Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Was alles passiert beim Betrieb von Solaranlagen

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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon Mr.10.000Volt » 09.07.2011, 16:56

Wenn das Ganze schon einen Monat läuft, gab es denn schon eine Reaktion der Versicherung?

Wurden die anderen Anlagen nicht beschädigt ?
Wer, wenn nicht wir....

wann, wenn nicht jetzt?????
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Mr.10.000Volt
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon DeLaDope » 09.07.2011, 17:01

Mr.10.000Volt hat geschrieben:Wenn das Ganze schon einen Monat läuft, gab es denn schon eine Reaktion der Versicherung?

Wurden die anderen Anlagen nicht beschädigt ?


Ja gab es. Ein Gutachter war wegen den WR da. Die werden denke ich auch ohne Problem ersetzt.
Die Nachrich über die hohe Anzahl der defekten Module wurde der Versicherung erst vor zwei Tagen übermittelt. Jetzt müssen wir abwarten.
Ich will jedoch vorbereitet sein.

Bei der zweiten Anlage waren lediglich zwei WR defekt, diese sind bereits ausgetauscht worden. Diese Anlage ist aber über eine andere Versicherung versichert.
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon Weidemann » 09.07.2011, 17:03

Meinst du, dass der Widerstand an den Freilaufdioden zu hoch ist? Wäre bei unverschatteten Modulen egal, und wenn Schnee auf den Modulen liegt (einzig heftiger Teilverschattungsfall), gibts eh kaum Brandgefahr ;-)
Also die neuen Module in den ggf. schattengefährdeten Bereich legen.
Oder meinst du, dass die Dioden in Sperrichtung lecken?

Wurden die WR mit Reparaturpauschale repariert (Überspannung ist ja eigentlich ausgeschlossen durch SMA?)

Sind die defekten Module aus den gleichen Strings, oder gemischt aus allen Strings?
sonnige Grüße,
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon FeinerFug » 09.07.2011, 17:05

Hallo Tobias,

DeLaDope hat geschrieben:Als Elektrotechnikingenieur habe ich täglich mit kurzfristig deutlich überbelasteten elektrischen Bauteilen (meißtens Leistungshalbleitern) zu tun, welche dann deutlich eher den Geist aufgeben.

DeLaDope hat geschrieben:Wie kann ich ohne Labor feststellen, dass zum Beispiel die Freillaufdioden noch den korrekten ohmschen Widerstand haben?

VG
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Also irgend wie passen die beiden Aussagen nicht ganz zusammen (oder bist Du etwa der Schuldige an den vielen kurzfristigen Überlastungen). :wink:

Ich bin kein Inschenjör, aber ich kram mal mein Viertelwissen zusammen.
Mit einem Multimeter könntest Du ja mal die Sperrspannung der Freilaufdioden durchmessen. (Geht wahrscheinlich nur im dunklen, also wenn die Zellen keinen Strom erzeugen, evtl abdecken)

Mit einem Netzteil könntest Du mal den normalen String-Strom in Durchlassrichtung durch die Diode fließen lassen (auch wieder bei verdunkeltem Modul), und mit dem Multimeter messen, wie viel Spannung abfällt.
Für beides bekommst Du vielleicht Sollwerte vom Hersteller genannt. Oder Du popelst eine der Freilaufdioden aus einem der defekten Module raus und suchst Dir das passende Datenblatt beim Dioden-Hersteller.
Vielleicht findest Du auch viele ähnliche Werte und nur ein paar Ausreisser. Dann mußt Du nur noch raten, welches die guten und welches die schlechten Module sind. :(

Wie gesagt, alles nur Viertelwissen, aber vielleicht hilft es ja ein bisschen.

Gruß,
Andi
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon DeLaDope » 09.07.2011, 17:10

Weidemann hat geschrieben:Meinst du, dass der Widerstand an den Freilaufdioden zu hoch ist? Wäre bei unverschatteten Modulen egal, und wenn Schnee auf den Modulen liegt (einzig heftiger Teilverschattungsfall), gibts eh kaum Brandgefahr ;-)


Stimmt nicht ganz. Jeder harte Schatten kann bei zu hochohmigen Dioden eine weitere Beschädigung hervorrufen oder? Die Solarzellen selbst können aber auch beschädigt sein.

Weidemann hat geschrieben:Oder meinst du, dass die Dioden in Sperrichtung lecken?


Auch dies ist möglich. Aber ohne Labor wohl kaum messbar oder? Lediglich durch einen geringeren Kurzschlußstrom sollte sich das bemerkbar machen.

