Moderator: Mod-Team
von Thomas Krist » 30.08.2007, 20:14
Hallo zusammen,
na hier geht ja ganz schön was ab. Dennoch verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Wir versichern PV-Anlagen bei der VHV, bei der DBV, Helvetia, sehr große Anlagen bei der R+V, und eben auch bei der Hanauer. Allerdings nur kleine Anlage bis 50.000,- auf Wohngebäuden, bevorzugt Montage durch einen Fachbetrieb.
Die Frage war doch von Tom1:
hat jemand Erfahrungen mit der Sun Safe 100 Versicherung (Schadensfall und dessen Regelung)?
Warum posten hier viele, die keine Erfahrung damit haben? Wir haben jedoch genügend Erfahrung damit (ca.1000 versicherte Anlagen), und können mit Gewissheit sagen, die Schadenabwicklung klappt hervorragend.
Die VHV verzichtet auf die Frage nach der DIN1055 und nach der Frage nach den VDE-Richtlinen. Deshalb haben wir diese auch im Angebot. Die VHV ist ein junger Photovoltaik-Versicherer ohne langjähriger Erfahrung, mit einem gutem Beitrag und Bedingungen. Wie Rosa richtig schreibt hat die Hanauer schon sehr viel und sehr lange Erfahrung mit der Versicherung von Photovoltaikanlagen, und will auf keinen Fall auf diese Frage verzichten. Das ist doch kein Problem für alle die, die genau wissen, dass ihre Anlage nach DIN 1055 installiert wurde.
Auf die Frage "Überspannungsschutz und Diebstahlschutz" wird bei unserem Konzept ja bereits verzichtet.
Da sollte doch jeder die richtige Versicherung finden.
Gruß
Thomas Krist
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Thomas Krist
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von klausi999 » 30.08.2007, 22:53
jetzt muß ich mich auch mal zu Wort melden. Online Versicherungen sind wirklich ein extremes Problem und auch Versicherungsmakler die auf Ihren Websites etwas anbieten was nachher im kleingedruckten nicht mehr zu finden ist
Ich habe auch einfach mal bei Kirst auf der Website die "online Only" der DBV bestellt.
Auf der Kirst Seite las sich das genial einfach:
Photovoltaikversicherung Vorteile auf einen Blick
* Hervorragende Leistung zu einem geringen Beitrag * All-Gefahrendeckung, die auch bei Schäden durch • Hagel, • Sturm, • Schneedruck • oder Tierverbiss leistet
Heute kam nun der Vertrag der DBV
von HAGEL/STURM/Schnee steht kein Wort bei den versicherten Schäden und Gefahren
Das ganze nennt sich auch nicht Photovoltaikversicherung sondern Eletronikversicherung, Folgeschäden durch Überspannung/Blitz scheinen mir auch recht umfassend abgesichert zu sein.
Aber wenns heute Nacht stürmt, hagelt und schneit habe ich ein echtes problem.
Ich werde nun von meinem Rücktrittsrecht Gebrauch machen und doch lieber vor Ort eine, wenn auch teuere Versicherung abschliessen, wo mein Versicherungsmakler vor Ort mir aber Hagel/Sturm/Schnee Schäden im kleingedruckten nachweisen kann.
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von klausi999 » 30.08.2007, 23:56
jetzt muß ich noch einen drauf setzen:
Auszug aus der Rosa Versicherungsseite bzgl. der DBV
# Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Raub, Plünderung # Bedienungsfehler, Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit # Überspannung, Induktion, Kurzschluss # Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion # Wasser, Feuchtigkeit, Überschwemmung # Vorsatz Dritter, Sabotage, Vandalismus # Höhere Gewalt (z. B. elementare Naturkräfte, wie Sturm, Hagel, Frost, Schneedruck)
die Punkte 1-6 stehen genau so im kleingedruckten der DBV, der letzte Punkt steht da aber nur als "höhere Gewalt" semikoln dahinter und Schluß 14 Seiten kleingedrucktes, eine Seite alleine über Röhrenschäden:-) aber für diese halbe Zeile (z. B. elementare Naturkräfte, wie Sturm, Hagel, Frost, Schneedruck)
war wohl kein Platz mehr
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von rosa » 31.08.2007, 02:06
Hallo klausi999,
es kommt mir so vor, als wenn Du das grundlegende Prinzip der Photvoltaikversicherung (Basis = Elektronikversicherung gem. ABE) missverstanden hast. Dieser Artikel wird hilfreich sein, wesentliche Dinge nachvollziehen zu können.
