Ltd.

Fragen und Diskussion zu jeglicher Unternehmensform für den Betrieb von Solarstrom-Anlagen, wie z.B. GbR, GmbH, Beteiligungen, Bruchteilgemeinschaften, Genossenschaften.

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Re: Ltd.

Beitragvon wiat » 10.09.2010, 09:58

Hallo JschulzeP,

will mich an dieser Stelle mal in die Diskussion einklinken.
Ob es Sinn macht, für den Grundstückskauf eine Kapitalgesellschaft zu gründen musst DU selbst entscheiden.

Die von Solgain bereits erwähnte Unternehmergesellschaft (UG) haftungsbeschränkt stellt die "deutsche" Lösung einer Kapitalgesellschaft mit bescheidenem Grundkapital dar.
Das Gründungskapital beträgt in diesem Fall genau 1,00 Euro.
Diese Rechtsform ist auf unter "Mini-GmbH" bekannt, und kann bis zu einer gewissen Unternehmesgröße (abhängig von Umsatz, Mitarbeiter usw.) Anwendung finden.

Es hat den entscheidenden Vorteil, dass bei der UG haftungsbeschränkt dein Haupfirmensitz in Deutschland liegt, und nicht in England.
Die Ltd. würde ja zwangsläufig ihren Hauptsitz in England haben und in Deutschland nur eine "Niederlassung".
Jetzt stell dir bitte mal vor, auf deinem Grundstück werden tatächlich die gefürchteten Altlasten gefunden und du wirst am Hauptsitz deiner Ltd. verklagt
(Solls schon gegeben haben :? ).

Bevor du die entscheidest solltest du dich auch über die UG haftungsbeschränkt informieren.

Mit sonnigen Grüßen aus Bayern
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Re: Ltd.

Beitragvon Booke_PV » 10.09.2010, 10:09

Wenn ich dich richtig verstanden habe, willst du das Grundstück doch mit deiner Ltd. kaufen. Dafür brauchst du sowieso Kapital, das bei einer Insolvenz der Ltd. auch "verloren geht". Sinn machen würde das nur wenn der Kaufpreis deutlich unter den 25.000 € liegt. Liegt er darüber würde wieder eine GmbH & Co. KG mit verminderten Hafteinlagen für den/die Kommaditisten interessant werden. Da solltest du dir aber auf jeden Fall professionelle Hilfe holen, oder frei nach dem Motto:
Augen zu und durch! ...
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Re: Ltd.

Beitragvon pv-fan » 10.09.2010, 20:05

Hallo JschulzeP,

wenn Du offensichtlich nicht genug von dem Gesamtprojekt Grundstück, Halle und PV-Anlage
überzeugt bist, dann laß es lieber sein, bevor Du mindestens 20 Jahre unruhig schläfst.
Bei einer Finanzierung mit einer Ltd. oder GmbH wirst Du bei jeder Bank auch eine
persönliche Bürgschaft übernehmen müssen, dann bist Du wieder selbst im Risiko.
Alternativ setzt Du ca. 30 % Eigenkapital ein, dann läßt sich vielleicht im Einzelfall
eine Bürgschaft wegverhandeln.

Bei jeder Investition gibt es Risiken und Chancen. Wenn man mehr Geld als auf dem Spar-
buch verdienen will, muß man "Risiko" eingehen. Ich glaube, dass Dir die Sache wohl
eine Nummer zu groß ist -> sein lassen!

100% Sicherheit gibt es nie...
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Beitragvon PV-Berlin » 14.09.2010, 14:29

