PV Anlage bauen ohne EEG und Anmeldung beim Netzbetreiber

Hausanschluß, Einspeisezähler, TAB, Anschlussbedingungen, Netzbetreiber, etc.

Moderator: Mod-Team

 

5.00 (1 Bewertungen) | Zum Bewerten bitte anmelden

PV Anlage bauen ohne EEG und Anmeldung beim Netzbetreiber

Beitragvon tiptop » 26.07.2012, 21:32

Hallo in die Runde

mich würde mal interessieren, ob es eigentlich eine Einrichtung gibt, mit der man eine PV Anlage an seinem Hausanschluss nutzen kann, und sobald man selber den Strom nicht abnehmen kann sich die Anlage selbstständig drosselt, bzw abschaltet. Die Anlage soll also nur laufen wenn ich auch wirklich strom verbrauche, wenn die Anlage nicht genug Strom bringt, will ich natürlich weiterhin Strom aus dem Netz beziehen.
Gibt es sowas?
tiptop
Stammmitglied
Stammmitglied
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 39
Registriert: 08.05.2009, 22:23
PV-Anlage [kWp]: 31,65
Info: Betreiber

Re: PV Anlage bauen ohne EEG und Anmeldung beim Netzbetreibe

Beitragvon sonnentau » 26.07.2012, 22:16

Ja das gibt es.Ob es Sinn macht weis ich nicht.Jedes backup System kann man programmieren das so etwas geht.Z.B. Studer,SMA,Steca Sol safe,oder Sol use,Ein Akku müsste da immer mit vorhanden sein.
Lisunenergy-Strom für unterwegs

inselanlagen-f57/meine-inselanlage-t52761.html
Benutzeravatar
sonnentau
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 1947
Registriert: 23.11.2009, 20:18
Info: Betreiber

Re: PV Anlage bauen ohne EEG und Anmeldung beim Netzbetreibe

Beitragvon Tatra603 » 26.07.2012, 22:33

...und ohne akku? sodass kein stroim ins netz gespeist wird?
Tatra603
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 377
Registriert: 27.04.2007, 18:00
Wohnort: Nürnberg

Re: PV Anlage bauen ohne EEG und Anmeldung beim Netzbetreibe

Beitragvon tiptop » 26.07.2012, 23:03

ja genau nur die anlage ohne akku!
der sinn ist folgender: habe seit diesem sommer neben meiner anlage aus 2009 noch eine zusätzliche anlage mit 11,4 kwp und eigenverbrauchsregelung.
Die anlage steht in südsüdwestausrichtung. da ich einen landw. betrieb habe komme ich bei diese anlage in diesem sommer auf derzeit ca 45% eigenverbrauch.
gehe jetzt mal davon aus das der eigenverbrauchsanteil im herbst/ winter/frühjahr sicher noch steigt.
Also vorsichtig geschätzt auf ca 50% sag ich mal, denke mal sogar noch höher.
würd ich jetzt eine anlage in Ost und West richtung aufstellen, würde sich der wert sicher nochmal erhöhen um ca geschätzte 20%.
dann eventuell nochmal eine etwas kleiner anlage als 11,4kwp, meinetwegen 9kwp, also 4,5richtung ost und 4,5 richtung west.
dadurch würd ich auch nen kleineren wechselrichter nehmen können.
ich hätte keine probleme mit dem netzverknüpungspunkt( war bei der 11,4kwp anlage schon ein thema, da ich damit über 30 kwp insgesamt gekommen war), da ich die anlage nicht anmelden müsste beim Netzbetreiber.
Also würde ich bei sagen wir mal 70% Eigenstromverbrauch,(den rest würde die anlage dann ja nicht produzieren), und nen Bezugsstrompreis von sagen wir mal im Schnitt 25 ct in den nächsten 20 jahren einen Preis von 0,7*25 ct= 17,5ct erhalten.
Würde mal sagen das könnte schon bald ein sehr guter Preis sein, wenn das mit der Kürzung so weiter läuft.
Also nächstes Jahr zum Beispiel wäre das eine Überlegung. Oder was meint ihr?
tiptop
Stammmitglied
Stammmitglied
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 39
Registriert: 08.05.2009, 22:23
PV-Anlage [kWp]: 31,65
Info: Betreiber

Re: PV Anlage bauen ohne EEG und Anmeldung beim Netzbetreibe

Beitragvon kurzschlus » 26.07.2012, 23:35

Hallo

Habe bei mir ähnliches vor gehabt, und wurde von Seiten Netzversorger (EnBW ODR) gleich mal enttäuscht.

Und zwar ist es so das jede Anlage die im Netzparallel oder EEG Betrieb am Stromnetzangeschlossen ist, anmelde pflichtig ist.

Das heißt der Netzversorger muß die Anlage genehmigen auch wenn dafür nichts vergütet wird.

