchen WR bzw. Geräten mitteilen?
Ciao
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von JayM » 12.04.2012, 21:51
Retrerni hat geschrieben:Wie und wo willst Du das messen und wie welchen WR bzw. Geräten mitteilen?
Ciao
Retrerni
Messen am Netzanschluß des WR, dann intern an die Steuerung der Blindleistung weitergeben. Wenn das Netz schon mit cos(phi) = 1 arbeitet dann lass ich es in Ruhe, ist es unter- oder übererregt (wegen dem Nachbarn mit dem großen Elektromotor, oder der großen Windturbine am Dorfnetz) lasse ich den WR dagegen arbeiten, um die Phasenverschiebung im System zu korrigieren. Wo ist da mein Denkfehler? Gruß Jochen
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von Herrvolt » 12.04.2012, 21:58
JayM hat geschrieben:Wo ist da mein Denkfehler?
Dass du den Elektromotor deines Nachbarn nicht messen kannst, es sei du misst bei diesem am Hausanschluss.
Wasserkraft, Naturenergie welche wohl als erste die Stromerzeugung ermöglichte, ist sicher Verfügbar, nicht nur wenn die Sonne scheint.
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von JayM » 12.04.2012, 22:02
Herrvolt hat geschrieben:JayM hat geschrieben:Wo ist da mein Denkfehler?
Dass du den Elektromotor deines Nachbarn nicht messen kannst, es sei du misst bei diesem am Hausanschluss.
Wenn die Phasenverschiebung durch den Nachbarn so lokal begrenzt wäre, wäre es ja für das Netz auch kein Problem. Das Problem ist doch, dass im Netz eine Phasenverschiebung besteht, die nicht ausgeglichen ist. Dadurch werden die Kabel mit zusätzlicher, nutzloser (Blind-)Leistung belastet. Wenn ich des Nachbarn Phasenverschiebung bei mir nicht sehe, warum sieht das Netz diese dann? Gruß Jochen
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von Retrerni » 13.04.2012, 00:51
Nein, Deine Vorstellung ist falsch. An Deinem Hausanschluß kannst Du nur Deinen Strom messen, der sagt aber nichts über die Situation im lokalen Ortsnetz aus. Hier müsstest Du Spannung und Strom an der Trafostation messen (idealerweise beidseitig...), um eine sinnvolle Aussage treffen zu können...
Ciao
Retrerni
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von JayM » 13.04.2012, 01:00
Retrerni hat geschrieben:Nein, Deine Vorstellung ist falsch. An Deinem Hausanschluß kannst Du nur Deinen Strom messen, der sagt aber nichts über die Situation im lokalen Ortsnetz aus. Hier müsstest Du Spannung und Strom an der Trafostation messen (idealerweise beidseitig...), um eine sinnvolle Aussage treffen zu können...
Ciao
Retrerni
Danke Retrerni für die geduldigen Erklärungen. Für das gesamte Netz verstehe ich das. Da gibt es soviele Bauteile, dass die Phasenverschiebung sicher nicht überall die gleiche ist. Wenn aber zwischen mir, dem Nachbarn und dem Trafo nur Kupfer- oder Aluleitungen sind, d.h. keine signifikanten kapazitiven oder induktiven Bauteile, wie kann ich dann eine andere Phasenverschiebung haben als der Nachbar oder der Eingang vom Trafo? Vielleicht sehe ich es nicht 1:1 wieder, aber zumindestens müßte ich irgendwas von einem phasenverschobenen Nachbarn mitkriegen. Gruß Jochen P.S.: Das Studium ist einfach schon zu lange her 
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von Retrerni » 13.04.2012, 01:25
Nein, denn um die Blindleistung Deines Nachbarn zu "sehen" müsstest Du dessen Bezugsstrom messen - das ist alleine Datenschutzrechtlich ein Problem... Die "Information" läuft erst am Trafo "zusammen".
Ciao
Retrerni
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von JayM » 13.04.2012, 01:36
Retrerni hat geschrieben:Nein, denn um die Blindleistung Deines Nachbarn zu "sehen" müsstest Du dessen Bezugsstrom messen - das ist alleine Datenschutzrechtlich ein Problem... Die "Information" läuft erst am Trafo "zusammen".
Ciao
Retrerni
Mal sehen ob ich das jetzt richtig verstehe. Ich '' sehe'' nur die Spannung im Netz. Der Strom für mich und den Nachbarn addiert sich einfach und läuft durch die Leitung zum Trafo. Erst aus der Summe der Ströme ergibt sich eine gesamte Phasenverschiebung relativ zur gemeinsam ''gesehenen'' Spannung. Danke Gruß Jochen
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von Solux » 13.04.2012, 10:46
Exakt. Wenn kannst nur dein Stromnetz stabilisieren mit deinem WR...
Man stelle sich 2 Nachbarn vor .. der eine mit einer großen induktiven Last, der andere mit kapazitiver Last. Am Trafo (quasi) null. auf den Netzen vom Trafo zum Nachbarn "schlecht" ..
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