Fragen und Diskussion zu jeglicher Unternehmensform für den Betrieb von Solarstrom-Anlagen, wie z.B. GbR, GmbH, Beteiligungen, Bruchteilgemeinschaften, Genossenschaften.
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von Michael60675 » 14.03.2009, 15:22
Hallo,
bin neu hier, hab mal ein paar Fragen zu meiner geplanten Anlage.
Auf dem Hausdach meiner Eltern soll eine PV-Anlage mit 13,5 KwP montiert werden. Investitionssumme 68.000€ brutto 57.000 € netto. Diese Anlage sollte von mir und meinem Vater "gebaut" werden.
Da mein Vater bald in Rente geht, habe ich mir folgendes überlegt:
Gründung einer GbR - Vertraglich geregelt dass die kompletten Verluste bzw. Gewinne auf meinen Vater übergehn. Die Abschreibung der Anlage sollte in 10 Jahren erfolgen, da mein Vater anschließend Rentner ist, und er bis zum Rentenalter einen höheren Verlust (= Minderung seines zu versteuernden Einkommens) hat. Im Rentenalter ist sein pers. Steuersatz nicht so hoch wie jetzt.
Ist dies überhaupt möglich?
Muss ich grundsätzlich, auch wegen der Anlagengröße, noch etwas beachten? evtl. Gewerbeanmeldung?
Wie sieht des eigentlich mit der Mehrwertsteuerrückerstattung aus. Geht dies zügig oder dauert das beim Finanzamt so lange das man die MwSt mitfinanzieren muss?
Ach ja, kann vielleicht noch ganz nützlich sein, es werden Einkünfte aus Landwirtschaft erzielt
Danke schonmal für die Hilfe
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Michael60675
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von Sonnenstevie » 14.03.2009, 16:13
Hallo Michael und willkommen im Forum!
Zu Deinen Fragen:
1) Eine GbR, bei der Dein Vater allein am Gewinn und Verlust beteiligt ist: Geht eigentlich nicht.
2) Abschreibung in 10 Jahren geht auch nicht, denn die amtliche AfA-Tabelle gibt 20 Jahre vor.
3) Die Sache mit der Mehrwertsteuererstattung geht ziemlich schnell (ein paar Wochen).
Vorschlag meinerseits: Dein Vater betreibt die Anlage allein. Es wird im höchstmöglichen Umfang abgeschrieben (Sonderabschreibung, degressive AfA). Da kommt einiges zusammen. Wenn er 55 Jahre alt ist und den ermäßigten Steuersatz bekommt, verkauft er Dir die Anlage und Du kannst wieder neu abschreiben.
Viele Grüße
Stevie
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von Michael60675 » 14.03.2009, 17:22
Vielen Dank schon ma für die Info, is echt super wie schnell einem hier geholfen wird.
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Michael60675
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von manudu1 » 16.03.2009, 09:29
Hallo,
zu diesem Thema hätte ich ein paar Fragen.
Ich habe vor, meine 2009 installierte PV-Anlage (28 kWh) degressiv abzuschreiben und nach 5 Jahren aus steuerlichen Gründen an meinen Ehemann zu verkaufen.
Muß ich dies beim Notar machen oder reicht ein gut aufgesetzter Vertrag?
Was haltet ihr davon? Macht das Sinn oder gibt es zuviel Schwierigkeiten mit dem Finanzamt und den LEW. Möchte noch dazu sagen, daß mein Mann Eigentümer des Daches ist, eine PV-Anlage besitzt und wir in Zugewinngemeinschaft leben.
Hoffe auf baldige Nachricht. Danke. 
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von Sonnenstevie » 16.03.2009, 17:23
Hallo,
für die von Dir angedachte Gestaltung reicht ein Kaufvertrag; zum Notar musst Du nicht gehen.
In steuerlicher Hinsicht kann man nicht auschließen, dass das FA einen Gestaltungsmissbrauch annimmt. Dieses Risiko muss man eingehen.
Darf ich nachfragen, ob es bei den steuerlichen Gründen auch um den ermäßigten Steuersatz geht? Vermutlich ja, da die steuerlichen Vorteile ansonsten eher übersichtlich sind.
Viele Grüße
Stevie
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von manudu1 » 16.03.2009, 17:58
Hallo Sonnenstevie!
Na ja, um den ermäßigten Steuersatz geht es mir eigentlich nicht.
Bin eine ganz normale Hausfrau  , beschäftigt auf geringfügige Basis.
Da bei der degressiven Abschreibung ja nach ein paar Jahren ein Plus zu
versteuern wäre (gemeinsame Veranlagung) besteht für mich doch die
Gefahr nicht mehr familienversichert bei der Krankenkasse zu werden.
Wenn ich mich dann doch selber versichern muß, ist der ganze Gewinn
beim T....! Also was tun? Seine eigene kleine Rente aufbauen oder doch
die degressive Abschreibung mitnehmen und dann an Ehemann oder
Kind verkaufen?
(PS: War schon schwer genug, das Darlehen auf mich alleine zu bekommen:shock: .)
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von Sonnenstevie » 16.03.2009, 18:39
Ach so, um die Krankenversicherung geht es!
Was ich dann aber nicht ganz verstehe: Warum betreibt der Herr Gemahl die Anlage nicht von Anfang an "auf seinen Namen"?
Viele Grüße
Stevie
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von manudu1 » 16.03.2009, 19:46
Hallo Sonnenstevie!
Ist doch klar, der Mann verdient und die Frau kann schauen wo sie bleibt!
Spaß beiseite, kam erst später dahinter mit der Krankenversicherung und
so weiter. Ich könnte die PV-Anlage ja auch als Aussteuer meinem Kind mitgeben, aber dass ist noch zu früh!
Was soll ich nun machen? Die 20 Jahre linear abschreiben oder doch degressiv und einen späteren Verkauf in Betracht ziehen. Eine Schenkung an meinen Mann wäre steuerlich Quatsch!
Viele Grüße
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von Sonnenstevie » 16.03.2009, 20:02
manudu1 hat geschrieben:Was soll ich nun machen? Die 20 Jahre linear abschreiben oder doch degressiv und einen späteren Verkauf in Betracht ziehen. Eine Schenkung an meinen Mann wäre steuerlich Quatsch!
Hallo Manudu,
bei einer linearen Abschreibung ist es so, dass zumindest in den meisten Fällen kein Veräußerungsgewinn entstehen dürfte.
Bei einer degressiven AfA habt Ihr einen Steuervorteil. Bei dem Verkauf entsteht aber ein steuerpflichtiger Veräußerungsgewinn.
Die Schenkung an Deinen Mann würde ich nicht so schnell bei Seite legen. Das kann Quatsch sein oder auch nicht. Warum bist Du der Meinung, dass das Quatsch ist?
Viele Grüße
Stevie
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von manudu1 » 16.03.2009, 20:31
Hallo Sonnenstevie,
dass geht aber schnell bei dir
Apro Schenkung. Hier hätte mein Mann doch gar keine Schuldzinsen zum Absetzen mehr. Könnte er dann nur für die Restlaufzeit, sagen wir mal 15 Jahre linear (degressiv?) abschreiben oder gilt das immer auf die 20 Jahre hin gesehen? Dann bekommt er aber keine Einspeisevergütung mehr und kann ja eigentlich immer noch abschreiben!
Ich sehe schon, dass wir spannend, welche Möglichkeiten sich hier steuerlich ergeben können. Muß ja nicht immer zum Nachteil sein, oder?
Bis bald
manudu1
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