Speicherung von elektrische erzeugter Energie.
Moderator: Mod-Team
von egnurg » 17.04.2011, 13:34
Hi Leute, im Forum fehlt die Rubrik Speicher  Habe hier eine ausgemusterte aber funktionsfähige USV herumstehen und beim Überlegen was ich mit dem Ding mache ist mir die Idee gekommen, damit den Eigenverbrauch zu erhöhen - nur zum Spass, sinnvoll ist das bei den aktuellen Preisen natürlich nicht. Bringt natürlich nicht viel, aber hat sich zu dem Thema schon mal jemand Gedanken gemacht? Was haben diese Billig-Teile (ist eine 1000VA-USV von Mustek) denn für einen Eigenverbrauch? Würde mich reizen da mal ein Gerät dranzuhängen und dann einfach per Zeitschaltuhr nachts auf Batterie laufen zu lassen. Leider finde ich nur die maximale Last und nicht wieviel Energie da drin gespeichert ist. Wie viele Zyklen dürfte so ein Ding mit Bleiakkus wohl halten wenn man das jede Nacht auf Batterie laufen lässt? Könnte ja z.B. für die Gartenbeleuchtung mit LED-Lampen dienen 
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von Cruso » 17.04.2011, 13:49
Habe hier eine ausgemusterte aber funktionsfähige USV herumstehen und beim Überlegen was ich mit dem Ding mache ist mir die Idee gekommen, damit den Eigenverbrauch zu erhöhen
Kann man leider aus mehreren Gründen absolut vergessen, es gibt nur wenige USVen welche hierfür geeignet wären. Die Geräte haben eine Standby Aufnahme von 15-100 Watt je nach Technologie und Baujahr. Viele Geräte (aber nicht alle) sind nicht für Dauerbetrieb (Stromentnahme) geeignet. Dies sieht auch gleich am Aufbau. Bei so mancher Interaktive bzw. Online USV sieht es anderst aus. Viele neue Geräte haben eine Akku Spannung von 36-48 Volt, dies heißt, es sind mehrere Akkus in Reihe geschaltet. Bei einem Einsatz, werden die Akkus ziemlich stark beansprucht, da die Kapazität relativ gering zur Leistung ist.
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von EMS_INSANE » 19.02.2012, 09:25
Kann man das wirklich absolut vergessen Angenommen man nimmt eine ( rel. aktuelle ) Offline-USV. Diese haben ja nicht mehr soo nen großen Standby-Verbrauch. o.k. der Akku ist nicht auf Dauerbetrieb ausgelegt. Den könnte man aber ja gegen einen entsprechenden Solarakku tauschen. nur wie bringe ich die USV dazu, nachts Strom abzugeben, obwohl das Netz da ist  - Evtl. könnte man sich das zu nutze machen, das die Spannung etwas höher ist, wenn die PV gerade einspeist - oder aber irgendwie über das Multifunktionsrelais des SMA Tripower ( man kann ja z.B. einstellen das bei Einspeisung oder ab einer gewissen Einspeiseleistung ein Signal kommt. Damit könnte man dann ein Schütz schalten und somit der USV einen Stromausfall vorgaukeln, wenn das Signal NICHT da ist ) Aber wie kann man es machen das die Verbraucher hinter der USV wieder mit Netzstrom laufen, wenn die USV leer ist  Oder man muß die USV ( oder Solarakkus ) so dimensionieren das sie mind. über die Nacht kommen ... Verbraucher denke ich z.B. Heizungspumpe, Wohnraumlüftung, ... Somit könnte man rel. Günstig den Eigenverbrauch steigern und hat sogar noch Sicherheit, falls es mal zu einem Blackout kommt ... so long Insane
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von dridders » 19.02.2012, 10:06
