Fragen und Diskussion zu jeglicher Unternehmensform für den Betrieb von Solarstrom-Anlagen, wie z.B. GbR, GmbH, Beteiligungen, Bruchteilgemeinschaften, Genossenschaften.
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von gerdsolar » 06.03.2011, 20:18
Hallo, eine Frage zur Pachtsumme nach 21 Jahren, für ein eigenes Pachtdach. Wir wollen den Satz gleich vereinbaren, in Prozent von den Stromverkaufserlösen. Für die ersten 20,5 Jahre liegt er bei 6,5%. Mein Partner wollte 10 Prozent anbieten. Denkbar wäre natürlich auch mehr, aber die Frage ist: was ist marktüblich? Ich möchte nicht, dass er hinterher erfährt, dass er weit höhere Prozente bekommen könnte. Gruß gerdsolar
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von Lodda60 » 06.03.2011, 20:38
Hallo Gerdsolar,
was würdest du für ein Auto bezahlen was in 20 Jahren geliefert wird? Niemand kann jetzt schon den Marktpreis für Dachmieten in 20 Jahren angeben. Die Idee, den Betrag prozentual an die Höhe der Einspeisevergütung zu koppeln ist schon sehr sinnvoll. Da in 20 Jahren die Anlage abgeschrieben ist, ist Spielraum nach oben möglich. Aber wer jetzt den Vertrag abschließt, darf sich in 20 Jahren nicht beschweren, dass er zu wenig bekommt oder zu viel zahlt.
Gruß Lothar http://www.sonnenertrag.eu/de/lodda60/darmstadt/4560/4780.html http://www.sonnenertrag.eu/de/lodda64/muenster-b-dieburg/4565/4785.html# http://www.sonnenertrag.eu/de/lodda63/pfungstadt/4564/4784.html http://www.youtube.com/watch?v=Ed1hQbXLK3o
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von gerdsolar » 07.03.2011, 08:52
Das ist mir etwas zu allgemein. Abgesehen von einer persönlichen Meinung (danach ist alles denkbar), hätte ich gern gewußt, ob es inzwischen allgemein übliche und akzeptierte Pachtsummen (in Prozent vom Erlös aus Stromverkauf) gibt, an die man sich halten kann. Eigentlich gibt es ja schon genügend Pachtverträge, die auch die Zeit nach dem 21.Jahr erfassen. Gruß gerdsolar
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von MBIKER_SURFER » 07.03.2011, 09:25
Hallo, ich habe in meinen Pachtverträgen zusätzlich die Option drin, dass der Verpächter die Anlage zu einem Preis von XX Euro kaufen kann. Sollte die Pacht zu hoch sein, dann bleibt ja nur verschenken nach der Zeit übrig Gruß Martin
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von eggis » 07.03.2011, 09:43
MBIKER_SURFER hat geschrieben:Sollte die Pacht zu hoch sein, dann bleibt ja nur verschenken nach der Zeit übrig
Ich sehe das auch so wie Martin. Was kostet die sorgsame Montage der noch funtionisfähigen Module und die Herrichtung des Daches? Ich schätze 250€/kWp. Ich nehme eine Vergütung von etwa 5ct/kWh an, da grade die anderen PV-Anlagen dafür sorgen werden, dass die Preise niedrig sind. Bei 900kWh/kWp sind das dann 45€/kWp Erlös. D.h. die Anlage müsste dann noch weitere 5 Jahre laufen um die 250€ Montagekosten einzubringen. Die Wartungskosten nach der langen Laufzeit sollte man nicht üterschätzen. Ein Verschenken der Anlage und Übergabe aller Pflichten (Entsorgung usw.) an den Dachverpächter ist meines Erachtens keine so abwägige Möglichkeit. Vielleicht kannst du auch noch 150-200€/kWp aus einem Verkauf an den Dachverpächter erwitschaften.
