Hausanschluß, Einspeisezähler, TAB, Anschlussbedingungen, Netzbetreiber, etc.
Moderator: Mod-Team
von DD3JI » 22.04.2011, 05:47
Ich zitiere hier aus dem aktuellen Rundspruch des Deutschen Amateur Radio Clubs ( DARC e.V. ) vom 21.04.2011: Keine Pflicht zum Einbau von Smart Meters ----------------------------------------- Nutzer von Stromanschlüssen können mit Verweis auf entstehende Mehrkosten den Einbau von Smart Meters ablehnen. Es ist zu erwarten, dass einige der möglichen Netzwerkverbindungen auf PLC-Technologie beruhen. Auf Grund der aktuellen Situation, nämlich das die Versorgungsunternehmen zurzeit verstärkt die neuen intelligenten Zähler einbauen, weist der DARC auf Artikel 21b Absatz 3b des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) hin. Dort steht: "Soweit dies technisch machbar und wirtschaftlich zumutbar ist, haben Messstellenbetreiber ab dem 1. Januar 2010 bei bestehenden Messeinrichtungen jeweils Messeinrichtungen anzubieten, die dem jeweiligen Anschlussnutzer den tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit widerspiegeln. Der Anschlussnutzer ist berechtigt, das Angebot nach Satz 1 abzulehnen und bei Ersatz den Einbau einer anderen Messeinrichtung als einer Messeinrichtung im Sinne des Satzes 1 zu vereinbaren." Nach der Rechtsauffassung des DARC folgt daraus die Möglichkeit einer Ablehnung d es Neueinbaus, da in der Regel die Kosten des Anschlussnutzers für die neuen Zähler deutlich höher sind als bei dem herkömmlichen Zähler, eine mögliche Einsparung zudem die höheren Zählerkosten nicht decken werden. Das Kriterium der Wirtschaftlichkeit ist somit verletzt und der Einbau nicht zumutbar. Ein Smart Meter ist nur der Anfang ---------------------------------- Nach dem aktuellen Trendreport 2011 erwarten die Mitglieder des Verbands der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (VDE), dass Deutschland auf dem Gebiet der Smart Grids, also der intelligenten Stromnetze, eine Vorreiterrolle einnehmen wird. Die schlechte Nachricht für den Amateurfunk und den Rundfunkhörer: Die Stromnetze sind nur dann "intelligent", wenn flächendeckend Smart Meter eingebaut werden, die entsprechende Daten zwischen Verbraucher und Stromproduzenten austauschen. Es ist zu erwarten, dass in diesem Bereich verstärkt PLC zum Einsatz kommt und damit großflächig elektromagnetische Störungen auftreten. Für den Trendreport wurden 1300 VDE-Mitgliedsunternehmen sowie Hochschullehrer der Elektro- und Informationstechnik befragt. Die Mehrzahl der Befragten erwarten positive Effekte für den Ausbau erneuerbarer Energien und Vorteile in der Energieverteilung. Allerdings sehen nur vier von zehn Befragten, dass durch Smart Grids die Energiekosten sinken. In einer Studie des Sicherheitssof tware-Unternehmens McAfee warnen IT-Experten davor, dass Smart Grids zu einer Gefahr für die Versorgungsinfrastruktur werden könnten, indem Hacker über die Haushalte Einfluss auf die Stromverteilung nehmen könnten. Auch hört man immer wieder von Bedenken, dass bei Smart-Grids Nutzerprofile ausspioniert werden können, die datenschutzrechtlich bedenklich sind. Im Grunde überwiegen nach Ansicht des DARC also die Nachteile gegenüber den - wenn überhaupt vorhandenen - Einsparungen. Des Weiteren weisen wir noch auf unsere Meldung zu dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) hin. Danach kann der Einbau der Smart-Metering-Zähler nach unserer Rechtsauffassung abgelehnt werden. Quelle http://www.darc.de-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Kommt für mich definitiv NICHT in Frage ! 73 de Frank
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von lars73 » 12.05.2011, 13:14
Ich bin Funkamateur und plane kurzfristig eine Photovoltaikanalage installieren lassen. Wie kann ich jetzt schon vor Vertragsabschluss sicherstellen, dass mir der Netzbetreiber nicht solch einen "Smart Meter Zähler" einbaut. Ich habe verstanden, dass ich einen Zweiwegezähler zusätzlich im Schaltkasten verbaut bekomme, um den Eigenverbrauch von meinem solar erzeugten Strom messen und abrechnen zu können. Wie steht ein "Smart Meter" in diesem Zusammenhang ?
