Projekt Tesla Modell S

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Re: Projekt Tesla Modell S

Beitragvon Andi_ » 21.02.2012, 23:09

CFAR hat geschrieben:Noch mal, mir geht es nicht um das Recht haben, sondern um die Wahrheit., auf die wir gemeinsam kommen können. Ich fahre im Jahr deutlich mehr als 100.000 km mit den unterschiedlichsten Fzg.-Modelle. Und ich sage Dir, dass der über das Jahr gemittelte Normverbrauch bei nem E-Fahrzeug eher deutlich über 25 kWh liegt.

Ok, welche E-Autos wären es?

CFAR hat geschrieben: Und die 99g bei Audi, VW und BMW sind definitiv zu schaffen. In der Stadt nicht, aber wer vorausschauend fährt und sich Mühe gibt, kann das erreichen bei Fahrten über 20 km. Realistisch sind Verbräuche, die etwa 10-15% drüber liegen.

Wo gibt es denn solche Wunderkisten, v.a. von BMW oder Audi??? Also unter 3,2L Diesel (bei der gleichen Fahrweise wie mit 25kWh/100km mit dem Stromer!), bzw. unter 3,6L Benzin? In der Top-10-Liste (die Du verlinkt hast) ist sowas nicht vertreten, schon gar nicht von BMW/Audi... :roll:
http://www.kfztech.de/Auto/autospritsparertopten.htm
The livestock sector:
emerges as one of the top two or three most significant contributors to the most serious environmental problems
may well be the leading player in the reduction of biodiversity
ftp://ftp.fao.org/docrep/fao/010/a1445e/a1445e03.pdf
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Re: Projekt Tesla Modell S

Beitragvon CFAR » 21.02.2012, 23:17

Andi_ hat geschrieben:
CFAR hat geschrieben:Ich bestreite gar nicht, dass Elektroautos wsl. bzgl. CO2-Emissionen auch bei unserem Strommix besser dastehen als Verbrenner. Aber Zero-Emission ist einfach nur ein Propagandaspruch und sowas lehne ich ab. Da ist der Rebound vorprogrammiert! Aber vergessen darf man nicht, dass ein Verbrenner zum gleichen Preis wie ein Elektroauto auch nicht mehr 4-5 Liter Diesel schluckt, sondern locker 3 Liter und weniger erreichen kann. Ein Plug-In-Hybrid laege wsl. sogar noch mal drunter. Und dass ein Tesla X mit 13,5 kWh betrieben werden kann, wage ich schwer zu bezweifeln!

Sorry, aber die Aussagen von Dir über Autos und E-Autos sind immer wieder abenteuerlich... Man kann heute mit JEDEM neuen E-Auto (was heute produziert wird) 13,5 kWh pro 100 km verbrauchen (ev. nicht auf der Bahn oder bei hitzigen Fahrt in der Stadt, aber schon bei mehr oder weniger defensiver Fahrweise). Aber man wird höchstens mit 5% der heutigen Verbrennerflotte auf 3 Liter jemals kommen (egal bei welcher sparsamer Fahrweise), und selbst die 4-5L schaffen vielleicht höchstens 30% der Autos, wenn die im richtigen Modus Fahren (konstant 70-90 km/h im höchsten Gang), und auch nicht zulange (weil die Stecken es nicht hergeben).
Erstens ist Deine Aussage Quatsch, denn die meisten brauchen deutlich mehr ab Steckdose! Zweitens sind das keine Fahrzeuge, die mit der Masse der heutigen Verbrennerfahrzeuge bzgl. Ausstattung und Kosten vergleichbar sind. Ich weiss nicht, warum ich alles immer mehrfach schreiben muss und trotzdem dieses unnoetige Bashing abbekomme. Meine Betrachtungen zielen darauf ab, einzuschaetzen, ab wann die Elektroautos den Durchbruch erleben werden. Nichts anderes mach ich hier. Und komischerweise stimmt Ihr mir beim Fazit zu. Wenn ich aber auf die Details komme, die zu dieser Einschaetzung fuehren, seht Ihr rot, weil Ihr glaubt, da greift einer die geliebte neue Technik an. Dabei stelle ich lediglich fest, dass Elektroautos bei den zwei, drei groessten Fahrzeugkategorien (also jenen, die fuer den Durchbruch der Stromer erobert werden muessen) kaum konzeptionelle Vorteile haben gegenueber Verbrennern. Je nachdem wie man rechnet, kommt man sogar auf leichte Vorteile fuer den Verbrenner und das fuer deutlich gernigere Kosten, aber so weit will ich gar nicht gehen.

