Erweiterung oder neue Anlage (2kwp)

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Erweiterung oder neue Anlage (2kwp)

Beitragvon u831401 » 11.06.2012, 11:44

Servus,
die Meinungen zwischen dem von EON konzessionierten Elektriker und mir zum Betreff sind unterschiedlich, darum möchte ich Euch um eine Beantwortung bzw. Argumentationshilfe bitten.
Ausgangssituation: Anlage Bestand 4,2 kwp aus Nov 2009, Volleistellung.
Geplanter Zubau: noch diesen Monat um 2 kwp, ggf. Umstellung auf. Eigenverbrauch wg. Marktintegrationsmodell.

Mein Ansatz: es handelt sich um eine Anlagenerweiterung. Beide Anlagenteile können über einen Einspeisezähler laufen, Abrechnung erfpolgt nach Anteilen (kwp), zu den zum jeweiligen Inbetriebenahmezeitpunkt gültigen Vergütungssätzen, einschlißlich den Eigenverbrauchsregelungen.
Die Umstellung auf Eigenverbrauch betrifft dann wohl auch beide Teile, was zu einer zu einer Aufteilung des Eigenverbrauchs auf beide Anlagenteile anteilsmäßig führt. (Könnte von Nachteil für mich sein, weil 20% Eigenverbrauch dann erheblich schwerer erreichbar.

Ansatz EON-Elektriker: es handelt sich um eine zweite Anlage. Brauche also einen separaten Einspeisezähler (d.h. für mich: ein zusätzlicher Zählerkasten etc, ca € 500 Gesamtkosten). Vorteil für mich: 20% Eigenanteil leichter erreichbar (falls dieser nicht ebenfalls auf die Gesamteinspeisung gerechnet wird).

Was ist nun richtig - und was zu bevorzugen - danke für Eure Hilfe!

Gruß
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Re: Erweiterung oder neue Anlage (2kwp)

Beitragvon Ralf Hofmann » 11.06.2012, 11:54

Hallo,

u831401 hat geschrieben:Ansatz EON-Elektriker: es handelt sich um eine zweite Anlage. Brauche also einen separaten Einspeisezähler (d.h. für mich: ein zusätzlicher Zählerkasten etc, ca € 500 Gesamtkosten). Vorteil für mich: 20% Eigenanteil leichter erreichbar (falls dieser nicht ebenfalls auf die Gesamteinspeisung gerechnet wird).


es ist eine zweite Anlage, weil mit größerem zeitlichen Abstand wie 12 Monate gebaut.
Darum wird aber trotzdem kein 2. Zähler benötigt, es kann imho auch anteilig abgerechnet werden.

Schwierig wird`s aber mit dem Eigenverbrauch bei anteiliger Abrechnung, das stimmt.
Ich würde den Zählerschrank erweitern, wenn`s meine Anlage wäre.
Gebrauchte Zählerschränke gibt`s bei eBay für kleines Geld, wenn der Elektriker das mitmacht wäre das meine Wahl.
MfG
Ralf Hofmann

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Re: Erweiterung oder neue Anlage (2kwp)

Beitragvon buergersolar » 11.06.2012, 12:12

Wie Ralf schon geschrieben hat, ists eine neue Anlage, kann aber trotzdem über einen Zähler abgerechnet werden, da es sich bei beiden um die gleiche Energiequelle (solare Strahlungsenergie) handelt.

Ein echtes Problem sollte es auch mit der Eigenverbrauchsabrechnung nicht geben. Es wird nur eine etwas komplexere Rechnerei als mit separatem Zähler.
Denn: Für die neue Anlage gibts keine Eigenverbrauchsvergütung. Für die alte Anlage gibts bis 30% weniger, über 30% mehr. Ist aber eigentlich kein Problem. Unter 30% gibts den gewichteten Durchschnitt aus wenig+nix und über 30% gibts den gewichteten Durchschnitt aus mehr+nix.

Ich hoffe, ich habe keinen Denkfehler gemacht.

Sonnige Grüße
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Re: Erweiterung oder neue Anlage (2kwp)

Beitragvon horscht79 » 11.06.2012, 13:17

Die 30% Regelung gabs erst ab 1.1.2010
Ich würde auch einen neuen Zählerschrank setzen, dann wird auch die Datenauswerung einfacher. HAtte hier einen ähnlichen Fall allerdings bei einer größeren Anlage mit MW- Zähler, da forderte der Energieversorger dann eine Kaskadenmessung!
So kanns auch laufen...
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Re: Erweiterung oder neue Anlage (2kwp)

Beitragvon elfaro » 11.06.2012, 14:29

500 EUR einmalige Mehrkosten plus laufende Zählergebühren ist schon 'ne Menge. Würde tentendiell auch schauen, alles über einen Zähler abzurechnen. Wie hoch ist dein Stromverbrauch?
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Re: Erweiterung oder neue Anlage (2kwp)

Beitragvon u831401 » 11.06.2012, 14:55

Servus,
danke für die Informationen!