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von Cruso » 12.05.2011, 13:39
Wie kann ich jetzt schon vor Vertragsabschluss sicherstellen, dass mir der Netzbetreiber nicht solch einen "Smart Meter Zähler" einbaut
Die zuständige Abteilung beim EVU weiß genau, welcher Zählertyp momentan für welchen Zweck montiert wird. Einfach dort anrufen und den Wunsch klar verständlich äußern und zur Rückversicherung eine Bestätigung verlangen bzw. Wunsch selbst nochmals schriftlich äußern. Zur Sicherheit evtl. nach Zählertyp etc. fragen und noch selbst recherchieren. Im Normalfall wird ein Zähler mit Infrarotschnittstelle verbaut.
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von gruene_Ina » 13.05.2011, 17:41
Wieso regt ihr euch sooo durch den neuen Smart Meter auf? Wenn man damit seinen eigenen Stromverbrauch kontrollieren, kann ist das doch toll! Z.B. kann Hierbei wird der alte Zähler durch einen neuen, intelligenten ersetzt, der den Kunden zukünftig umfangreichere und aktuellere Daten über ihren Energieverbrauch liefern soll – und so neue Möglichkeiten schaffen, effizienter und sparsamer mit Strom umzugehen.
hier die Quelle: http://www.billig-tarife.de/partner/koop/news/zeige.php?news=2286&partner=btWir stehen wohl noch am Anfang mit den Geräten, aber irgendwie muss man die Stromversorgung doch managen. Ausserdem werden gerade wieder hohe Summen in neue Netze investiert. Die könnte man anderweitig verwenden. Wenn man genau weiss, wo wie viel Strom gebraucht wird, dann geht das regional besser.
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von DD3JI » 14.05.2011, 07:16
gruene_Ina hat geschrieben:Wieso regt ihr euch sooo durch den neuen Smart Meter auf? Wenn man damit seinen eigenen Stromverbrauch kontrollieren, kann ist das doch toll! Z.B. kann Hierbei wird der alte Zähler durch einen neuen, intelligenten ersetzt, der den Kunden zukünftig umfangreichere und aktuellere Daten über ihren Energieverbrauch liefern soll – und so neue Möglichkeiten schaffen, effizienter und sparsamer mit Strom umzugehen.
hier die Quelle: http://www.billig-tarife.de/partner/koop/news/zeige.php?news=2286&partner=btWir stehen wohl noch am Anfang mit den Geräten, aber irgendwie muss man die Stromversorgung doch managen. Ausserdem werden gerade wieder hohe Summen in neue Netze investiert. Die könnte man anderweitig verwenden. Wenn man genau weiss, wo wie viel Strom gebraucht wird, dann geht das regional besser.
Also kein Unternehmen macht etwas um dann dem Kunden etwas billiger zu machen. Darüber brauchen wir wohl nicht diskutieren oder bist Du der festen Überzeugung das Dein Strompreis dann verbrauchsorientiert billiger wird ? Oder hast Du soviel Freizeit das Du ständig Deine aktuellen Daten zu lesen um dann Deine Waschmaschine ein und auszuschalten damit die Stromnetze besser ausgelastet werden können ? Und wie werden den die neuen Netze refinanziert ? Antwort A: aus den Gewinnen nach Steuern der Gesellschafter oder Aktionären Antwort B: aus einem höheren Strompreis für den Kunden Mal sehen für welche Antwort Du Dich entscheidest Und ganz klar, ich baue mir hier Zäune um mein Grundstück, schliesse die Haustüre ab wenn ich nicht daheim bin und verbiete Google-Streetview meine Grossgrundbesitze im Internet zu bebildern und dann kommt der Täter über die Stromleitung in mein Haus....klar doch  Das Thema das PLC stört und nix auf Leitungsgebundenen Systemen zu suchen hat kommt auch noch dazu.... 73 de Frank
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von Atommafia » 14.05.2011, 08:23
Tach Cruso hat geschrieben:Wie kann ich jetzt schon vor Vertragsabschluss sicherstellen, dass mir der Netzbetreiber nicht solch einen "Smart Meter Zähler" einbaut
Die zuständige Abteilung beim EVU weiß genau, welcher Zählertyp momentan für welchen Zweck montiert wird. Einfach dort anrufen und den Wunsch klar verständlich äußern und zur Rückversicherung eine Bestätigung verlangen bzw. Wunsch selbst nochmals schriftlich äußern. Zur Sicherheit evtl. nach Zählertyp etc. fragen und noch selbst recherchieren.
