Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA im Solarbereich

Vereinigten Staaten von Amerika

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Re: Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA im Solarbereich

Beitragvon GLu » 20.12.2009, 11:01

VUB hat geschrieben:Dem stellt Franz Alt eine andere Meinung gegenüber

Ehemaligen Fernsehmoderatoren traue ich (als ehemaliger Journalist) nur wenig. Denen haftet, wenn sie älter werden, mit der Zeit ein unbezähmbares Sendungsbewußtsein (vielleicht stammt dieser Begriff daher) an. Ich denke da z.B. auch an Herrn Schönhuber ... der eine verkündet die Bibel, der andere den Nationalsozialismus. Aus früheren Zeiten: "beispielsweise Dostojewski proklamiert: „der Westen solle von den Russen die von den Griechen geerbte, ganzheitliche Betrachtungsweise lernen“ . Die Polen proklamierten gar zeitweise die messianische Bestimmung des eigenen Volkes."

VUB hat geschrieben:"Führende Persönlichkeiten ... hoben hervor ...

Führende Persönlichkeiten heben immer ihre eigenen Interessen hervor !

Du hast doch an anderer Stelle bereits beschrieben, daß die Amerikaner viel vordringlichere Problem haben, als woher sie teuren Strom kriegen. Die könnten Billionen kwh sparen, würden sie ein Gesetz erlassen, das den Gebrauch von Klimaanlagen unter 65° F (ca. 19° C) Außentemperatur verbietet. So in etwa habe ich das auf der Internet-Seite des Weißen Hauses und der von Al Gore hinterlassen. Allerdings ohne Hoffung, da diese Menschen damit aufgewachsen sind, die merken das gar nicht mehr. Wir hatten 5 Wochen lang im August (Boston - Las Vegas - Boston) immer Pullover dabei, nie für draußen, immer für drinnen ... jeder Laden, jede Tankstelle, jedes Restaurant ist unterkühlt. Wenn draußen 15° herrschen, friert man drinnen bei 12° ... die sind einfach bekloppt. Das ist dort Programm, denn nur Bekloppte kann man nach Vietnam, Irak und Afghanistan schicken.

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Re: Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA im Solarbereich

Beitragvon VUB » 20.12.2009, 17:15

GLu hat geschrieben:Du hast doch an anderer Stelle bereits beschrieben, daß die Amerikaner viel vordringlichere Problem haben, als woher sie teuren Strom kriegen. Die könnten Billionen kwh sparen, würden sie ein Gesetz erlassen, das den Gebrauch von Klimaanlagen unter 65° F (ca. 19° C) Außentemperatur verbietet. So in etwa habe ich das auf der Internet-Seite des Weißen Hauses und der von Al Gore hinterlassen. Allerdings ohne Hoffung, da diese Menschen damit aufgewachsen sind, die merken das gar nicht mehr.


Ja, die Klimaanlagen sind ein spezielles Problem. Unweit von hier wird gerade ein Neubau in einer Baulücke zwischen den Apartmentblocks in Manhattans Norden fertiggestellt. Die offenen Löcher unter den großen Fenstern sind für die Klimaanlagen für jeden Raum. Im Winter zieht es da wie Hechtsuppe. Ich las kürzlich dazu:

"Year to year, and even day to day, however, the weather is always changing. New York City is on the track of almost every year major weather system in North America. We are blasted by frigid winter air from Canada, struck by coastal storms from North Carolina, parched by heat waves from the Midwest, and even bombarded by Hurricans that start off the coast of Africa." (1) S.7

Das liest sich erst einmal ganz üblich. Dann wird es genauer. Das nahegelegene Meer und das viele Wasser um die Inseln
von New York spielen eine große Rolle. Das ist sicherlich auch so in Boston, ebenfalls eine Stadt auf vielen Inseln. Die Winter sind eher warm, weil das Wasser sich nur langsam abkühlt.

Wenn bis zum Sommer das Wasser durch die Sonnenenergie aufgeheizt ist, kann das Meer und das Wasser um die Inseln
nicht mehr genug kühlend wirken. Dazu kommt der Stadtraum selbst, der durch die Sonne aufgeheizt wird:

"If you look at an infrared sattelite picture of the Northeast - particularly at night - New York City shows up as a "heat
island," as much as 20Grad F hotter than the surrounding suburbs. The pavement, concret, asphalt, and metal of the city center trap solar radiation faster than wooded parks and suburbs do and cool off more slowly, radiating a furnacelike heat." (1) S.7f.

