Eigenverbrauch und Wärmepumpe

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Re: Eigenverbrauch und Wärmepumpe

Beitragvon LaChris » 20.09.2010, 07:49

vielen dank erstmal für die ausführliche Antworte und vor allem das verstanden wurde worum es mir geht.
ich denke ich werde auf den Eigenverbrauch verzichten, zunächst. Ich kann ja jederzeit wechseln.
Ich speise zunächst voll ein und schaue weiter.
Ich bekomme eine THZ 303 von Tecalor.
Der WP-Tarif ist kein Nachtstrom, sondern außerhalb der Sperrzeiten günstigerer Strom. Wenn der Strom abgestellt ist kann man entweder die WP außer BEtrieb lassen oder über normal Strom laufen lassen, so hatte ich das verstanden.
Ich gehe außerdem davon aus, dass ich den Heizstab erst unter -18 °C benötige. Wenn der einmal im Jahr anspringt ist das wohl i.O.
Zum Thema Dünnschicht. So kann ich die gesamte Dachfläche ausnutzen, mit Monos müsste ich aufständern könnte dabei weniger Module unterbringen daher kommt das von der Leistung aufs gleiche raus. Aber Dünnsicht ist billiger. Habe wirklich einen guten Preis bekommen und so sieht es auch schöner aus. Mit dem Untergestell liegen die Module so auf dem dach und werden nicht weiter befestigt, daher gibt es auch keine Probleme mit der Dichtigkeit.
Des Weiteren habe ich eine Garantie auf 80% Leistung in 25 Jahren, sofern es die Firma dann noch gibt :-)
Dann sag ich meine Elektriker Bescheid, er soll da die entsprechenden Zähler bestellen.
LaChris
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Re: Eigenverbrauch und Wärmepumpe

Beitragvon Sonnensteiger » 20.09.2010, 09:48

Hallo, wer hat das mit den -18°C behauptet, dein Heizi oder Dei Hausbauer? Heizungsbauer haben meistens keine Ahnung von der Materie, denn Du hast mit der LWZ eine Kälteanlage und keine feuergestützte Anlage. Ich habe das getrennt, naber zum Spaß mal den Sani zum Thema befragt; auweia......
Ich rate dir, dich mit dem Thema zu befassen, denn ich habe bei meinen Recherchen bisher immer gehört, dass bereits wenig unter null direkt mit Stab geheizt wird. Da Dein Haus wenig Energie benötigt und, lass mich raten, ein Hólzständerbau ist, hast du wenig Speichermasse. Und so fängt deine WP an zu takten und erreicht damit nicht die geplante Lebensdauer. Ein Freund heizt mit seiner Nibe auch ab 0°C den Tauchsieder, es ist ihm aber egal, naja...
Ich habe das beste dezeit auf dem Markt erhältliche System, das umgeht den Wärmetausch von Verdampfungsmittel auf Wasser und leitet direkt das Propan in die FBH. Die Heizung ist damit die einäugige unter den Blinden mit einer JAZ von 3. Ich merke ab 0°C dennoch einen deutlich höheren Verbrauch an KWh.
Wie gesagt, die Bude kriegt man immer warm, die Details entscheiden nachher, ob dein Passivhaus auch heizungstechnisch so funktioniert wie versprochen.
Und man verspricht viel. Googel mal nach Feldstudien in Österreich zur Effizienz von Wärmepumpen, da wird man schon hellhörig.

Gruß
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Re: Eigenverbrauch und Wärmepumpe

Beitragvon SR1 » 21.09.2010, 11:00

@ Sonnensteiger
Zu Deiner Aussage: "Die LuftWP ist bei allen Häusern tödlich, außer bei deinem. Sie hat eine schlechte Effizienz obwohl den meisten vom Heizungsbauer genau das Gegenteil erzählt wird." Bei meinem Haus ist sie übrigens auch nicht "tödlich". Ich kann Dir absolut nicht beipflichten und zwar aus eigener Erfahrung. Unsere LWP von Tecalor hat im kompletten Jahr 2009 unter 400€ Strom benötigt und das, wie wir alle wissen bei sehr kalten Außentemperaturen Tags sowie auch Nachts (Zuschaltung des Heizstabes ca. 35 Minuten incl.) und mein Haus (140m² WFL) wohnt ganz bestimmt nicht in den wärmeren Regionen in Deutschland. Also bevor mal wieder unsachlich die LWP verteufelt wird, sollte man sich erstmal schlau machen. Meine 11,1 kWp sorgen zukünftig für einen energetischen Ausgleich für die ja "furchtbar inefektive" LWP. Ich steuere den Strom übrigens auch voll in´s Netz ein, bis auf weiteres (bei 12,1 ct/ kWh für die WP) alles andere lohnt erstmal nicht. Ich kann wenigstens meine Energie (rein rechnerisch)zum Heizen selber produzieren, mach das mal mit Gas oder Ölheizung.

