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Innere Betriebsschäden bei Condor

Alles über PV- und Solarversicherungen

Moderator: Mod-Team

Innere Betriebsschäden bei Condor

Beitragvon ilfer » 24.03.2009, 10:15

Hallo zusammen,

ich bin derzeit auf der Suche nach der für mich optimalen PV-Allgefahrenversicherung.

Die Condor auf Rosa's Seite ist mir ganz sympatisch, besonders wegen der "Wechselrichter-Versicherung" mit 1000 Euro pro Schadensfall. Hab ich das richtig verstanden? Wenn einer meiner 2 WR außerhalb der Garantiezeit kaputt geht, zahlt mir die Condor bis zu 1000 Euro für den neuen plus bis zu 500 Euro für den Ertragsausfall? Und das ganze während der Versicherungslaufzeit, also bei Bedarf auch mehrmals?

Ansonsten wäre natürlich auch die SunSafe100 von Krist ne gute Alternative. Die hat zwar nicht diese WR-Versicherung, aber dafür echte 0 Euro SB, ohne die Franchise-Regelung von Condor. Noch dazu wäre sie billiger. Vor allem - ich hab ja erstmal 5 Jahre Wechselrichter-Garantie, so lange könnte ich mir den Aufpreis für die Condor ja sparen, und dann erst umsteigen, oder?

Also, was meint Ihr? Freue mich auf Eure Entscheidungshilfe :-)
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Re: Innere Betriebsschäden bei Condor

Beitragvon rosa » 25.03.2009, 10:35

Hallo ilfer,
ilfer hat geschrieben:Die hat zwar nicht diese WR-Versicherung, aber dafür echte 0 Euro SB, ohne die Franchise-Regelung von Condor. Noch dazu wäre sie billiger. Vor allem - ich hab ja erstmal 5 Jahre Wechselrichter-Garantie, so lange könnte ich mir den Aufpreis für die Condor ja sparen, und dann erst umsteigen, oder?


Die Integralfranchise der Condor Photovoltaikversicherung ist folgendermaßen zu verstehen: Ein versicherter Sachschäden über 100 EUR wird ohne SB reguliert. Gerade im Bereich PV ist mir bislang noch kein Schaden unter 100 EUR untergekommen. Allein die Anfahrt des Solarteurs geht schon in diese Richtung. Daher kann man schon fast von einer 0 Eur SB sprechen. Die Ertragsausfallversicherung wird durch die SB Regelung nicht berührt - hier gelten die vereinbarten Karenztage (Wartezeit) als SB.

Wenn Du erst nach 5 Jahren umsteigen möchtest, kann es natürlich sein, dass bis dahin eine zeitliche Grenze (max. Alter) eingebaut wurde, was der Standardtarif der Condor bereits heute beinhaltet. Zudem können Schäden dazu führen, dass Du nicht ohne weiteres einen Nachversicherer finden wirst. Daher kann ich Dir nur anraten, schon heute die "richtige" Wahl zu treffen. Angesichts der Verhältnismäßigkeit von Investition und Versicherungsbeitrag sollte dies auch kalkulatorisch kein große Hürde sein.

Selbstverständlich gibt es noch zahlreiche Leistungsunterschiede zu den von Dir in die engere Auswahl genommenen Versicherungen. Schau einfach mal im Leistungsvergleich nach.

Gruß
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Re: Innere Betriebsschäden bei Condor

Beitragvon ilfer » 25.03.2009, 10:50

ilfer hat geschrieben:Die Condor auf Rosa's Seite ist mir ganz sympatisch, besonders wegen der "Wechselrichter-Versicherung" mit 1000 Euro pro Schadensfall. Hab ich das richtig verstanden? Wenn einer meiner 2 WR außerhalb der Garantiezeit kaputt geht, zahlt mir die Condor bis zu 1000 Euro für den neuen plus bis zu 500 Euro für den Ertragsausfall? Und das ganze während der Versicherungslaufzeit, also bei Bedarf auch mehrmals?


Hallo rosa,
danke für die Infos!

Kannst du mir was zu den "Inneren Betriebsschäden" sagen? Habe ich das oben richtig verstanden?