Die Frage ist, wie erreicht man es, den gesamten Stadtraum abzukühlen. Diese schwüle Hitze im Sommer ist kaum zu
ertragen. Da sind die meisten einfach nur froh, diese Klimaanlagen zur Verfügung zu haben. Der Einbau geht leicht:
Diese "Fallbeilfenster" werden von unten hochgeschoben, die Klimaanlage entsprechend der normierten Fensterbreite
eingestellt, mit vier Schrauben am Metallrahmen befestigt, und dann wird kräftig Strom verbraucht, um an der schwülen
Hitze nicht zugrunde zu gehen. Nachts zu schlafen ist sonst nicht möglich, so extrem sind die Verhältnisse.

Als die Apartmentblocks im frühen 20.Jahrhundert sich rasch auf Manhattan und in den Nachbargebieten ausbreiteten, nutzte man die Flachdächer noch dafür, die Wäsche zu trocknen. Im Sommer schlief man dann auf diesen Flachdächern im Freien, da es in den Wohnungen nicht auszuhalten war. Inzwischen ist der Zugang zum Flachdach in der Regel den Apartmentblockbewohnern versperrt, weil sich die Hausbesitzer oder -verwalter Ärger oder Zusatzarbeit ersparen wollen.

Solche Klimaanlagen sind auch gesundheitlich sehr bedenklich. Alternativen durchzusetzen, wäre angebracht. Jedoch wer erklärt sie der Bevölkerung und den Spekulanten und Hausbesitzern. Über eine Klimaanlage in einer Mietwohnung zu verfügen ist erst einmal Konfort. Genutzt wird sie von den meisten eher nicht, weil auch hier ein Streben existiert, Stromkosten einzusparen. Wer sie nutzt, dem ist es dann egal, weil die Hitze zu unerträglich ist.

Andererseits: Würden Solarpanele, in Massen aufgestellt, den Stadtraum im Sommer vielleicht noch rascher als bisher, dazu deutlich weiter aufheizen? Man müßte das durchrechnen. Falls es gelingt, Solaranlagen durchzusetzen, müssen zugleich Begleitmaßnahmen anlaufen, die im Sommer Hitze senkend wirken.

Wenn Du den Leuten ein Solarpanel anbietest, das sie leicht selbst, etwa als Fensterbank oder Verschattungselement über dem Fenster am Metallfensterrahmen anschrauben lassen können, um Stromkosten zu sparen, und daß sie leicht zur nächsten Wohnung mitnehmen können, wird das sicher ein Hit in Amerika. Dann würden die Leute das Oberteil des "Fallbeilfensters" etwas runterziehen, das "Solarpaneleinfachbefestigungsmontagesystem" innen aufstellen, das oben auf Winkeln aufgeschraubte Panel nach außen drücken, und den Stecker in ein System eingeben, das Strom für die Wohnung produziert.

Schwieriger wird es, wenn all das der Hausbesitzer für alle Apartments des Hauses durchführen soll. Das ginge wahrscheinlich, wenn auf die sogenannten "Cooperatives" zugegangen wird, das sind dann Zusammenschlüsse der Apartmentbewohner, die ihren Apartmentblock selbst verwalten und auch selbst die Auslese treffen, wer in eine freie Wohnung aufgenommen wird.

GLu hat geschrieben:
Wir hatten 5 Wochen lang im August (Boston - Las Vegas - Boston) immer Pullover dabei, nie für draußen, immer für drinnen ... jeder Laden, jede Tankstelle, jedes Restaurant ist unterkühlt. Wenn draußen 15° herrschen, friert man drinnen bei 12° ... die sind einfach bekloppt. Das ist dort Programm, denn nur Bekloppte kann man nach Vietnam, Irak und Afghanistan schicken.


Wie wurde mir gesagt, als ich hier anfing zu wohnen: "Du mußt Dich auf die Lebensbedingungen hier umstellen." Es hat wenig Zweck, die Bedingungen mit den Augen eines Europäers so zu betrachten, als sei das hier alles der helle Wahnsinn. Es geht völlig einfach, sich in seiner Nachbarschaft zu betätigen, so wie das bei uns durch Bürgerinitiativen gemacht wird.
Auch bei uns stößt Du immer auf Grenzen in Deinen Bemühungen. Aber es läßt sich auch viel verändern.

