Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Was alles passiert beim Betrieb von Solaranlagen

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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon pvplaner2010 » 11.07.2011, 08:56

pvplaner2010 hat geschrieben:
Welche Gesellschaft ist es denn?

Axa.


Natürlich ist es für alle Betreiber interessant zu erfahren, wie im Nachgang der Schaden durch die Gesellschaft reguliert wurde!

Sonnige Grüße
pvplaner2010
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon kalle bond » 11.07.2011, 09:20

Doch es kommt noch schlimmer. Leider sind auch 43 der 96 Sharp Nu - 235W Module erkennbar und messbar (Leelaufspannung unter 30V, zu geringer Kurzschlußstrom) defekt.


Wurden alle 96 Module überprüft? Und wie? Nur optisch oder geflasht?

Grüße Kalle Bond
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon DeLaDope » 11.07.2011, 21:47

kalle bond hat geschrieben:Wurden alle 96 Module überprüft? Und wie? Nur optisch oder geflasht?


Alle wurden geprüft. Optisch und gemessen, nicht geflasht.

pvplaner2010 hat geschrieben: Natürlich ist es für alle Betreiber interessant zu erfahren, wie im Nachgang der Schaden durch die Gesellschaft reguliert wurde!


Werde Euch auf dem Laufenden halten!

Zentralschmiertechnik hat geschrieben:Was ich nicht verstehen kann,hast Du erst den Solateur zur Schadenaufnahme kontaktiert und Deine -ich betone Deine-Versicherung nicht?
Du hast doch einen Versicherungsvertrag mit Deinem Versicherer und nicht über Deinen Solateur!


Selbstverständlich wurde die Versicherung längst informiert. Ich wollte nur die richtige Formulierung für die erste Übermittlung des Schadensgutachtens der Module finden. Auch der Solatuer empfiehlt mitlerweile nach detaillierterer Analyse alle Module zu tauschen. Bis vor einigen Tagen war der vermutete Schade beträchtlich geringer. Dafür musste aber erst ein Gerüst gestellt und die Modulle vermessen werden. Das Thema WR ist bereits geklärt.

VG
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon Mr.10.000Volt » 11.07.2011, 22:29

Für mich stellt sich die Frage, weshalb an der anderen Anlage keine Module zu Schaden gekommen sind?
Habt ihr dafür eine Erklärung?
Wer, wenn nicht wir....

wann, wenn nicht jetzt?????
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon Urlaubsfan » 11.07.2011, 22:33

Eine Versicherung ersetzt nur den Schaden, der nachweislich entstanden ist. Die vermutete Überbeanspruchung der Module ist wahrscheinlich, aber nicht ohne Schwierigkeiten nachweisbar. Nur wenn Abweichungen der technischen Daten tatsächlich vorliegen, wird die Versicherung leisten. Zudem ist die der ohmsche Widerstand einer Diode nicht linear, sondern abhängig von den Messbedingungen. Bei sehr kleinen Strömen ergibt sich ein größerer Widerstand, der mit zunehmender Stromstärke sinkt. Da üblicherweise die Kenndaten nicht bekannt sind, würde nur eine vergleichende Messung an den verbliebenen Modulen helfen. Selbst wenn hierbei stärkere Abweichungen auftreten, müßte erst noch der Hersteller (oder eine andere Stelle) bestätigen, dass diese Toleranzen außerhalb der Norm liegen. Neben den Freilaufdioden könnten aber auch noch die Fotozellen beeinträchtigt sein. Auch hier wäre eine Messung angebracht. Insgesamt eine unbefriedigende und aufwändige Situation. Ich kenne mich noch nicht so gut auf dem PV-Markt aus, möglicherweise gibt es Firmen die PV-Anlagen bzw. Module vermessen und ein Protokoll erstellen mit dem ein Schadensnachweis geführt werden kann.
Viel Glück
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon summerof69 » 11.07.2011, 22:58

DeLaDope hat geschrieben:Gibt es eine geeignete und bezahlbare Analysemethode die das sicherstellen kann?
Wie kann ich ohne Labor feststellen, dass zum Beispiel die Freillaufdioden noch den korrekten ohmschen Widerstand haben?


Tobias


Als Nicht-Elektrotechnikingenieur, aber als Elektromeister muss ich festhalten, dass Dioden eben gerade keinen ohmschen Widerstand haben.