Gruß
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von Thomas Krist » 31.08.2007, 08:26
Hallo,
leider taucht dieses Problem immer wieder auf.
Bei der Photovoltaik Versicherung handelt es sich um eine Allgefahrendeckung.
Hinterlegt sind die Bedingungen der Elektronikversicherung. Für Privatkunden erscheinen diese auf den ersten Blick eher seltsam, denn so verbraucherfreundliche Bedingen finden sich bei Privatversicherung nicht.
Zum Beispiel bei der Hausratversicherung: Hier werden die versicherten Gefahren exakt aufgelistet, wie Feuer, Einbruchdiebstahl, Sturm Hagel etc.. Alles was nicht in den Versicherungsbedingungen steht ist nicht versichert.
Anders bei der Elektronikversicherung für Photovoltaikanlagen
Welche Ereignisse Voraussetzung für einen Versicherungsfall und damit für einen Leistungsanspruch des Versicherungsnehmers sind, ist in den ABE (Allgemeine Bedingungen Elektronik) nicht etwa in Form einer Aufzählung einzelner Gefahren bestimmt, sondern zunächst ist die Gefahrtragung schlechthin angesprochen und sodann sind diejenigen Gefahren konkret genannt, die vom Versicherungsschutz ausgenommen sind. (Also genau umgekehrt wie bei den privaten Sachversicherungen.)
Die Elektronikversicherung weist sich somit als Allgefahrenversicherung aus:
Alle Gefahren, die nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind, gelten als versichert.
Die grundsätzliche Gefahrendeckung drückt sich in § 2 Nr. 1 Satz 1 ABE mit folgendem Wortlaut aus:
„Der Versicherer leistet Entschädigung für Sachschäden an versicherten Sachen durch vom Versicherungsnehmer oder dessen Repräsentanten nicht rechtzeitig vorhergesehene Ereignisse und bei Abhandenkommen versicherter Sachen durch Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Raub oder Plünderung.”
Jetzt kommen nur noch die Gefahren die nicht versichert sind: Keine Entschädigung wird geleistet für Schäden:
durch Vorsatz des Versicherungsnehmers oder dessen Repräsentanten,
durch Kriegsereignisse jeder Art oder innere Unruhen
durch Kernenergie
Erdbeben
durch betriebsbedingte normale oder betriebsbedingte vorzeitige Abnutzung oder Alterung; für Folgeschäden an weiteren Austauscheinheiten wird jedoch Entschädigung geleistet.
Garantieschäden
Eine Auflistung aller versicherten Gefahren ist somit nicht möglich, da alles versichert ist. Zum Beispiel auch Steinewerfern von Kindern, Sabotage, Fehlbedienung, Schneedruck, Tierverbiss u.s.w..
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Krist
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von rosa » 31.08.2007, 15:15
Hallo Thomas K., hallo Forenmitglieder!
Nachdem eine kurze aber hitzige Diskussion entstanden ist, möchte ich an dieser Stelle einiges zurechtrücken.
Ein Forum ist aus meiner Sicht für folgende Aktivitäten gedacht:
- Wissensaustausch
- Hilfestellungen geben
- Diskussionen und der damit verbundene Meinungsaustausch der auch mal etwas hitziger werden kann.
Für mich ist das Forum mittlerweile ein echtes Hobby geworden. D. h. mir macht es Spaß, anderen zu Helfen - es geht hier nicht darum, meine Angebote zu platzieren (ich gebe zu, am Anfang war es so), sondern vielmehr darum Wissen zu vermitteln und Fehltritten vorzubeugen.