VUB

Anmerkung:
(1) Margret Mittelbach, Michael Crewdson: Wild New York. NYC, 1997
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Re: Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA im Solarbereich

Beitragvon GLu » 20.12.2009, 21:48

VUB hat geschrieben:Ja, die Klimaanlagen sind ein spezielles Problem ... Diese schwüle Hitze im Sommer ist kaum zu
ertragen. Da sind die meisten einfach nur froh, diese Klimaanlagen zur Verfügung zu haben ... Man müßte das durchrechnen.

Du hast mich ja richtig verstanden, gegen Klimaanlagen in heißen Zeiten ist nichts einzuwenden. Der Süden der USA wurde überhaupt erst durch die Erfindung der Klimaanlage wirtschaftlich erschlossen.

Ich wende mich gegen den unkontrollierten Gebrauch ! Das einzige Restaurant, in dem keine Klimaanlage während meiner 5wöchigen Reise (14.000 km) lief, war in Alpine (kurz vor dem Yellowstone, von Süden her kommend). Dies sicher nur, weil die Außentemperatur abends bei +2 Grad Celsius lag. In allen anderen Bewirtungsräumlichkeiten fror man gottslästerlich. In Portsmouth, südlich von Boston, sprachen wir mit einem wirklich netten, aufgeschlossenen Ehepaar über genau diese Eigenheit. Sie sagte wörtlich "also als erstes, wenn wir auf unsere Boot kommen, mache ich die Klimaanlage an". Das Wasser dort ist schweinekalt, das Klima im August nicht wirklich heiß ...

Zum Durchrechnen:

Gehe mal davon aus, daß 100m² Wohnfläche etwa 40m² Solarmodule benötigen, nur um die ACs zu bedienen (!) ... nur "Pi mal Daumen" ! Jetzt kommt die Rechnung: Wohnfläche > Dachfläche ... bei Flachdächern und 6 Stockwerken sehe ich schwarz ... 250m² Geschoßfläche (Dachfläche) reichen für die beiden oberen Stockwerke ... also für die "oberen Zehntausend" :?

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Re: Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA im Solarbereich

Beitragvon VUB » 20.12.2009, 22:15

GLu hat geschrieben:Du hast mich ja richtig verstanden, gegen Klimaanlagen in heißen Zeiten ist nichts einzuwenden. Der Süden der USA wurde überhaupt erst durch die Erfindung der Klimaanlage wirtschaftlich erschlossen.


Gut, daß Du das erwähnst. Mir war das nicht bewußt.

GLu hat geschrieben:Ich wende mich gegen den unkontrollierten Gebrauch ! Das einzige Restaurant, in dem keine Klimaanlage während meiner 5wöchigen Reise (14.000 km) lief, war in Alpine (kurz vor dem Yellowstone, von Süden her kommend). Dies sicher nur, weil die Außentemperatur abends bei +2 Grad Celsius lag. In allen anderen Bewirtungsräumlichkeiten fror man gottslästerlich.


In der Küche möchte ich dort nicht gearbeitet haben. Die Leute werden vor Hitze "umgekommen" sein. Es stimmt natürlich, was Du schreibst. Es kann in den Innenräumen sehr kühl sein. Die Restaurants müssen wohl diese Kühle schaffen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

GLu hat geschrieben:In Portsmouth, südlich von Boston, sprachen wir mit einem wirklich netten, aufgeschlossenen Ehepaar über genau diese Eigenheit. Sie sagte wörtlich "also als erstes, wenn wir auf unsere Boot kommen, mache ich die Klimaanlage an". Das Wasser dort ist schweinekalt, das Klima im August nicht wirklich heiß ...


Das Boot wird mit Hitze aufgeladen sein, wenn es im Wasser liegt. Ich fuhr einmal einige Zeit auf einem Rheinfrachter. Die Oberfläche der Kajüten war im Sommer so sehr erhitzt, daß Du Dich am Wasser verbrannt hast, wenn Du zur Kühlung diese Flächen gewässert hast, damit es innen angenehmer bleibt. Nur Lüften wird wohl auf dem Boot der Familie bei Boston nicht hinreichen. Die Klimaanlage läßt sich abschalten, wenn eine angenehme Temperatur erreicht ist. Genauso ist das in Autos.

