Hausanschluß, Einspeisezähler, TAB, Anschlussbedingungen, Netzbetreiber, etc.
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von P.Voltologe » 01.11.2011, 13:52
Nach meiner Einschätzung geht die Gefahr der Smart Meter Fraktion mehr von der offensichtlichen Naivität (evt. Unwissenheit) der Implemtierer der Daten-Protokolle aus. Auch ist das derzeit mit dem in Deutschland geltenden Eichgesetz nicht in Einklang zu bringen. DIe technische Zuverlässigkeit und Genauigkeit dieser Einheiten wurde (im Verborgenen) auch schon mindestens einmal (unabhängig) überprüft, mit ernüchternden Ergebnissen. Also sowohl die Technik krankt (noch) als auch die rechtlichen Grundlagen passen nicht; z.B. nicht zu den zeitdynamischen Tarifen (Leistungsspitzenabrechnung, Bedarfsabhängigkeit), die erst die Vorteile bringen können. Wie will man ohne einen revisionssicheren "Fahrtenschreiber" später nachweisen können, dass die Abrechnung korrekt ist? Letztes C't Heft 23, Seite 88ff ( http://www.heise.de/ct/inhalt/2011/23/88/ ) geht auf den Status Quo der Sicherheit bei solchen Stormzählern und deren Server-Infrastruktur ein. Ich denke, ein flächendeckender Einsatz ist hinsichtlich der SIcherheit und Datenflut noch nicht ausreichend analysiert und die momentan damit Beschäftigten haben auch noch nicht vollständig realisiert, wie eine Erfassungs- und Steuerungsinfrastruktur aussehen muss, damit man Vertrauen (&Vertraulichkeit) und Zuverlässigkeit (&Genauigkeit) garantieren kann. Grüße
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von amoss » 01.11.2011, 19:30
Anfangs war ich von der Idee dieser Geräte ziemlich angetan. Doch je öfter man Berichte und Beiträge dazu sieht, desto skeptischer werde ich. Nicht nur wegen des Datenschutzes. Ich glaube, dass die Geräte und die gesamte Entwicklung der Infrastruktur, die diese Geräte notwendig macht, derzeit noch viel zu positiv gesehen werden.
Vorläufig sehe ich nur eines, nämlich dass die Dinger bis auf Weiteres gar keinen Vorteil bieten werden, zumindest nicht dem Stromkunden. Eher umgekehrt, wer mittelfristig keinen smart meter nutzt, wird richtig Nachteile haben, weil er nicht den günstigen (eigentlich: den nicht ganz überteuerten) Strom automatisch nutzen kann. Mit anderen Worten: Mit diesen Geräten wird man bald Nachteile vermeiden können, die wir derzeit, ohne diese Geräte gar nicht haben. Eine Ersparnis, mehr Komfort oder irgendeinen anderen Vorteil sehe ich nicht, geschenkt wird einem dabei nämlich garantiert nix. Vielmehr entsteht nur ein noch komplexeres System, verbunden mit Mehraufwand an Zeit und Geld für alle Beteiligten.
Die einzigen, die davon profitieren werden die Hersteller und Stromlieferanten sein. Und alle anderen, die an die Daten rankommen werden.
Gruß, amoss
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von Bulla2000 » 09.11.2011, 14:53
Habe gerade unser neues EFH mit Stromverträgen beglückt und hatte mich für den E.on smart mit Smartmeter entschieden. Jedoch in Verbindung mit der PV-Anlage und dem einphasigen WR geht dioeser tarif nicht. Also wieder Standarttarif.
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von buergersolar » 09.11.2011, 15:15
Bulla2000 hat geschrieben:Also wieder Standarttarif.
Aber hoffentlich bei einem echten Ökostromanbieter? Oder soll Solarstrom ins Netz eingespeist werden, um dann Kohlestrom wieder zu beziehen? Sonnige Grüße
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von amoss » 11.06.2012, 20:03
Damit das wichtige Thema nicht ganz in Vergessenheit gerät: Hier mal wieder was Neues von der Datenschutzproblematik. Inzwischen hat es sich nämlich sogar schon bis in die EU-Bürokratie herumgesprochen, dass hinter der glänzenden Fassade der smarten Zähler eine Intelligenz steckt, die sich nicht nur für positive Zwecke, sondern eben auch - ganz typisch Mensch - für negative Zwecke missbrauchen lässt: EU-Datenschützer warnt vor Risiken intelligenter StromzählerAnsonsten hat sich für mich nichts geändert. edit: Und wie man in den Kommentaren lesen kann, kommt das wohl auch bei anderen so an.
