Netzausbau oder was kommt zuvor????

Hausanschluß, Einspeisezähler, TAB, Anschlussbedingungen, Netzbetreiber, etc.

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Netzausbau oder was kommt zuvor????

Beitragvon Brummselbua » 27.05.2012, 07:01

Hallo,

ich habe am 27.02 meine Anlage mit einer Größe von 13,96 KwP dem VNB (LEW Lechwerke) gemeldet. Die Anlage wurde auch rechtzeitig in Betrieb (Notinbetriebnahme) genommen mit Fertigmeldung am 08.03. Eine Einspeisezusage hatte ich auf die Schnelle noch nicht bekommen, musste jedoch handeln, da zu diesem Zeitpunkt noch der 09.03. galt.

Da ich von der LEW auf meinen Antrag hin nie etwas gehört habe, habe ich dort wöchentlich angerufen und musste jedesmal hören, dass meine Daten noch nicht mal im Programm eingepflegt wurden. Das ging bis Anfang Mai, heißt die LEW hat schon alleine über 2 Monate hierfür benötigt. Nun habe ich die Aussage erhalten, dass das Netz (Kabel zum ca. 100m entfernten Trafo) zunächst ausgebaut werden muss, bevor ich ans Netz kann und das kann dauern (erneut bis zu 5 Monate)

Soweit so "gut". Ich hatte keine Zusage, habe die PVA trotzdem für viel von der Bank geliehenes Geld installieren lassen und ging ein gewisses Risiko ein. Das war und ist mir bewußt, ABER...

Ich fragte auch nach, ob ich nicht mit deutlich weniger KwP-Leistung bis dahin an den Start gehen könnte, damit ich zumindest den Eigenverbrauch in dieser Zeit über die Sommermonate nutzen kann.
Ich erhielt zunächst die mündlich Zusage, das es mit 5 KwP bei der Netzkapazität klappen dürfte, bekam aber auch den Hinweis, dass diese Auskunft nicht verbindlich sei und ich das zunächst mit dem Elektriker abklären soll. Habe das auch mit meinem Elektriker besprochen. Der hat sofort eine E-Mail an die LEW mit dem Hinweis dass dies technisch sofort machbar ist, versandt.
Da ich jedoch nun eine Woche wieder nichts gehört habe, rief ich abermals bei der LEW an und erhielt die Auskunft, dass ich überhauptnicht vor dem Netzausbau ans Netz kann.
Warum? Keine Ahnung, geht halt nicht! "Vielleicht habe ich Glück und es springt ja noch einer ab" - (So ein Schmarren, wer soll den aus der Nachbarschaft abspringen????)

Wie bereits erwähnt, ging ich das Rsiko bewußt ein und möchte jetzt auch nicht klagen, dass ich nicht mit der vollen Leistung ans Netz kann. Wie ist das aber...

Das Netz müßte doch die Leistung die ich selbst vom Trafo her beziehe, auch in die andere Richtung aushalten. Also mindestens 3 KwP (wahrscheinlich deutlich mehr), oder muss man das anders sehen?

Mir wäre natürlich jedes KwP recht, das ich einspeisen oder zumindest selbst nutzen könnte. Von mir aus wird die Anlage auch sofort abgeschaltet, sobald die Sonne richtig rauskommt udn die Nachbarn viel Strom liefern. Jede andere Lösung als die jetztige wäre mir recht!
Nun habe ich eine Anlage für über 30.000 Euro auf dem Dach, bekomme keinen Cent dafür und muss während den Sommermonaten noch den teuren Strom von der LEW beziehen und dazu die Bank bedienen!
Ohne Zähler von der LEW geht aber halt nix wie mir mein Elektriker gesagt hat und die Garantiezeit der Anlage läuft auch noch so nebenbei ab ich weiß ja nicht mal ob sie wirklich einwandfrei funktioniert!

Wie soll ich mich verhalten?
Soll ich auf einen raschen Ausbau beharren und immer wieder anrufen (was wahrscheinlich eh nix nützt) oder sogar mit Anbieterwechsel (benötige im Jahr ca. 12.000 Kwh,w egen wärmepumpe) oder gar gleich mit Schadenersatz drohen??????

Was würdet ihr an meiner Stelle machen und was würde überhaupt was bringen?

:danke:
Danke für eure Antwort
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Leistungsminderung bis zum Netzausbau

Beitragvon Brummselbua » 27.05.2012, 08:01

Ich hoffe ich habe zu Beginn nicht zuviel Text geschrieben, wollte nur alles erwähnt haben :roll: :

Nochmals Kurz...