GLu hat geschrieben:Zum Durchrechnen:

Gehe mal davon aus, daß 100m² Wohnfläche etwa 40m² Solarmodule benötigen, nur um die ACs zu bedienen (!) ... nur "Pi mal Daumen" ! Jetzt kommt die Rechnung: Wohnfläche > Dachfläche ... bei Flachdächern und 6 Stockwerken sehe ich schwarz ... 250m² Geschoßfläche (Dachfläche) reichen für die beiden oberen Stockwerke ... also für die "oberen Zehntausend" :?


Unter einem Flachdach der Apartmentblocks befinden sich in der Regel sechs oder mehr Wohnungen pro Etage. Der Umriß eines solches Wohnblocks ist M-förmig, H-fömig oder T- und U-förmig. Welche Flächen sich jeweils als Dachfläche darüber ergibt, ist in der Tat zu errechnen. Natürlich gibt es 6geschossige und wesentlich höhere Apartmentblocks. Es gibt auch solche, die einen ganzen Straßenblock einnehmen.

Was an den Fassaden gemacht werden kann, wäre die Frage. Es müßte irgendwann Markisen geben, die Strom produzieren. Die könnte man vor die Fassaden ausfahren, abends einrollen.

Ab wann sich das alles lohnt, bleibt ein Geheimnis der Rechenkünstler, Politiker und Hersteller.

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Re: Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA im Solarbereich

Beitragvon GLu » 21.12.2009, 00:02

VUB hat geschrieben:In der Küche möchte ich dort nicht gearbeitet haben. Die Leute werden vor Hitze "umgekommen" sein. Es stimmt natürlich, was Du schreibst. Es kann in den Innenräumen sehr kühl sein. Die Restaurants müssen wohl diese Kühle schaffen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Nun, Restaurantküchen würde ich in diese Überlegungen nicht miteinbeziehen ... solltest Du Zeit haben, lies mal dieses nette Buch ...

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Re: Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA im Solarbereich

Beitragvon VUB » 21.12.2009, 02:48

GLu hat geschrieben:
VUB hat geschrieben:In der Küche möchte ich dort nicht gearbeitet haben. Die Leute werden vor Hitze "umgekommen" sein. Es stimmt natürlich, was Du schreibst. Es kann in den Innenräumen sehr kühl sein. Die Restaurants müssen wohl diese Kühle schaffen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Nun, Restaurantküchen würde ich in diese Überlegungen nicht miteinbeziehen ... solltest Du Zeit haben, lies mal dieses nette Buch ...
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Ich sah ' mal nach. Zu lesen gibt' s da nix: " [Audiobook] ". :-)
Vielleicht erlaube ich mir, mir das Zeug's um die Ohren fliegen zu lassen. Gute Unterhaltung ist immer gut.

K.L.
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Re: Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA im Solarbereich

Beitragvon GLu » 21.12.2009, 10:35

VUB hat geschrieben:Zu lesen gibt' s da nix: "[Audiobook]"

Gibts auch als Taschenbuch ...

VUB hat geschrieben:Die Restaurants müssen wohl diese Kühle schaffen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Siehst Du, hier beginnt das Nachdenken. Amerikaner (auch Südostasiaten) halten Kälte für ein Statussymbol (so wie wir unsere Autos, oder die Russen die Geschwindigkeit innerorts [wer in einer Stadt schnell fahren darf ist wichtig]). Erzähle mal Amerikanern, daß wir Deutsche nach Italien und Spanien in Urlaub fahren und die Hitze genießen; er wird Dich für einen Lügner halten. Westlich von Salt Lake City ist ein See, es gibt aber keine Ufer-Zugänge; Amerkaner baden nicht. Schaut Euch mal via Webcams die Strände an. Die Fernsehserie Bay Watch war ein Kinder-Softporno, um großbusige Mädels zu zeigen. Wozu die Bay watchen ? wegen der 5 Surfer ? Amerikaner ertragen keine Hitze (glauben sie). Selbst in den äußerst seltenen Restaurants, die Sitzplätze im Freien anbieten, werden diese gekühlt, auch wenn niemand da sitzt. Ein Beispiel aus Dallas (die kalte Luft kondensiert):

Bild

Kalt muß es sein und (ganz wichtig) dunkel ... je dunkler desto vornehmer. Ganz vornehme Amerikaner haben kleinste Taschenlampen dabei, um die Speisekarten lesen zu können.