Gerade was fachliche Fragen bzw. Fragen zu Tarifen anderer Anbieter angeht, kann ich die Bedingungen, Antragsvoraussetzungen und Prämien nicht einfach positiv darstellen, wenn diese nicht positiv sind. Wie in allen anderen Versicherungsbereichen gibt es gute, weniger gute und gar schlechte Anbieter. Das wird auch immer so bleiben.
Damit das angebliche Konkurrenzgehabe ein für alle mal aufhört, habe ich für das Photovoltaikforum die Hanauer Versicherung (Konzept Thomas Krist, SunSafe 100 ) einfach mal in den Vergleich meiner Photvoltaikversicherung-Tarife eingebaut. Somit kann jeder für sich entscheiden, welche Anbieter passend ist!
Thomas, wenn etwas nicht stimmig ist, sag bitte Bescheid.
Gruß
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von toubee » 31.12.2007, 12:57
Guten Tag die Damen und Herren,
ich schreibe gerade meine Diplomarbeit zum Thema Sicherheitenstellung bei der Fremdfinanzierung von Photovoltaik- Anlagen.
Schließen die von Ihnen genannten Versicherungen irgendwelche Gebäudeschäden durch die Installation oder während der Laufzeit mit ein?
Gibt es eine solche Versicherung überhaupt?
Fall: Eine PV- Anlage wird auf einem Flachdach installiert. Durch die Installation entstehen Löcher im Dach, durch welche Feuchtigkeit eindringt.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Gruß
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von boese » 01.01.2008, 20:59
Schön, Rosa, dass Du in deinem letzten posting einen etwas konzilianteren Ton an den Tag legst. Ich finde, dass Du ansonsten hinsichtlich Deiner Konkurrenz hier im Forum ein wenig übernervös reagierst.
Wenn man sich Deinen Vergleich anschaut, fallen einem zwar schon ein paar Unterschiede zwischen den verschiedenen Versicherungen auf, aber allein die Tatsache, dass Du selbst auch verschiedene Anbieter im Programm hast, zeigt bereits, dass es die "ideale" Versicherung schlicht (noch) nicht gibt. Die SunSafe 100 ist sicher eine Versicherung, die keine weitreichenden Extras bietet - sie deckt aber die für mich unverzichtbaren Punkte sehr wohl ab. Darüber hinaus ist sie eben u.a. wegen des Wegfalls der Eigenbeteiligung im Schadenfall für Besitzer kleinerer Anlagen durchaus günstig und eine Überlegung wert.
Ich selbst habe mir vor Abschluss einer Versicherung übrigens auch Rosas Vergleich angeschaut und mich anschließend für die SunSafe100 von T. Krist entschieden. Ich habe bisher zwar Gott sei Dank noch keinen Schaden gehabt, kann aber zunächst einmal vom Service im Zuge des Abschlusses nur Gutes berichten.
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von rosa » 02.01.2008, 16:07
Hallo boese,
boese hat geschrieben:Schön, Rosa, dass Du in deinem letzten posting einen etwas konzilianteren Ton an den Tag legst. Ich finde, dass Du ansonsten hinsichtlich Deiner Konkurrenz hier im Forum ein wenig übernervös reagierst.
Ich mag es einfach nicht, wenn etwas unbegründet als "sehr gut" angeboten wird. Aus diesem Grund habe ich ja auch den Vergleich zur Photovoltaikversicherung veröffentlicht. Somit kann sich jeder seinen Versicherer ausssuchen. boese hat geschrieben:Wenn man sich Deinen Vergleich anschaut, fallen einem zwar schon ein paar Unterschiede zwischen den verschiedenen Versicherungen auf, aber allein die Tatsache, dass Du selbst auch verschiedene Anbieter im Programm hast, zeigt bereits, dass es die "ideale" Versicherung schlicht (noch) nicht gibt.