Mir wurde nun nach 3 Monaten telefonisch mitgeteilt, dass zuerst das Netz ausgebaut werden muss bevor ich ran kann. Zunächst wurde mir unverbindlich zugesagt, dass ich mit deutlich weniger Leistung, also nur 5 KwP ans Netz kann, was nun jedoch wieder widerrrufen wurde.

Mir wäre alles recht, nur nicht nochmals mindestens 3 Monate warten, ohne dass die Anlage zumindest für den Eigenverbrauch läuft!

Was soll ich machen?
Danke für eure Antwort
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Re: Netzausbau oder was kommt zuvor????

Beitragvon maxneu » 27.05.2012, 08:21

hallo ,ein trost für dich , du bist nicht der einzige
anfang feb :netzanfrage
mitte märz :tel zusage aber netzausbau
ende märz :not inbetreibnahme
ende april:schrftliche einspeisezusage, einspeise 0,netzausbau 36Wochen(im Winter?)
anfang mai . fertigstellung bis auf zähler
jetzt :warten auf den Zähler-abgeblich ca 10 wochen wegen lieferschwierigkeiten
nachfrage wegen netzausbau.sind in planung:neue freileitung,neuer trafo-trafo noch nicht bestellt, lange wartezeit-
wie lange sagen sie nicht
zum glück gibt es ein tilgungsfreies jahr, und die 20j laufen ja erst nächstes jahr
wie heißt es : der kunde ist könig -beim netausbau -der kunde ist der depp
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Re: Netzausbau oder was kommt zuvor????

Beitragvon Ralf Hofmann » 27.05.2012, 08:27

Hallo,

grundsätzlich geht`s bei der Bewertung, ob Du an`s Netz kannst oder nicht um mehr als nur um die Leistung, die Dein Hausanschluss ab kann.
Es ist der gesamte Netzabschnitt bis zum nächsten Trafo betroffen.
Und wenn in dem Niederspannungsabschnitt, wo Du angeschlossen bist durch andere Einspeiser das Limit schon erreicht wird, darfst Du eben nix mehr einspeisen, bis die Leitung oder der Trafo in Eurem Netzabschnitt getauscht wurde.
Tust Du`s doch, sind mögliche Folgen z.B. eine Spannungserhöhung in Eurem Netz-Abschnitt und die Wechselrichter der anderen Anlagenbetreiber gehen vom Netz. Das gibt garantiert Ärger!

Ich an Deiner Stelle würde klären, ob es eine Möglichkeit gibt, dass Du vor Deinem Bezugszähler einen elektronischen Zähler installierst und mit Hilfe der dadurch verfügbaren Messwerte die Leistung Deines WR regulieren kannst.
Ist es möglich, mit diesem Trick den WR dazu zu bringen, nur den Strom zu erzeugen, der in Deinem Haus verbraucht wird und keinen Überschussstrom, der eingespeist wird belastest Du das Netz durch Deine PV-Anlage nicht.

So an`s Netz zu gehen ist zwar immer noch illegal und Du haftest für alle Schäden, die evtl. dadurch entstehen, das wär` mir persönlich aber egal.

Eine andere Möglichkeit gibt`s auch noch:
Du machst Dein Haus inselfähig und gehst tagsüber einfach vom Netz und nutzt nur den Strom Deiner PV.
Da eine stabile Insel immer auch eine Batterie benötigt, kannst Du so sogar noch an Abend vom tagsüber erzeugten Strom leben.
Kostet natürlich eine Stange Geld, die Investition zahlt sich in der Zukunft aber sicher aus, insbesondere wenn man den eingesparten Strom aus der Zeit dazurechnet, bis der Netzausbau fertig ist.
MfG
Ralf Hofmann

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Re: Netzausbau oder was kommt zuvor????

Beitragvon Brummselbua » 27.05.2012, 08:35

@maxneu

Bist du auch bei der LEW - wird aber überall gleich sein.
Bei mir haben sie es bis dato, also nach 3 Monaten, aber noch nicht mal geschafft mir etwas schriftliches zukommen zu lassen.

Was gedenkst du zu tun? Einfach nur warten?
Hast du dich schon anderweitig erkundigt?

Alleine der Gedanke, dass ich zur Zeit an die Bank für eine Anlage zahlen muss die nur rumsteht (besser geschrieben: auf dem Dach liegt) und ich auch noch währenddessen den bezogenen Strom teuer bezahlen muss, obwohl ich ja eigentlich selbst produzieren könnte.... :x

Gruß
Danke für eure Antwort
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Re: Netzausbau oder was kommt zuvor????

Beitragvon Brummselbua » 27.05.2012, 08:50

Ralf Hofmann hat geschrieben:Hallo,

grundsätzlich geht`s bei der Bewertung, ob Du an`s Netz kannst oder nicht um mehr als nur um die Leistung, die Dein Hausanschluss ab kann.
Es ist der gesamte Netzabschnitt bis zum nächsten Trafo betroffen.
Und wenn in dem Niederspannungsabschnitt, wo Du angeschlossen bist durch andere Einspeiser das Limit schon erreicht wird, darfst Du eben nix mehr einspeisen, bis die Leitung oder der Trafo in Eurem Netzabschnitt getauscht wurde.
Tust Du`s doch, sind mögliche Folgen z.B. eine Spannungserhöhung in Eurem Netz-Abschnitt und die Wechselrichter der anderen Anlagenbetreiber gehen vom Netz. Das gibt garantiert Ärger!
.



Danke Dir...

Deshalb wollte ich ja eine Regelung, die bis zu diesem Punkt einspeist und sobald die Leistung der anderen Anlagen der Nachbarschaft höher werden (zu hoch fürs Netz mit meiner Anlage) wird meine sofort abgeschaltet.

Ich bekomme ja auch ein Einspeisemanagment, also so ein Solarlog-irgendwas.
Kann das denn nicht damit geregelt werden? Dafür, so wurde es mir damals bei Vertragsabschluss zumindest erklärt, gibt es das ja.

Halblegale Sachen sind mir zu riskant, wegen der Garantieansprüche und falls dann doch was wäre...
Auch mein Solatuer der absolut seriös ist (gibt er zumindest vor) macht bei sowas nicht mit. Ich selbst kann das nicht anschließen.

Inselanlage wäre sicherlich eine Traumvorstellung, aber finanziell leider nicht realisierbar!!
Danke für eure Antwort
mfG, Tom
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Re: Netzausbau oder was kommt zuvor????

Beitragvon Ralf Hofmann » 27.05.2012, 09:34

Hallo,

Brummselbua hat geschrieben:Deshalb wollte ich ja eine Regelung, die bis zu diesem Punkt einspeist und sobald die Leistung der anderen Anlagen der Nachbarschaft höher werden (zu hoch fürs Netz mit meiner Anlage) wird meine sofort abgeschaltet.

Ich bekomme ja auch ein Einspeisemanagment, also so ein Solarlog-irgendwas.
Kann das denn nicht damit geregelt werden? Dafür, so wurde es mir damals bei Vertragsabschluss zumindest erklärt, gibt es das ja.


nein, Dein Problem ist mit dieser Technik nicht zu lösen.
Evtl. könntest Du Dir etwas einbauen lassen, was die Netzspannung misst und Deine Anlage früher reduziert oder vom Netz nimmt, und zwar bereits unterhalb des Schwellenwertes, bei dem die Anlagen der anderen Betreiber automatisch abschalten.
Aber auch das geht nur in Absprache mit dem Netzbetreiber legal.

Brummselbua hat geschrieben:Halblegale Sachen sind mir zu riskant, wegen der Garantieansprüche


Die Garantieansprüche werden davon nicht tangiert.

Dir sollte schon klar sein, dass der Ausbau auch erheblich länger dauern kann wie vom VNB prognostiziert.
Ich würde was tun und nicht abwarten.

Einen kleinen WR (1 kw etwa) für die Übergangszeit kaufen, der nur Euren Eigenbedarf abdeckt wäre evtl. auch eine Lösung, mit der man den Netzbetreiber - am Besten im persönlichen Gespräch - ein Entgegenkommen abringen könnte.
Ist nur die Frage, ob`s einen gibt der zu Deiner Verstringung passt
MfG
Ralf Hofmann

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Re: Netzausbau oder was kommt zuvor????

Beitragvon eggis » 27.05.2012, 10:03

Moin Brummselbua,

der Netzbetreiber ist 'unverzüglich' verpflichtet das Netz auszubauen. D.h. ohne schuldhaftes Zögern. Die pauschale Aussage, "das kann 5Monate dauern", würde mich nicht zufrieden stellen.
In §10 EEG steht...
Liegen Tatsachen vor, die die Annahme begründen, dass der Netzbetreiber seine Pflicht aus § 9 Abs. 1 nicht erfüllt hat, können Anlagenbetreiberinnen und -betreiber Auskunft von dem Netzbetreiber darüber verlangen, ob und inwieweit der Netzbetreiber seiner Verpflichtung zur Optimierung, zur Verstärkung und zum Ausbau des Netzes nachgekommen ist.