Das wäre doch mal ein guter Ansatz für eine Diskussion innerhalb Deines Bürger-/Einwohnerbeteiligungsverfahrens. Stell' doch mal die Frage, ob mein Energieeinsparungsansatz (AC off below the limit of 65°F) eine Konterrevolution auslösen würde. Dem Amerikaner muß mal vor Augen geführt werden, wieviel Strom diese 24 Std. laufenden Klimaanlagen verbrauchen.

Nimm nur mal dieses Spielzeug für den Hausgebrauch. "durchschnittlicher Jahresverbrauch 850 kW/h (durchschnittlich 500 Betriebsstunden pro Jahr)". In den USA läuft das nicht 500 Stunden im Jahr, sondern das ganze Jahr; egal ob's draussen kalt oder heiß ist, denn diese Anlage heizen auch, wenns kalt ist; aus sind die nie. Ein guter Kommentar dazu ...

Aus den 850 kwh werden so 15 mwh. Diese multipliziert mit der Zahl aller laufenden Anlagen (ca. 300 Mio = 1 Anlage pro Kopf) = 4.500.000.000.000.000 Watt ... nur für Klimaanlagen. Davon wird ein Drittel wirklich gebraucht.
Solche Anlagen (nicht die genannte, energieeffiziente) stehen überall, selbst in der kleinsten Hütte auf diesem Parkplatz:

Bild

Vielleicht wird jetzt langsam klar, warum die Amerkaner den höchsten Energieverbrauch pro Kopf haben. Ich meine, die haben ja auch geschnallt, daß Parken teuer ist. In Chicago zahlt man 37 Dollar für zwei Stunden. Uns treibt das die Tränen in die Augen, dem Ami nicht. Also wäre es doch an der Zeit, weitere Lernprozesse anzustoßen ... und da kommt PV leider ganz hinten.

GL
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Re: Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA im Solarbereich

Beitragvon VUB » 21.12.2009, 18:46

GLu hat geschrieben:
VUB hat geschrieben:Zu lesen gibt' s da nix: "[Audiobook]"

Gibts auch als Taschenbuch ...
GL


Kommt Zeit, kommt Rat. Bei mir liegen wöchentlich Bücherstapel auf dem Tisch, die ich durchlesen muß.

GLu hat geschrieben:
VUB hat geschrieben:Die Restaurants müssen wohl diese Kühle schaffen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Siehst Du, hier beginnt das Nachdenken. Amerikaner (auch Südostasiaten) halten Kälte für ein Statussymbol (so wie wir unsere Autos, oder die Russen die Geschwindigkeit innerorts [wer in einer Stadt schnell fahren darf ist wichtig]). Erzähle mal Amerikanern, daß wir Deutsche nach Italien und Spanien in Urlaub fahren und die Hitze genießen; er wird Dich für einen Lügner halten. GL


"Die Amerikaner" gibt es eigentlich nicht, da die Bevölkerung sehr bunt gemischt ist und sich durchaus ganz unterschiedlich verhält. Diejenigen, die unbedingt Klimaanlagen brauchen, tummeln sich natürlich in dieser Bevölkerung der Staaten.
Sehen wir es einmal so. Die Subwaylinie A auf Manhattan ist zur Rushhour rappelvoll. Im Sommer werden die Waggons durch Klimaanlagen heruntergekühlt, damit es innen angenehm bleibt. Wenn ein solcher Zug auf der Station eintrifft, sich ein fast vollständig leerer Waggon dazwischen befindet, dann ist dort die Klimaanlage kaputt. Ich hatte ein einziges Mal den Fehler gemacht, einen solchen Waggon zu nutzen. Nach drei Stationen gab ich freiwillig auf. Ich war schweißgebadet.
Glücklicherweise war die Subway-Station, an der ich dann ausstieg, genauso heiß von der Abwärme der Subwaywaggons, daß ich mir nicht unmittelbar eine Erkältung zuzog. Ich fuhr dann etliche Zeit später mit einem gekühlten Waggon weiter.

Natürlich gibt es Amerikaner, welche die Hitze lieben. Im Sommer sind die Strände, die von NYC aus schnell erreichbar sind, brechend voll.

