Investieren in Kanada

Fragen und Diskussion zu jeglicher Unternehmensform für den Betrieb von Solarstrom-Anlagen, wie z.B. GbR, GmbH, Beteiligungen, Bruchteilgemeinschaften, Genossenschaften.

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Investieren in Kanada

Beitragvon ecotrip » 26.03.2011, 11:01

Liebe Foren Mitglieder. Ich bitte um mithilfe.

Schon seit einiger zeit ist mir bekannt, dass die Provinz Ontario in Kanada, sehr interessante Einspeise Tarife hat. Nun wurde mir angeboten mich an einer Unternehmergesellschaft zu beteiligen. Als erste Anlage werden 250kwp installiert.
Da das einspeise Gesetz in Kanada erst vor etwa 18 Monate in Kraft getreten ist, sind auch noch nicht so viel Erfahrungen und Referenzen vorhanden.

Meine frage ist jetzt, wie sind die Erfahrungen hier in Deutschland mit Gemeinschaftsanlagen? Mit welchen Problem, anfallenden Arbeiten und Kosten sind für den laufenden betrieb in den kommenden Jahren zu rechnen.

Hat jemand zahlen von deutschen Gemeinschaftsanlagen.

fürs erste mal :danke:

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Re: Investieren in Kanada

Beitragvon Vansbro » 29.03.2011, 16:44

Grundsätzlich denke ich daß man nur in Sachen/Firmen investieren sollte die man kennt und versteht. Die Erfahrung zeigt daß sich gerade bei anlagetechnischen "In-Themen" viele schwarze Schafe tummeln. Ob man es mit einem ehrlichen Partner zu tun hat oder mit Einem der sich vor allem seinen eigenen (und den einiger Familienangehörigen und Freunde...) Arbeitsplatz "vergolden" lassen will - ist vor allem bei kleineren Unternehmen aus der Ferne schwer zu beurteilen.
Es wäre jedenfalls nicht das Erste Mal daß ein paar findige Geschäftemacher eine Art Fonds auflegen dessen Gewinne größtenteils im Management "versickern" - und für den Kapitalgeber eine Rendite bleibt die einer negativen Realverzinsung des eingesetzten Kapitals entspricht. Und letzteres ist ja noch nicht das "Worst-Case-Szenario". Schlimmstenfalls ist das Geld dann halt einfach ganz weg.

Wenn überhaupt würde ich mich da nur bei sehr großen und namhaften Anbietern "rantrauen" - Also Anbieter die groß genug sind daß sie es wert sind von namhaften Analysten ins Visir genommen zu werden. Gerade bei ausländischen Investments ist es m.E. wichtig es mit börsennotierten Papieren zu tun zu haben - also keine geschlossenen Fonds oder Beteiligungen mit festen Laufzeiten.
Denn für den Anleger kommt bei einem Engagement in einem fremden Währungsraum auch noch das Wechselkursrisiko hinzu. Gerade mit Blick auf den Loonie sollte man ja auch sehen daß man da gegenwärtig nicht gerade "superbillig" einsteigt. Von börsennotierten Papieren kann man sich jederzeit zu fairen Konditionen trennen - oder auch zukaufen falls man will.

Ich halte auch nicht viel davon aus "ideologischen Motiven" zu investieren. In erster Linie muß die Anlage zur eigenen Vermögensplanung passen - und nicht zur eigenen Weltanschauung.
So eine Beteiligung sehe ich im derzeigigen Marktumfeld schon deshalb kritisch weil man an Subventionstöpfen eines Staates hängt. Hier besteht das Risiko zum einen daran daß die Subventionen (samt dem eingesetzten Kapital) durch Inflation abgewertet werden - zum Anderen bleibt auch noch ein politisches Risiko aus Richtung Staatshaushalt. Und der "Sachwert" in den man da investiert hat ja auch nur eine begrenzte Lebensdauer...

Also wenn ich jetzt ein paar Tausender für ein paar Jahre zum "nicht mehr Nachdenken" anlegen sollte - würde ich eher in sowas wie "Plum Creek" investieren. So ein REIT bringt zwar nur eine bessere "Sparbuchverzinsung" - dafür ist man aber in Wald und dessen Ertrag - also primär in Sachwerten investiert. Sollte es zwischenzeitig eine Währungsreform oder Hyperinflation geben... könnte man das beruhigt aussitzen. Und sollte man mal Geld für was Besseres brauchen - Ein paar Mausklicks - und man hat die Papiere wieder verkauft...
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Re: Investieren in Kanada

Beitragvon 4solar » 01.04.2011, 08:41

Liebe Solar Gemeinde und Vansbro

Vansbro hat sicher mit den meisten, oder sogar mit all seinen Argumenten recht. Aber vielleicht ist es doch mal wert die Sache etwas genauer zu durchleuchten.

