Fragen und Diskussion zu jeglicher Unternehmensform für den Betrieb von Solarstrom-Anlagen, wie z.B. GbR, GmbH, Beteiligungen, Bruchteilgemeinschaften, Genossenschaften.
ACHTUNG: kein Marktplatz für Suche/Biete
Moderator: Mod-Team
von eggis » 06.12.2011, 19:00
Moin! Bei mir in der Region hat IBC einen kleineren Solarpark (~1,6 MWp - Jinko/SMA) errichtet. Was haltet ihr von dem folgenden Investment? IBC SOLAR Invest GmbH / Bürgersolarpark Grevesmühlen GmbH & Co. KGMindestbeteiligung: 5000€ (als Kommanditist) Renditeerwartung: 6,78% Hier der Auszahlungsplan graphisch dargestellt. Unbenannt.png
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen. Mit sonnigen Grüßen -eggis- "Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft." (George Bernard Shaw)SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC Meine Anlage!!! hier klicken
-

eggis
- Moderator
-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 15169
- Registriert: 09.10.2007, 21:30
- Wohnort: bei Lübeck
- PV-Anlage [kWp]: 6,9
- Info: Betreiber
von mwanton » 06.12.2011, 21:17
Wahrscheinlich ist es ökonomisch sinnvoller die Nordseite des Daches Deiner bestehenden Anlage zu belegen. Oder such Dir ein Pachtdach, fast egal wo und welche Ausrichtung. Da schaffst Du locker die knapp 7% GKR (IRR) des IBC Projektes und hast auch noch die steuerlichen Vorteile.
Baue gerade selber O/W Dach mit Ertragserwartung nur um 825 kWh/kWp und teurem AC Anschluß (knapp 130 €/kWp) und 6% Pacht. Läuft mit Yingli und SMA und 2 lagiger UK sowie allen anderen Nebenkosten auf ca 9,5% GKR (IRR) und bei 20% EK auf ca 19% EKR (IRR) nach Kosten und vor Steuern hinaus.
Gruß mwanton
-
mwanton
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1387
- Registriert: 29.04.2007, 20:20
- Wohnort: Hamburg
- PV-Anlage [kWp]: 539
- Info: Betreiber
von user4711 » 06.12.2011, 22:16
Oh Oh, die Ausschüttung ist mit mit 6,x% nicht über die Zeit verteilt, es fängt mit 1,6% an und in 20 Jahren gibt es dann 46%.
Da nehme ich doch besser Photon oder andere Anbieter, dort ist die Aufschüttung wenigstens gleichmäßig verteilt.
Im Jahre 2031 hatten wir ggf schon die dritte Währungsreform, die 46% sind dann mit der Portokasee zu bezahlen.
Viele Grüße user4711
-
user4711
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1357
- Registriert: 31.12.2009, 10:54
- PV-Anlage [kWp]: 9,3
- Info: Betreiber
von Theoden » 06.12.2011, 22:51
mwanton hat geschrieben:Oder such Dir ein Pachtdach, fast egal wo und welche Ausrichtung.
Das ist natürlich eine Empfehlung, die man hier im Forum oft zu lesen bekommt, aber zumindest meine Erfahrung ist die, dass es sehr schwierig ist, fremde Leute davon zu überzeugen, ihr Dach zu vermieten. Klar, wenn man innerhalb der Verwandtschaft oder Bekanntschaft jemanden hat, den man dahingehend überreden kann, dann sollte man das auch nutzen und dann klappt das auch. Aber bei fremden Leuten zu klingeln oder einen Brief einzuwerfen - bei mir hat beides nicht zu einem Erfolg geführt. Vielleicht stell ich mich auch nur blöd an oder es gibt dahingehend große regionale Unterschiede bzw. Vorbehalte, keine Ahnung.  Also wenn dahingehend jemand Empfehlungen hat, wie man am besten an Pachtdächer gelangt, immer her damit. Zu dem hier diskutierten Angebot: Ich würde schon wegen der Jinko-Module davon Abstand nehmen. Es ist ja bis heute nicht ganz klar, was für Umweltsauereien dieses Unternehmen zu verantworten hat. Und dann wurde ja auch schon richtigerweise kritisiert, dass die Ausschüttungen in den ersten 10 Jahren doch sehr niedrig ausfallen. Dafür ist die Gesamtauschüttung ganz gut. Dennoch, ich würde auf bessere Angebote warten. Ich denke, im Laufe des nächsten Jahres kommen noch ein paar richtig gute Angebote (auf Grund der jetzt so niedrigen Modulpreise). Beste Grüße, Theoden
-