Es bringt wenig, solche Vorurteile zu transportieren.

GLu hat geschrieben:Westlich von Salt Lake City ist ein See, es gibt aber keine Ufer-Zugänge; Amerkaner baden nicht. Schaut Euch mal via Webcams die Strände an. Die Fernsehserie Bay Watch war ein Kinder-Softporno, um großbusige Mädels zu zeigen. Wozu die Bay watchen ? wegen der 5 Surfer ? Amerikaner ertragen keine Hitze (glauben sie). Selbst in den äußerst seltenen Restaurants, die Sitzplätze im Freien anbieten, werden diese gekühlt, auch wenn niemand da sitzt. Ein Beispiel aus Dallas (die kalte Luft kondensiert):

Bild

Kalt muß es sein und (ganz wichtig) dunkel ... je dunkler desto vornehmer. Ganz vornehme Amerikaner haben kleinste Taschenlampen dabei, um die Speisekarten lesen zu können.
GL


Leute mit Spleen gibt es überall. Dieser Bewohner hier hatte sich auch seinen Traum verwirklicht:
http://unusual-architecture.com/kettle-house-texas-usa/

GLu hat geschrieben:Das wäre doch mal ein guter Ansatz für eine Diskussion innerhalb Deines Bürger-/Einwohnerbeteiligungsverfahrens. Stell' doch mal die Frage, ob mein Energieeinsparungsansatz (AC off below the limit of 65°F) eine Konterrevolution auslösen würde. Dem Amerikaner muß mal vor Augen geführt werden, wieviel Strom diese 24 Std. laufenden Klimaanlagen verbrauchen.
GL


Wieviel Strom diese Klimaanlagen verbrauchen, wissen die Leute sehr genau, wenn die Stromrechnung kommt. Im Fernsehen laufen hier ständig Hinweise, wie Strom eingespart werden kann. Die "Greens" versuchen Umweltbewußtsein zu erzeugen. Es gibt auch Fernsehsender, die andauernd über die Modernisierung von Altbauten berichten und praktische Hinweise geben. Zu dem, was propagiert wird, gehört auch die Photovoltaikanlage.

GLu hat geschrieben:Nimm nur mal dieses Spielzeug für den Hausgebrauch. "durchschnittlicher Jahresverbrauch 850 kW/h (durchschnittlich 500 Betriebsstunden pro Jahr)". In den USA läuft das nicht 500 Stunden im Jahr, sondern das ganze Jahr; egal ob's draussen kalt oder heiß ist, denn diese Anlage heizen auch, wenns kalt ist; aus sind die nie. Ein guter Kommentar dazu ...
Aus den 850 kwh werden so 15 mwh. Diese multipliziert mit der Zahl aller laufenden Anlagen (ca. 300 Mio = 1 Anlage pro Kopf) = 4.500.000.000.000.000 Watt ... nur für Klimaanlagen. Davon wird ein Drittel wirklich gebraucht.
GL


Ich bin kein guter Rechner. Cool zu rechnen, ist hier natürlich das A und O. Die vielen Initiativen, die es in den Staaten gibt, versuchen sich überall darin, die Bevölkerung aufzuklären.

GLu hat geschrieben:Solche Anlagen (nicht die genannte, energieeffiziente) stehen überall, selbst in der kleinsten Hütte auf diesem Parkplatz:
Bild
GL


In New York City stehen an allen Ecken und Enden Verkaufswägelchen, in denen gekocht und gebruzzelt wird, oder nur irgendein Getränk oder sonstwas angeboten wird. Dort ist dann keine Klimaanlage. Diese gilt dann als Privileg. Den vielen Latinos, die meist solche Stände betreiben, ist das nicht geläufig. Die Getränke liegen in Eistruhen zwischen Eiswürfeln.

GLu hat geschrieben:Vielleicht wird jetzt langsam klar, warum die Amerkaner den höchsten Energieverbrauch pro Kopf haben. Ich meine, die haben ja auch geschnallt, daß Parken teuer ist. In Chicago zahlt man 37 Dollar für zwei Stunden. Uns treibt das die Tränen in die Augen, dem Ami nicht. Also wäre es doch an der Zeit, weitere Lernprozesse anzustoßen ... und da kommt PV leider ganz hinten.
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Was mit den Amerikanern alles los ist, muß wesentlich differenzierter betrachtet werden. Es gibt ganz unterschiedliche Fraktionen. Diese verhalten sich sehr verschieden. Es gibt auch eine wichtige Fraktion, die unbedingt durch Photovoltaik das Klima schützen will.