Warum ich fuer den Vergleich die Oekodiesel waehle? Auch das hab ich schon erklaert, aber gern noch mal: Der Spritverbrauch ist heute bei der Masse der Autokaeufer nicht DAS entscheidende Merkmal. Klar, sparsam sollte er sein, aber die Emotionen ueberwiegen doch sehr deutlich die Vernunft. Uber den Spritverbrauch erreicht man also heute noch nicht die breite Masse der Autokaeufer, was es den Stromern wegen ihrer hohen Kosten und ihrer fehlenden Emotionalitaet schwer macht. Daher startet der Stromer in der Nische. Werden die CO2-Grenzwerte durch die Politik aber mal enorm gedrueckt, wird die breite Masse eben vor der Wahl eines sparsamen Verbrenners oder einem Elektromobil stehen. Genau das mache ich bei meinem Vergleich der 99g Diesel mit den Stromern, die noch am ehesten mit dieser grossen Fahrzeugkategorie vergleichbar sind. Habt Ihr jetzt verstanden, was ich hier ueberhaupt mache?

Wenn man die Muscheldiagramme der Elektromotoren kennt, dann müsste es jedem klar sein, dass auch ein Tesla X locker unter 13,5 kWh pro 100km bleiben könnte, wenn der Fahrer es wollen würde:
http://img232.imageshack.us/img232/1762/ac150wt6.jpg
Mit einem normalen Benziner, der laut Normzyklen 7-9 L verbraucht, da sind 5 L und weniger eher weniger realistisch, da ist der Wirkungsgrad bei niedriger Teillast eben miserabel... und da, wo der Wirkungsgrad etwas besser wird, ist der Luftwiderstand schon exorbitant hoch mit den Verbrennern... deswegen braucht ein Verbrenner bei 100 km/h (im höchsten Gang) eher deutlich weniger, als bei 50 km/h (im 3 oder 4 Gang)...

CFAR hat geschrieben:Natuerlich entsteht bei der Dieselherstellung inkl. Oelfoerderung auch CO2, aber das ensteht doch auch bei der Foerderung und dem Transport von Kohle oder Oel zur Stromproduktion oder beim Bau von Kraftwerken zur Stromproduktion. Diese Zero-Emissiondiskussion geht mir auf die Nerven, denn das betrifft naemlich nur den Betrieb.

Die lokale Angabe von den E-Autos wird immer mehr gerechtfertigt, man kann eben bei dem Strom schon wählen, wie dieser erzeugt wird (sollte ja im Photovoltaikforum ja bekannt sein). Es ist eben nicht gesagt, welcher Strom verwendet wird. Bei der Ölförderung ist es aber ganz ganz anders, da hat man KEINE Wahl (außer es ist irgend ein Flexi-Fuel), da sollte man eben die Vorkette miteinrechnen!
Da die fuer die Elektroautos benoetigte Strommenge im restlichen Strommarkt fehlt und durch konventionelle Kraftwerke ersetzt werden muss, rechnet man in der Fachwelt immer mit dem landestypischen Strommix, um die Oekobilanz der Stromer zu bewerten. Ich halte das fuer korrekt und darum komme ich zu meiner mehrfach erwaehnten Einschaetzung. Alles andere ist in meinen Augen Schoenrechnerei. Ansonsten wird auch das Heizen mit Elektroheizungen (nicht WP!) oekologisch sinnvoll, denn die lassen sich ja auch mit Oekostrom betreiben...richtig ist aber auf jeden Fall, dass ein CO2-armer Strommix die lage massiv zu Gunsten der Stromer verschiebt. Die naechsten zehn Jahre wird sich nur nicht viel an unserer CO2-Quote im Strommix aendern - leider!


CFAR hat geschrieben:Nur ein Vergleich: Der ADAC hat mal den i-Miev bewertet und kommt am Ende auf rund 100 g/km CO2 Ausstoss. Das schaffen moderne Diesel bei wesentlich besserer Ausstattung auch.

Ach ja? Inklusive der nicht vermeidbaren Vorkette bei dem Diesel?
Ich hatte eine Tabelle verlinkt, da lagen die besten Diesel bei rund 85g. Rechne da mit etwa 30g fuer die Herstellung von Diesel und den Transport etc., dann bist Du bei 115g in Summe bei mit dem i-MiEV vergleichbaren Verbrennern.