Theoden
- Fleißiges Mitglied

-
- Beiträge: 377
- Registriert: 08.02.2009, 01:14
- Wohnort: Nördliche Bergstraße
- Info: Betreiber
von Kollektor » 07.12.2011, 01:47
Das Angebot ist nachvollziehbar, die Rendite auch. Erst werden die Bankkredite bedient und danach gibts erst richtig gute Ausschüttungen. Der Preis ist zu hoch und die Freilandvergütung zu gering um bessere Resultate zu bekommen. Theoden hat geschrieben:Also wenn dahingehend jemand Empfehlungen hat, wie man am besten an Pachtdächer gelangt, immer her damit.
Spontanes Nachfragen wenn man ein "schönes" Dach sieht bringt erfahrungsgemäß nichts. Da haben 20 Interessenten schon vorher gefragt. Bessere Erfolgsaussichten bestehen wenn man Immobilienmakler einschaltet. Provision liegt bei etwa einer Jahresmiete. Oder selbst ein Inserat aufgeben. Auf ein Inserat hin erhielt ich einmal 5 Angebote. Leider war mein Wunschdach nicht dabei, alle hatten ihre Tücken, meist war es der Dachzustand, aber auch fällige Asbestsanierungen und überzogene Pachtpreise, fehlende erstrangige Grunddienstbarkeiten u. dgl.. Nach langen Bemühungen klappt es aber irgendwann doch, man braucht Beharrlichkeit und darf keine lokalen Präferenzen haben. Hilfreich ist die Nähe zu verschiedenen Solarteuren, die werden oft um Angebote gebeten und nicht immer klappt die Finanzierung. Die Sahnestücke bekommt man so nicht, das machen die Solarteure dann für sich selbst. Aber brauchbare Dächer ( Ost-/West etc. ) sind schon dabei. Da geht man dann zu den Dachbesitzern und bietet ihnen an, ihnen die PV-Anlage nach 20 Jahren zu schenken und zusätzlich eine gute Pacht als Einmalzahlung zu geben. Ist aber schon stressig und mit viel Reiseaufwand verbunden. Meine Erfolgsquote liegt unter 3 %. Habe aber trotzdem 4 PV-Anlagen auf Fremddächern und eine bereits fertig aufgebaute PV-Anlage auf einer Bahn-Lärmschutzwand geschafft.
Sonnige Grüße
Kollektor
-