Gruß, ILFer
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Beitragvon rosa » 25.03.2009, 11:10

Ja, hast Du. Hier der genauer Wortlaut der BV:
Innere Betriebsschäden von elektronischen Bauteilen (Bauteileregelung)
In Abänderung zu § 2 Nr. 2 der ABE leistet der Versicherer bis zu einer Erstrisikosumme von 1.000 EUR auch Entschädigung für elektronische Bauelemente (Bauteile) der versicherten Sache, ohne dass der Schaden nachweislich auf die Einwirkung einer versicherten Gefahr von außen zurückzuführen ist. Ferner wird für den daraus resultierenden Ertragsausfall eine Entschädigung in Höhe von max. 500 EUR zur Verfügung gestellt.


Gruß
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Beitragvon ilfer » 25.03.2009, 11:15

Heißt Erstrisiko, dass das nur für den ersten Schadensfall gilt? (Sorry für die vielleicht blöde Frage...)

Und - hat Condor die Möglichkeit, diesen Zusatz einfach mal zu streichen?
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Beitragvon rosa » 25.03.2009, 11:22

ilfer hat geschrieben:Heißt Erstrisiko, dass das nur für den ersten Schadensfall gilt?


Nein, heißt es nicht! Siehe hier.

Gruß
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Beitragvon Boelckmoeller3 » 25.03.2009, 11:37

Hallo,

tut mir leid, ich verstehe es immer noch nicht richtig. Bedeutet das jetzt dass nach Ablauf beispielsweise der Wr-Garantiezeit die Reparaturkosten/Austauschkosten bis zu 1000 € übernommen werden ? Und falls ja, solange die Versicherung läüft , also auch in beispielsweise 15 Jahren ? Ist man also dadurch abgesichert bis zu 1000 € nach der Gewährleistungszeit oder habe ich da jetzt was ganz falsch verstanden ?

Viele Grüße:

Klaus
Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,sondern auch für das, was man nicht tut.

[Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.]
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Beitragvon ilfer » 25.03.2009, 12:13

Das würd mich jetzt auch mal interessieren...
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Beitragvon mkvm » 25.03.2009, 12:48

Hallo Zusammen,

die Klausel "Innere Betriebsschäden" zielt auf den Umstand ab, dass bei bestimmten Schadenbildern nicht eindeutig eine "Einwirkung von aussen" erkennbar ist. Das bedeutet für den Versicherten eine zusätzliche Sicherheit, dass auch dann der Versicherungsschutz gegeben ist, wenn diese Einwirkung von Aussen zumindest wahrscheinlich ist. In unserem Deckungskonzept (Solarsecur/Risikoträger Condor) sind diese inneren Betriebsschäden bis zu 2000,- € für Sachschäden und bis zu 1000,- € für die nachfolgenden Ertragsausfälle mitversichert.

Nach wie vor sind aber reine "Verschleiß-Schäden" - z. B. WR-Ausstieg nach 10 Betriebsjahren vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Den Nachweis des Verschleißes muss der Versicherer schlüssig erbringen (das wird eher gelingen, je älter der Wechselrichter ist).

Aus verschiedensten Gründen ist es daher ratsam gleich nach erfolgter Installation den geeigneten Versicherer auszuwählen und langfristig zu behalten. Niemand weiss, wie die Konditionen oder Annahmevoraussetzungen in der Zukunft sein werden. Natürlich kann aber auch eine bestehende Police von BEIDEN SEITEN nach Ablauf gekündigt werden.

Viele Grüße
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Beitragvon sternidur » 25.03.2009, 12:54

Hallo,

das bei Condor die Wechselrichter auch versichert sind,
ist ja eine super Sache.

Aber auf längere Sicht kann das nicht gut gehen.

z.B.

Angenommen eine 10 kWp Anlage kostet 120€ pro Jahr für die Versicherung.

Eine 10 kWp Anlage hat 2 Wechselrichter. ( 5 Jahre Herstellergarantie )

Der 1. WR muß nach 8 Jahren ausgetauscht werden, der 2. nach
10 Jahren.

Da reicht bei den meisten Anlagen, der gezahlte Beitrag für die
Versicherung gerade mal zum ersetzen der WR.

Der Versicherung hat ja dann die Möglichkeit Jahr für Jahr den Beitrag
zu erhöhen.


Gruß
Sternidur
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Beitragvon rosa » 25.03.2009, 13:10

mkvm, danke für Deine Ausführungen.

