Bürger-Solaranlage - Wie organisieren?

Fragen und Diskussion zu jeglicher Unternehmensform für den Betrieb von Solarstrom-Anlagen, wie z.B. GbR, GmbH, Beteiligungen, Bruchteilgemeinschaften, Genossenschaften.

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Bürger-Solaranlage - Wie organisieren?

Beitragvon AlexDD » 15.06.2009, 13:11

Hallo Ihr,

ich trage mich mit dem Gedanken, eine sogenannte "Bürger-Solaranlage" zu installieren. Ein Flachdach wäre vorhanden. Installiert werden sollen ca. 30 KWp. Es wird mind. 10 Anteile geben. Im Prinzip sind wären aber auch viele kleine Anteile ab sagen wir mal 500 EUR denkbar.

Wie sollte man sowas bezgl. Eigentümerschaft, Betreiber und Abrechnung am besten organisieren? Welche Gesellschaftsform wäre sinnvoll?

Danke,
Alex.
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Beitragvon jodl » 15.06.2009, 14:43

Hallo,
bei uns gibt es mehrere solche Anlagen, die als GbR organisiert sind
2000 Euro = 1 Anteil = 1 Stimme
pro Person maximal 5 Anteile
bei 500 Euro Anteil hast du viele Personen und damit auch viel Verwaltungsaufwand
Abrechnung und Verwaltung macht bei uns einer der Gesellschafter als Geschäftsführer gegen Vergütung

in der Photon wurde kürzlich über die Vorteile einer Genossenschaft als Betreibergesellschaft berichtet, allerdings ist da das Stimmrecht nicht von der Einlage abhängig sondern pro Kopf

Gruß,
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Beitragvon solarbürger » 15.06.2009, 16:31

schau mal hier... unten auf der seite findest du den link zu unserem gesellschaftervertrag. viel erfolg - bürgersolar macht spass....

http://www.buergersolar-hofbieber.de/fr_buehb_g.htm
1,02 kwp (BP) / SWR 750 seit 2001
4 Beteiligungen an BürgerSolaranlagen
11,34 kwp (SF 200A/210) 2 SB 5000 (2007)

www.sonne-wind-wasser.de

www.sunnyportal.com/Templates/PublicPag ... ae&splang=
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Beitragvon solarfisch » 16.06.2009, 22:08

Hallo,

es gibt verschiedene Varianten von Bürgersolaranlagen. Mich hat besonders die der Sonneninitiative begeistert. Die Sonneninitiative agiert als Verein. Dort ist es so, daß man ab 1 kWp einsteigen kann. Sehr oft beträgt die Gesamtanlagengröße 30 kWp, d. h. es gibt 30 Anteile. Es steht den Interessierten frei, soviele Anteile zu kaufen, wie sie möchten. Dabei gehen die Module in den Besitz und das Eigentum des Käufers über, Leitungen, Wechselrichter, etc. entsprechend den Anteilen. Für Wartung, Betrieb, Überwachung, Abrechnung mit EVU, etc. zahlt man jährlich 1 % netto des Nettokaufpreises pro kWp.

Der Vorteil für mich gegenüber Genossenschaften war, daß ich hier Einnahmen aus Gewerbebetrieb habe, während bei den mir vorliegenden Genossenschaftskonzepten ich mich mit mind. 500 EUR hätte beteiligen müssen und dafür dann eine Zinszahlung erhalten hätte.

Sonnige Grüße
solarfisch
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Beitragvon Michael B. » 16.06.2009, 22:41

Hi!

Eine weitere Möglichkeit wäre die Organisation z.B. über die Firma Solardach Invest.

http://www.unisolar-leipzig.de/Netzwerk ... isolar.pdf

Das ist ein Link zum Unisolar Netzwerk, welches Bürgeranlagen an Universitäten errichtet, da stehen Links, teilweise auch zu anderen Seiten von Unisolar Initiativen mit weiteren Möglichkeiten, wie man eine Bürgeranlage errichten kann, incl. Risiken und Vorteile!