Ich vermute die Leute missverstehen den User.
Er möchte sich nur vor den Lasten aus dem Grundstück schützen. Offensichtlich bekommt er das Grundstück zwar sehr preiswert ( z.B.: Deutsche Grundstücksauktionen AG) http://www.dga-ag.de/
Da ist es sinnvoll das wirklich zu trennen.
Kaufpreis incl. allem zum Beispiel 5.000, € für das Grundstück
Das würde ich in diesem Falle auch über eine UG machen. Kostet fast nix und hätte den Vorteil, dass man da Reserven gut aufbauen kann.
Die PV Anlage natürlich als GbR. mit der Ehefrau und den Kids, sofern man diese hat.
Ob die Bank wirklich gute Zinsen ausreichen, auf die blauen Augen der GbR. hin ist die Frage. das Grundstück selbst stellt keinen Wert für die Bank da. *Grundbucheintrag PV Mietdach ausgenommen.
Sollte die GbR. natürlich noch viele andere Sicherheiten haben, na dann bekommt man auch gute Zinsen.
Steuerberater werden massiv überschätzt. Nur, wenn man mit durchdachten Ideen kommt, geben sie einem den letzten Feinschliff, den Rest muss man schon selbst machen.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Ltd. fast U.G. in D

Beitragvon Solgain » 14.09.2010, 16:37

PV-Berlin hat geschrieben:Ich vermute die Leute missverstehen den User.
Er möchte sich nur vor den Lasten aus dem Grundstück schützen. Offensichtlich bekommt er das Grundstück zwar sehr preiswert ( z.B.: Deutsche Grundstücksauktionen AG) http://www.dga-ag.de/
Da ist es sinnvoll das wirklich zu trennen.
Kaufpreis incl. allem zum Beispiel 5.000, € für das Grundstück
Das würde ich in diesem Falle auch über eine UG machen. Kostet fast nix und hätte den Vorteil, dass man da Reserven gut aufbauen kann.
Die PV Anlage natürlich als GbR. mit der Ehefrau und den Kids, sofern man diese hat.
Ob die Bank wirklich gute Zinsen ausreichen, auf die blauen Augen der GbR. hin ist die Frage. das Grundstück selbst stellt keinen Wert für die Bank da. *Grundbucheintrag PV Mietdach ausgenommen.
Sollte die GbR. natürlich noch viele andere Sicherheiten haben, na dann bekommt man auch gute Zinsen.
Steuerberater werden massiv überschätzt. Nur, wenn man mit durchdachten Ideen kommt, geben sie einem den letzten Feinschliff, den Rest muss man schon selbst machen.


Ich glaube nicht, dass diese Konstruktion wirklich sinnvoll ist. Da zwar die Unternehmen UG und GbR finanziell separiert sind,
aber immer noch in der Sache verbunden sind. Wenn jetzt die Lasten vom Grundstück an der UG ziehen und diese in die Insolvenz führen,
wird auch der Weiterbetrieb in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Beispiel: Grundstück/Halle muss von Schadstoffen befreit werden. Dann kann sein, dass langfristig die PV-Anlage abgebaut werden muss und somit
keine Erträge mehr generieren kann. Folgt dann damit die Insolvenz der GbR (bzw. besser der Gesellschafter)?

Fazit: Wenn man damit rechnen muss, dass die UG insolvent wird, weil tatsächlich Lasten auf dem Grundstück liegen, sollte man
besser die Finger davon lassen, solange man wirklich von den Ertragen aus der PV-Anlage abhängt.

Abgesehen davon würde ich eher dazu raten, dass in der UG KEINE Reserven aufgebaut werden, weil die UG mit dem gesamten Vermögen haftet
und diese Reserven ebenso durch das Risiko im Grundstück verschwinden können.

Was die Steuerberater angeht, schrieb hier ein anderer User im Forum, dass sich schon fähige Berater (i.A.) suchen sollte, wenn man selbst
nicht genug Wissen hat. :wink:
Abgesehen sollte sich der Fragensteller nicht nur in Steuerfragen, sondern auch in verbundenen Rechtsfragen beraten lassen.

Natürlich ist es immer besser, wenn man selbst die Gestaltungsmöglichkeiten kennt und gute, durchdachte Ideen generieren kann.
Aber man kann nicht alles haben oder wissen.
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Re: Ltd.

Beitragvon JschulzeP » 14.09.2010, 17:29

Danke Pv-Berlin

Wir denken exact in die richtige Richtung!! :D
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Re: Ltd.

Beitragvon PV-Berlin » 14.10.2010, 13:17

Na vermutlich, weil man das schon mal so ähnlich gemacht hat. *Nicht mit PV
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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