"Einbau Ferrariszähler laut Kunde " im Antrag vom Installateur und dann klappt das, jedenfalls bei einen gewissen Netzbetreiber Im Zuge der Turnuswechsel werden auch noch Ferrariszähler bzw statische Zähler mit Rollenzählwerk etc eingebaut MfG
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von ReinholdK » 14.05.2011, 10:37
Hallo,
ein Kollege nimmt an so einem Testversuch Smart Grid teil. Seine Aussage bezüglich ausspionieren ist eindeutig und deckt sich auch mit meiner Auffassung.
Wer auf die Daten Zugriff hat, kann ein genaues Profil der Bewohner erzeugen. Wann steht man auf, wann kocht man Kaffee, wann wird Mittags gekocht, Abends zu Bett gegangen und ganz interessant: Wann ist das Haus unbewohnt!!
Die vergangenen Datenskandale haben ja gezeigt, das überall da wo Daten vorhanden sind, diese nicht nur legal benutzt werden.
Und er glaubt das durch solche Zähler alles besser und billiger wird, na ja ........
Sehe jetzt schon solche Antworten vor mir wenn sich ein Kunde bei seinem Versorger über zu hohe Stromkosten beschwert: In Ihrem Lastprofil sehe ich das sie immer Mittags sehr viel Strom, wahrscheinlich zum kochen verbrauchen. Ich kann Ihnen folgendes Anbieten: Nachts zwischen 2:00 und 3:00 Uhr kostet sie der Strom nur 1ct. Da ist unsere Happy Hour. Verlegen sie das kochen des Mittagsessen einfach in die Nacht dann sparen Sie, denn leider kostet der Strom um die Mittagszeit nun das vierfache...
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von schpunk » 15.05.2011, 12:13
hallo, ich habs ja hier ( evu-f17/zaehler-uebers-d2-netz-t62471.html ) schon geschrieben, aber mir lässt das einfach keine ruhe. meint ihr, ich könnte den wechsel (der kostenlos war) rückgängig machen lassen? die habe mich weder um erlaubnis gefragt (aussage war, dass der wechsel planmäßig sei), noch haben sie mcih aufgeklärt, was das ding eigentlcih macht ... erst nach erfolgter installation. ich hab nen sehr schlechten d2-empfang. das nützt mir aber sicher nichts, weil doch der zähler sicher speichert. weiß jemand was darüber? und auch, welche daten das nun genau sind? hat jemand sone auswertung schon mal gesehen? ich frag deshalb, weil ich ernsthaft überlege, das gerichtlich klären und unterbinden zu lassen. ich kaufe von denen energie - es kann und muss ihnen sch..egal sein, wann ich was mit wieviel damit tue!
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von buergersolar » 15.05.2011, 15:42
Solange du keine smarten Haushaltsgeräte hast, können die garnicht wissen, für was du den Strom brauchst, ob das nun die Waschmaschine oder der Herd ist. (Nur ahnen können sie es vielleicht oder anhand typischer Muster feststellen?)
Das Problem ist nun mal, dass Strom im Gegensatz zu festen oder flüssigen Energieträgern jederzeit in der gleichen Menge produziert werden muss, wie er verbraucht wird. Also haben die Erzeuger bzw. die, die das Gleichgewicht managen, ein berechtigtes Interesse an Erzeugungs- und Verbrauchsdaten.
Sonnige Grüße
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von ReinholdK » 15.05.2011, 19:37
schpunk hat geschrieben:hallo, ich habs ja hier ( evu-f17/zaehler-uebers-d2-netz-t62471.html ) schon geschrieben, aber mir lässt das einfach keine ruhe. meint ihr, ich könnte den wechsel (der kostenlos war) rückgängig machen lassen? die habe mich weder um erlaubnis gefragt (aussage war, dass der wechsel planmäßig sei), noch haben sie mcih aufgeklärt, was das ding eigentlcih macht ... erst nach erfolgter installation. ich hab nen sehr schlechten d2-empfang. das nützt mir aber sicher nichts, weil doch der zähler sicher speichert. weiß jemand was darüber? und auch, welche daten das nun genau sind? hat jemand sone auswertung schon mal gesehen? ich frag deshalb, weil ich ernsthaft überlege, das gerichtlich klären und unterbinden zu lassen. ich kaufe von denen energie - es kann und muss ihnen sch..egal sein, wann ich was mit wieviel damit tue!
Mach dir doch die Mühe und schreibe an den Datenschutzbeauftragten des Unternehmens das verantwortlich für den Zählereinbau war und frage welche Daten der Zähler übermittelt, welche gespeichert werden, wie lange, wer Zugriff darauf hat. Auf die Antwort bin ich schon gespannt...
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