Außer man baut ein Netzfreischaltrelais (muß vom Netzversorger verblombt werden) ein, das bedeutet das wenn deine nicht angemeldete Anlage Strom prodzuiert, muß dein Netzanschluß getrennt werden.Dann brauchst du aber ein Akku System mit gleinem WR (Das das Netz vorgaukelt) , das dein WR überhaubt los läuft.

Ansonsten wenn die Anlage am Netzbetrieben wird, und nicht genehmigt ist, wird dies vom Gesetzt her genauso verfolgt, wie wenn du schwarz Strom beziehen würdest. (So die aussage des Netzbertreibers).

Ich hoffe ich habe das so wieder gegeben wie es mir gesagt wurde.
für Fehler keine Haftung.

Martin
kurzschlus
Öfters hier
Öfters hier
 
Beiträge: 25
Registriert: 27.12.2009, 15:30
Wohnort: Löpsingen
PV-Anlage [kWp]: 32,8
Info: Betreiber

Re: PV Anlage bauen ohne EEG und Anmeldung beim Netzbetreibe

Beitragvon Herrvolt » 26.07.2012, 23:51

kurzschlus hat geschrieben:Ansonsten wenn die Anlage am Netzbetrieben wird, und nicht genehmigt ist, wird dies vom Gesetzt her genauso verfolgt, wie wenn du schwarz Strom beziehen würdest. (So die aussage des Netzbertreibers).

Ich hoffe ich habe das so wieder gegeben wie es mir gesagt wurde.
für Fehler keine Haftung.

Martin
Sagen kann man viel: Ich sage mal morgen wird sicher die See etwas erhöhen, da sich der Sonnenstand nicht so gestaltet wie erwartet.
Lass die doch sagen, es gibt bis zum morgigen Tag keinen Stand, dass es nicht erlaubt ist.
Wasserkraft, Naturenergie welche wohl als erste die Stromerzeugung ermöglichte, ist sicher Verfügbar, nicht nur wenn die Sonne scheint.
Herrvolt
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 1182
Registriert: 14.11.2010, 20:56
PV-Anlage [kWp]: 4,65
Info: Betreiber

Re: PV Anlage bauen ohne EEG und Anmeldung beim Netzbetreibe

Beitragvon Helpless » 27.07.2012, 00:09

tiptop hat geschrieben:Hallo in die Runde

mich würde mal interessieren, ob es eigentlich eine Einrichtung gibt, mit der man eine PV Anlage an seinem Hausanschluss nutzen kann, und sobald man selber den Strom nicht abnehmen kann sich die Anlage selbstständig drosselt, bzw abschaltet. Die Anlage soll also nur laufen wenn ich auch wirklich strom verbrauche, wenn die Anlage nicht genug Strom bringt, will ich natürlich weiterhin Strom aus dem Netz beziehen.
Gibt es sowas?

Ein Studer XTender kann im Prinzip genau das. Statt eines normalen Wechselrichters braucht man dann Laderegler, daran einen Puffer, dass kann wohl auch ein großer Kondensator sein (z.B. 48V/100F) und daran der XTender. An den Xtender wird dann noch das Netz angeschlossen. Einstellungen gemäß Anwendungsbeispiel ANN02 wird alles was an Solarstrom benutzt werden kann benutzt, wenn zu viel PV Leistung da ist regelt er ab, wenn der PV-Strom alleine nicht reicht wird mit Netzstrom gestützt. Ist kein Netz da läuft er als USV bis sein Puffer leer ist (hier dann halt gleich), ist keine Sonne mehr da läufts alleine mit Netz. Und, er speist nicht ein.
Nacheil dieser Variante ist, dass keine zusätzlichen XTender parallel auf die selbe Leitung gehen können. Also wäre das Maximum was geht ein XTH 48/8000 der 7000W Dauerleistung bietet. Der XTH kann maximal 50A Netz durch leiten, also kann die Leitung maximal 11,5KW liefern.

Allerdings ist gespeicherter Solarstrom, immer noch günstiger als deine 25ct (und der wird ja auch noch steigen), warum also nicht Speichern?
Halbinsel 3,04KWp, 24V/500Ah Staplerakku, 2 MorningStar TriStar MPPT60, Studer XTS 1200-24
Helpless
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 1449
Registriert: 01.06.2012, 18:44
Wohnort: Nähe Erlangen
PV-Anlage [kWp]: 3,04
Info: Betreiber

Re: PV Anlage bauen ohne EEG und Anmeldung beim Netzbetreibe

Beitragvon tiptop » 27.07.2012, 08:48

hallo
finde es schonmal sehr interessant das es solche Möglichkeiten gibt. Also erstmal vielen Dank für die Infos!!!
Also ein Problem wäre schon das der nur max 11,5kw durchleiten kann, das müsste in der spitzenlast auf jeden fall mehr sein bei mir.
Rechtlich gesehen, hätte ich jetzt gedacht, wenn man sicherstellen kann das man keinen Strom einseist, den Netztbetreiber dies nichts angeht.
Sollte ihm dann doch eig. egal sein. Wäre dann halt die Frage welche anforderungen der dann stellt???