Sonnige Grüße!

Stefan
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Re: Eigenverbrauch und Wärmepumpe

Beitragvon za-ass » 21.09.2010, 12:40

LaChris hat geschrieben:Also z.Zt. bezahle ich ca 20 ct/kWh für HH- Strom. Für WP-Strom würde ich ca 15 ct/kWh zahlen + 77 € pa alles brutto.

Dann würde ich's mit der Inanspruchnahme einer Eigenverbrauchsvergütung mal einstweilen lassen. Die kWh im Eigenverbrauch kostet dich die Differenz zur Volleinspeisevergütung, also 16,38 ct/kWh, mit MwSt sind das dann 19,49 ct/kWh.
Stelle das mal deinen o.g. Zahlen gegenüber und frage dich, ob das den Mehraufwand bei der Zählerinfrastruktur, bei der Abrechnung und auf der steuerlichen Seite lohnt, zumal die ertragssteuerliche Seite des Eigenverbrauchs immer noch unklar und damit ergebnisoffen ist.
Ob nicht mancher der mit gespitzem Stift rechnenden 'Eigenverbraucher' dabei die Rechnung ohne den Wirt (z. Zt. heißt er - soweit ich informiert bin - Schäuble) gemacht hat, könnte man also ggf. abwarten.

Umstellen bei weiter steigendem Strompreis kannst du ja ggf. immer noch und jederzeit.
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Re: Eigenverbrauch und Wärmepumpe

Beitragvon SR1 » 21.09.2010, 13:09

So ist es, man kann ja jederzeit wechseln wenn es sich irgendwann mal rechnet.

Ich denke man muss wie schon geschrieben auch beachten, dass eine WP auch einen relativ hohen Anlaufstrom hat, dann noch der Rundsteuerempfänger der die WP regelmäßig abschaltet und auch noch der steuerliche Aspekt bei der Eigennutzung. Man muss doch dann auch den Strom zu einem Zeitpunkt abnehmen wenn er in der eigenen Anlage erzeugt wird, oder? Das halte ich für schwierig.
Schön wäre es ja, wenn der Strom den man tagsüber selbst erzeugt hat dann zu einem Zeitpunkt "x" wieder aus dem Netz entnommen werden könnte.

Gruß

Stefan
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Re: Eigenverbrauch und Wärmepumpe

Beitragvon za-ass » 21.09.2010, 13:28

SR1 hat geschrieben:Man muss doch dann auch den Strom zu einem Zeitpunkt abnehmen wenn er in der eigenen Anlage erzeugt wird, oder?

Korrekt.
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Re: Eigenverbrauch und Wärmepumpe

Beitragvon Sonnensteiger » 21.09.2010, 14:21

Hallo SR1,

Die LuftWP werden oft als Heizlösung auch für den Gebäudebestand angeboten, aber der hat ja einen hohen Energiebedarf. Mein Kenntnisstand ist, dass hohe Stromkosten entstehen, wenn ein hoher Gebäudewärmeverlust mit entsprechendem Verbrauch auf eine teure Energieerzeugung trifft. Wenn Sie lediglich 400€/p.a. an Warmwasser- und Heizkosten bezahlen, dann heizen Sie entweder nur marginal oder Ihr Haus ist ein Neubau. Dann ist die Luft WP angebracht.
Leider hat auch meine Firma behauptet, ihr Produkt wäre für den Bestand geeignet und sparsam. Die verschweigen aber, dass das Haus über den Wärmebedarf entscheidet und weniger die Erzeugungsanlage. Ist die aber fehlerhaft ausgelegt, z.B. ohne hydraulischen Abgleich, dann sind die Kosten unnötig höher oder sie verschleißen durch Takten schneller. Es lohnt sich hier, dem Heizungsbauer auf die Finger zu sehen. Und da mir gegenüber noch jeder Heizungsbauer der Luft WP ie Zukunft vorausgesagt hat und nicht über die Nachteile informiert war, sehe ich allen Grund hier nachzuhaken. Ach- der gravierendste Nachteil ist, dass die Wärme aus einem Isolator und schlechtem Wärmeträger gewonnen wird- Luft-.
Ich habe mich vor Erwerb meiner WP an etliche Referenzadressen und Kunden gewandt. Alle bestätigten die Funktionstüchtigkeit des Systems. Und fast alle waren nur gedämpft euphorisch, denn bei steigenden Strompreisen verlieren sich die Kostenvorteile für schlecht gedämmte Häuser. Einem wurde gerade der WP- Tarif bei der EON gekündigt. Mein EVU hat das auch schon angekündigt.

SR1, du siehst, ich habe mich durchaus mit der Materie befasst. Unsachlichkeit ist mein Ding nicht.

