Einspeise- und Standardlastprofile

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Einspeise- und Standardlastprofile

Beitragvon gunnar_kaestle » 19.06.2012, 00:58

Hallo,

die Verrechnung der Zählerdaten über Standardlastprofile wird komplizierter, wenn eine PV Anlage im Eigenverbrauch in der Kundenanlage installiert wird. "Die Nutzung des Stroms aus dezentralen Anlagen für den Eigenbedarf führen laut E.ON Bayern zu Veränderungen in den Standardlastprofilen. E.ON Bayern regte an, die Gesamtsystematik der Standardlastprofile zu überdenken." Zu dieser Thematik habe ich einen Lösungsvorschlag. Bekannterweise summiert sich am Haushaltsanschluss der Lastgang der PV Einspeisung (negative Last) mit den Verbräuchen der Haushaltsgeräte (posititve Last). Am Zähler Z1 (vgl. mit der VDE-AR-N 4105, Anhang B.7 oder auch C.4.2) ergibt sich somit der Summenlastgang
P(t).Z1 = P(t).verbraucher - P(t).solar.

Gemessen wird in der Regel die Arbeit am Hauptzähler Z1 sowie die erzeugte Arbeit an der PV-Anlage. Z1 gibt aber kein Standardlastprofil wieder, sondern das Standardlastprofil ist nur auf die Verbraucherlast anwendbar. Somit ist zur Bereinigung der nichtlastganggemessenen Netzkunden, die eine PV-Anlage im Eigenverbrauch betreiben, ein zusätzlicher Rechenschritt in Form einer Addition notwendig. Dieser müsste dann in die ERP-Systeme der Bilanzkreisbewirtschaftung eingepflegt werden.

Die per Profil umzulegende Arbeit des Verbrauchers wäre somit
A.verbraucher = A.Z1 + A.solar bzw. bei Rückspeisung
A.verbraucher = A.Z1+ + (A.solar - A.Z1-)
Die per Profil umzulegende Arbeit der Solaranlage ist A.solar.

Auf diese Weise lassen sich mit den bekannten Standardlastprofilen plus dem solaren Einspeiseprofil, welches als EGS aus der Hochrechnung der ÜNBs zur Verfügung steht, sowie der Idee des virtuellen Trennung von Verbraucher und Erzeuger in einzelne Einspeisepunkte das bisherige Schema kostengünstig (d.h. mit einfachem Ferraris-Zähler für Kleinanlagen bis 7 kW) fortführen. Was haltet ihr davon?

Gruß,
Gunnar
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Re: Einspeise- und Standardlastprofile

Beitragvon liselotte » 19.06.2012, 09:14

Hallo Gunnar
Dein Vorschlag ist gut, ist aber zur Abrechnung noch zu ungenau, da die Lieferanten in jeder Viertelstunde strom beschaffen und die ÜNB in jeder Viertelstunde EEG-Energie an der Börse anbieten müssen. Ziel ist Annäherung der beiden Lastgänge.

Das PV-Profil des Anlagenbetreibers in Stuttgart ist heute,, 19.06. ein ganz anderes, als in Freising, und wiederum anderst als morgen.
Folgende Annäherung, die die VNB für die Nachbildung der Anlage im MsBiS-Verfahren anwenden, ist einigermassen genau:
Über reg. Leistungsmessungen werden im VNB-Netz "Referenzanlagen" gemessen.
Von dem H0-Profil des Anlagenbetreibers mit ehedem zB 8000 KWh H0-Vers Bayern wird dieses Referenzprofil subtrahiert.So erhält der VHB zwei neue Lastgänge:
A) Bezug -Rest des Kunden, mittags ausgefranzt, bildet den Bezug von einem Lieferanten ab.
B) Einspeise-Rest-Kurve, ausgefranzt, als Einspeisung in das Netz der Stadtwerke. (VNB)

Dieses Vorgehen wird von den VNB realisiert um die viertelstündlichen Abweichungen zwischen Netzinput und Netzlast (Output )zu minimieren, denn der Netzbetreiber wird viertelstündlich abgerechnet. Der Netzbetreiber sendet jedem Lieferant zum abgelaufenen Monat das Summen-Lastprofil aller versorgten PV-Ev-Betreiber. Dieses Profil muss der Lieferant beschaffen bzw. aus seinem Bilanzkreis bedienen.
Die exakte Abrechnung von diskontuierlichern Einspeisern ist für die Beteiligten nicht einfach,
meint Liselotte
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Re: Einspeise- und Standardlastprofile

Beitragvon gunnar_kaestle » 07.07.2012, 00:39

liselotte hat geschrieben:Die exakte Abrechnung von diskontuierlichern Einspeisern ist für die Beteiligten nicht einfach,


Das ist genauso einfach wie die Abrechnung von diskontinuierlichen Verbrauchern. Nicht unbedingt sehr exakt, aber machbar.

Gruß,
Gunnar
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Re: Einspeise- und Standardlastprofile

Beitragvon liselotte » 07.07.2012, 07:44

Hallo gunnar
durch die neruen Abrechnungsvorschriften im Energiemarkt (MaBis ab Juni 2011) müssen die Viertelstunden in Einklang gebracht werden, bzw miit Regelenergie reBAP vom VNB ausgeglichen werden.Standard-Einspeiseprofile nützen hier dem VNB genau so viel wie dem Fertigungsbetrieb, dem du eine PV-Eigenversorgung anbieten willst.

meint
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