Moderator: Mod-Team
von svari » 01.11.2011, 08:40
Hallo liebe Leser,
ob eine Versicherung was taugt und genau die Kriterien berücksichtigt werden, weshalb man sich für genau diese Versicherung entschieden hat, merkt man immer erst, wenn der erste Schaden vorliegt.
So auch in unserem Fall, wir hatten am 26.08.11 in unserer Region (Wipperfürth/Lindlar) einen Jahrhunderthagel mit einem Gewitter einhergehend, dessen Blitze unsere Anlage lahmlegte. Durch den Blitzeinschlag fing das (gepachtete) Dach an zu brennen, bzw. alte Vogelnester und Zweige zwischen Dach und PV-Anlage. Die Feuerwehr rückte an, durch den Starkregen und Hagel war das Feuer allerdings wohl nach 2 Sekunden wieder aus. Die Feuerwehr hat trotzdem die ESS-Griffe an den 3 SMC`s gezogen und sind wieder abgerückt.
Ich war während der Aktion unterwegs und erfuhr durch die Feuerwehr (da kenn ich einen) von der Aktion. Noch aus dem Auto rief ich unseren zuständigen Vertreter der Helvetia an und berichtete ihm von dem wahrscheinlichen Kollateralschaden.
Unser Elektriker hat dann die Strings durchgemessen und kein einziger brachte die erforderliche Spannung von 570 Volt. In den WR selber waren jede Menge Kunststoffteile abgeplatzt und lagen im Gehäuse verstreut, der Solarlog und das GPRS-Modem zuckten auch nicht mehr.
Die Helvetia teilte uns mit, man werde einen Gutachter vorbeischicken und da wir auch eine Ausfallversicherung haben, könnten wir beruhigt sein. Der Gutachter kam dann nach ca. 3 Wochen, äusserlich war die PV-Anlage tadellos und es waren seltsamerweise keine Brandspuren zu entdecken. Die Vermutung des Gutachters, der Blitz ist in den DC-Kabelbaum und der ist irgendwo aufgeschmolzen. Alles klar, Gutachten geschrieben, Anlage demontieren, Module prüfen, Kabelbaum erneuern, Module montieren, WR sowie Solarlog erneuern, alles in allem ca. 13.000 Schaden.
Nach der Demontage merkten wir schnell, das der Kabelbaum tadellos war, allerdings waren fast alle Dioden in den Modulen geplatzt. Eine Mail an die Helvetia reichte, und wir konnten uns neue Module bestellen. So war es dann tatsächlich ein Totalschaden wenn man mal von der UK absieht.
Die Helvetia hat sich hier absolut professionell und unbürokratisch gehandelt, es gab sogar einen Vorschuss von 30.000 um die neuen Module zu bezahlen. Nach Einreichung sämtlicher Belege (45.000) hat es auch nur 2 Tage gedauert bis diese bezahlt wurden.
Nach so einer Erfahrung kommt man auch mal an`s Überlegen, ob man immer die günstigste Versicherung nimmt, wobei die Helvetia auch nicht die teuerste ist. Die äusserst zügige Abwicklung ist sicherlich auch mit ein Verdienst unseres Helvetia-Vertreters Ulrich Schmitz in Köln.
Gruss
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von MBIKER_SURFER » 01.11.2011, 10:27
Hallo,
sehr schön - auch mal ein Beispiel, wie sich Versicherungen positiv darstellen können - auch im Schadensfall.
Gruß Martin
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von Bento » 01.11.2011, 11:23
Hallo,
schön, wenn auch positive Meldungen hier im Forum gepostet werden. Das wird oft als selbstverständlich angesehen.
Die Tatsache, dass der Gutachter erst 3 Wochen nach Totalausfall erschienen ist, hätte ich jetzt nicht so positiv empfunden. Aber das dürfte im Rahmen der unkomplizierten Restabwicklung untergehen. Und wenn sowieso Ertragsausfall versichert war, dann kann man heutzutage ja sogar mehr mit einer "stehenden" als mit einer "laufenden" Anlage verdienen!
Hast du deinen Netzbetreiber über die runderneuerte Anlage informiert? Erwartest du Probleme mit der Höhe der Einspeisevergütung? Wie läuft das Ganze denn jetzt steuerlich? Musst du die Altanlage komplett abschreiben und mit der Neuen wieder von Null anfangen und diese dann auch wieder über 20 Jahre abschreiben, obwohl die Einspeisevergütung evtl. nur noch 17 Jahre gezahlt wird?
