eon Bayern - Jahresabrechnung für 2011 ist da

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Re: eon Bayern - Jahresabrechnung für 2011 ist da

Beitragvon Bond0011 » 03.02.2012, 10:23

Hallo
habe gestern bei der EON Bayern (Raum Niederbayern) nachgefragt, was den mit den Jahresabrechnungen ist.

Die Abrechnungen haben sich dieses Jahr verzögert, aber diese und spätestens nächste Woche gehen die Abrechnungen an den Kunden.
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Re: eon Bayern - Jahresabrechnung für 2011 ist da

Beitragvon Ralf Hofmann » 04.02.2012, 18:59

Hallo Eisbaer,

Eisbaer hat geschrieben:Zugleich kam die Nachricht, dass die Abschläge zukünftig auf den "monatsgenauen zu erwartenden Ertrag" umgestellt werden müssen (nach §16, Abs. 1, Satz 3, EEG2012).


biete denen im Gegenzug mal an, dass Du die Abschläge für Deine Gasrechnung jetzt auch auf den "monatsgenauen zu erwartenden Ertrag" umstellen musst. :lol:

Nee, im Ernst, wäre mal interessant zu klären, ob`s schon ein Gerichtsurteil dazu gibt, wie das Wort "monatlicher Abschlag" in diesem Zusammenhang gewertet werden muss.
Bisher waren damit in diesem Zusammenhang (Energielieferungen an Haushaltskunden) immer 12 gleich große Teile der zu erwartenden Jahresgesamtsumme gemeint.
Und da die EVUs das bei Lieferung von Gas und Strom ja auch so handhaben, gilt eigentlich der Grundsatz von Treu und Glauben mit Rücksicht auf die Verkehrssitte nach § 242 BGB.
Damit wäre diese Umstellung rechtswidrig.
In der Praxis ist das aber wohl nicht so einfach, sondern mindestens eine juristische Grauzone, da hat kpr wohl Recht.
MfG
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Re: eon Bayern - Jahresabrechnung für 2011 ist da

Beitragvon kpr » 04.02.2012, 23:41

Diese Argumentation kann nicht überzeugen.

Du verwechselst, dass im Verhältnis zwischen EVU und Abnehmer keine Vertragspartei zur Eingehung des Vertragsverhältnisses verpflichtet ist. (Es sei denn, es ist der Grundversorger).
Was die Parteien in dieser Konstellation vereinbaren, bleibt alleine ihnen überlassen. Wer nicht will - unterschreibt halt nicht.

Die Situation zwischen Betreiber (Lieferant) und VNB (Kunde) ist eher mit dem Verhältnis zwischen Grundversorger (Lieferant) und Abnehmer (Kunde) zu vergleichen. Allerdings ist einmal der VNB zur Abnahme, und im anderen Fall der Grundversorger zur Belieferung verpflichtet.

Nach Treu und Glauben kann der Schuldner einer Leistung gerade nicht verlangen, dass der Schuldner der Gegenleistung (Geldleistung) in Vorlage tritt. Und schon gar nicht in unbesicherte Vorlage.
Grundätzlich ist es gerade so, dass erst die Ware geliefert wird - und dann die Zahlung erfolgt.
Ist der Lieferant nicht bereit das damit verbundene Risiko einzugehen, wird er das Vertragsverhältnis ablehnen.
Gerade das können Grundversorger (als Lieferant) bzw. VNB (als Kunde) nicht.
Sie sind zur Vertragseingehung gesetzlich verpflichtet; umso eher muss ihnen nach Treu und Glauben zugebilligt werden, nun nicht auch noch weitere Risiken eingehen zu müssen.

Der Grundversorger kann sich einem Risiko entziehen, indem er (auf seine Kosten) Münzzähler installiert;
der Betreiber kann - sofern er mit Abschlägen auf Monatserwartungswerten nicht leben kann - selbstverständlich seine von ihm erbrachte Leistung fakturieren.
Ich emfpinde das als kerngesund und ausgewogen.
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Re: eon Bayern - Jahresabrechnung für 2011 ist da

Beitragvon huettenleite » 05.02.2012, 08:31

Zu den verzögerten Jahresabrechnungen bei Eon-Bayern gab es am Samstag, 4. Februar 2012, einen Bericht in der Zeitung "Der neue Tag" (Weiden/Oberpfalz): "Strom-Einspeiser müssen warten"
Hier der Link dazu: http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/312 ... n,1,0.html
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Re: eon Bayern - Jahresabrechnung für 2011 ist da

Beitragvon Eisbaer » 05.02.2012, 09:48

Ein Schelm wer Böses dabei denkt :wink:
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Re: eon Bayern - Jahresabrechnung für 2011 ist da

Beitragvon kpr » 05.02.2012, 10:19

Ein Depp, wer es anders machen würde.... ;-)

Eines ist auch klar: Wenn wir dieses Jahr 10% weniger als langjähriger Schnitt bekommen, werden zur Not Überstunden geschoben, damit die Dinger spätestens am 3. Werktag im neuen Jahr zugehen.
Das es für den VNB dabei nicht um Peanuts geht, hätte man ja nicht schöner und offener formulieren können.

