Was alles passiert beim Betrieb von Solaranlagen
Moderator: Mod-Team
von Onkel Heini » 19.11.2011, 12:10
Hallo liebe Forumsgemeinde, ich habe meine bestehende Anlage mit 16,1 KWp 2009 in Betriueb genommen. Im März diesen Jahres wurde die Anlage um 5,7 KWp erweitert. Insgesamt sind 4 WR im Einsatz (alle SMA - 2x SMC 6000, 1x SB 3000-TL, 1x SB 5000-TL) Bis zu der Erweiterung im März lief alles völlig störungsfrei. Seit April löst ca. alle 5-6 Wochen der FI-Schutzschalter aus und legt somit die Anlage lahm. Nach Wiedereinschaltung gehen alle WR wieder problemlos in Betrieb. Das Generatorfeld ist gemeinsam über das Montagegestell geerdet. Das der Fehler mit der Anlagenerweiterung zusammenhängt, ist natürlich Spekulation. Der FI-Schalter hat eine Fehlerstromempfindlichkeit von 0.03mA. Hat jemand schon ähnliche Schwierigkeiten gehabt? Liegt das Problem eher auf der DC-Seite durch Beschädigung der Kabel durch Mäusefraß o.ä. , oder auf der AC-Seite bei den Wechselrichtern? Schon mal vielen Dank für eure Einschätzungen.
Gute Sonnenernte
-
Onkel Heini
- Öfters hier

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 17
- Registriert: 30.09.2009, 15:02
- Wohnort: Bad Nenndorf
von eggis » 19.11.2011, 12:14
Moin Onkel Heini,
bau den FI ganz aus (die WR haben einen eingebaut) oder baue einen mit einen mit 0,3A ein.
Mit sonnigen Grüßen -eggis- "Ein Zyniker ist ein Mensch, der von jedem Ding den Preis und von keinem den Wert kennt!" (Oscar Wilde)SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC Meine Anlage!!! hier klicken
-

eggis
- Moderator
-
- Beiträge: 18260
- Registriert: 09.10.2007, 22:30
- Wohnort: bei Lübeck
- PV-Anlage [kWp]: 6,9
- Info: Betreiber
von finkus » 19.11.2011, 12:19
Hallo, um es verständlich auzudrücken: pro WR kann bis zu 100 mA Fehlerstrom entstehen d.h. bei 4 WR = 400 mA Das ist der Grund für das auslösen des FI
Dein Zählersc hrank/Schutzschaltung muss angepasst werden
sonnige Grüße Stephan Königstein finKUs Energiemanagement GmbH & Co.KG - Tüv geprüfter Sachverständiger und Bauleiter für Photovoltaik Anlagen - Fachwirt für Finanzberatung (IHK) - Im Felde 3 , 49076 Osnabrück - 0541-7500170 s.koenigstein@finkus.info
-

finkus
- Stammmitglied

-
- Beiträge: 149
- Registriert: 10.06.2009, 13:22
- Wohnort: Osnabrück
- Info: Solarteur
-
von finkus » 19.11.2011, 12:28
eggis hat geschrieben:Moin Onkel Heini,
bau den FI ganz aus (die WR haben einen eingebaut) oder baue einen mit einen mit 0,3A ein.
FI im Wechselrichter, ist falsch:!: AUSBAU welch fahrlässiger Vorschlag:!:
sonnige Grüße Stephan Königstein finKUs Energiemanagement GmbH & Co.KG - Tüv geprüfter Sachverständiger und Bauleiter für Photovoltaik Anlagen - Fachwirt für Finanzberatung (IHK) - Im Felde 3 , 49076 Osnabrück - 0541-7500170 s.koenigstein@finkus.info
-

finkus
- Stammmitglied

-
- Beiträge: 149
- Registriert: 10.06.2009, 13:22
- Wohnort: Osnabrück
- Info: Solarteur
-
von Boelckmoeller3 » 19.11.2011, 12:36
Hallo, kannst es auch mal mit der "Suche"-Funktion hier im Forum probieren "FI-Fälle" sind nichts Neues fürs Forum. Meine Meinung und die Meinung vieler hier im Forum ist, dass man besser auf den Fi-Schalter verzichtet weil die Wechselrichter bereits einen Fehlerstromschutz integriert haben. Das Einzige was noch nicht gegen Fehlerströme, wie auch immer, gesichert ist in einer PV-Anlage ist die Leitung zwischen Zählerschrank und Wechselrichter und falls man da nicht beispielsweise in vereinzelten Fällen in der Landwirtschaft mit Viehverbiss rechnen muss ist das nicht relevant. Außerdem wird von vielen Wechselrichterherstellern, auch SMA, falls man denn unbedingt noch einen externen FI-Schalter setzen will eine unempfindlichere Version mit deutlich mehr als 30mA Auslöseschwelle empfohlen. Zumindest trafolose Wechselrichter produzieren prinzipbedingt schon Ableitströme im normalen Betrieb. Viele Grüße: Klaus
Zuletzt geändert von Boelckmoeller3 am 19.11.2011, 13:22, insgesamt 1-mal geändert.
"Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen" Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"
-