Da müsste aber der gute Diesel bei dem gleichen Test unter 3,2 Liter pro 100 km verbrauchen, und die Vorkette darf sich innerhalb der Nutzungszeit nicht verkomplizieren... :roll:
Wo gibt´s diese 3-Liter Diesel, und warum kauft die niemand?

Wo es sie gibt? Jetzt hab ich sie doch noch mal gesucht: http://www.kfztech.de/Auto/autospritsparertopten.htm
Warum deren Durchdringung noch gering ist? Weil Vernunft noch weit hinter Emotion steht beim heutigen Autokauf. Das macht es den Stromern aber nicht leichter.
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Re: Projekt Tesla Modell S

Beitragvon Andi_ » 21.02.2012, 23:27

CFAR hat geschrieben:Der Hauptvorteil des Elekteroantriebs liegt im hohen Wirkungsgrad des Elektromotors gegenüber Verbrennern. Nimmst Du den Diesel, ergibt das einen Vorteil um den Faktor 2. Und jetzt kommt aber das große Aber: Beim Elektromotor ist nicht mehr viel an Potenzial herauszuholen im Gegensatz zum Verbrenner, wo Spritsparen auch noch nie so wahnsinnig wichtig war.

Ist es wirklich so? Lässt sich der Carnot-Wirkungsgrad bei dem Verbrenner austricksen? Was genau wurde in den letzten Jahrzehnten verbessert, und was lässt sich verbessern?

Eben nicht (bzw. kaum) der maximaler Wirkungsgrad. Sondern eben der Teillast-Wirkungsgrad, es wird immer leichter möglich, auch mit einem 200PS-Diesel nur marginal mehr zu verbrauchen, als mit einem 60PS Diesel (bei identischer Fahrweise und Karosserie).

CFAR hat geschrieben:Heute werden Elektroautos vorwiegend auf Leichtbau getrimmt und man nimmt auch Komforteinbußen in Kauf, um Gewicht zu sparen. Würde man das bei Verbrennern auch tun, würde sich die Situation schon wieder für die Verbrenner verbessern.

Es gibt z.B. Benziner von Mitsubishi i, und Mitsubishi i-MiEV. Die Benziner verbrauchen eben (je nach Version) zwischen 4 und 6 Liter, die 4L-Version ist aber im Vgl. zu i-MiEV eine lahme Kiste.

CFAR hat geschrieben:Energetisch ist der Verbrenner ja auch im Vorteil, wenn man Wärme benötigt. Ein Elektroauto im Winter zu heizen, schraubt den Verbrauch gleich wieder deutlich hoch. Wenn man also alles zusammen nimmt und zwei Fahrzeuge vergleicht, die zumindest ähnlich komfortabel sind, schrumpft der Verbrauchsvorteil des Stromers bezogen auf den Primärenergieverbrauch bis auf ein paar wenige Prozent zusammen.

Wieviel Heizung braucht man für ein Paar m³ in einem Auto? 2kW, 20 kW, 200 kW? Ich denke im Winter sind 2 kW ausreichend, und für Sommer bereits viel zu viel. Ein Verbrenner hat aber 20-200 kW Heizleistung, dauernd.

Bei richtiger Dimensionierung der Heizung des Stromers wäre was suboptimal, wenn dieser mehr als 5 kWh pro 100km verbraucht (der Luftwiderstand nimmt bei der Kälte auch zu, auch bei den Verbrennern). Dass man bei der ersten Generation der Neu-Elektrowagen nicht sofort optimale Lösungen findet, ist auch verständlich.

CFAR hat geschrieben:Und hör mir bitte auf mit irgendwelchen Physikbeispielen, denn ich bin diplomierter Physiker. Nur Theorie ist das eine, die Praxis das andere. Ich schreibe keine Doktorarbeit über das Thema, aber auch ohne sollte es möglich sein, obiges Fazit nachvollziehen zu können.

Ich bin auch Physiker, aber ich kann die Argumente nicht nachvollziehen. Die basieren nicht auf auf realistischen Zahlen.

CFAR hat geschrieben:Würde man dafür Verbrenner optimieren, lösen sich die Verbrauchsvorteile der Stromer zunehmend auf.