Gruß, amoss
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von amoss » 04.07.2012, 20:23
Hi, inzwischen sind ja sogar Provinz-Tageszeitungen auf den Trichter gekommen und bringen Artikel zum Thema smart meter und Datenschutz. Richtig lachen musste ich heute, als ich neulich bei so einem Artikel in meiner Regionalzeitung das Foto eines smart meters sah. Denn auf dem Gerät war deutlich der Name " Echelon" zu lesen. Ob das nun Humor oder Zufall ist, jedenfalls steht der Name für Kundige eigentlich ausgerechnet für ein Spionagenetz der Amerikaner, mit angeblich alles mögliche, in Wirklichkeit aber wohl ganz offen und dreist die Wirtschaft der europäischen Staaten ausspioniert werden soll. Ich finde, wenn der Name für das Gerät oder dessen Hersteller Absicht im Hinblick auf dieses Spionagenetzwerk ist, ist der Humor ziemlich daneben und der Schuss geht hoffentlich nach hinten los. Sollte der Name ohne diesen Hintergedanken entstanden und die Assoziation ein dummer Zufall sein, ist er zumindest aus heutiger Sicht ziemlich ungeschickt im Zusammenhang mit smart metern.
Gruß, amoss
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von cybersoft » 04.07.2012, 20:50
Wie man auch hier im thread schon sieht ist das Thema ziemlich komplex und lässt sich mit Stammtisch Parolen nicht durchdringen. Die ganze Sache ist EU-getrieben, 80% intelligente Messsysteme bis 2020. Und hier geht schon die erste Verwirrung los; Smart Meter oder Messsystem, Wo ist denn der Unterschied? Müssen überhaupt Daten übertragen werden durch die man Rückschlüsse auf die Haushalte schließen kann? Wer ist der Profiteur von diesen Daten? Welchen nutzen kann ich als Verbraucher daraus ziehen.
Fakt ist das man ohne eine deteilierte Auflösung seiner Verbräuche keine vernüftige Energieeffizienz betreiben kann, kann ein Messsystem/SmartMeter leisten. Fakt ist; das interessiert heute noch niemanden
Alle Studien und auch Versuche belegen das die Lastverlagerung bei Haushaltskunden (also uns Verbrauchern) mit ca. 3-4% angenommen werden kann. Ist das schon ein Erfolg? Durch Lastverlagerung lässt sich auch eine Verschiebeung von ca. 20% erreichen. Aber wohin? In der heutigen Tarifstruktur ja maximal in die Abendstunden bei einem HT/NT Tarif. Aber wer wäscht oder trocknet nach 22 Uhr? (Ich habe das mit meiner Familie in einem 2 jährigen Selbstversuche gemacht, aber daszu muss man schon (ein wenig) meschugge sein.) Wenn das alles automtisch gehen würde, wäre da ein gewisses Potenzial und die sunny home box fängt ja ganz zaghaft an das zu unterstützen. Wir hier im Forum sind ja für das Thema Stromverruach und Erzeugung sensibilisiert, aber 80% der Bürger halt nicht, für die kommt der Strom aus der Steckdose.
Ich denke wir bald neue Tarifstrukturen sehen in denen günstigere Strompreise an den Endkunden gelangen zu gewissen Stunden. Das wird im ersten Schritt PV und Wind sein die am Wochenende massiv in den Markt kommen und die Preis drücken. Um diese abzurechnen brauchen wir dann die Erfassung und diese Systeme um es dann auch ordentlich abgerechnet zu bekommen. Ich glaube in 2 Jahren lachen wir über diesen thread ....
Und JA; Datenschutz ist ein Thema und wird es bleiben und das ist auch gut so.
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von amoss » 04.07.2012, 23:52
cybersoft hat geschrieben:Müssen überhaupt Daten übertragen werden durch die man Rückschlüsse auf die Haushalte schließen kann? Wer ist der Profiteur von diesen Daten? Welchen nutzen kann ich als Verbraucher daraus ziehen.