Boelckmoeller3
- PV-Forum Einstein

-
- Beiträge: 10764
- Registriert: 23.03.2006, 12:14
- Wohnort: Hessen
- Info: Betreiber
von smoker59 » 19.11.2011, 13:14
eggis hat geschrieben:Moin Onkel Heini,
bau den FI ganz aus (die WR haben einen eingebaut)
halte ich für keine gute Lösung. eggis hat geschrieben: oder baue einen mit einen mit 0,3A ein.
Ist schon besser, weil dann wieder alle Anlagenteile (damit meine ich die Elektroanlage, hier speziell die Zuleitung vom Zählerschrank zum Wechselrichter, nicht die PV-Anlage) in die FI-Schaltung einbezogen werden. Es gibt noch eine weitere Möglichkeit: lege für die Anlagenerweiterung (oder besser lasse durch eine Elektrofachkraft legen  )eine neue Zuleitung und setze einen eigenen FI-Schalter für diesen Anlagenteil. Das kostet zwar wieder ein paar Euros, ist dann aber technisch einwandfrei. Mir fällt aber nochwas ein: Ist dein FI-Schalter vom Anschlußwert für die zu erwartenden Stromflüsse ausgelegt? Wenn es ein 40A/ 0,03 A FI ist, dann kann es schon knapp werden. mit freundlichem Gruß smoker59
Zuletzt geändert von smoker59 am 19.11.2011, 13:31, insgesamt 1-mal geändert.
mit freundlichem Gruß smoker59
Ich lieg am Strand, doch leider nicht allein. Zwei dicke Kinder treten ständig auf mein Bein, Die Oma vor mir zeigt beim Bücken ihr Tattoo. Mir egal, ich bin bräuner wie Du!
-

smoker59
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1906
- Registriert: 22.03.2011, 14:42
- Wohnort: Niedersachsen
- Info: Interessent
von Paul Panzer » 19.11.2011, 13:20
Sofern hier keine Anwendung z.B. in der Landwirtschaft oder auf öffentlichen Gebäuden vorliegt, ist ein FI nicht vorgeschrieben und kann somit entfallen.
-

Paul Panzer
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 2637
- Registriert: 08.07.2007, 12:06
- Wohnort: Land Brandenburg
- PV-Anlage [kWp]: 63,48
- Info: Betreiber
von smoker59 » 19.11.2011, 13:37
Paul Panzer hat geschrieben:Sofern hier keine Anwendung z.B. in der Landwirtschaft oder auf öffentlichen Gebäuden vorliegt, ist ein FI nicht vorgeschrieben und kann somit entfallen.
Ich kann dir da nicht ganz folgen. Laut VDE-Bestimmungen mag das ja noch gehen, da dies kein Steckdosenstromkreis (und vermutl. auch kein Feuchtraum) ist, aber bei mir (d.h. in meinem Versorgungsgebiet) verlangt das ausserdem der VNB in seinen TAB`s. Ich hätte also keine andere Wahl und müsste einen FI auch für die Zuleitung zum Wechselrichter einbauen. mit freundlichem Gruß smoker59
mit freundlichem Gruß smoker59
Ich lieg am Strand, doch leider nicht allein. Zwei dicke Kinder treten ständig auf mein Bein, Die Oma vor mir zeigt beim Bücken ihr Tattoo. Mir egal, ich bin bräuner wie Du!
-

smoker59
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1906
- Registriert: 22.03.2011, 14:42
- Wohnort: Niedersachsen
- Info: Interessent
von Onkel Heini » 19.11.2011, 13:53
Hallo alle zusammen, vielen Dank für eure Hinweise. Wenn ich alles zusammenfasse, scheint es wohl tatsächlich so zu sein, dass die WR von SMA einen eingebauten Schutz gegen Fehlerstrom haben. Über die Suchfunktion habe ich festgestellt, dass ich nicht der einzige mit dem Problem bin. Das einfachste scheint mir den vorhandenen FI gegen einen mit höherer Auslöseschwelle zu tauschen. Den alten raus und neuen rein scheint mir nicht allzu kompliziert zu sein.Wird mich finanziell nicht umwerfen. Viele Grüße Onkel Heini
Gute Sonnenernte
-
Onkel Heini
- Öfters hier

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 17
- Registriert: 30.09.2009, 15:02
- Wohnort: Bad Nenndorf
von Mühli » 19.11.2011, 15:32
Wenns der Netzbetreiber nicht aussertourlich vorschreibt, ist der RCD nicht vorgeschrieben und wenn dann 0,1Ampere pro WR. SMA haben die sowieso eingebaut. Zitat SMA: ....Die integrierte, allstromsensitive Fehlerstromüberwachungseinheit (RCMU)....Zitat Ende Darf ein normaler sein, kein Allstromsensitiver. Die 300er bis 63 A liegen bei ~50€. Wenn schon verkabelt ist, sollte der Tausch max. ne halbe Stunde dauern Wenn der 3er und 5er Sunnyboy auf einer Phase hängen (geh ich mal von aus) kann der Strom schon bis auf ~35 Ampere steigen. Ob man das dann riskiert und nur einen 40er verbaut...ich würds nicht tun. Bei Dauerbelastung rechnet man bei jedem LSS oder FI mal 90% Belastbarkeit. Und ob für den Schutz des Menschen die 0,3 Ampere noch ausreichen, das waage ich zu bezweifeln. Wenn man sich also korrekt schützen möchte, muss man für jeden einzelnen WR einen FI verbauen. Für die interessierten: http://files.sma.de/dl/7418/RCD-UDE103120.pdfGruß
6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008 16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011 2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011
-

Mühli
- Forum Genie

-
- Beiträge: 6170
- Registriert: 02.09.2008, 22:45
- Wohnort: Lkr. Deggendorf
- PV-Anlage [kWp]: 25,87
- Info: Betreiber
Zurück zu Störungen / Auffälligkeiten im Betrieb von PV-Anlagen
Ähnliche Beiträge
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast
|