@ elfaro: mein Stromverbrauch ist gering - 2200 kwh

Gruß

Hans
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Re: Erweiterung oder neue Anlage (2kwp)

Beitragvon u831401 » 11.06.2012, 15:05

ps: lt Elektriker mit EON-Konzession kann ich für alles eigene Zähler verwenden, d.h. keine Mietgebühr.
Könnte ich einen Zählerschrank ggf. auch selber besorgen und setzen (an die Wand schrauben) - Einzählerschrank in den Standardmaßen ?
Gruß
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Re: Erweiterung oder neue Anlage (2kwp)

Beitragvon elfaro » 12.06.2012, 11:59

Wenn dein Elektriker dir das so sagt, dann lass ihn mal machen. Lass es dir schriftlich geben oder nimm einen Zeugen hinzu. Sollte die Eon daran Anstoß nehmen, dann muss er den Zähler zurücknehmen und den Eon-Zähler einbauen. Den Zählerschrank selbst zu montieren, sollte auch kein Problem sein - du bestückst und verdrahtest ihn ja nicht.

Bei solch einem geringen Stromverbrauch wird's problematisch die geplanten 20% EV zu realisieren. Bei 6,2 kWp kannst du nur mit 13% vielleicht 15% rechnen. Also müsstest du die fehlenden 5% des Stroms der kleineren Anlage an den VNB abgeben für ca. 5 ct/kWh. Bei 900 kWh/kWp entgehen dir dann etwa 13 EUR jährlich. Dafür kannst du zwar einen neuen Zähler zulegen, aber die Zählerschrankkosten bekommst du damit nicht raus. Bei EV-Betrieb beider Anlagen, hast du aber noch einen wesentlichen Vorteil: Die impliziten EV-Stromkosten der 2009er-Anlage liegen bei 16,38ct netto, die neue hat da 19ct im Vergleich. Die 2,6ct Differenz bringen dir einen Mehrertrag von knappen 13 EUR, was die Verluste unterm Strich ausgleicht.

Für dich lohnt es also beide Anlagen über einen Zähler laufen zu lassen und dir den Zählerschrank zu sparen. An Kosten hast du dann den Umbau der Anlage (Verdrahtungskosten fallen eh an) und den neuen PV-Zähler, der alte muss getauscht werden. Hinzu kommt die zusätzliche Miete für den Zweirichtungszähler, der deinen Bezugszähler ersetzt.
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Re: Erweiterung oder neue Anlage (2kwp)

Beitragvon u831401 » 12.06.2012, 12:49

@ elfaro,

Super, vielen Dank für Deine Mühen - jetzt weiß ich was zu tun wäre. Hoffentlich ist nicht EON anderer Meinung betreffende die Einzählerlösung.
Dazu kommt, dass diegeplante Anlage etwas besser laufen sollte als die bestehende.

ps: damit ich's auch verstehe:
- wie kommt man auf die Impliziten EV-Stromkosten?
- gehst du davon aus dass, sich die 20% EV in beiden Varianten (1 oder 2 Einspeisezähler) immer auf beide Anlagen verteilen?

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Re: Erweiterung oder neue Anlage (2kwp)

Beitragvon elfaro » 12.06.2012, 14:16

Die impliziten EV-Stromkosten ergeben sich daraus, dass du für 2009er-Anlage bei EV eine geringere Vergütungszahlung erhälst, deren Differenz zur Volleinspeiseervergütung eben 16,38 ct/kWh ausmacht. Bei neuen Anlagen gibt es keine Vergütung für EV-Strom, also ergibt sich eine Differenz von ca. 19 ct/kWh (19ct - 0ct).

Lässt du beide Anlagen über einen Zähler laufen, wird der VNB die produzierten kWh und auch die eigenverbrauchten entsprechend der jeweiligen Anlagengröße aufteilen. Folglich gilt die erwartete/realisierte 15% EV-Quote jeweils für die alte und die neue Anlage, wobei für die neue eben 20% verlangt und die restlichen 5% Überschusseinspeisung vom VNB geringer vergütet werden.
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