Viele Grüße Bento
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von svari » 01.11.2011, 11:37
Bento hat geschrieben:Hast du deinen Netzbetreiber über die runderneuerte Anlage informiert? Ja Erwartest du Probleme mit der Höhe der Einspeisevergütung? Nein Wie läuft das Ganze denn jetzt steuerlich? weiss nicht Musst du die Altanlage komplett abschreiben und mit der Neuen wieder von Null anfangen und diese dann auch wieder über 20 Jahre abschreiben, obwohl die Einspeisevergütung evtl. nur noch 17 Jahre gezahlt wird? keine Ahnung
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von eggis » 01.11.2011, 13:16
Moin svari,
schön zu hören,dass die Helvetia Versicherung bei dir so gut reagiert hat. Ich habe vor 4 Jahren alle meine Verträge bei dieser Versicherung gekündigt, nachdem ich im TV eine Reportage gesehen habe, bei die Helvetia Versicherung nach einem Brand (einer Gaststätte) die Zahlung so lange herausgezögert hat, bis der Versicherungsnehmer Insolvenz anmelden musste. Vielleicht hat der damalige Bericht, die Versicherung dazu bewegt, ihre Schadensabwicklung zu verbessern.
Mit sonnigen Grüßen -eggis- "Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft." (George Bernard Shaw)SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC Meine Anlage!!! hier klicken
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von mkvm » 01.11.2011, 14:46
Die Helvetia ist - wie viele andere Versicherer auch - meist rasch und unkompliziert in der Schadensabwicklung! Aber: Warum ist das was Besonderes - sollte das nicht normal sein, wenn ein Versicherungsvertrag besteht, ein eindeutig versichertes Schadenereignis an einer eindeutig versicherten Sache mit einer eindeutig zu beziffernden Schadenhöhe! Wo ist das Problem? Wenn ich zum Bäcker gehe und 5 Semmeln bestelle, das passende Geld auf den Tisch lege erhalte ich - 5 Semmeln!
Natürlich ist es für die betroffenen in einer größeren Schadensache immer "spannend", wie die Versicherung reagieren wird u.s.w. - aber ich denke in mindestens 95 von 100 Fällen läuft es ohne größere Schwierigkeiten, bei 4 geht halt mal was schief - lässt sich aber kommunikativ lösen - und 1 geht "in die Hose". Der eine Schaden wird dann am Stammtisch oder neuerdings in Internetforen breitgetreten und so oft verändert, dass man meinen könnte, es sind hunderte von verschiedenen Schadenfälle, die allesamt von der Versicherung nicht bezahlt werden! Wer möchte, kann hier ein "Gewerbe" nennen, bei dem die "Erfolgsquote" besser ist! (Banken, Solateure, Kfz-Werkstätten, Ärzte, .....??)
Viele Grüße
mkvm
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von PV24 » 01.11.2011, 17:23
Klasse das nicht immer nur NEGATIVE Sachen gepostet werden! So sollte auch eine kompetente & gute Schadenabwicklung laufen!!
Mit sonnigen Grüße...
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von Ohnesorg » 03.11.2011, 05:49
@ mkvm da es ja nach dem Krieg nur einen (breitgetretenen) Fall gab, hätte es sich für alle Versicherer gelohnt, diesen ebenfalls schnell abzuwickeln. Damit wäre den Versicherungen viel Misstrauen erspart geblieben und Leute wie Eggis würden sich nicht genötigt fühlen, auf Grund von Fernseh-Biertheken-Gesprächen alle Versicherungen zu kündigen. @all Spaß bei Seite, gut wenn auch mal Positives berichtet wird, das wird das eine oder andere dumme Geschnabbel etwas korrigieren. Kann man drüber berichten, muss man aber nicht! Denn warum sollte man den Sollzustand (wozu habe ich eine Versicherung) loben? Ähnelt etwas der griechischen Arbeitsphilosophie: wer arbeitet, erhält ein Gehalt. Wer am Morgens zur Arbeit erscheint, erhält zusätzlich eine Prämie. 
Sonnige Grüße Ohnesorg
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