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Re: Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA im Solarbereich

Beitragvon hadl » 21.12.2009, 19:15

GLu hat geschrieben:
Nee Leute, lass uns Dinge voranbringen, die in unserem Einflußbereich (Europa, Nordafrika, Russland und Asien) machbar sind. Wir ändern "drüben" gar nichts ... schon gar nicht, solange wir ein totes Pferd namens "menschgemachte Klimakatastrophe" reiten. Das mögen ja viele glauben, aber keiner kanns beweisen. Es gibt genausoviele Pro- wie Contrastimmen. Solange kein nachweisbar eindeutiger Chor gesungen wird, wird das nichts ... siehe Kopenhagen.

...


Hallo Glu, wie wär,s mit dieser Strategie ??
pv-news-f25/die-neuen-energie-informationen-aus-berlin-t25269-s75.html#p335926
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Re: Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA im Solarbereich

Beitragvon GLu » 21.12.2009, 19:28

VUB hat geschrieben:"Die Amerikaner" gibt es eigentlich nicht, da die Bevölkerung sehr bunt gemischt ist und sich durchaus ganz unterschiedlich verhält. Im Sommer sind die Strände, die von NYC aus schnell erreichbar sind, brechend voll. Im Fernsehen laufen hier ständig Hinweise, wie Strom eingespart werden kann. Die "Greens" versuchen Umweltbewußtsein zu erzeugen. Es gibt auch Fernsehsender, die andauernd über die Modernisierung von Altbauten berichten und praktische Hinweise geben. Zu dem, was propagiert wird, gehört auch die Photovoltaikanlage. Die vielen Initiativen, die es in den Staaten gibt, versuchen sich überall darin, die Bevölkerung aufzuklären.

Lieber K.L. bzw. VUB,

ich glaube, Du machst einen kleinen Fehler. Du betrachtest New York als Spiegelbild von Amerika. Meine Erfahrungen sind da ganz andere. N.Y./Boston, Miami/Orlando und L.A. haben eigentlich nichts mit dem Rest der Staaten zu tun; das sind eigenständige Universen. Lass mal diese zusammen ca. 30 Mio. Amis weg und betrachte die übrigen 90% der Bevölkerung. Ich habe, wie geschrieben, in diesem Jahr (mal wieder) die Staaten (ab Beitrag 6) durchkreuzt; mit offenen Augen und Ohren. Ich habe nicht eine einzige Fernsehsendung gesehen (Du weißt, daß auf dem Land die Restaurants um 21:00 Uhr schließen, danach hat man viel Zeit), in der auch nur irgend eine Umweltproblematik thematisiert wurde. Nicht einen einzigen Aufklärungsversuch, keine einzige Initiative habe ich gesehen (und ich bin "Zapper"). Das mag es alles in New York geben, aber ist Berlin-Kreuzberg ein Spiegelbild Deutschlands ?

Fernsehen in Amerika besteht aus "Moneyback-Garantie", "Low Fat" und "Zero-Calories". Nachrichten oder Informationssendungen in unserem Sinne existieren nicht, was zu einem Schock bei der Rückkehr führt. Plötzlich sind die Fernsehbildschirme wieder voll von Bomben, Anschlägen und Katastrophen. Keiner der Sender "draußen" berichtet aus dem IRAK oder AFGHANISTAN, die würden ja sonst aufwachen.

"Der Amerikaner", ich rede von diesen 90% außerhalb der genannten Zentren, ist ein uninformierter, ignoranter Schwachkopf, der nichts weiß, den man besser auch nichts fragt, er kennt keine Antworten. Er wird von seinen eigenen Landsleuten zurecht für derart dämlich gehalten, daß man ihm fettfreien Essig ...

Bild

... anbietet. Hallo ... fettfreien Essig !!! Als ob in Essig Fett sein könnte ...

Solltest Du mal Zeit haben, nimm Dir ein Auto und öffne Deine Augen 150 Meilen außerhalb von N.Y. ... also etwa hinter den Appalachen.

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