Ich sehe durchaus auch die potenziellen Vorteile dieser Geräte. Das Problem ist nur, die ganze Sache wird in der Realität am Endkunden vorbeigehen und sich die Sache umdrehen. Der Endkunde wird keine Vorteile durch die Geräte haben, sondern nur weniger Nachteile als der, der solche Geräte nicht hat. Die Vorteile werden alleine bei den Stromlieferanten sein. Es wird also für den Endkunden nicht billiger, sondern für die anderen teuerer und für alle komplizierter und potenziell wegen des Datenschutzes auch gefährlicher. cybersoft hat geschrieben:Fakt ist das man ohne eine deteilierte Auflösung seiner Verbräuche keine vernüftige Energieeffizienz betreiben kann, kann ein Messsystem/SmartMeter leisten. Fakt ist; das interessiert heute noch niemanden
Der Endkunde braucht dazu kein solches Gerät, er kann selber sparsame Geräte kaufen und sie sparsam einsetzen. Die Motivation und Kenntnis dazu wächst proportional mit den Strompreisen, da braucht es keine bunten Kurven. Nur der Stromlieferant wird mit diesen Geräten einen Nutzen erzielen und die Gewinne optimieren können. Wer allerdings glaubt, dass das an die sparsamen Kunden weitergegeben wird, glaubt auch, dass Mineralölunternehmen die Spritpreise kundengerecht anpassen. Die Geräte kosten Geld, der Betrieb ist aufwändiger - es wird auf Mehrkosten für die Verweigerer hinauslaufen. cybersoft hat geschrieben:Ich denke wir bald neue Tarifstrukturen sehen in denen günstigere Strompreise an den Endkunden gelangen zu gewissen Stunden.
Hochtarif und Niedertarif gab es ja schon früher. Allerdings kann niemand unterscheiden, wie der Unterschied dieser Tarife dann zustande kommt. Durch Verbilligung für den Niedertarif-Nutzer? Oder nicht doch eher durch Verteuerung für die Hochtarifnutzer? Man bekommt also kein Geschenk, sondern wird gezwungen die Geräte zu benutzen wenn man keine zusätzlichen Nachteile und Preiserhöhungen haben will. Ich meine, das ist nichts, worüber man sich als Normalbürger freuen kann. Aber gut, es wird wohl unumgänglich werden und immerhin die Stromverbrauchskurve über den Tag glätten helfen. Die Energiewende ist halt nicht umsonst, das müssen wir PV'ler ja als erstes vorleben. Euphorie ist aber nicht angebracht.
Gruß, amoss
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von alorie » 05.07.2012, 06:11
Hallo,
nehme am Pilotprojekt der eoff mit den Smart Metern teil. Welche Daten genau übermittelt werden weiß ich nicht. Das die neuen Tarife die dann mal geben soll billiger für den Kunden sind, glaube ich auch nicht. Nur meine Bisherigen Erfahrungen aus der Zeit als ich noch Zweitarif (HT/NT) Strom bezog sagen mir das sich durch den "teureren" Hochtarifstrom die ganze Sache mit Nachtstrom erst rentiert (finanziell für mich) wenn mehr als 40% Nachtstrom verwendet werden. Von der höheren (meißt) Grundgebühr mal ganz zu schweigen. Mehr als 40% Nachtstrom ist aber schon ein hoher Anteil. Zumindest für meinen Fall. Trotz Waschen am Samstagnachmittag, Warmwasserbereitung über Zeitschaltuhr, Abschaffung Stromintensiver Maschinen (Landwirt, Jahresverbrauch ~20.000kwh/a) war ich immer grad so an Grenze wo Eintarif genausoviel kostet wie Zweitarif. Drum hab ich dann irgenwann wieder umgestellt. Und genauso wirds mit den dann "neuen" Tarifen. Wer nicht wirklich stark vom Standardlastprofil abweicht, zahlt mindestens genausoviel bis mehr...
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von nautica » 05.07.2012, 09:11
zahlt mindestens genausoviel bis mehr...
Es wird etwas verkauft, das es schon gibt oder das für die meisten Kunden nicht notwendig ist. Im Gegensatz zum (angestrebten) Bürokratieabbau der EU werden durch Smart Meter mehr Daten gefördert. Datensparsamkeit - warum benötigen Dritte automatisch meine Daten? Im Liefervertrag könnte die automatische Weiterleitung an Dritte festgeschrieben sein. Die Anwendungsszenarien wie Stromsparanalyse lassen sich ohne Übermittlung an Dritte lösen oder durch Zusammenrechnen von Haushaltsgeräten. Einschalten/Ausschalten von Geräten können durch Empfänger und Software auch lokal reguliert werden - quasi per Umkehrung des 50,2 Hz Problems. Smartmeter/Smartgrid/Verbrauchsoptimierung beim Industrie,Dienstleistungssektor sollte zuerst erfolgen. Die ÜNB/VNB können momentan doch noch keine Vollüberwachung auf allen Spannungsebenen bis zum Ortsnetz/Trafo realisieren - oder? Der Bericht Stromausfall Ems November 2006 beschreibt eine Erhöhung auf Ebene ÜNB um ~100MW ohne die Ursache zu benennen (welches nachgelagerte Netz/Spannungsebene/Verbraucher). Dank der Schaltsekunde wurden die Effekte von regelmäßigen Serverdiensten sichtbar (Cronjobs, in Intervallen von 1h und 5 minuten) - 25kW peaks
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