Früher war es eben so, dass Dioden in eine Richtung gesperrt haben, vorausgesetzt, man hat keine zu hohe Spannung angelegt und in die andere Richtung bis 0,7V ebenfalls gesperrt haben und ab 0,7V einen sehr geringen Widerstand aufgewiesen haben. Und wenn man dann mit dem Strom nicht aufpasst, dann ist die Diode futsch.

Im Zweifelsfall wird es wohl nur helfen, den Hersteller der Module um eine Ferndiagnose anhand der Bilder zu ersuchen (der ist auch dran interessiert, etwas zu verkaufen und wird wohl kein Risiko bei seinen Aussagen eingehen), ansonsten wirds wohl nötig sein, z.B. zwei der guten Module diesem zuzusenden und diesen um ein Gutachten zu ersuchen.
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon kalle bond » 11.07.2011, 23:12

Mr.10.000Volt hat geschrieben:Für mich stellt sich die Frage, weshalb an der anderen Anlage keine Module zu Schaden gekommen sind?
Habt ihr dafür eine Erklärung?


Wenn der Blitz einschlägt, geht der Blitzweg nach dem geringsten Widerstand. Deshalb kann die andere Anlage völlig unbehelligt bleiben.
Bitte mal Dehn Seminar oä besuchen.

Grüße Kalle Bond
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon PV26197 » 02.08.2011, 17:31

Hallo zusammen,

ich habe diese Thread gerade erst gefunden, muss ihn aber noch mal hochholen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, wurde die "zerstörte" Anlage vor zwei Jahren installiert. Jetzt wurden bzw. werden mindestens 43 Module ausgetauscht. Nach dem EEG gilt ein Modul als Anlage und wenn die "Anlage" ausgetauscht wird, gibt es ein neues Inbetriebnahmedatum.

Das bedeutet ja, dass es für die neuen Module nur noch die Vergütung für 2011 (28,74 ct) gibt und nicht mehr die aus dem Jahr 2009.

Übernimmt die Versicherung auch diesen Schaden? Wenn ja, wie berechnet sich so ein Schaden? Der Betreiber bekommt zwar weniger Vergütung, dafür aber ab 2011 nochmals 20 Jahre lang.

Gruß

Ingo
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon solarneuling2 » 03.08.2011, 08:07

Hallo PV26197
PV26197 hat geschrieben:Hallo zusammen,

ich habe diese Thread gerade erst gefunden, muss ihn aber noch mal hochholen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, wurde die "zerstörte" Anlage vor zwei Jahren installiert. Jetzt wurden bzw. werden mindestens 43 Module ausgetauscht. Nach dem EEG gilt ein Modul als Anlage und wenn die "Anlage" ausgetauscht wird, gibt es ein neues Inbetriebnahmedatum.

Das bedeutet ja, dass es für die neuen Module nur noch die Vergütung für 2011 (28,74 ct) gibt und nicht mehr die aus dem Jahr 2009.

Übernimmt die Versicherung auch diesen Schaden? Wenn ja, wie berechnet sich so ein Schaden? Der Betreiber bekommt zwar weniger Vergütung, dafür aber ab 2011 nochmals 20 Jahre lang.

Gruß

Ingo



Hallo Ingo, ich glaube, das war keine gute Idee von Dir ! Lies mal hier - insbesondere auf Seite 1 @za-ass - damit erübrigt sich auch Deine Fragestellung nach der Versicherung.

alte-runter-neue-drauf--t57552.html#p472492
Sonnige Grüße !
Meine Anlage: 18 Module ASOLA a 245 Wp, 1 SMA SB 4000TL-20
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon Boelckmoeller3 » 03.08.2011, 09:25

kalle bond hat geschrieben:
Mr.10.000Volt hat geschrieben:Für mich stellt sich die Frage, weshalb an der anderen Anlage keine Module zu Schaden gekommen sind?
Habt ihr dafür eine Erklärung?


Wenn der Blitz einschlägt, geht der Blitzweg nach dem geringsten Widerstand. Deshalb kann die andere Anlage völlig unbehelligt bleiben.
Bitte mal Dehn Seminar oä besuchen.

Grüße Kalle Bond


Naja, du solltest vielleicht bitte auch mal ein Seminar besuchen, denn der elektrische Strom geht nie nur den Weg des geringsten Widerstandes. Bei einer Parallelschaltung fließt immer auch ein Teil des Stromes über den Weg des höheren Widerstandes.

Viele Grüße:

Klaus
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