Da du der Annahme bist, dass der Netzbetreiber, nicht unverzüglich handelt, kannst du einen Zeitplan über die Schritte des Netzausbaus verlangen. Da sollte in etwa drinstehen,

-am xx.03.2012 Kabel (oder Trafo) bestellt (Mitteilung des Kabel- oder Trafoherstellers, Lieferung ab xx.09.2012 möglich)

Damit hast du Gewissheit, dass der Netzbetreiber jetzt keine Retourkutsche fährt, und dich wegen der Verspäteten Anmeldung nun hängen lässt.

Das Problem des überlasteten Netzes hat meist nichts mit der Einspeiseleistung zu tun. So kann es sein, dass du 30kW Leistung am Netzanschluss ziehen, aber keine 5kW einspeisen kannst. Das ist ein Problem der anliegenden Netzspannung, die schon an der Obergrenze des zulässigen (250V) kratzen könnte. Diese 250V müssen nicht bei deinem Anschluss anliegen, sondern können auch am ersten Anschluss nach dem Trafo anliegen.

Um eine gewisse Einschätzung abgeben zu können. Solltest du uns mal mitteilen, wie viel Meter du vom Trafo entfernt bist und welche Netzspannung zur Höchstlast (Mittags) und Schwachlast (Nachts) anliegt.
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Netzausbau oder was kommt zuvor????

Beitragvon wieso » 27.05.2012, 10:18

Hi Tom

Inselanlage wäre sicherlich eine Traumvorstellung, aber finanziell leider nicht realisierbar!!


So teuer sind Inselanlagen auch nicht , wir aus der Inselabteilung helfen gerne was passendes rauzuarbeiten für Dich .... falls Du mit der Einspeiseerlaubniss nicht weiterkommst .....

Nur bei deiner Anlagengrösse hasst Du aber eine Menge "Überschuss" im Sommer , wenn man nicht elektrisch auto fährt und warm wasser heizt

Es gibt auch Netzwechselrichter die aus einer Batterie einspeisen können um unter den 5 kw zu bleiben , nur weiss ich nicht ob die in DE zulässig sind

Gruss Lars
Inselanlage 1.6 kw PV und 2.4 KW PV , Outback MX60 und FM80 MPPT , 6 kw Victron Wechselrichter 1600 ah 24 volt Gabelstaplerbatterie , 1.6 kw Windkraftanlage ,1 kw Wasserturbine mit Speichersee bei Bedarf
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Re: Netzausbau oder was kommt zuvor????

Beitragvon Brummselbua » 27.05.2012, 12:47

eggis hat geschrieben:Um eine gewisse Einschätzung abgeben zu können. Solltest du uns mal mitteilen, wie viel Meter du vom Trafo entfernt bist und welche Netzspannung zur Höchstlast (Mittags) und Schwachlast (Nachts) anliegt.


Ich denke dass es von mir zum Trafo ca, 100m sind.
Zu den anderen Werten kann ich leider nichts sagen.
Ich kann nur soviel sagen, dass der Nachbar rechts und links von uns jeder ca. mindestens 50 KwP liefert. Zwei Bekannte von uns unmittelbar vor dem Trafo hängen mit ca. 50 KwP bzw. 30 KwP drauf.
Es ist eine ländliche Gegend bei uns und jeder wußte, was man mit großen Süd- und Südwestdächern machte :wink:
Scheint nun nur etwas mein Problem zu werden.

Also du meinst schon dass man da etwas deutlicher nachhaken kann ohne dass man gleich wieder hinten angestellt wird?
Ich habe nun nach 3 Monat noch nicht mal irgendein Schreiben von der LEW erhalten und nach 2 Monaten waren meine Daten nicht mal im Computer eingepflegt. Ich glaube schon dass da was schief gelaufen ist!!!!
Die Bestätigung von der Bundesnetzagentur nach Fertigmeldung habe ich natürlich. Ansonsten hätte ich mal mit dem Solateur gesprochen der ALLES gemacht hat.

Zur Inselanlage....
Wie gesagt wäre eine super Sache, aber z Zt. haben wir wirklich keinen finanziellen Spielraum mehr.
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