Kurzzeitige abkühlung

Was alles passiert beim Betrieb von Solaranlagen

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Beitragvon boese » 15.07.2007, 17:05

Da die meisten ja Aufdachanlagen haben, ist doch zwischen Dach und Modulen ein Freiraum. Hat schon einmal jemand versucht, von oben Wasser die Dachziegel hinunterlaufen zu lassen? Da das Dach unter den Modulen ja auch ganz nett warm wird, wird dort sicher ein Teil des Wassers verdampfen und unter den Modulen für Kühlung sorgen. Ich denke, dass diese indirekte Kühlung auch wirksam sein müsste ...
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Beitragvon Betatester » 15.07.2007, 17:30

boese hat geschrieben:Da die meisten ja Aufdachanlagen haben, ist doch zwischen Dach und Modulen ein Freiraum. Hat schon einmal jemand versucht, von oben Wasser die Dachziegel hinunterlaufen zu lassen? Da das Dach unter den Modulen ja auch ganz nett warm wird, wird dort sicher ein Teil des Wassers verdampfen und unter den Modulen für Kühlung sorgen. Ich denke, dass diese indirekte Kühlung auch wirksam sein müsste ...


Den Vorschlag hab ich auch schon gemacht, damit würde auch das Problem mit dem kalkhaltigen Wasser beseitigt sein.

Es müsste halt mal jemand probieren, wie hoch die Wirkung ist.

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Beitragvon BOBO » 15.07.2007, 18:52

boese hat geschrieben: Da das Dach unter den Modulen ja auch ganz nett warm wird, wird dort sicher ein Teil des Wassers verdampfen und unter den Modulen für Kühlung sorgen. Ich denke, dass diese indirekte Kühlung auch wirksam sein müsste ...


Naja, wenn das Wasser verdampft, dann ist es knapp 100 Grad Celsius heiß. Denke nicht, dass die Module noch wärmer sind, damit vom Wasserdampf eine Kühlwirkung ausgehen könnte. :wink: 8)

Dass das verdunstende Wasser eine meßbare Kühlwirkung hat, bezweifle ich aber. Da würde ein Ventilator zur besseren Zirkulation der Luft unter den Modulen wahrscheinlich mehr bringen.

Gruß BOBO
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Beitragvon trzebi » 15.07.2007, 20:14

Es ist tatsächlich nicht so leicht - hier ein Optimum zu finden-(und) mit Risiken behaftet, wie viele hier schreiben. Denke entweder das Berieseln oder ein dicker kalter Strahl unter den Modulen herführend für sagen wir mal eine Minute Laufzeit wären die beiden Lösungsansätze. Wenn sich denn dann dieser Aufwand auch rein rechnerisch von den Kosten her lohnt.
Und hi Bobo- das ist ein Ansatzpunkt- kleine Ventilatoren unter den Modulen angebracht - nur- wie sieht es hier, wieder einmal, mit den Stromkosten aus? :wink:
Gruß
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Beitragvon BOBO » 15.07.2007, 21:24

... die Ventilatoren müßten natürlich mit Sonnenstrom betrieben werden. Die werden ja nur gebraucht, wenn die Sonne auch scheint.

Obs wirtschaftlich wäre, wage ich allerdings nicht zu beurteilen.

Gruß BOBO
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Beitragvon Mattn » 15.07.2007, 21:33

hi ich weiß selber dass der temp. unterschied heftig ist . genau aus dem grund habe ich den sprühkopf auch auf so fein wie möglich eingestellt und nicht direkt auf die module gehalten.
wasser ist also langsam draufgerieselt.
in sofern haben sie keinen schock erlitten...
so doof bin ich nicht ;)
hab ja ähnliche beiträge schon oft genug mitverfolgt!
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Gibt es denn eine Kühlung für die Module?

Beitragvon Mindjogger » 28.08.2007, 18:43

Servus,

ich versuche mich mit dem Thema im Vorfeld zu beschäftigen. Gibtes bzw. kennt denn jemand eine Methode die Module zu kühlen?

Was ist denn mit einer Kombination aus Warmwassergewinnung und Kühlung?
Gibt es so etwas?
Gruß

Bernhard
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Module mit Wasser kühlen ?

Beitragvon phenning » 14.09.2007, 21:39

Problem dabei:
- Wie groß sind die Wärmeleitungskoeffizienten von den Siliziumscheiben nach Vorder- und Rückseite ?
- Wie sind die Wärmeübergangskoeffizienten nach Luft bzw. Wasser ?

Eine sinnvolle Kühlung erfordert über die Module aufendes Wasser. Denn bei einer dauerhaften Kühlung durch verdunstendes Wasser (natürlich von den Modulen - das mit den Ziegeln ist Kindergartenphysik) müssten pro Stunde auf einem durchschnittlichen Modul (1 qm) ca. 6.4Liter Wasser zur Verdunstung gebracht werden (Globalstrahlung 700 W/qm, Wirkungsgrad ca. 12%).

Lassen wir also Wasser über die Module laufen. Ich gehe davon aus, dass es auf seinem Weg von oben nach unten in 5 Sekunden um ca. 5 Grad erwärmt wird (ist nur eine Schätzung, Daten fehlen hier, s. oben). Damit nimmt es pro Liter 20 kJ auf. Um 600 W abzuführen, die innerhalb dieser 5 Sekunden 3 kJ an Wärme erzeugen, wären also etwas weniger als 0,03 Liter in dieser einen Sekunde nötig. Macht pro Stunde ca. 103 Liter nur für ein Modul... Na, viel Spaß.
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Beitragvon Mindjogger » 17.09.2007, 10:45

Hallo phenning,

Du gehst bei deinem Modell davon aus, das die Verdunstung direkt auf den Modulen erfolgt. Rechnerisch warscheinlich interessant, aber durch die zusätzliche Lichtbrechung verschlechterst Du deinen Wirkungsgrad mehr als die Kühlung bringt.

Meine Idee ist ein Kombination von Kühlung für die Module und Wärmegewinnung wie bei einer Solarthermie.

Der Aufbau wäre eine Kühlschlange hinter den Modulen die mit Kühlflüssigkeit gefüllt ist. Diese wird in den Vorlauf zur Solarthermie eingespeist, dort noch weiter erhitzt und dann im WT wieder runtergekühlt, das die Wärme ja in meiner Heitung/Warmwasseranlage genutzt werden soll.

Als Nebenefekt habe ich eine Heizung um die Anlage im Winter abtauen zu können.
Gruß

Bernhard
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Beitragvon kato » 17.09.2007, 11:07

Mindjogger hat geschrieben:Meine Idee ist ein Kombination von Kühlung für die Module und Wärmegewinnung wie bei einer Solarthermie.

Der Aufbau wäre eine Kühlschlange hinter den Modulen die mit Kühlflüssigkeit gefüllt ist. Diese wird in den Vorlauf zur Solarthermie eingespeist, dort noch weiter erhitzt und dann im WT wieder runtergekühlt, das die Wärme ja in meiner Heitung/Warmwasseranlage genutzt werden soll.


Und was passiert, wenn der Pufferspeicher seine Temparatur erreicht hat? Die Module werden nicht mehr gekühlt, im Gegenteil sie werden aufgeheizt, die Hinterlüftung ist ja nicht mehr gegeben. Habe mal gehört, dass im Sommer bis zu 120° in so einem Kollektor entstehen können (kenne mich aber damit nicht aus).

Gruß Kato
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