Gruss Sonnensteiger
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Re: Eigenverbrauch und Wärmepumpe

Beitragvon code95 » 21.09.2010, 15:11

Habe eure Diskussion aufmerksam und gierig verfolgt. Allerdings muss ich mal ein paar Anmerkungen machen:

Ich habe eine KFW 40 Haus (Neubau aus 2008) und werfe gerade den Wärmepumpenzähler raus um ihn gegen einen PV Zähler zu tauschen und Selbstverbrauch bei meiner 4 kw Anlage zu machen.
Da ich einen Pufferspeicher mit Heizungsunterstützung und über 500 Liter Volumen hab, denke ich das sich der Selbstverbrauch bei mir rechnet.
Ich spare die Grundgebühr für den Wärmepumpenzähler, das sind schon runde 60 Euro p.a. und der WP Tarif den ich habe läuft Ende des Jahres aus und der Strom wird laut RWE Ankündigung deutlich teurer.
Daher versuchen wir mal folgendes:
Alle Geräte tagsüber in Betrieb (Trocker, Waschmaschine etc...) die Wärmepumpe nur Tagsüber in Betrieb und Speicher aufheizen.
Dann sollte ich Nachts genug Warmwasser haben um Nachtabsenkung und Warmwasser in den Abend- und Morgenstunden zu haben.

Berichte euch gerne ob und wie es sich lohnt....
Gruss aus dem heute sonnigen Rheinland
Code95
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Re: Eigenverbrauch und Wärmepumpe

Beitragvon LaChris » 21.09.2010, 16:35

Danke für eure Hilfe, ich mache dann erstmal Volleinspeisung und dann sehen wir weiter.

Zum Thema WP auch wenns nicht hierhin gehört: Ich denke auch alles hat seine Vor- und Nachteile. Viele nutzen die Technologie daher kann man sie nicht so verteufeln.
Ich hatte auch vergessen hinzuzufügen dass ich über einen Sole EWT verfügen werde. Da habe ich schon Leute berichten hören bei -15 Grad AT am Eingang +3 Grad Luft gehabt zu haben.
Daher meine Aussage mit dem Heizstab, aber wie schon vorher berichtet, 35 Minuten ist wohl zu verschmerzen.
Rein rechnerisch speise ich auf jeden Fall alles das ein was ich für Heizung und WW brauche!

Gruß Chris
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Re: Eigenverbrauch und Wärmepumpe

Beitragvon SR1 » 22.09.2010, 08:09

Hi Sonnensteiger,

das hört sich ja nun doch schon alles etwas sachlicher an ;-)! Unser Haus wurde übrigens erst Ende 2008 gebaut und hat offenbar einen relativ geringen Wärmebedarf, ist jedoch kein Passivhaus und hat auch keine Zwangsbelüftung mit Wärmerückgewinnung, ich wollte einfach nicht in einer Plastiktüte wohnen. Als es im letzten Winter ca. 18 Grad minus hatte, war unsere benötigte Vorlauftemperatur für die Fußbodenheizung bei ca. 29 -30 Grad! Ich würde ebenfalls niemals eine Wärmepumpe, sei es nun Erd- oder Luftsystem, in einen ungedämten Altbau installieren, da würde man sicherlich nicht klarkommen mit den Stromkosten, habe auch einige Negativbeispiele im Bekanntenkreis, bei denen wurde das blaue vom Himmel versprochen und nachher waren die Gesichter lang. Die Heizlast darf einfach nicht zu groß sein.
Zum Vergleich: Meine Eltern haben noch einen 23KW Brenner im Haus bei fast gleicher qm Zahl, wir heizen mit ca. 6,6KW bei einer Stromaufnahme von ca. 2,5KW für Warmwasser und Heizung.

Die WP-Technik passt nicht überall, man muss sich damit im Vorfeld sehr stark beschäftigen, aber da wo sie passt funktioniert sie sehr sparsam.
Und noch etwas: Ich betrachte den Heizstab als absolute Notreserve, ich habe diesen Hardwaremäßig immer ausgeschaltet (Sicherungen aus) und wenn es denn dann wirklich mal nötig ist, wird der kontrolliert eingeschaltet bis die Temperatur wieder o.k. ist. Ich möchte nicht wissen wie viele WP andauernd unkontrollkiert den Heizstab anwerfen und dabei entsprechende Stromkosten verursachen.

@Code95: Wäre sehr interessant das weitere Vorgehen in Deinem Fall mitzuverfolgen, mich würde sehr interessieren ob man eine WP einfach so mit der eigenen PV-Anlage betreiben kann (wegen dem relativ hohen Anlaufstrom), wir haben ebenfalls einen 560 Liter Schichten-Pufferspeicher (wegen 7m² Solarthermie) den könnte man dann Tagsüber aufheizen und dann Nachts die Wärme nutzen.

Also, einen schönen sonnigen (ertragreichen) Tag!
Beste Grüße
Stefan
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