Kollektor
- Moderator
-
- Beiträge: 4406
- Registriert: 31.08.2005, 21:26
- Wohnort: Südliche Weinstraße
- PV-Anlage [kWp]: 240
- Info: Betreiber
von Theoden » 07.12.2011, 12:59
Kollektor hat geschrieben:Ist aber schon stressig und mit viel Reiseaufwand verbunden. Meine Erfolgsquote liegt unter 3 %.
Danke für Deine ausführliche Antwort. Angesichts Deiner Ausführungen erscheint es mir umso verwunderlicher, mit welcher Leichtfertigkeit hier im Forum regelmäßig der Tipp gegeben wird "dann pachte Dir doch einfach ein Dach". Wegen meiner eigenen Erfolglosigkeit beim Pachten fremder Dächer habe ich (bis auf 17,5 kwp) bisher ausschließlich auf geschlossene Fonds zurückgegriffen. Die laufen auch ausnahmslos sehr gut. Bei sorgsamer Auswahl (95% aller Angebote werfe ich auf Grund verschiedener Ausschlusskriterien sofort in die Tonne) fährt man mit solchen Beteiligungen auch ganz gut. Wobei die aktuell erzielbaren Renditen bei Dachanlagen in Deutschland natürlich alles in den Schatten stellen, was es je im Bereich der Photovoltaik gegeben hat. Eigentlich ist das schon fast pervers, wenn da Eigenkapitalrenditen von 20% erzielt werden. So war das EEG nie gedacht. Aber dennoch: natürlich reizt mich diese Situation, daher würde ich gerne nochmal ein Dach pachten und eine Anlage selbst entwickeln, um die momentane massive Überförderung für mich nutzbar zu machen.  Also wenn das hier ein Solarteur liest, der noch ein solides Dach zu vergeben hat, her damit. Nochmal an eggis: Wenn Du auf der Suche nach einer guten Beteiligung bist, würde ich mir an Deiner Stelle mal den HEP England 1 ansehen: http://www.hep-capital.com/md/DL_1320852665_file.pdf. Den finde ich ganz interessant, allerdings handelt es sich hier um eine Beteiligung im Ausland, inklusive Wechselkursrisiko (oder Chance, vor allem wenn der Euro unter Druck gerät). Die aktuellen Beteiligungsangebote in Deutschland gefallen mir aber alle nicht. Ich denke aber, im Laufe des nächstes Jahres dürfte es auch hier wieder interessantere Beteiligungsangebote geben. Beste Grüße, Theoden
-

Theoden
- Fleißiges Mitglied

-
- Beiträge: 377
- Registriert: 08.02.2009, 01:14
- Wohnort: Nördliche Bergstraße
- Info: Betreiber
von eggis » 07.12.2011, 13:28
Moin! Danke für eure Antworten. Als über die Inbetriebnahme des Parks in der Presse berichtet wurde und eine Bürgerbeteiligung angekündigt wurde, war ich schon interessiert eine Beteiligung in Erwägung zu ziehen. Als nun die Konditionen genannt wurden war ich schon enttäuscht. Das investierte Geld ist noch nicht mal nach 16 Jahren wieder drin. Für eine so lange Zeit ist die genannte Rendite zu gering. IBC wird hier einen guten Schnitt machen. Module und WR werden zusammen ca. 1€/Wp kosten. Mit Peripherie werden die Kosten wohl bei 1500€/kWp liegen. Für 2000€/kWp erwarte ich einen Aufdachanlage und die entsprechende Vergütung. Bei 2000€/kWp erwerbe ich mit 5000€ somit einen Anteil von 2,5kWp an der Anlage. Bei angenommenen 950kWh/kWp erwirtschaftet die Anlage einen Ertrag von 10000€ in 20 Jahren. Also grob 5000€ Gewinn. Das Investment soll aber ~8500€ Gewinn erbringen.  Das heißt doch, dass hier irgendwo ein Hebel sein muss und das am Anfang zu wenig ausgezahlter Ertrag wo anders angelegt (weitere Solarparks?) wird  Für den Investor bedeutet das doch, er muss nicht nur das Risiko dieses Parks einschätzen können, sondern auch die Anlage des Geldes in unbekannte Investments? Das ist mir alles zu wackelig!
Mit sonnigen Grüßen -eggis- "Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft." (George Bernard Shaw)SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC Meine Anlage!!! hier klicken
-

eggis
- Moderator
-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 15169
- Registriert: 09.10.2007, 21:30
- Wohnort: bei Lübeck
- PV-Anlage [kWp]: 6,9
- Info: Betreiber
von Kollektor » 07.12.2011, 13:36
Theoden hat geschrieben:Also wenn das hier ein Solarteur liest, der noch ein solides Dach zu vergeben hat, her damit.
Ich will nicht vorgreifen und wünsche auch viel Erfolg damit, aber die Aussicht schätze ich sehr gering ein dass hier jemand antwortet. Persönliche Ansprache und ein guter Bekanntschaftsfaktor sind erfolgversprechender. Die Leute muss man regelmäßig sehen. Bei mir gibt es auf verschiedenen Ebenen solche Kontakte. In deiner Heimatstadt Darmstadt betreibe ich übrigens diese Anlage: Darmstadt.jpg
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen. Sonnige Grüße
Kollektor
-