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von Bento » 07.03.2011, 12:28
Hallo gerdsolar, gerdsolar hat geschrieben: Für die ersten 20,5 Jahre liegt er bei 6,5%. Mein Partner wollte 10 Prozent anbieten. Denkbar wäre natürlich auch mehr, aber die Frage ist: was ist marktüblich? Gruß gerdsolar
Ich denke, es gibt keine marktüblichen Pachtpreise nach Ablauf der EEG-Vergütung. Ich würde es aber als ungewöhnlich ansehen, die bis dahin geltende Pachtvereinbarung, bereits im Vorfeld vertraglich zu ändern und sähe es als normal an, wenn die 6,5 %-ige Pachthöhe weiterlaufen würde. Es dürfte üblich sein, dass beide Parteien nach 20-21 Jahren ein Kündigungsrecht haben. Sollte der Pächter das Dach weitermieten wollen und der Verpächter ist mit der Pachthöhe nicht einverstanden, so wird er den Vertrag auf alle Fälle kündigen, es sei denn, man kommt ihm entsprechend entgegen. Insgesamt sehe ich eine prozentuale Beteiligung an den Einnahmen als fairste Lösung für beide Seiten an. Allerdings ist es auch die aufwendigste Lösung.
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von solarlux » 07.03.2011, 20:59
Bento hat geschrieben:Insgesamt sehe ich eine prozentuale Beteiligung an den Einnahmen als fairste Lösung für beide Seiten an. Allerdings ist es auch die aufwendigste Lösung.
Warum soll das die aufwändigste Lösung sein? Pacht = kWh x vereinbarter Preis , in der EEG-Zeit kann man natürlich mit dem EEG-kWh-Preis kalkulieren. Nach der EEG-Zeit wird man überlegen müssen, ob es ggf. für beide Seiten wirtschaftlicher ist, die alte Anlage abzureißen oder zu verkaufen, um Platz für eine neue Anlage zu schaffen, oder es wird die bis dato alte Anlage zu einer vereinbarten Dachprämie/Umsatzbeteiligung weiter betrieben... Wer sagt denn, das die heutige Anlage noch in 20 Jahren fehlerfrei läuft. GGF. müssen bis dahin hier und da und dort Module getauscht werden, oder ...man weiß es halt noch nicht.
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von Bento » 07.03.2011, 21:47
solarlux hat geschrieben:Warum soll das die aufwändigste Lösung sein?
Pacht = kWh x vereinbarter Preis ,
Na, eigentlich gibst du die Erklärung ja schon selbst! Der erste Faktor in deiner Formel wird sich jedes Jahr verändern und nach 20 Jahren wird sich der zweite Faktor ebenfalls verändern. Es muss also jedes Jahr eine neue Berechnung der Pachthöhe erfolgen, diese an den Pächter (evtl. mit Anlagen) verschickt werden und die entsprechende Überweisung getätigt werden. Schwierig wirds dann sogar, wenn man z.B. als Zahlungstermin den 31.12. vereinbart hat und die Netzbetreiberabrechnung zu Grunde legen möchte, welche ja üblicherweise erst Wochen später kommt (sofern die Abrechnung überhaupt zum Jahresende erfolgt). Im Gegensatz dazu verändern sich die Abrechnungsmodalitäten bei der flächenbezogenen oder leistungsbezogenen Pacht überhaupt nicht, sodass man einmal einen jährlichen Dauerauftrag über die nächsten 20 Jahre (oder auch länger) anlegen kann und sich im Weiteren um irgendwelche Zahlungstermine für Dachpachten nicht mehr kümmern muss. Mir erscheint die prozentuale Beteiligung aufwendiger/aufwändiger( http://www.gutefrage.net/frage/rechtschreibung-aufwendig-oder-aufwaendig)!
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von MBIKER_SURFER » 08.03.2011, 08:53
Hallo, also dort, wo ich %-tuale Pacht habe, löse ich das ganz einfach: Habe auf den besten Jahresertrag 20 € Pacht draufgeschlagen und einen Dauerauftrag für weitere 19 Jahre erteilt. Aufwand - Null Gruß Martin
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von Bento » 08.03.2011, 14:57
Hallo Martin, MBIKER_SURFER hat geschrieben:Habe auf den besten Jahresertrag 20 € Pacht draufgeschlagen und einen Dauerauftrag für weitere 19 Jahre erteilt.
Das musst du mal genauer erklären! Wo kommt denn der "beste Jahresertrag" her? Oder meinst du den "ersten Jahresertrag"? Und wodrauf hast du 20,- € geschlagen; auf den Pachtprozentwert?
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