1-Phasen oder 3-Phasen Batterie-WRs?

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Re: 1-Phasen oder 3-Phasen Batterie-WRs?

Beitragvon Berben » 06.09.2012, 01:08

Welchen Nutzen versprichst du dir daher von der Notstromlösung?

Es kommt zwar so gut wie nie vor, aber im Falle des Falles, dass ein längerer Stromausfall (einige Stunden oder Tage) uns 'überrascht', wäre es gut sich für die Überbrückungszeit, selbst zu versorgen. Sprich, wenn Nachts kein Strom aus dem Solarsystem direkt zu beziehen ist, das allgemeine 'Netz' einen Ausfall hat und wir komplett auf Batterie angewiesen sein sollten. Das ist jedenfalls die Grundidee.
So ganz klar ist mir auch nicht, was du möchtest:
a) Inselanlage ohne Netzeinspeisung aber mit Netz als Backup
b) Einspeisen und Förderung nach EEG.
c) Einspeisen ohne Förderung nach EEG und daher möglichst hoher Eigenverbrauch

Selbstverbrauch decken, evtl. Einspeisen (Förderung) sowie eine Notstromlösung im Keller. Komplett-Inselanlage ist wohl nicht in dem Budget. Die NSL sollte allerdings das ganze Haus (WaMa, alle Lichter, TV, Toaster, etc..) versorgen können (deshalb die Fragen bezüglich der Aussagen des Experten).

Die Frage also: schaffen das 1-phasige WRs der handelsüblichen Notaggregate oder sollte ich auf die in '2013 neu auf den Markt kommenden WRs' warten?
Und: Wie groß soll den die PV-Anlage werden?

Gross genug um unseren Bedarf möglichst abzudecken. Klar aber auch Frage des nötigen Budgets. Mit was muss ich rechen um den o.g. järl. Verbrauch zu decken?
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Re: 1-Phasen oder 3-Phasen Batterie-WRs?

Beitragvon Ralf Hofmann » 06.09.2012, 07:07

Hallo,

Berben hat geschrieben:Es kommt zwar so gut wie nie vor, aber im Falle des Falles, dass ein längerer Stromausfall (einige Stunden oder Tage) uns 'überrascht', wäre es gut sich für die Überbrückungszeit, selbst zu versorgen. Sprich, wenn Nachts kein Strom aus dem Solarsystem direkt zu beziehen ist, das allgemeine 'Netz' einen Ausfall hat und wir komplett auf Batterie angewiesen sein sollten. Das ist jedenfalls die Grundidee.


wenn Du das wirklich realisieren willst, wird das ein teurer Luxus.
Und es hat nur sehr bedingt etwas mit den "neuen 3-phasigen Wechselrichtern" zu tun.
Für diesen Fall benötigst Du zusätzlich zum normalen Wechselrichter einen 3-phasigen Batteriewechselrichter, der inselfähig ist.
So ein Ding (oder alternativ drei gekoppelte einphasige) kostet derzeit locker über EUR 7.000 (ohne Batteriespeicher, der kommt noch dazu) und wird demnächst auch nicht wirklich preiswerter.

Ob es Sinn macht, sich für den statistischen Fall von jährlich 15 Minuten Stromausfall abzusichern sei mal dahingestellt.

Das mit den 3-phasigen macht, wie schon geschrieben wurde, nur für diesen genannten Fall Sinn.
Wenn Du ein normales Speichersystem haben möchtest, das netzparallel läuft und den Solarstrom in die Nacht "rettet", da reicht ein einphasiges System.
Aber auch so ein System ist derzeit noch nicht wirtschaftlich, es ist ein netter Luxus für Ökofreaks, die sich das gern leisten wollen.
MfG
Ralf Hofmann

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Re: 1-Phasen oder 3-Phasen Batterie-WRs?

Beitragvon kassiopeia » 06.09.2012, 09:30

Ralf Hofmann hat geschrieben:Aber auch so ein System ist derzeit noch nicht wirtschaftlich, es ist ein netter Luxus für Ökofreaks, die sich das gern leisten wollen.

Selbst das moechte ich in Zweifel ziehen - die Lebensdauer der Akkuspeicher ist einfach zu gering, die Herstellung zu energieintensiv und die Zutaten teilweise zu giftig, um oekologisch eine sinnvolle Variante darzustellen.

Solange keine langlebigeren Speichertechnologien verfuegbar sind ist es aus Umweltsicht sicherlich besser den ueberfluessigen Strom einzuspeisen und Oekostrom zu beziehen.
lg kassi

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Re: 1-Phasen oder 3-Phasen Batterie-WRs?

Beitragvon Gerold G » 06.09.2012, 19:06

Berben hat geschrieben:
Welchen Nutzen versprichst du dir daher von der Notstromlösung?

Es kommt zwar so gut wie nie vor, aber im Falle des Falles, dass ein längerer Stromausfall (einige Stunden oder Tage) uns 'überrascht', wäre es gut sich für die Überbrückungszeit, selbst zu versorgen. Sprich, wenn Nachts kein Strom aus dem Solarsystem direkt zu beziehen ist, das allgemeine 'Netz' einen Ausfall hat und wir komplett auf Batterie angewiesen sein sollten. Das ist jedenfalls die Grundidee.