Es gibt einfach zu viele Konstellationen im Bereich der Photovoltaikanlagen. Daher haben wir mehrere Anbieter, teilweise mit exklusiven Sondervereinbarungen, im Programm. boese hat geschrieben:Die SunSafe 100 ist sicher eine Versicherung, die keine weitreichenden Extras bietet - sie deckt aber die für mich unverzichtbaren Punkte sehr wohl ab. Darüber hinaus ist sie eben u.a. wegen des Wegfalls der Eigenbeteiligung im Schadenfall für Besitzer kleinerer Anlagen durchaus günstig und eine Überlegung wert.
Wenn Du es so siehst, ist es durchaus i. O.. Die Selbstbeteiligung sollte kein alleiniges Merkmal sein. Aus meiner Sicht ist sie eher sekundär. Selbstbeteiligungen von 100 bis 250 EUR kann jeder Anlagenbetreiber aus eigener Tasche berappen. Daher finde ich es wichtiger, den größerern Schaden möglichst gut abzudecken, denn dieser kann eine Kalkulation auf lange Bahn zunichte machen, wenn der Versicherungsschutz nicht ordentlich durchdacht ist (gilt auch für kleinere Anlagen). boese hat geschrieben:Ich selbst habe mir vor Abschluss einer Versicherung übrigens auch Rosas Vergleich angeschaut und mich anschließend für die SunSafe100 von T. Krist entschieden. Ich habe bisher zwar Gott sei Dank noch keinen Schaden gehabt, kann aber zunächst einmal vom Service im Zuge des Abschlusses nur Gutes berichten.
Schön das du dich bei TK gut aufgehoben fühlst. Auch wir freuen uns, wenn Kunden sich positiv äußern und uns ihre Meinung mitteilen.
Gruß
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von boese » 02.01.2008, 16:42
@ Rosa: Ich habe mir den Vergleich nun auch ein zweites mal angeschaut. Ich bin Besitzer einer Anlage mit einer Leistung von 5,24 kWp, die von einem Fachbetrieb montiert wurde, der auch für die Einhaltung der entsprechenden DIN-Vorschriften geradesteht. Die Anlage wurde auf dem Satteldach eines normalen, massiv gebauten Einfamilienhauses dachparallel verbaut. Vielleicht bin ich ja blind, aber ich kann partout keinen abschreckenden Nachteil bei der SunSafe 100 entdecken. Für mich stellt sich die Sache so dar, dass ich bei einem Schaden entschädigt werde und dafür auch noch die Eigenbeteiligung spare. Bei den 50 Cent, die ich bei Ertragsausfall pro kWp bei der VHV mehr bekomme, muss ich bei einer Selbstbeteiligung von mindestens 150 Euro bei der VHV schon einen Schaden haben, der sich über einen Zeitraum von mindestens 57 Tage erstreckt, bis sich das einmal ausgleicht - und da habe ich noch nicht einmal den Mehrbeitrag gerechnet, den man für die VHV berappen muss: Bei der VHV muss man, um 150 € Selbstbeteiligung zu haben, bei meiner Anlage nach dem Rechner auf Deiner Seite 79,20 € netto pro Jahr bezahlen. Rechnet man nur ein einziges Jahr Laufzeit bis zum ersten Schaden hinzu, kommt man schon auf eine Mindestschadensdauer von 70 Tagen - und dieses Verhältnis verschlechtert sich zu Ungunsten der VHV, je länger man die Versicherung bis zum ersten Schaden hat ... Dazu kommt, dass ein Schaden wirklich nur dann so lange bis zur Behebung dauern würde, wenn man irgendwelche exotischen Module auf dem Dach hat (die ich nicht habe). In jedem anderen Fall sollte eine Reparatur innerhalb viel kürzerer Zeit erledigt sein.
Bitte klär mich mal als Experte ganz konkret auf, wo denn der Haken sitzt, wegen dessen ich eine andere Versicherung hätte vorziehen sollen.
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