(So Spielchen können ja nur gespielt werden, wenn man einen Doofen gefunden hat, der das Spiel mitspielt. Wenn der Betreiber den Verantwortlichen sucht, hilft - wie so oft im Leben - ein Blick in den Spiegel.)
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Re: eon Bayern - Jahresabrechnung für 2011 ist da

Beitragvon Ralf Hofmann » 05.02.2012, 16:17

Hallo kpr,

kpr hat geschrieben:Diese Argumentation kann nicht überzeugen.

Der Grundversorger kann sich einem Risiko entziehen, indem er (auf seine Kosten) Münzzähler installiert;
der Betreiber kann - sofern er mit Abschlägen auf Monatserwartungswerten nicht leben kann - selbstverständlich seine von ihm erbrachte Leistung fakturieren.

Ich empfinde das als kerngesund und ausgewogen.


hört sich plausibel an, was Du schreibst. Ich glaube, da hast Du Recht.

Dann will ich mal einen Vorschlag machen, wie Abschläge aussehen könnten die den realen Stromeinspeisungen nahekommen:
Bei Mietnebenkosten wird z.B. bei den Heizkosten nach einem festen Schlüssel für jeden Monat eine andere Heizlast zugeteilt.
So einen Schlüssel kann man auch für die Sonneneinstrahlung ausrechnen und die Abschläge danach anpassen.
Dann sparen sich beide Seiten die Rechnungsschreiberei.
Klar, dass diese Schlüssel die Realität nur annähernd wiedergeben. Könnte aber ein fairer Kompromiss sein, oder?
Zumindest ist dann einer gewissen Willkür der VNB entgegengetreten.
MfG
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Re: eon Bayern - Jahresabrechnung für 2011 ist da

Beitragvon kpr » 05.02.2012, 17:01

Ich glaube nichts anderes hat der VNB hier vor, wenn er auf Erwartungswerte der einzelnen Monate abstellt.
Ich frag mich nur, wo der Vorteil da noch liegen soll. (Ernst gemeinte Frage.)

Von "Willkür" würde ich auch nicht reden wollen. Jeder Handwerker, jeder Kaufmann muss seine Liquidität steuern (oder einen schwarzen Zylinder im Schreibtisch haben und den Weg zum Amtsgericht schon mal abfahren). In Konzernen, wo ja das Ergebnis ganz wesentlich über Zinsen gesteuert wird, ist Liquidität mit Geld nahezu nicht zu bezahlen. Und... wenn da 200.000 Anlagen bedient werden... gehts nicht mehr um Peanuts. Jeder eine Nachzahlung von 100 Euro... und wir reden von 20 Mio. Im Konzern werden sich die Töchter das Geld für 8-10% holen müssen... macht bei zwei Monaten 300.000 Euro. Sprichwörtlich fürs Nichtstun. Wer würde da schon nein sagen?

Ist die Rechnungsschreiberei soviel Arbeit?
Wenn ich sehe, wieviele Postings hier in den letzten Wochen waren, wo die Fragesteller ganz erhebliche Schwierigkeiten hatten, die Abrechnung vom VNB steuerlich zu verwursten..... ganz ehrlich: Da geht Rechnung schreiben schneller.
Und die Warterei hat direkt auch ein Ende.
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Re: eon Bayern - Jahresabrechnung für 2011 ist da

Beitragvon Strahli » 05.02.2012, 21:10

Schon komisch, wie lange bei der EON eine Systemumstellung dauern kann!

Habe gerade das damalige Schreiben rausgesucht, in dem auf die Umstellung hingewiesen wurde. Das war von Ende Oktober 2011 und offenbar ist das Ganze bis jetzt noch gebacken...
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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2011: 73,15 kWp - 385 Bauer-Solartechnik Joker 5M-B (190 Watt) - 6xSMA 11000TL-10
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Re: eon Bayern - Jahresabrechnung für 2011 ist da

Beitragvon kpr » 05.02.2012, 23:12

Ich glaub das sogar.
Allein.. selbst wenn ich den Laden beliefern würde... es würde mich nicht interessieren.
Mitleid kann ich ihm schenken - "Zeit" hingegen nur gegen Verzugszins.
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