MfG

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Beitragvon AlexDD » 17.06.2009, 12:48

Schon mal vielen Dank für die Infos! Ich werde das am Wochenende mal in Ruhe durchsehen.
Gefunden habe ich noch: http://www.solverde-buergerkraftwerke.d ... p?idcat=42 Dieser Ansatz gefällt mit ganz gut.

Alex.
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Beitragvon Amun_Ra » 18.06.2009, 07:01

AlexDD hat geschrieben:Schon mal vielen Dank für die Infos! Ich werde das am Wochenende mal in Ruhe durchsehen.
Gefunden habe ich noch: http://www.solverde-buergerkraftwerke.d ... p?idcat=42 Dieser Ansatz gefällt mit ganz gut.

Alex.


Geht es um eine reine Beteiligungsgesellschaft bei der durch Erwerb finanzieller Anteile mit überschaubarer Laufzeit die Anlage finanziert werden soll oder sollen Anlagenbestandteile (wie von solarfisch beschrieben) in den Besitz und das Eigentum des Käufers übergehen?
21x AS Antares P 225 (asola Thüringen) an 1x SMA SB 4000TL-20
<<< meine Anlage bei Sonnenertrag.eu >>>
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Beitragvon AlexDD » 18.06.2009, 22:04

Da bin ich mir noch nicht sicher. Hat ja beides Vor- und Nachteile. Ich tendiere aber eher in Richtung Geldanlage und Eigentum beim Betreiber. Wir haben uns schon bei der ersten Anlage (noch nicht als Bürgersolaranlage) nicht mit einem potentiellen Investor einigen können um gleich eine Nummer größer zu bauen. Aus dieser Erfahrung heraus denke ich, dass es vermutlich besser ist, Planung, Einkauf und Betrieb bei einer, maximal zwei Personen verantwortlich zu bündeln.

Alex.
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Beitragvon AlexDD » 29.09.2009, 15:22

Ich hatte gestern ein sehr interessantes Gespräch mit zwei Mitarbeiterinnen der SAB und der Hypovereinsbank.

Als potentiell denkbare Variante für eine Bürgersolaranlage haben wir eine UG(haftungsbeschränkt) diskutiert:

Folgende Vorteile sehe ich:

- relativ preiswerte Gründung
- Haftung aller Beteiligten begrenzt
- Anteile lassen sich relativ einfach weiterreichen
- Verantwortung und Durchführung lässt sich ohne überhöhtes Risiko beim GF bündeln
- eine Finanzierung der PV-Anlage ist bei ca. 50% Eigenkapital als "Projektfinazierung" ohne weitere Sicherheiten (lediglich Abtretung der Einspeisevergütung) möglich (ungeteilte Zustimmung beider Bankvertreter!)
- Förderung der SAB (in Sachsen) wird als Eigenkapitalersatz gewertet
(Dienstbarkeit haben wir nicht weiter diskutiert - die SAB scheint hier aber bei öffentlichen Gebäuden relativ großzügig zu sein)

--> ein Kredithebel von 3:1 wäre darstellbar
10*1.000€ Beteiligung + 5.000€ Förderung + 15.000 € Darlehen = 30.000€ für 10KW Anlage.

Ganz trivial ist die Gründung der Mini-GmbH natürlich nicht, aber für mich scheint die UG alles in allem eine durchaus interessante Variante. Wie ist Eure Meinung dazu? Habe ich wesentliche Schwierigkeiten übersehen?

Alex.
83 Solarwatt M220/P210 an 2*Sunways NT5000 und NT10000: http://laborschule.solardach-dresden.de
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Beitragvon Swemers » 29.09.2009, 15:40

Hi,
Wie ist Eure Meinung dazu? Habe ich wesentliche Schwierigkeiten übersehen?
ja soviel ich weiß muss die UG einen gewissen Teil des Reingewinns in die Erhöhung des Stammkapitals stecken.
Mfg
Stefan Swemers
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