Okay. Also nur 'Notstromversorgung'
Du hast einen Strombedarf von 2500-3000kWh pro Jahr. Gehen wir vom schlechteren Fall aus. 3000/365 = 8,22kWh pro Tag.
Diese 8,22kWh muss der Akku also speichern können, um euch einen Tag versorgen zu können. Damit der Akku danach nicht hinüber ist, sollte er zu maximal 75% entladen werden.
Daher also eine Kapazität von 10,08kWh. Bei einem 48V-System muss der Akku also 209Ah aufweisen.
Vier Stück von diesen:
http://www.bleiakku.info/AGM-Batterien- ... --174.html

Da du den Akku nicht so häufig nutzt, muss es keine besonders zyklenfeste Batterie sein. Hier spielt eher die konstruktive Lebenserwartung eine Rolle.

Wenn ihr euch bei Stromausfall etwas einschränken könnt, also nicht unbedingt Waschen und Kochen gleichzeitig, sondern nacheinander, würde dir ein solcher WR ausreichen:
http://www.victronshop.de/de/Victron-En ... 70-50.html
Zusätzlich brauchst du aber eine Schaltung mit mehreren Hilfs- und Leistungsschützen um das Netz sicher zu trennen und die drei Phasen auf den Wechselrichter umzuschalten.

Rechnen wir also mal nach:
4xAkku a 400,00€ = 1.600,00€
WR mit Ladegerät = 2.900,00€
Aus- und Umbau HV = 750,00 €
5.250,00 €

Das kommt 'on Top' zu den Kosten der eigentlichen Netzeinspeisenden PV-Anlage.
Komplett-Inselanlage ist wohl nicht in dem Budget

Hmm?
Wenn du 5.250,00 € für zwei Tage Stromausfall im Jahr auszugeben bereit bist, sollten die fehlenden 2.000,00 € für einen etwas größeren und besseren Akku, sowie einen guten Laderegler den Kohl nicht fett machen.
Und: Wie groß soll den die PV-Anlage werden?

Gross genug um unseren Bedarf möglichst abzudecken. Klar aber auch Frage des nötigen Budgets. Mit was muss ich rechen um den o.g. järl. Verbrauch zu decken?

Etwa 3000-4000Wp für eine netzeinspeisende Anlage.[1]
Etwa 9000Wp für eine Inselanlage, die dich auch im Winter zuverlässig mit Strom versorgt.

Kosten inklusive Montage kannst du an den aktuellen Anfragen nach Bewertung von Angeboten hier im Forum leicht abschätzen.

[1] Versorgen in dem Sinn, dass du übers Jahr soviel einspeist, wie du auch aus dem Netz entnimmst. Natürlich speist du im Sommer mehr ein als du nutzt und im Winter wird es sich umkehren.
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Re: 1-Phasen oder 3-Phasen Batterie-WRs?

Beitragvon Berben » 06.09.2012, 22:10

Danke, das veranschaulicht Vieles für mich!
Ich habe gewisse Prioritäten bereits 'abgeändert' und sehe nun ein Batteriesystem in seiner Funktion eher als ein Mittel sich nicht den 'eigenen Strom zurückkaufen zu müssen'. Ich finde das irgendwie falsch. Aber gut, ob es sich finanziell wirklich rechnet, ist sicherlich eine andere Frage. :roll:
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Re: 1-Phasen oder 3-Phasen Batterie-WRs?

Beitragvon dridders » 07.09.2012, 15:03

Ob 1- oder 3-phasig ist doch eigentlich nur eine Frage ob Drehstromverbraucher versorgt werden muessen in der Inselzeit. Ist das nicht der Fall reicht 1-phasig. Das SMA Backup Set M schaltet z.B. im Inselbetrieb bereits jetzt alle 3 Phasen zusammen, so das am Haus nichts umverkabelt werden muss. Maximalleistung sind dann halt 5kW. Gleichzeitig auf allen Platten kochen + Backofen + Mikrowelle + Spuelmaschine + Waschmaschine + Trockner funktioniert dann halt nicht mehr, da heisst es dann mal ggf. auf ein oder 2 Geraete dieser Groessenordnung beschraenken.
Als 3-phasige Loesung haette man dank der 3 WR dann halt 15kW, aber das hilft auch nur dann was wenn die Verbraucher passend verteilt sind, da jede Phase nicht mehr als die 5kW macht. Haette man die 3 WR dagegen parallel auf 1 Phase geklemmt waere das Wurst.

Zu den Drehstromverbrauchern: werden die Phasen zusammengeschaltet, dann hat der Drehstromer damit gar kein Problem. Er hat dann zwischen den Aussenleitern einfach 0V statt 400V. Auf gut deutsch er denkt er waer ausgeschaltet. Schaden? Keiner. Funktion? Im Notstrombetrieb auch keine.
Vereinfacht gesagt: hat der Verbraucher einen N, dann wird er vermutlich funktionieren... so wie der Herd. Hat er keinen macht er im Notstrombetrieb keinen Mucks mehr.
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Re: 1-Phasen oder 3-Phasen Batterie-WRs?

Beitragvon Retrerni » 07.09.2012, 20:54

Berben hat geschrieben:Es kommt zwar so gut wie nie vor, aber im Falle des Falles, dass ein längerer Stromausfall (einige Stunden oder Tage) uns 'überrascht', wäre es gut sich für die Überbrückungszeit, selbst zu versorgen. Sprich, wenn Nachts kein Strom aus dem Solarsystem direkt zu beziehen ist, das allgemeine 'Netz' einen Ausfall hat und wir komplett auf Batterie angewiesen sein sollten. Das ist jedenfalls die Grundidee.

Hast Du Dir einmal überlegt, welche Batteriegröße dafür nötig wäre und was nur diese kostet?
Bist Du Dir danach noch immer überzeugt, eine derartige Backup-Lösung zu kaufen?

Ciao

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