Aha, der Carnot-Wirkungsgrad wird auszuhebeln sein, und die Stromer bekommen immer mehr einen dreckigeren Strom?
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Re: Projekt Tesla Modell S

Beitragvon open source energy » 21.02.2012, 23:29

CFAR hat geschrieben:Wo es sie gibt? Jetzt hab ich sie doch noch mal gesucht: http://www.kfztech.de/Auto/autospritsparertopten.htm
Warum deren Durchdringung noch gering ist? Weil Vernunft noch weit hinter Emotion steht beim heutigen Autokauf. Das macht es den Stromern aber nicht leichter.


Einen Verbrenner kann man einfach auf diesen Zyklus züchten, wichtig ist was das Auto dann später braucht. Bei einem E-Motor ist eher die reine Physik entscheidend und nicht so sehr der Arbeitsbereich des Motors. Aber das weißt Du ja, sonst würdest Du nicht kommentarlos die Zusammenfassung dieser seltenen Verbrenner auf dem Automarkt zu posten.

Laß uns doch mal den Flottenverbrauch von den Autoherstellern anschauen, dann sieht das Bild schon ganz anders aus.

Zudem spitzt sich gerade der das Thema Öl und Benzinpreis mehr und mehr zu, ich weiß nicht was DU an dieser Abhängigkeit so toll findest. Selbst wenn der E-Motor den gleichen Ausstoß an CO2 hätte, wäre er noch immer mit heimischen Energiequellen geladen und es müsste kein Krieg und keinen faulen Kompromisse mit der Atommacht Iran gemacht werden, worauf es wohl hinausläuft NUR wegen unserer großen Abhängigkeit.

Am Ende wird der Verbrenner im Museum landen und bis dahin wird er noch viele Menschen die letzten Haare vom Kopf fressen, genauso wie es die ineffizienten Häuser tun werden.

Diese Argumente kennen wir aus dem Häuserbau... da kann man viel Öl verbrennen bis sich das lohnt, wir reden in 15 Jahren nochmals, denn ein E-Motor hat eine viel längere Lebensdauer als so ein alter Verbrenner.
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Re: Projekt Tesla Modell S

Beitragvon CFAR » 21.02.2012, 23:31

Andi_ hat geschrieben:
CFAR hat geschrieben:Noch mal, mir geht es nicht um das Recht haben, sondern um die Wahrheit., auf die wir gemeinsam kommen können. Ich fahre im Jahr deutlich mehr als 100.000 km mit den unterschiedlichsten Fzg.-Modelle. Und ich sage Dir, dass der über das Jahr gemittelte Normverbrauch bei nem E-Fahrzeug eher deutlich über 25 kWh liegt.

Ok, welche E-Autos wären es?

CFAR hat geschrieben: Und die 99g bei Audi, VW und BMW sind definitiv zu schaffen. In der Stadt nicht, aber wer vorausschauend fährt und sich Mühe gibt, kann das erreichen bei Fahrten über 20 km. Realistisch sind Verbräuche, die etwa 10-15% drüber liegen.

Wo gibt es denn solche Wunderkisten, v.a. von BMW oder Audi??? Also unter 3,2L Diesel (bei der gleichen Fahrweise wie mit 25kWh/100km mit dem Stromer!), bzw. unter 3,6L Benzin? In der Top-10-Liste (die Du verlinkt hast) ist sowas nicht vertreten, schon gar nicht von BMW/Audi... :roll:
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Google ist Dein Freund:
Audi 1.6:
http://konfigurator.audi.de/controller? ... nt=accx-de
BMW 116 ed:
http://www.bimmertoday.de/2012/01/12/ne ... 0-116d-ed/
VW BlueMotion:
http://www.volkswagen.de/de/models/golf ... otion.html
Alle uebrigens noch nicht mal als Dreizylinder...

Wie schon mal erwaehnt, wer beim Verbrenner mehr "heizt" schraubt den CO2 Ausstoss staerker hoch als beim Stromer. Wer es aber beim Stromer warm mag, verheizt auch ganz schnell mal ein "bisschen" mehr...Ich sag so, bei der Leistungsentfaltung liegt der Stromer in Hinblick auf CO2-Ausstoss vor dem Verbrenner, keine Frage. Man sollte es aber so sehen: Speed ist Fun genauso wie Motorsound Fun ist oder Reichweite und 30° Heizung im Winter. Aber dann geht's wieder in die Richtung, keine gleichen Systeme zu vergleichen. Und 20 % CO2-Einsparung ueberzeugen keinen Kunden allein deshalb 10.000 Euro Aufpreis zu zahlen, darum stoer ich mich an Differenzen in dieser Groessenordnung nicht im Gegensatz zu einigen von Euch.
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Re: Projekt Tesla Modell S

Beitragvon CFAR » 21.02.2012, 23:49

Andi_ hat geschrieben:
CFAR hat geschrieben:Der Hauptvorteil des Elekteroantriebs liegt im hohen Wirkungsgrad des Elektromotors gegenüber Verbrennern. Nimmst Du den Diesel, ergibt das einen Vorteil um den Faktor 2. Und jetzt kommt aber das große Aber: Beim Elektromotor ist nicht mehr viel an Potenzial herauszuholen im Gegensatz zum Verbrenner, wo Spritsparen auch noch nie so wahnsinnig wichtig war.