Kollektor
- Moderator
-
- Beiträge: 4406
- Registriert: 31.08.2005, 21:26
- Wohnort: Südliche Weinstraße
- PV-Anlage [kWp]: 240
- Info: Betreiber
von Theoden » 07.12.2011, 13:40
Kollektor hat geschrieben:Ich will nicht vorgreifen und wünsche auch viel Erfolg damit, aber die Aussicht schätze ich sehr gering ein dass hier jemand antwortet.
Das hatte ich schon befürchtet.  Kollektor hat geschrieben:In deiner Heimatstadt Darmstadt betreibe ich übrigens diese Anlage:
Interessant. Schick mir doch mal die Adresse per PN, die würde ich mir gerne mal ansehen (falls sie von der Straße einsehbar ist). eggis hat geschrieben:Bei 2000€/kWp erwerbe ich mit 5000€ somit einen Anteil von 2,5kWp an der Anlage. Bei angenommenen 950kWh/kWp erwirtschaftet die Anlage einen Ertrag von 10000€ in 20 Jahren. Also grob 5000€ Gewinn. Das Investment soll aber ~8500€ Gewinn erbringen.  Das heißt doch, dass hier irgendwo ein Hebel sein muss und das am Anfang zu wenig ausgezahlter Ertrag wo anders angelegt (weitere Solarparks?) wird  Für den Investor bedeutet das doch, er muss nicht nur das Risiko dieses Parks einschätzen können, sondern auch die Anlage des Geldes in unbekannte Investments?
Der Hebel kommt hier über das Fremdkapital ins Spiel, das noch zusätzlich aufgenommen wird. Mit Deinen 5.000 € Eigenkapital finanzierst Du daher nicht 2,5 kwp, sondern rund 13 kwp. Deine Einlage macht also lediglich 19% der gesamten Investition aus, der Rest läuft über Fremdkapital - wobei Du nur für Deine geleistete Einlage eine Haftung übernimmst (es kann also nicht passieren, dass Du Geld nachschießen musst, wenn alles schiefgeht). In weitere Anlagen wird also nicht investiert. Beste Grüße, Theoden
Zuletzt geändert von Theoden am 07.12.2011, 13:46, insgesamt 2-mal geändert.
-

Theoden
- Fleißiges Mitglied

-
- Beiträge: 377
- Registriert: 08.02.2009, 01:14
- Wohnort: Nördliche Bergstraße
- Info: Betreiber
von Kollektor » 07.12.2011, 13:42
eggis hat geschrieben:Bei 2000€/kWp erwerbe ich mit 5000€ somit einen Anteil von 2,5kWp an der Anlage. Bei angenommenen 950kWh/kWp erwirtschaftet die Anlage einen Ertrag von 10000€ in 20 Jahren. Also grob 5000€ Gewinn. Das Investment soll aber ~8500€ Gewinn erbringen.  Das heißt doch, dass hier irgendwo ein Hebel sein muss und das am Anfang zu wenig ausgezahlter Ertrag wo anders angelegt (weitere Solarparks?) wird  Für den Investor bedeutet das doch, er muss nicht nur das Risiko dieses Parks einschätzen können, sondern auch die Anlage des Geldes in unbekannte Investments?
. Deine 5000 € "Gewinn" ist die reine Einspeisevergütung. Ich denke auch nicht, dass die mit deinem Geld in andere Parks investieren, die Vergütung geht voll an die Verwaltung und die Bank.
Sonnige Grüße
Kollektor
-

Kollektor
- Moderator
-
- Beiträge: 4406
- Registriert: 31.08.2005, 21:26
- Wohnort: Südliche Weinstraße
- PV-Anlage [kWp]: 240
- Info: Betreiber
Zurück zu Unternehmensgesellschaften
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste
|