Fragen und Diskussion zu jeglicher Unternehmensform für den Betrieb von Solarstrom-Anlagen, wie z.B. GbR, GmbH, Beteiligungen, Bruchteilgemeinschaften, Genossenschaften.
ACHTUNG: kein Marktplatz für Suche/Biete
Moderator: Mod-Team
von paderborner75 » 23.06.2011, 13:39
Hallo Leute !
Ich bin Ingenieur, arbeite in einem Unternehmen, bislang also nicht selbstständig !
Ich besitze einen kleinen Hof mit einigen landwirtschaftlichen Ackerflächen (verpachtet). Auf einer meiner Flächen wird eine Freiflächenanlage errichtet. Die Fläche ist bereits als Sondergebiet Photovoltaik im FNP geändert worden. Geplant sind ingesamt 400 kw (1,1 ha), desweiteren eine 28 kw Dachanlage.
Ich habe bereits Bankgespräche geführt, für die Finanzierung wird 15 % Eigenkapital vorrausgesetzt. Diese sind bei mir jedoch nicht vorhanden, deswegen folgende Überlegung: 200 kw werden an einen "Fremdinvestor" vergeben, die 20 Jahres- Pacht lasse ich mir abgezinst auszahlen --> mein Eigenkapital für 200 kw wäre ungefähr vorhanden.
Möglichkeit zwei wäre die 400 kw komplett selbst zu machen, aber das geht nur über eine eingetragene Grundschuld. Da ich kein Risiko eingehen möchte und Pv- Neuling bin, strebe ich Möglichkeit 1 an.
Nun zur eigentlichen Frage, welche Unternehemsform würdet ihr anstreben ? Ich denke bei einer Investitionssumme von >400.000 € ist eine GmbH schon angebracht ?
Sprich, wenn die GmbH pleite gehen würde, hafte ich "nur" mit meinem Eigenkapital von ca. 60.000 € (inkl. 25.000 Stammkapital).
Ist es sinnvoll die kleine Dachanlage mit in die GmbH zu nehmen ?
weitere Vorteile / Nachteile der GmbH (außer Haftungsausschluss) ? Keine Verlustrechnung möglich ? Wie verhält sich das mit der Gewerbesteuer (erst ab Gewinn von 24500 € ?)
Was sind für Kosten bei der Buchführung/ Bilanzierung zu veranschlagen ? Selbst möglich ?
vielen Dank für Antworten im vorraus,
mfg
-
paderborner75
- Neu hier

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 7
- Registriert: 23.06.2011, 13:18
- Info: Betreiber
von Trashman » 23.06.2011, 13:55
Die GmbH wird nur Geld bekommen wenn Du für sie bürgst-also nutzlos...
-
Trashman
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1910
- Registriert: 19.04.2006, 18:23
- PV-Anlage [kWp]: 146
- Info: Betreiber
von JschulzeP » 24.06.2011, 07:58
Hallo Paderborner Warum das Risiko geringer sein soll als mit Grundschuld verstehe ich nicht ! Du hast die 200kw ja nicht aus der Tasche bezahlt sondern nur die 15 % !!! Meine Meinung : erst mal mehr als 400 kw auf den ha bringen (bis zu 1 MW) Dann einen Partner(oder 2) suchen der mit dir zusammen die 15 % aufbringt! Sei froh das dir das Grundstückgehört und setzte es als Sicherheit voll ein!!!
PS.: Ich wär froh dein Problem zu haben,wer nicht wagt der nicht gewinnt!!!
MfG Jochen
-
JschulzeP
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 669
- Registriert: 13.11.2009, 14:37
- Wohnort: 48712 Gescher
- PV-Anlage [kWp]: 201,5
- Info: Betreiber
von paderborner75 » 25.06.2011, 12:06
Hallo Jochen, du hast natürlich Recht, das Risiko wird dadurch nicht geringer....aber ich möchte einfach nicht, dass die Bank in meinem Grundbuch steht. Angenommen die Module sind nach 10 Jahren defekt..die Modulhersteller sind Pleite, Produktgarantie ist hin.... Da möchte ich einfach nicht, dass auf mal die Bank mit 200.000 € Verbindlichkeiten und einem Grundbucheintrag bei mir im Nacken steht....dann heißt es Kohlen auf den Tisch, oder Flächen weg  Klar, ist unwahrschienlich, aber wenn ich das Kapital vom Investor da "reinschiebe", ist erstmal kein "Eigentum" in Gefahr 
-
paderborner75
- Neu hier

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 7
- Registriert: 23.06.2011, 13:18
- Info: Betreiber
von Sonnenstevie » 26.06.2011, 11:12
Sei mir nicht böse, aber ich sage es mal ganz ehrlich: Wer so denkt, wird keine Finanzierung bekommen. Die Bank wird Dir einfach kein Geld geben.
Viele Grüße
Stevie
Dr. Stefan Rode Rechtsanwalt und Steuerberater
-
Sonnenstevie
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 3107
- Registriert: 24.03.2008, 19:22
-
von kpr » 25.07.2011, 08:24
Wenn die Bank Dein Risiko tragen soll....
wie wäre es, wenn Du mal fragst, ob die Bank nicht die Anlage bauen will - und Du leihst Ihnen Geld zu 2,5% ?
16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung
-
kpr
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 3764
- Registriert: 02.04.2010, 16:03
- PV-Anlage [kWp]: 16,92
- Info: Betreiber
von wesozell » 26.07.2011, 12:49
Die Bank wird auf jeden Fall eine erstrangige Grunddienstbarkeit verlangen, nicht zu verwechseln mit einer Grundschuld. Hier solltest du dich von einem Notar beraten lassen, Sichwort nichtkapitalisierte Grunddienstbarkeit. Viel problematischer sehe ich dein Sondergebiet Photovoltaik. Wenn es eine umgewidmete Ackerfläche ist, sehe ich da unter Umständen große Probleme mit der EEG Vergütung.
-

wesozell
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 962
- Registriert: 30.01.2008, 10:52
- Wohnort: Claußnitz
-
von PV-Berlin » 28.07.2011, 12:02
kpr hat geschrieben:Wenn die Bank Dein Risiko tragen soll.... wie wäre es, wenn Du mal fragst, ob die Bank nicht die Anlage bauen will - und Du leihst Ihnen Geld zu 2,5% ?  Sie auch? Mit solchen Kindsköpfen hat man ab und an zu tun! Möchte mal wissen, von was die dann in der Nacht träumen? *Wenn sie privat mithaftet unterschreiben, ob nun mit GmbH oder nicht, --- am Ende bekommt die Bank alles, wenn sie als "Betrieb" scheitern. Über so ein lausiges Grundstück würde ich mir da am wenigsten Gedanken machen.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
-

PV-Berlin
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 5114
- Registriert: 30.06.2010, 12:27
- Wohnort: Berlin
- PV-Anlage [kWp]: 1
- Info: Betreiber
Zurück zu Unternehmensgesellschaften
Ähnliche Beiträge
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: okomhard und 0 Gäste
|