Kurz noch zur Info, was unser Konzept auf Photovoltaik-Versicherung der Condor angeht. In dem neuen Konzept, welches bereits dokumentiert wird ist folgendes enthalten:

Innere Betriebsschäden von elektronischen Bauteilen (Bauteileregelung)
In Abänderung zu § 2 Nr. 2 der ABE leistet der Versicherer bis zu einer Erstrisikosumme von 1.000 EUR auch Entschädigung für elektronische Bauelemente (Bauteile) der versicherten Sache, ohne dass der Schaden nachweislich auf die Einwirkung einer versicherten Gefahr von außen zurückzuführen ist. Ferner wird für den daraus resultierenden Ertragsausfall eine Entschädigung in Höhe von max. 500 EUR zur Verfügung gestellt. Bei einer PV-Anlagenleistung ab 51 KWp verdoppeln sich die vorab genannten Summen.

Gruß
rosa

Diese und weitere Aufwertungen sind in Kürze auf unserer Website und im Vergleich nachzulesen - wir arbeiten daran.
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Beitragvon rosa » 25.03.2009, 13:24

sternidur hat geschrieben:Da reicht bei den meisten Anlagen, der gezahlte Beitrag für die
Versicherung gerade mal zum ersetzen der WR.
Der Versicherung hat ja dann die Möglichkeit Jahr für Jahr den Beitrag
zu erhöhen


Hallo sternidur,

rein von außen betrachtet muss man Dir recht geben, dass sich solch ein Risiko nicht rechnen kann. Allerdings kannst Du auch davon ausgehen, dass keine Versicherung Tarife herausgibt, welche nicht durch alle Instanzen kalkuliert sind. Daher würde ich mir darüber keine Sorgen machen.

Theoretisch kann der Versicherer die Tarifbeiträge für laufende Verträge erhöhen, was bislang bei unseren PV-Versicherern nicht vorgekommen ist. In der Vergangenheit wurden, wenn überhaupt, lediglich Tarife für Neuzugänge geändert - bestehende Verträge laufen unverändert weiter.

Im Schadenfall kann der Versicherer den Vertrag anpassen oder gar den Vertrag kündigen (bei uns noch nicht vorgekommen), was immer eine Einzelfallentscheidung ist. Selbstverständlich steht dieses Kündigungsrecht im Schadenfall auch dem Kunden zu.

Gruß
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Beitragvon mkvm » 25.03.2009, 14:02

Hallo Sternidur,

nochmal: Der normale VERSCHLEISS ist nicht versichert! Also der planmäßige Austauch von Wechselrichtern nach 10 Jahren ist kein Versicherungsfall!

Rosa: Die meisten derzeit am Markt vorhandenen Prämien sind nicht "kalkuliert"! Es geht hier vielmehr um "try and error" mit einer gehörigen Portion Mut und Hoffnung. Die Versicherer die seit mehr als 5 Jahren nahmhafte Bestände halten, wissen wovon ich spreche.
Bei Großanlagen ist auch schon wieder eine Trendumkehr zu beobachten.

Viele Grüße
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Beitragvon rosa » 25.03.2009, 14:29

Hallo mkvm,
mkvm hat geschrieben:Rosa: Die meisten derzeit am Markt vorhandenen Prämien sind nicht "kalkuliert"! Es geht hier vielmehr um "try and error" mit einer gehörigen Portion Mut und Hoffnung.


Ich sehe es etwas anders. In der Vergangenheit hat der ein oder andere Versicherer aufgrund überhöhter Schadenquoten sicherlich sein Lehrgeld bezahlt. Im Speziellen waren es die Versicherer der ersten Stunde, die im Nachhinein alle Ihre Tarife angepasst haben - gerade was die Risikoselektion anging. Die in den Markt nachgezogenen Versicherer haben daraus gelernt und konnten zum großen Teil die gleichen Fehler vermeiden.

Aus meiner Sicht bleibt das Prämienniveau auch erst mal so bestehen wie es sich derzeit eingependelt hat - ich glaube diese Meinung hast Du auch schon vertreten. Einige Versicherer, die unbedingt in den Markt eindringen wollen oder Ihren Anteil erhöhen möchten, rechnen sogar damit, das unterm Strich für einige Zeit nichts hängenbleibt - auch das ist kalkuliert. Das beste Beispiel finden wir in der KFZ-Versicherung wieder. In irgendeiner Form hängt immer eine Kalkulation und Entscheidung dahinter.

Gruß
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Beitragvon marctheshark » 26.03.2009, 09:34

Welche Schäden werden als Innere Betriebsschäden angesehen?

Könnt Ihr mir da ein paar Beispiele nennen?

Danke

Gruß vom Shark
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