Ist es wirklich so? Lässt sich der Carnot-Wirkungsgrad bei dem Verbrenner austricksen? Was genau wurde in den letzten Jahrzehnten verbessert, und was lässt sich verbessern?
Entscheidend ist der Gesamtwirkungsgrad. Wenn man die 55% Abwaerme nutzen kann, steigt der Gesamtwirkungsgrad an und naehert sich dem des Stromers immer mehr an. Das kostet aber, darum macht man's noch nicht. Potenzial gibt's aber noch einiges


CFAR hat geschrieben:Heute werden Elektroautos vorwiegend auf Leichtbau getrimmt und man nimmt auch Komforteinbußen in Kauf, um Gewicht zu sparen. Würde man das bei Verbrennern auch tun, würde sich die Situation schon wieder für die Verbrenner verbessern.

Es gibt z.B. Benziner von Mitsubishi i, und Mitsubishi i-MiEV. Die Benziner verbrauchen eben (je nach Version) zwischen 4 und 6 Liter, die 4L-Version ist aber im Vgl. zu i-MiEV eine lahme Kiste.
Kiste ist fuer alle diese Fzge. eine geeigente Beschreibung. Sowas ist ohnehin nur fuer absolute Freaks. Ansonsten verweise ich auf den letzten Kommentar von mir bzgl. Fun.


CFAR hat geschrieben:Energetisch ist der Verbrenner ja auch im Vorteil, wenn man Wärme benötigt. Ein Elektroauto im Winter zu heizen, schraubt den Verbrauch gleich wieder deutlich hoch. Wenn man also alles zusammen nimmt und zwei Fahrzeuge vergleicht, die zumindest ähnlich komfortabel sind, schrumpft der Verbrauchsvorteil des Stromers bezogen auf den Primärenergieverbrauch bis auf ein paar wenige Prozent zusammen.

Wieviel Heizung braucht man für ein Paar m³ in einem Auto? 2kW, 20 kW, 200 kW? Ich denke im Winter sind 2 kW ausreichend, und für Sommer bereits viel zu viel. Ein Verbrenner hat aber 20-200 kW Heizleistung, dauernd.
Das war nur ein Beispiel fuer die Abwaermenutzung. Es gibt noch einige andere...


CFAR hat geschrieben:Und hör mir bitte auf mit irgendwelchen Physikbeispielen, denn ich bin diplomierter Physiker. Nur Theorie ist das eine, die Praxis das andere. Ich schreibe keine Doktorarbeit über das Thema, aber auch ohne sollte es möglich sein, obiges Fazit nachvollziehen zu können.

Ich bin auch Physiker, aber ich kann die Argumente nicht nachvollziehen. Die basieren nicht auf auf realistischen Zahlen.
Ohne Praxis hilft die Theorie oft nix!


CFAR hat geschrieben:Würde man dafür Verbrenner optimieren, lösen sich die Verbrauchsvorteile der Stromer zunehmend auf.

Aha, der Carnot-Wirkungsgrad wird auszuhebeln sein, und die Stromer bekommen immer mehr einen dreckigeren Strom?
Carnot siehe oben und: Beim schnellen Atomausstieg definitiv ja. Stecke heute 10.000 Euro in einen Verbrenner, was Mindestpreisvorteil ausmacht zwischen Verbrenner und Stromer und Du bist irgendwo auch aufgrund von Leichtbau, den man fuer dieses Geld leisten kann, bei 1,x Litern. Beim Stromer ist sehr viel weniger Potenzial zu holen. Und uebrigens zaehle ich den Full-Hybrid (nicht nen Plug-In Hybrid) zur Weiterentwicklung des Verbrenners. Kann sein, dass das noch nicht ganz ruebergekommen ist. Heutige Stromer sind ja eh schon Mildhybride, die Grenze ist also nicht so klar zu ziehen. Meine Meinung ist zwar, dass es ziemlich egal ist, ob ein Auto als Hybrid 1,5 Liter Diesel verbraucht oder zu einigen tausend Euro weniger 3 Liter als "nur" optimierter Diesel. Diese 1,5 l bringen uns alle sicher nicht um. Erst wenn Elektroautos in der Preisklasse der 3 Liter Diesel mitspielen, ist es in meinen Augen wirklich sinnvoll, breit (!) auf Elektroautos umzusteigen. OSE wird mir widersprechen, aber auch heute macht nicht immer ein Passivhaus Sinn.

