Bürger-Solaranlage - Wie organisieren?

Fragen und Diskussion zu jeglicher Unternehmensform für den Betrieb von Solarstrom-Anlagen, wie z.B. GbR, GmbH, Beteiligungen, Bruchteilgemeinschaften, Genossenschaften.

ACHTUNG: kein Marktplatz für Suche/Biete

Moderator: Mod-Team

 

0.00 (0 Bewertungen) | Zum Bewerten bitte anmelden

Beitragvon AlexDD » 29.09.2009, 19:46

Ja, 25% des Jahresüberschusses. Soviel wird das nicht sein. Außerdem kann man das Stammkapital ja auch ausgeben. Und so falsch ist es auch nicht, nach 20 oder 25 Jahren etwas Geld zum Entsorgen/Ausschütten übrig zu haben, wenn Anlage abgebaut wird.

Sorgen machen mir aber z.B. die Buchführungsauflagen, die sich nur extern stemmen lassen dürften und damit Geld kosten.

Alex.
83 Solarwatt M220/P210 an 2*Sunways NT5000 und NT10000: http://laborschule.solardach-dresden.de
52 Sanyo Hit 230/240 an 2*SB 4000TL-20 und SB 2500 auf Süd- Ost- und Westdach : http://schoene-aussicht.solardach-dresden.de
Benutzeravatar
AlexDD
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 446
Registriert: 24.02.2009, 16:08
Wohnort: Dresden

Beitragvon Sonnenstevie » 29.09.2009, 20:17

M.E. ist das Problem, dass Du für eine Anlage mit 10 kW/p und eine Investitionssumme von 30.000 € viel Aufwand an den Hacken hast. Du musst, obwohl Du nur ca. 3.000-3.500 € Umsatz p.a. machst, ein Buchführung einrichten, Deine Jahresabschlüsse veröffentlichen, IHK-Gebühren zahlen usw.

Bei diesen Größenordnungen würde ich eher eine GbR vorschlagen, auch wenn das Haftungsrisiko nicht ausgeschlossen werden kann.

Viele Grüße


Stevie
Dr. Stefan Rode
Rechtsanwalt und Steuerberater
Sonnenstevie
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3299
Registriert: 24.03.2008, 20:22

Beitragvon kmkarstenmeyer » 29.09.2009, 23:21

Ich weiß nicht ob man unbedingt eine Haftungsbeschränkung bei so einem Invest haben muss.
Der größte Nachteil der UG ist meiner Meinung nach, das es sich um eine Kapitalgesellschaft handelt und die Gewinne "doppelt" besteuert werden. Denn erst zur Zeit 15% zzgl. Soli bei der Gesellschaft und dann noch beim Gesellschafter die Ausschüttung mit 25 % oder dem individuellen Steuersatz.

Ganz nebenbei die bereits erwähnten 25% des Gewinns, die auf das Stamnmkapital zurückbehalten werden müssen.

Alles in allem sehr umfangreich in der Abwicklung, der Steuerberater freut sich. Wenn schon UG, dann UG und Co. KG.

Grüße
kmkarstenmeyer
Neu hier
Neu hier
 
Beiträge: 3
Registriert: 21.07.2009, 17:04

Beitragvon AlexDD » 30.09.2009, 13:06

Ich weiß nicht ob man unbedingt eine Haftungsbeschränkung bei so einem Invest haben muss

Ich möchte gerne erreichen, dass alle Beteiligten nur für Ihren Teil haften und insbesondere nicht für mögliche Kredite der anderen Beteiligten haftbar gemacht werden können, ohne die Anlage durch 10 teilen zu müssen und 10 Darlehensverträge abschließen zu müssen. Daher erscheint mir die GbR nicht optimal.

@Stevie
Der Aufwand ist bei dieser Größenordnung vermutlich wirklich das K.O-Kriterium. Es ja leider so, dass ich für die UG fast die gleichen Buchhaltungs- und Veröffentlichungspflichten und damit ähnliche Kosten wie für eine "richtige" GmbH habe.

Alex.
83 Solarwatt M220/P210 an 2*Sunways NT5000 und NT10000: http://laborschule.solardach-dresden.de
52 Sanyo Hit 230/240 an 2*SB 4000TL-20 und SB 2500 auf Süd- Ost- und Westdach : http://schoene-aussicht.solardach-dresden.de
Benutzeravatar
AlexDD
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 446
Registriert: 24.02.2009, 16:08
Wohnort: Dresden

Beitragvon wolang17 » 18.10.2009, 10:55

Hallo AlexDD,

richtig und unstrittig ist, dass innerhalb einer GbR im Zweifelsfall einer für alle anderen haftet. Andererseits ist die GbR eine sehr einfache Gesellschaftsform, die nur geringe Kosten für die Organisation verursacht.

das Problem vieler Dahrlehensverträge und dem damit verbundenen extrem aufwendigen Bonitätsprüfungsverfahren bei der Bank, kann man wie folgt begegnen:

einer der GbR Mitglieder, möglichst derjenige, der über eine gute Bonität verfügt, wird im Außenverhältnis der GbR zum Kreditnehmer und im Innenverhältnis erklärt die GbR den Schuldbeitritt. Eine entsprechende rechtssichere Formulierung ist in dem zu schließeneden GbR aufzunehmen.