Weidemann hat geschrieben:Wurden die WR mit Reparaturpauschale repariert (Überspannung ist ja eigentlich ausgeschlossen durch SMA?)


Die WR waren komplett zerstört. So wie es aussiet wird eine Reperaturpauschale von der Versicherung bezahlt

Weidemann hat geschrieben: Sind die defekten Module aus den gleichen Strings, oder gemischt aus allen Strings?


Bunt gemischt.
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon jodl » 09.07.2011, 17:12

m. E. kannst du überhaupt nichts feststellen, was eine Versicherung anerkennen muß
dafür gibt es doch Sachverständge etc.
vergleichbar wie bei einem Kfz-Unfallschaden, da gibt es auch ein Gutachten, nach dem wird entschädigt
und nicht danach, wie der Geschädigte meint
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon DeLaDope » 09.07.2011, 17:15

FeinerFug hat geschrieben:oder bist Du etwa der Schuldige an den vielen kurzfristigen Überlastungen


Ja der bin ich- -> Validierungstests

FeinerFug hat geschrieben:Mit einem Multimeter könntest Du ja mal die Sperrspannung der Freilaufdioden durchmessen. (Geht wahrscheinlich nur im dunklen, also wenn die Zellen keinen Strom erzeugen, evtl abdecken)

Mit einem Netzteil könntest Du mal den normalen String-Strom in Durchlassrichtung durch die Diode fließen lassen (auch wieder bei verdunkeltem Modul), und mit dem Multimeter messen, wie viel Spannung abfällt.


Kling interessant. Wie ist denn das Ganze veschaltet? Bei PV - Modulen kenne ich mich Null aus.
Vorgeschädigte Zellen kann ich aber so nicht erkennen.
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon DeLaDope » 09.07.2011, 17:18

jodl hat geschrieben:m. E. kannst du überhaupt nichts feststellen, was eine Versicherung anerkennen muß
dafür gibt es doch Sachverständge etc.
vergleichbar wie bei einem Kfz-Unfallschaden, da gibt es auch ein Gutachten, nach dem wird entschädigt
und nicht danach, wie der Geschädigte meint


Ist wahrscheinlich erst einmal richtig. Aber wenn ich nicht mit dem Urteil einverstanen bin und dem Ganzen wiedersprechen will, benötige ich eben fundierte Beweise. Deshalb meine Fragen. Sollte es keine bezhalbare Möglichkeit geben das Ganze belastbar zu bweisen, dann habe ich ein Problem.
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon FeinerFug » 09.07.2011, 17:32

DeLaDope hat geschrieben:Kling interessant. Wie ist denn das Ganze veschaltet? Bei PV - Modulen kenne ich mich Null aus.
Vorgeschädigte Zellen kann ich aber so nicht erkennen.


Ich ja auch nicht, ich red nur schlau daher.
Aber die Freilaufdioden können ja nur parallel zu den Solarzellen liegen. Damit kann dann der Strom der anderen Panele durch die Dioden laufen, wenn die Zellen wegen Schatten hochohmig sind. Wenn die Panele mehrere Freilaufdioden haben und das ganze intern in Reihe gschaltet ist, kommst Du an die einzelne Freilaufdiode natürlich nicht ran. Das mit dem Strom durchschicken und Spannungsabfall messen müsste aber trotzdem gehen. Wenn Du ein Netzteil mit einstellbarem Strom hast, brauchst Du dazu wahrscheinlich nichtmal ein Multimeter, weil die Spannung des Netzteils (EDIT: bei eingestelltem Strom) ja sowieso auf die Spannung einbrechen wird, die am Panel abfällt (und das Netzteil hoffentlich die Istspannung anzeigt, nicht nur die eingestellte Sollspannung).
Bei einer Diode sollte da dann irgendwas zwischen 0,3 und (bei hohen Strömen) 2V rauskommen, bei mehreren Dioden pro Panel entsprechend ein Vielfaches.
Vielleicht hat Dein Solateur ja auch ein gutes Modul, an dem er Dich eine Vergleichsmessung machen lässt.
Ob man daraus wirklich etwas ableiten kann, weiß ich nicht. Aber wenn viele gleiche und ein paar andere Messwerte rauskommen, sollte man schon was daraus schließen können.

Gruß,
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Re: Blitzschaden, 40 % der Module inkl. der WR defekt

Beitragvon Mr.10.000Volt » 09.07.2011, 17:40

War das Modulfeld der zweiten Anlage auch geerdet?
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