In Ontario bekommt man bei derzeitigem Wechselkurs, bei bis zu 10 kWp Anlagen, 60 Euro Cent pro KW eingespeiste, für 20 Jahre garantiert. 46 Euro Cent, wenn die Anlage auf dem Boden installiert ist. 51 Euro Cent, für eine bis zu 250kWp Dach Installation. Bei der Gestaltung des Einspeise Gesetzes von Ontario, war übrigens auch unser Solar Held, Dr. Hermann Scheer aktiv.
Ontario hat, zumindest, wo zur zeit PV Anlagen installiert werden, 10% mehr PV Ertrag, als die beste Gegend von Deutschland! Namhafte Hersteller von Produkte, welche für die Installation von den PV Anlagen verwendet werden, kommen aus dem Deutschen Markt oder sind uns alle bekannt. (Schletter, Hilti, SMA, Fronius, KACO, Day4 Energy, Canadian Solar, Siliken) Es sind auch im Bereiche der erneuerbaren Energien, namhafte Berater und Rechtsanwalt Firmen, parallel in Deutschland und in Kanada tätig, denen sicher auch viel daran liegt nicht ihren guten Ruf zu verlieren.

Hat sich schon jemand eine Gedanken gemacht, was er wirklich mit der Einspeise Vergütung garantiert bekommt? Es ist Geld, Euros. Was kann jemand damit anfangen. Man kann sie nicht essen, es hält nicht warm (außer man verbrennt das Geld :D ) es gibt uns kein Dach über den Kopf und wir können auch kein Auto damit fahren. Wir müssen uns also dafür etwas eintauschen. Im Jahre 2001 mussten wir nur etwa Euro 1,10 für einen Liter Benzin hin blättern. http://www.spiegel.de/wirtschaft/a-110155.html Was es heute ist kennt jeder, wenn er sein Auto betankt. Damit kann sich auch jeder ausrechnen, wie viel kW von der Einspeisung er braucht um seine Tank zu füllen, oder seine Lebensmitte zu kaufen.

Ich will damit nur sagen, was wir für unsere eingespeiste Energie bekommen ist Geld, und das hat nur so viel wert, was wir uns heute und die nächsten 20 Jahre damit kaufen können.
In Kanada bekomme ich heute für 3 kW eingespeisten Strom etwa 1,5 Liter Benzin, oder auch 1,5 Liter Milch. Für die Zukunft bin mir auch sicher, dass ich dafür auch in Zukunft noch was bekommen werde, denn Kanada hat Bodenschätze wie Öl und Edelmetalle. Holz und Wasser, und viel Land zur Produktion von Lebensmittel.
Warum schreibe ich das? Ich lebe seit mehr als 25 Jahre in Kanada, bin dort schon immer unternehmerisch tätig, und fühle mich dort, und mit dem Kanadischen Dollar in der Tasche sicherer als mit dem Euro, oder $ US

Wenn nun jemand sich die Mühe macht, und die Sache etwas durch-kalkuliert, wird mancher denke, wie kann es sein, dass dort eine so hohe Rentabilität geboten wird. Aber war es nicht in Deutschland auch so, dass die Rentieten in den Anfangsjahren wesentlich besser waren als Heute.

In diesem Sinne,
sonnige Grüße aus Kanada
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Re: Investieren in Kanada

Beitragvon PV-Berlin » 02.04.2011, 12:31

Wenn die Erträge wie sie schreiben so viel höher sind, dann wären bei gleicher Einspeisung schon so extrem hohe Renditen möglich, dass es einem schwindlig wäre. Natürlich nur, wenn man ähnliche Baukosten wie in Deutschland annimmt. Wenn die aber um mehr als 10% über den Deutschen liegen, ist das nicht nachvollziehbar. Also eine Dachanlage 30 kWp Blechdach mit richtig guten Modulen (Nicht die, die sie genannt haben) und STP SMA sollte dann maximal bei 2.500,- € je kWp liegen. Zur Not (Regionalist) geht es auch mit den drittklassigen Modulen, die vor Ort produziert werden. Aber der Zielpreis sollte da auf keinen Fall noch höher liegen. Dass dann auf diesen Preis noch diverse Kosten oben drauf kommen, weil die Leute gierig sind, kennt man ja aus anderen überförderten Ländern.

