Hausanschluß, Einspeisezähler, TAB, Anschlussbedingungen, Netzbetreiber, etc.
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von kakuluxi » 19.10.2012, 11:35
Liebe PV-Kenner, schade, dass es keine Kategorie "Vielleser" gibt, das würde auf mich zutreffen. Das Forum ist echt spannend. Danke an alle, die so viel Zeit investieren!  Aber auf eine Frage fand ich bisher keine Antwort, kann mir jemand Auskunft geben? Ist es richtig, dass man im Berliner Netz keinen Rundsteuerempfänger einbauen darf, sondern nur echte Fernwirktechnik erlaubt ist? Muss man sich bei einer kleinen Dachanlage also für die 70%-Regelung "entscheiden"? Wer hat hier schon Erfahrungen gemacht? Viele Grüße Kakuluxi
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von jodl » 19.10.2012, 11:46
was verstehst du denn unter "echter Fernwirktechnik" ?
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von kakuluxi » 19.10.2012, 12:02
Das wäre ein System, wie es eigentlich für Anlagen über 100 kWp gefordert wird, bei dem der VNB über ein Modem und ein Virtual Private Network verschlüsselten Zugriff auf die Anlage bekommt. Das wäre natürlich viel zu teuer, denke ich.
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von eggis » 19.10.2012, 12:31
Moin kakuluxi, dass die Vattenfall Europe Distribution Berlin GmbH keine FunkRundsteuerempfänger verwenden will, steht in de aktuellen Photon. Der Grund dafür ist das fehlende "BSI-Schutzprofil" (BSI = Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik). Da mit einem Signal alle Anlagen in einem Bereich von 30km gesteuert werden, könnten Hacker die kompletten 60 MWp PV-Anlagen in Berlin von Netz nehmen. Als Lösung hat sich Vattenfall für den Einbau von Sende- und Empfangseinheiten nach GPRS-Standard einfallen lassen. Die Kosten liegen wohl bei ~1.650€. Ob das nur die Anschaffungskosten sind oder auch der Betrieb dabei ist, steht dort nicht. kakuluxi hat geschrieben:Muss man sich bei einer kleinen Dachanlage also für die 70%-Regelung "entscheiden"?
Es sieht wohl ganz so aus, wenn du nicht diese irrsinnigen Kosten tragen willst. Evtl. besteht für dich auch die Möglichkeit, die "weiche 70% Regelung". Hier wird immer so viel zusätzlichen Leistung am Wechselrichter freigegeben, wie aktuell im Haus verbraucht wird. Damit wird der Forderung aus dem EEG entsprochen, nicht mehr als 70% der Generatorleistung am Netzverknüpfungspunkt einzuspeisen. kakuluxi hat geschrieben:Wer hat hier schon Erfahrungen gemacht?
Das würde mich auch mal interessieren? Vielleicht hat einer der Solarteure aus Berlin hier etwas zu berichten.
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von kakuluxi » 19.10.2012, 12:52
Danke, eggis für die Information. Den Artikel muss ich mir mal anschauen. Meines Erachtens nach ist es nicht so einfach Signale wie ein Langwellensender zu produzieren. Da bräuchte man doch einen sehr starken Sender. Außerdem müsste das in anderen Netzen doch auch ein Problem sein, wo Rundsteuertechnik ja eingesetzt wird. Wenn nur so teure Technik möglich ist, hat man effektiv wohl keine Wahl und muss die Einbußen hinnehmen, auch wenn das Dach direkt nach Süden zeigt.  ( Viele Grüße Kakuluxi
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von eggis » 19.10.2012, 13:25
kakuluxi hat geschrieben:Meines Erachtens nach ist es nicht so einfach Signale wie ein Langwellensender zu produzieren. Da bräuchte man doch einen sehr starken Sender.
Leider sieht Vattenfall das anders. Das neue EEG hat den Netzbetreiber in diesem Bereich soviel Macht zugesprochen, um die die Anlagenbetreiber zu schikanieren, das man sich fragt, ob das Wirtschaftsministerium diese mit Absicht ins EEG eingebaut hat. kakuluxi hat geschrieben:Außerdem müsste das in anderen Netzen doch auch ein Problem sein, wo Rundsteuertechnik ja eingesetzt wird.
Die Signale haben nur eine Reichweite von 30 km. In anderen Regionen wären viel kleinere Netzbereiche mit weniger Einspeisern und Abnehmern betroffen. Wenn man allerdings einen PV-Park im 100MWp hackt, dann fällt viel mehr Leistung aus dem Netz als in ganz Berlin installiert ist.
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von jodl » 19.10.2012, 13:44
eggis hat geschrieben:kakuluxi hat geschrieben:Außerdem müsste das in anderen Netzen doch auch ein Problem sein, wo Rundsteuertechnik ja eingesetzt wird.
Die Signale haben nur eine Reichweite von 30 km. In anderen Regionen wären viel kleinere Netzbereiche mit weniger Einspeisern und Abnehmern betroffen. Wenn man allerdings einen PV-Park im 100MWp hackt, dann fällt viel mehr Leistung aus dem Netz als in ganz Berlin installiert ist.
das kann nicht stimmen, laut Wiki gibt es in Europa nur 3 Sender für die Funkrundsteuerung: http://de.wikipedia.org/wiki/Funkrundsteuertechnikdas mit den 30 km habe ich so verstanden daß die Netzbetreiber Gebiete bis 30 x 30 km zusammenfassen und die darin liegenden Anlagen mit einer Adresse schalten wollen ist wohl auch ein Adressierungs- und Kostenproblem
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von eggis » 19.10.2012, 13:48
jodl hat geschrieben:das mit den 30 km habe ich so verstanden daß die Netzbetreiber Gebiete bis 30 x 30 km zusammenfassen und die darin liegenden Anlagen mit einer Adresse schalten wollen ist wohl auch ein Adressierungs- und Kostenproblem
Danke für die Korrektur. Das habe ich dann wohl falsch verstanden.
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von kakuluxi » 19.10.2012, 13:56
eggis hat geschrieben:Da mit einem Signal alle Anlagen in einem Bereich von 30km gesteuert werden, könnten Hacker die kompletten 60 MWp PV-Anlagen in Berlin von Netz nehmen.
Das Szenario halte ich echt für übertrieben. Zum einen könnte Vattenfall die RSE doch so parametrieren, dass das Netz in kleinere Einheiten aufgeteilt wird. Wenn sie dann die Großanlagen mit Modem ansprechen, würde ich gerne mal wissen, wie viele MWp dann noch an Kleinanlagen übrig bleiben. Für das riesige Netz sollte das nicht so ein Problem sein. Außerdem müsste man das Hackersignal von ziemlich weit oben senden, damit das zwischen den Gebäuden nicht verloren geht. Also wenn der Hacker mit seiner starken Sendeanlage auf den Fernsehturm steigt ... hmmm Nichts für ungut eggis, aber ich glaube, die wollen uns damit veralbern. Schade, dass der Scherz auf Kosten der Anlagenbetreiber geht. Grüße Kakuluxi
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