Hinsichtlich der Buchhaltung wird auf jeden Fall die GbR die geringsten Kosten verursachen. Unser Steuerberater hat für die Buchhaltung einer 30 kWp PV Anlage mit ca. 20 Gesellschaftern ein Angebot für die komplette Bearbeitung einschließlich der kontinuierlichen Buchungen und des jahresabschlusses von knapp 1.000,- € aufgerufen.
Im Falle einer GmbH besteht eine Bilanzierungspflicht, dies wird sicherlich teurer werden und eine Genossenchaft unterliegt ebenfalls einer Prüfpflicht, um den Nachweis der ordentlichen Geschäftsführung zu erbringen.

Ich wünsche einen guten Wirkungsgrad
Stefan aus langerwisch
wolang17
Neu hier
Neu hier
 
Beiträge: 5
Registriert: 18.10.2009, 10:14
Wohnort: Langerwisch nähe Berlin

Re: Bürger-Solaranlage - Wie organisieren?

Beitragvon pekibub » 24.02.2012, 10:48

Große scheiße: Leipziger Bürgersolaranlagen in Gefahr - Bund will Vergütung im März halbieren (Quelle: lvz-online.de)

Insgesamt haben wir in Sachsen 12 solcher Anlagen im Betrieb. Ab 9. März soll die Vergütung schon wieder gekürzt werden. Ab Mai soll die Förderung noch weiter sinken!

„Das Betreiben von Solaranlagen lohnt sich, da man die Kosten bei hohen Steuern gegen rechnen und so als Steuersparmodell nutzen kann“; erklärte Matthias Wolf, Mitglied des Fördervereins Solar City Leipzig.

„Die Höhe der Einspeisevergütung hängt von den Investitionskosten ab. Das bedeutet, je günstiger ich eine qualitativ gute Anlage kaufen und je mehr ich damit einspeisen kann, desto eher komme ich zu dem Punkt, dass sich das Betreiben überhaupt erst rechnet“, so Wolf. In den Anfangsjahren der Solarenergie haben Betreiber eher aus idealistischen Gründen Solarstrom betrieben, mittlerweile beginne es sich langsam zu rechnen, erklärte der Experte.
pekibub
Neu hier
Neu hier
 
Beiträge: 1
Registriert: 13.12.2011, 13:39
Info: Journalist

Re: Bürger-Solaranlage - Wie organisieren?

Beitragvon PIT-SOLAR » 24.02.2012, 12:37

Hallo Interessent!

Es handelt sich hier um ein Kleinkraftwerk, dessen Betreiber Sie sind, Die von Ihnen angestrebte Lösung ist sicherlich optimal, wenn Sie im Vorfeld mit den möglichen Interessenten die Grundsatzfragen geklärt haben.

In Verbindung mit PIT-SOLAR kann ich auf die Europa-Plattform "SAV" Sonnen-Alternativstrom-Verbund verweisen.
Jeder Kleinkraftwerksbetreiber kann sich in diesem Verbund kostenlos listen lassen und wird im Gesamtnetzwerk eingebunden.

Das Ziel von "SAV" ist die bestmöglichen Konditionen bei der Errichtung und Inbetriebnahme von Kleinkraftwerken zu erzielen und bei internen Vernetzungen von Nutzern behiflich zu sein.
Mehr Information, auch über Franchisepartnefirmen in Ihrer Nähe erhalten Sie bei PIT-SOLAR unter www.pit-solar.eu
PIT-Solar bietet umfangreiche Dienstleistungen rund um die Nutzung alternativer Energien an. Wir suchen Franchisenehmer und Investoren in ganz Europa. Nähere Info: http://www.pit-solar.eu
PIT-SOLAR
Neu hier
Neu hier
 
Beiträge: 8
Registriert: 16.02.2012, 12:53
Info: Großhändler

Re: Bürger-Solaranlage - Wie organisieren?

Beitragvon PIT-SOLAR » 06.03.2012, 18:01

:D
Hallo zum Thema Bürgersolaranlage!
30kwp ist nicht gerade viel Anreiz für eine effiziente Vernetzung. Aber Sie sollten vorerst bedenken, ob Nachbarn mitmachen und auch, dass maximal 5 Einfamilienhäuser das Stromaufkommen abdecken,
wollen Sie jedoch mehr wissen dann schreiben Sie uns unter dienstleistungen@pit-projekte.eu sie finden uns unter www.pit-solar.eu bitte um ausführlich Info

L.G.Panhofer
PIT-Solar bietet umfangreiche Dienstleistungen rund um die Nutzung alternativer Energien an. Wir suchen Franchisenehmer und Investoren in ganz Europa. Nähere Info: http://www.pit-solar.eu
PIT-SOLAR
Neu hier
Neu hier
 
Beiträge: 8
Registriert: 16.02.2012, 12:53
Info: Großhändler

Vorherige

Zurück zu Unternehmensgesellschaften



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste