Eigenverbrauch bei schlechtem Wetter

Hausanschluß, Einspeisezähler, TAB, Anschlussbedingungen, Netzbetreiber, etc.

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Eigenverbrauch bei schlechtem Wetter

Beitragvon Palatin » 16.10.2010, 13:39

Hallo Forenfreunde,
seit Ende September läuft meine Anlage und ich habe sie für Eigenverbrauch einrichten lassen.
Zwei Zähler im Schrank
Z1 (2.8.1) misst das was von der PV kommt
Z2 (2.8.1 und 1.8.1) als Zweirichtungszähler

Wenn ich alles richtig verstanden habe ist 2.8.1 ist die Einspeisung und 1.8.1 das was ich zusätzlich vom Netz beziehe.
Zur Berechunung des Eigenverbrauchs nehme somit ich die Differenz von: Z1 - Z2(2.8.1)

Die Konkrete Frage ist nun folgende:
Auch bei schlechtem Wetter, 100% bewölktem Himmel wird immer noch ins Netz eingespeist und nicht alles zu 100% selbst verbraucht.
Wie ist das zu erklären.
Beispiel: 8.10.
P1 = 4KWh
P2(2.8.1) = 2 KWh
P2(1.8.1) = 7KWh
___________________
Stromverbrauch = 9KWh

Zur Nachtzeit verbrauche ich ca. 3 KWh, Tagsüber also rund 4 KWh
Da Kühlschrank und Gefrietruhe, Heizungspumpe usw. ständig laufen hätte ich erwartet, dass alles was von P1 kommt auch
von mir verbraucht wird, oder?
Danke und Gruß,
Palatin
7,955 KWp, 225°, Neigung 50°, 43 Azur Solar M185, 2 Diehl Ako Platinum 4300TL
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Re: Eigenverbrauch bei schlechtem Wetter

Beitragvon sepp811 » 16.10.2010, 15:53

Hallo Palatin,

das ist nichts Besonderes. Problem einer PV-Anlage ist, dass sie nur einen Teil des Kalendertages läuft einerseits, anderseits wenn sie läuft doch einiges bringt. Leider schreibst du nicht welche Leistung deine Anlage hat.

Aber mal ein bißchen zum Überlegen: Meine Anlage hat 7,65 kWp und zwischen halb zehn vormittags und jetzt ist die Leistung selbst an diesem wettermäßig furchtbaren Tag zwischen 200 und 1000 W geschwankt. Kühl- und Gefriergeräte bewegen sich üblicherweise in einem Leistungsbereich von 50-150 W. Im Gegensatz zu deiner Meinung verbrauchen sie nicht immer konstant Strom, sondern haben ein Thermostat eingebaut, welches sie anschaltet wenn sie eine Grenztemperatur unterschreiten und sie wieder ausschalten, wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist. Ich hab mir jetzt mal das erstbeste von Google gebotene Kühltruhendatenblatt geschnappt, diese hat einen Anschlusswert von 135 W, also wenn sie dauernd laufen würde, würde sie 3,24 kWh täglich verbrauchen, der Tagesverbrauch ist aber mit 0,87 kWh angegeben. Das heißt für einen Schlechtwettertag in der Praxis, dass selbst hier die normalen "dauernd" angesteckten Verbraucher den erzeugten Strom nicht brauchen in einem normalen Haushalt und anderseits man zusätzlich Strom beziehen muss, sobald man einen größeren Verbraucher in Betrieb nimmt (Ofen, Geschirrspüler, Mikrowelle, Wasserkocher,...). Nehmen wir mal deine Gesamtproduktion an dem Tag von 4 kWh und gehen wir davon aus, dass die PV 10 Stunden produziert hat, dann hattest du selbst an diesem Tag eine Durchschnittsleistung während des Betriebszeitraumes von 400 W, das braucht man doch nicht dauernd.

Somit ist in deiner Rechnung (die meiner Meinung nach stimmt) sofern wir über einen normalen Haushalt reden nichts Auffälliges zu sehen.
sepp811
 

Re: Eigenverbrauch bei schlechtem Wetter

Beitragvon Freak » 16.10.2010, 16:00

Hallo
Wenn mit 1.8.1 und 2.8.1 die OBIS-Kennzahlen gemeint sind, dann gilt:
Von den 4 KWh der PV-Prod. gehen 2 KWh ins Netz des EVU ( Z1 2.8.1-Z2 2.8.1
Deine Anlage hat 9 KWh verbraucht (Die 2 von PV und die 7 KWh Z2 1.8.1)
Bildchen zeichnen.
also in dieser Zeit 50% Eigenverbrauch (2 von 4)
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Re: Eigenverbrauch bei schlechtem Wetter

Beitragvon sepp811 » 16.10.2010, 16:05

Freak hat geschrieben:Hallo
Wenn mit 1.8.1 und 2.8.1 die OBIS-Kennzahlen gemeint sind, dann gilt:
Von den 4 KWh der PV-Prod. gehen 2 KWh ins Netz des EVU ( Z1 2.8.1-Z2 2.8.1
Deine Anlage hat 9 KWh verbraucht (Die 2 von PV und die 7 KWh Z2 1.8.1)
Bildchen zeichnen.
also in dieser Zeit 50% Eigenverbrauch (2 von 4)

Hat er doch selbst auch so geschrieben, oder nicht?
sepp811
 

Re: Eigenverbrauch bei schlechtem Wetter

Beitragvon Freak » 16.10.2010, 17:19

Hallo
Richtig, FRage war "Wie ist das zu erklären "
In der Zeit der Einspeisung war zeitweise Verbrauch kleiner als Einspeisung.
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Re: Eigenverbrauch bei schlechtem Wetter

Beitragvon schwani » 16.10.2010, 19:51

Hallo,

welchen, bzw. wieviel WR hast Du?
Hier könnten wir nämlich wieder das Problem der unterschiedlich belasteten Phasen und / oder dem nicht saldierenden Zähler haben...


Gruß Ingo
14x220 25° Süd, 72x220 26° SW/17000TL-10; 13x235 35° SW/3000TL-20; 19x235 30° SO/4000TL-20
Holzvergaser HDG Euro 40kw, 4.000ltr Puffer
6m² Solarthermie, 2x300ltr. mit Blomberg LW-Pumpe
100m³ Regenwasserzisterne
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Re: Eigenverbrauch bei schlechtem Wetter

Beitragvon Palatin » 16.10.2010, 20:41

Hallo zusammen,
danke erstmal für die ersten Erklärungen.
@schwani: hab 7,955 KWp auf dem Dach (43x a 185W Azur Solar) mit 2 D.A. Platinum 4300TL.
Mit einer Aufteilung von 32 Modulen am WR1 und 11 am WR2. (75%/25%)

Interessanerweise hat sich das Pänomen auch heute wieder gezeigt.
Keine Sonne:
2 KWh von PV. EInspeisung 1 KWh, 1KWh Eigenverbrauch.

Irgendwie sieht es so aus, als ob 50% immer eingespeist werden. Zumindest ist das der Fall für die 4 Tage
im Oktober an denen ich keine Sonne hatte.
Grüße,
Palatin
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Re: Eigenverbrauch bei schlechtem Wetter

Beitragvon schwani » 16.10.2010, 20:58

Hi!

Da dürften wir das Problem schon haben!

Nehmen wir an, du speist am Tag 10kW ein:
Dann hast Du auf Phase 1____ 7.500W
....................Phase 2_____2.500W
....................Phase 3_____0W

Sofern Du nun keinen saldierenden Zähler hast, wirst Du auf jeden Fall auf der Phase ohne Einspeisung Strom beziehen, egal wieviel Du gerade einspeist.
Auch auf der Phase mit der 25% Einspeisung wirst Du bestimmt schnell auf Bezug kommen.

Deshalb: Zähler überprüfen.
Ich habe gerade nicht den Thread hier parat, aber irgendwo wurden schon Schlüsselnummer zu Zählern eingestellt, an denen Du den Modus des Zählers entziffern kannst.

Gruß Ingo
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Re: Eigenverbrauch bei schlechtem Wetter

Beitragvon schwani » 16.10.2010, 21:10

Nachtrag:

Die Schieflast, die Du mit Deiner WR-konstellation hast, ist nicht zulässig. Es dürfen max. 4.600W unterschied zwischen den Phasen sein!
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Re: Eigenverbrauch bei schlechtem Wetter

Beitragvon jodl » 17.10.2010, 10:42

Palatin hat geschrieben:@schwani: hab 7,955 KWp auf dem Dach (43x a 185W Azur Solar) mit 2 D.A. Platinum 4300TL.
Mit einer Aufteilung von 32 Modulen am WR1 und 11 am WR2. (75%/25%)


schwani hat geschrieben:Da dürften wir das Problem schon haben!

Nehmen wir an, du speist am Tag 10kW ein:
Dann hast Du auf Phase 1____ 7.500W
....................Phase 2_____2.500W
....................Phase 3_____0W


schwani hat geschrieben:Nachtrag:

Die Schieflast, die Du mit Deiner WR-konstellation hast, ist nicht zulässig. Es dürfen max. 4.600W unterschied zwischen den Phasen sein!


das stimmt doch alles nicht , bzw. passt nicht zusammen
mit zwei Platinum 4300TL kann er keine unzulässige Schieflast zusammenbekommen, (wenn sie nicht an der selben Phase hängen), weil die max. AC Leistung von 4.120 W und Nennleistung von 3.750 W haben
und wenn er 10 kW Module dranhängt, kommen auch nicht mehr raus
die Aufteilung der Module mit 75 und 25 % auf zwei gleiche Wechselrichter ist auch etws seltsam

Also wie jetzt?

Gruß,
jodl
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