Genossenschaft für Freiflächenanlage

Fragen und Diskussion zu jeglicher Unternehmensform für den Betrieb von Solarstrom-Anlagen, wie z.B. GbR, GmbH, Beteiligungen, Bruchteilgemeinschaften, Genossenschaften.

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Re: Genossenschaft für Freiflächenanlage

Beitragvon korkeichenwald » 11.06.2012, 03:53

Bei einer Genossenschaft darf man nur Ausschüttungen tätigen, wenn auch Gewinne gemacht wurden. Ebenfalls fließt ein Teil der Gewinne jedes Jahr in die gesetzliche Rücklage (bis die Höhe der Rücklagen so hoch ist wie die Höhe der Geschäftsanteile der Mitglieder).
Aus diesem Grund ist die Rechtsform auch so sicher, weil sie nach einer Weile sehr viel "richtiges Eigenkapital" besitzt, nicht so wie ein GmbH, die nur 25 000 Euro benötigt.

Wenn die Genossenschaft einen Verlust macht, dann kann man diesen anteilig auf die Mitglieder verteilen und ihren Anteil entsprechend verringern. Dieses Vorgehen ist allerdings ziemlich unüblich. Der Verlust wird normalerweise als Verlustvortrag in das nächste Jahr gebracht und mit neuen Gewinnen/Verlusten verrechnet.
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Re: Genossenschaft für Freiflächenanlage

Beitragvon sonne123 » 13.06.2012, 14:39

Wenn ich das richtig verstanden habe, wird es problematisch, wenn die Geschäftsanteile durch
Verluste aufgebraucht sind und keine positive Fortführungsprognose existiert (grosse Modulschäden nach einem Jahrzehnt oder ähnliches. Verursacht dann Rückbau, Entsorgung, Liquidierung o.ä.
übliche Kosten, muss vermutlich doch nachgeschossen werden von den Genossen.

Und wenn dann einige Genossen sonst "pleite" sind: wer schliesst die Liquiditätslücke dann, wenn nicht die anderen Genossen?

Ist das Modell also wirklich "sicherer" als eine vorausschauend geführte GmbH & Co. KG?
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Re: Genossenschaft für Freiflächenanlage

Beitragvon korkeichenwald » 15.06.2012, 10:39

wenn die Nachschusspflicht ausgeschlossen ist, dann gibt es auch bei irgendwelchen Modulschäden keine Nachschusspflicht.

Wenn die Genossenschaft dann ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen kann ist diese insolvent.

Ja das Modell ist sicherer, weil die Genossenschaften von einem Prüfungsverband überwacht werden, der alle Dinge zur Veränderung anmahnt, die zu Problemen führen können. (Zusätzlich ist die Genossenschaft noch demokratischer --> 1 Kopf- eine Stimme und hat noch einige Vorteile mehr)

Mehr Informationen zu Energiegenossenschaften, Vorteile und wie man diese gründet unter
http://www.energiegenossenschaften-gruenden.de
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Re: Genossenschaft für Freiflächenanlage

Beitragvon futureman » 15.06.2012, 13:13

Ein Genossenschaftsmodell ist interessant, wenn das Volumen über 1Mio € geht. Ansonsten sind die Fixkosten zu hoch (u.a. Prüfung vom Genossenschaftsverband).
Wenn das allerdings erfüllt ist, ist gerade die Genossenschaft eine interessante Option. Nicht umsonst sind gerade die Genossenschaftsbanken von der Finanzkrise kaum betroffen, da sie im Sinne ihrer Genossen und nicht von Aktionären handeln.
Nach einigen Bürger-Solar-GbR´s (waren kleinere Anlagen) gründen wir jetzt gerade eine Energiegenossenschaft. Wenn man beim Verband die richtigen Ansprechpartner hat und erstmal einen kleinen Kreis wirklich Interessierter hat geht es eigentlich recht einfach (bisher jedenfalls :-))
Auf jeden Fall ist aus der Bevölkerung ein Riesenbedarf an vernüftigen Beteiligungsoptionen, gerade im Energiebereich. Und mit einer geringen Einstiegsschwelle zählt auch nicht mehr das Argument: PV ist nur was für reiche Ärzte.

Das Problem ist nur, wenn es zuviele Energiegenossenschaften gibt, bleibt nichts mehr für die G4.....
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Re: Genossenschaft für Freiflächenanlage

Beitragvon crowd1 » 09.08.2012, 21:59

Wenn man gut rechnet, funktionieren Genossenschaften auch unter 1 MIo. Die meisten Genossenschaften sind Anlagen um 100 KW.
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Re: Genossenschaft für Freiflächenanlage

Beitragvon crowdEnergy » 29.08.2012, 20:39

Vielleicht können wir helfen. Schau doch einmal unter www.crowdener.gy.
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Re: Genossenschaft für Freiflächenanlage

Beitragvon korkeichenwald » 04.09.2012, 20:37

bundesweit baut auch die Solarbürgergenossenschaft Anlagen: http://www.solarbuergergenossenschaft.de/
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Re: Genossenschaft für Freiflächenanlage

Beitragvon crowdEnergy » 06.04.2013, 10:54

Es ist eine Gesetztesnovelle geplant, die die Gründung von Mini-Genossenschaften weitgehend von den Kostenfaktoren freistellt. Wenn das kommt, werden Genossenschaften auch für Kleinanlagen wieder sehr interessant!
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