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Re: Projekt Tesla Modell S

Beitragvon open source energy » 21.02.2012, 23:50

Ach CFAR, ich habe 2008 ein Passivhaus gebaut, eines von sehr wenigen hier in dieser Region und am Neubau haben die Dinger auch keinen Anteil. Da wir aber einige Häuser untereinander vergleichen (Raumtemperatur, WW und Heizungsverbrauch) sieht die Realität des echten Verbrauchs doch komplett anders aus wie die rechnerischen Werte nach DIN. Ob es im kfz Bereich genau gleich ist kann ich nicht beurteilen, ich weiß aber als überzeugter Spritsparer wie vorsichtig man das Gas streicheln muss um auch nur annähernd an die Daten der Hersteller zu kommen und wie viel man Schalten muss.

Ich vertraue da lieber auf meine Erfahrungen als auf irgend welche Studien die nicht sonderlich sorgfältig erstellt wurden.

http://www.faz.net/aktuell/technik-moto ... 57890.html

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Re: Projekt Tesla Modell S

Beitragvon CFAR » 21.02.2012, 23:57

open source energy hat geschrieben:Laß uns doch mal den Flottenverbrauch von den Autoherstellern anschauen, dann sieht das Bild schon ganz anders aus.

Mensch OSE, immer noch nicht verstanden, dass ich fuer meinen Vergleich von anderen Voraussetzungen ausgehe? Den meisten ist es heute voellig egal, ob ihr Auto 100 g CO2 in die Luft schleudert oder 150 g. Wenn dann in Zukunft aber mal nur noch <100g Verbrenner verkauft werden koennen, kommt die Zeit, in der der Kaeufer vor der Wahl steht Stromer oder Verbrenner. Und genau diesen Vergleich peile ich an. Verstanden? Und heute ist's nun mal so, dass die Differenz viel zu gering ist, als dass Kunden fuer die Verbrauchsvorteile viel Geld auf den Tisch legen wuerden. Zumal sie ja die 37 g gar nicht sehen.


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In 15 Jahren sehe ich den Verbrenner auch in Deutschland HINTER dem Stromer in den Verkaufszahlen. Das ist optimistisch gedacht, aber ich glaube daran.

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Re: Projekt Tesla Modell S

Beitragvon open source energy » 22.02.2012, 00:03

Nochmals, zum einen ist der Verbrenner auf diesen Zyklus getrimmt und das hat nichts mit dem Verbrauch zu tun, das zeigt doch dieses Bsp hier

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,15 ... 61,00.html
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Re: Projekt Tesla Modell S

Beitragvon CFAR » 22.02.2012, 00:20

open source energy hat geschrieben:Nochmals, zum einen ist der Verbrenner auf diesen Zyklus getrimmt und das hat nichts mit dem Verbrauch zu tun, das zeigt doch dieses Bsp hier

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,15 ... 61,00.html

Das liegt vor allem am Hybridnormzyklus...

Aber OSE, ich hab's doch schon oefter geschrieben. 20% Differenz im Verbrauch zwischen Elektro zu Oekodiesel rechtfertigen keinen Aufpreis von 10.000-20.000 Euro. Erst wenn diese Differenz weg ist und der Verbrauchsvorteil bestehen bleibt, kommt der Elektrodurchbruch in D, sofern politisch nix passiert. Und das schaetze ich, wird um 2025 sein. Viel Zeit also noch und der Grund, warum ich nicht denke, dass die deutsche Autoindustrie den Trend Elektroauto verschlafen hat.

Und dass Tesla genial ist, weil sie in der Nische sehr teure sportliche Elektroautos mit akzeptablen Reichweiten auftreten, sehe ich halt nicht. Ich nenne es mutig und riskant. Wenn's aufgeht, war's richtig, ansonsten werden sie schnell in Vergessenheit geraten wie das einst so hoch gelobte Loremo.
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