Würde auch mit einer Batterie arbeiten, aber so wie ich das gelesen hab , sind diese wohl noch nicht wirklich ausgereift bisher.
wäre schön wenn es da dann auch eine Lösung geben würde!

Zu den 25 ct: Wie hoch der Strompreis in den nächsten 20 Jahre wird weiss ich natürlich auch nicht, zahle derzeit 18.. + Steuer.
Also der Preis geht sicher rauf! Also 25ct wäre jetzt mal meine persönliche Markteinschätzung.
Genau wie dei 70 % die ich verbrauchen könnte, (ohne Batterie) auch meine Einschätzung, möglicherweise sinds auch 80 oder 90%??
Hab jetzt mal nur 70% angesetzt.
Werde jetzt eh erstmal ein jahr abwarten wie hoch der Eigenverbrauch bei den 11,4 kwp ist. Und dann mal weiter sehen.
Vielen Dank soweit erstmal!!!
tiptop
Stammmitglied
Stammmitglied
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 39
Registriert: 08.05.2009, 22:23
PV-Anlage [kWp]: 31,65
Info: Betreiber

Re: PV Anlage bauen ohne EEG und Anmeldung beim Netzbetreibe

Beitragvon dridders » 27.07.2012, 09:21

du kannst nicht sicherstellen das du nichts einspeist. Im Schaltmoment von starken Verbrauchern kannst du ggf. gar nicht schnell genug herunter regeln. Und ob eine langsame Regelung reicht muss der Netzbetreiber entscheiden. Wenn du das ganze nicht aus 100 Einzel-Zwerg-WR aufbauen willst wirst du allein aufgrund der Leistung der WR Meldepflichtig sein, genauso wie entsprechend starke Verbraucher zu melden sind.
Wenn der Schutz fuer den Hausanschluss ausreichend ist, dann ist es ja auch kein Problem es dem Netzbetreiber zu melden, denn dann kann er auch nichts dagegen sagen. Wenn der Schutz nicht ausreichend ist waere es daemlich die Anlage zu bauen. Wenn naemlich erstmal der Netzanschluss ausfaellt, du bei staerkster Sonne stundenlagen Stromausfall hast und am Ende noch die dicke Rechnung vom Netzbetreiber bekommst, der dich womoeglich erst wieder anklemmt wenn du sichergestellt hast das der nicht angemeldete Part abgeklemmt ist.
Ausgereift sind Akkusysteme durchaus. Nur nicht rentabel.
dridders
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 530
Registriert: 28.09.2009, 21:26
Wohnort: Weidenbach
PV-Anlage [kWp]: 19.35
Info: Betreiber

Re: PV Anlage bauen ohne EEG und Anmeldung beim Netzbetreibe

Beitragvon rgr » 27.07.2012, 18:39

dridders hat geschrieben:du kannst nicht sicherstellen das du nichts einspeist.


Doch das geht, wenn man entsprechende WR hat. Diese sorgen dafür, dass nicht eingespeist wird, da sie Strom nur bei Bedarf dazu nehmen.

Du verwechselst es mit Anlagen, die von der Leistung her kleiner sind als der Bedarf und einfach netzparallel angeschlossen werden. Dies ist bei oben genannten WR nicht der Fall.

Stell Dir einfach folgendes Szenario vor: Du hängst alle Deine Stromkreise an einen Inselwechselrichter. Diesen betreibst Du an einer Batterie. Diese lädst Du mit einem Ladegerät, das Du wieder ans Netz hängst.
Jetzt läuft der Strom also: Netzanschluss - Haussicherung - Steckdose - Ladegerät - Batterie - Inselwechselrichter - Hausverteilung.
Jetzt kannst Du jederzeit die Batterie mit jeder Quelle laden die Du möchtest: Netzladegerät, Solarmodule, Windgenerator, Hamsterrad. Es geht nie etwas davon ans Netz zurück.

Oben genannte Wechselrichter ermöglichen einen solchen Aufbau und vereinen Inselwechselrichter und Netzladegerät. Sie stehen zwischen Hausanschluss und Hausverteilung und stellen sicher, dass nicht eingespeist wird.

Eine Anmeldung bei egal wem ist daher nicht erforderlich. Vergütung gibt es zur Zeit auch nicht dafür. Eventuell später falls es die diskutierte Förderung für Speicher mal geben sollte.
rgr
Vielschreiber
Vielschreiber
 
Beiträge: 275
Registriert: 28.03.2012, 15:53
Wohnort: 68753 Waghäusel
PV-Anlage [kWp]: 5.94
Info: Betreiber

Nächste

Zurück zu Verteilnetzbetreiber (VNB)



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste



 
 
cron