Wenn sie dazu eine Idee haben, dann finden sich genug Investoren aus D. , die weder eine Bank benötigen, noch Angst vor dem Wechselkurs haben. Machen sie doch mal ein Dach fertig und stellen sie das Projekt vor. Bitte nicht zu klein. Ein Flug kostet auch Geld und Zeit.

Oder wie es ... gerne sagt: "Nun mal Butter bei die Fische!"
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Investieren in Kanada

Beitragvon Elektron » 02.04.2011, 13:00

Hallo,

wer in Canada bzw. Ontario investieren möchte, soll sich doch bitte in München mit Frau Dr. Terrie Romano in Verbindung setzen. Kanns nur Empfehlen!

Vertretung Provinz Ontario in Deutschland:
Ontario International Marketing Centre
Dr. Terrie Romano, Konsulin Wirtschaftsangelegenheiten
Konsulat von Kanada
Tal 29
80331 München
Tel.: 089/219 957-60
Fax: 089/219 957-57
george.hanus@international.gc.ca
http://www.ontario.com

Gruß Elektron
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Re: Investieren in Kanada

Beitragvon Vansbro » 03.04.2011, 14:32

Die Gretchenfrage ist ja immer: Was kommt davon netto beim Beteiligten an? Wie bin ich als Teilhaber abgesichert? (Kaufe ich "m2 Anlage" - oder bezahle ich für Anteile an einem Betriebsergebnis?) Ist meine Rendite fest zugesichert - oder abhängig von der tatsächlichen Stromproduktion?

Angesichts von derart üppigen Subventionen stellt sich mir natürlich zuerst die Frage wo sich die Eigentümer der Frei- oder Dachflächen ihren Teil vom Kuchen abschneiden. Ein Immobilienbesitzer wird sein Dach ja auch nicht gratis zur Verfügung stellen. Er wird vielmehr sogar (falls das Dach sehr günstig liegt) daran gehen die Sache mit so einer Anlage selbst in die Hand zu nehmen. (Sollte mich ja wundern wenn´s bei den Banken da nicht längst spezielle Kredite für gäbe...)
So gesehen kann ich mich da meinem Vorredner nur anschließen: Butter bei die Fische! Denn ansonsten würde ich als Anleger sagen: Der Spatz auf dem eigenen Hausdach ist mir im Zweifel lieber als die Taube auf einem fernen, fremden Dach.
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Re: Investieren in Kanada

Beitragvon HEWE » 03.04.2011, 14:40

Was haben wir aus der Bankenkrise gelernt ?
Anscheinend GARNICHTS, wenn ich hier das alles so lese.
Ich stehe auf dem Standpunkt: Jeder der dir mehr Rendite als 8 % verspricht, hat nur eines im Sinn, dich um dein Geld bescheisssssen.Möglichst schnell und schmerzlos, nach dem Motto : Jeden Morgen steht ein Dummer auf, den musste finden, und du hast für den Tag ausgesorgt.
In diesem Sinne weiter so.
Gruß
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Re: Investieren in Kanada

Beitragvon 4solar » 03.04.2011, 22:39

Hallo Elektron

:danke: für den Tipp "Frau Dr. Terrie Romano" http://invest-ontario.com/typo3/en/jour ... zum-m-286/

Hallo HEWE

Welche Rendite darf man versprechen und welche Sicherheit muss geboten werden um seriöse zu erscheinen?

Gruß 4solar
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Re: Investieren in Kanada

Beitragvon HEWE » 04.04.2011, 06:04

4solar
Einfach nur den " Gesunden Menschenverstand " einsetzen.

Versprechen darfste alles, nur............ du musst halt einen finden, der dir glaubt
Liegt nicht alleine schon in dem Wort : " Versprechen " die Bedeutung ?
Ich habe mich " versprochen " oder ich " verspreche dir " könnte bedeuten: " sorry ich habe etwas falsches gesagt, ich meinte etwas ganz anderes "
Jeder muss wissen , je höher die " VERSPROCHENE " Rendite umso größer ist das Risiko.
Und der Begriff " Restrisiko " hat ja inzwischen eine völlig neue Bedeutung gewonnen.

Gruß

HEWE
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Re: Investieren in Kanada

Beitragvon open source energy » 04.04.2011, 06:52

ecotrip hat geschrieben:Liebe Foren Mitglieder. Ich bitte um mithilfe.

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