Woher willst du wissen das die keinen großen Standby-Verbrauch haben? Hast du einen Hersteller gefunden der ihn angibt? Ich nicht. Den von meiner APC musste ich experimentell selbst ermitteln... und brauchte anschließend einen Krankenwagen nach dem Schock. Meine Vermutung: bei den Akku-Kapazitäten die eine USV meist mit sich bringt wirst du nach einer Winternacht nichtmals ohne Verbraucher die USV noch am Laufen haben. Allein das Bereitstellen der Spannung wird den Akku leer saugen. Meine 3kVA-APC hat z.B. gerade mal 8x7.2Ah... also unter 700Wh. Laut eigener Schätzung reicht das bei nahezu null Last für etwa 3h... mit frischen Akkus. Nach 3 Jahren "Betrieb" reicht es jetzt noch genau für ein Piepen und Abschalten wenn der Strom ausfällt, die Akkus sind platt. Und das OHNE genutzt worden zu sein. Klar, den Eigenverbrauch kann man steigern, aber das geht auch einfach: steck tagsüber einen Heizlüfter an die Steckdose, stell ihn nach draussen und lass ihn auf höchster Stufe laufen. Das wäre Stromverschwendung und Geldvernichtung? Korrekt, genau wie die USV. Durch Standbyverbrauch und Ladeverluste zahlst du nämlich bei der Lösung gewaltig drauf. Automatisch unterstützt eine USV sowas natürlich überhaupt nicht. Solange das Netz da ist macht die nichts, kann sie auch gar nicht, da sich die von denen wir hier reden gar nicht aufs Netz synchronisieren können. Die müssen die Last per Relais auf die Inverter umschalten. Und das geschieht nur bei Ausfall des Netzes. Also wirst du einen Netzausfall simulieren müssen. Und dann nuckelt sie so lange aus den Akkus bis die leer sind, dann schaltet sie ab. Jetzt kannst du natürlich z.B. den Akkuladestand auswerten und bei 50% das Netz wieder zuschalten... also mit Glück in der Nacht, eher noch am Abend. Was macht die USV? Schaltet Netz wieder durch und fängt fröhlich an ihre Akkus zu laden um für den nächsten Ausfall gewappnet zu sein... logisch, denn sie ist eine USV. Lädt sich also schön mit dem Bezugsstrom wieder auf. Eine Sicherheit beim Blackout hast du so nur dann wenn du die Akkus kräfitg überdimensionierst, denn sonst ist sie ja so ausgelegt das am nächsten Morgen die Akkus leer sind und erst wieder geladen werden müssen. Bei Netzausfall lädt sich aber nix da es keine Stromerzeuger mehr gibt.
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von EMS_INSANE » 19.02.2012, 10:28
dridders hat geschrieben:Woher willst du wissen das die keinen großen Standby-Verbrauch haben? Hast du einen Hersteller gefunden der ihn angibt? Ich nicht. Den von meiner APC musste ich experimentell selbst ermitteln... und brauchte anschließend einen Krankenwagen nach dem Schock.
Zu beachten ist, dass VFI-USV im Vergleich zu VFD- oder VI-USV den höchsten Eigenstrombedarf haben. Während z. B. eine 650 VA VFD-USV im Leerlauf (ohne angeschlossene Verbraucher) mit ca. 5 W auskommt, eine 850 VA VI-USV mit ca. 15 W, benötigt eine VFI-USV schon im Leerlauf erheblich mehr Strom (eine Faustregel besagt, dass sie ca. 10% ihrer Nennleistung benötigt, sprich eine 850 VA VFI-USV benötigt im Leerlauf ca. 85 W an Eigenbedarf). http://de.wikipedia.org/wiki/USVDie Frage ist ob man bei einer USV den orginal-Akku gegen z.B. einen 100Ah Solarakku austauschen kann  oder kommt die USV damit nicht klar So long Insane
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von dridders » 19.02.2012, 10:40
Jaja, Wikipedia...  Weisst du auch was VFI/VFD/VI zu bedeuten hat? VFI ist eine Online-USV. Es gibt da keine direkte Verbindung von Eingang zum Ausgang. Alles was am EIngang rein kommt wird ersmtal zu DC gewandelt und dann wird neue Wechselspannung draus gemacht. Natürlich hat die bei aufgeschaltetem Netz die höchsten Verluste, weil da alle Wandler laufen, während bei den anderen die Wandler ggf. aus sind oder max. 1 Wandler mitläuft. Im Akkubetrieb aber kein Unterschied: bei allen läuft genau 1 Wandler. VFD ist im Netzbetrieb passiv, kein Wandler läuft, es werden nur die Akkus geladen. Wobei du auf die 5W dann nochmal das gleiche zur Ladeerhaltung draufrechnen kannst locker. Meine APC fällt in die Kategorie VI, es läuft also intern permanent schonmal der Wandler ohne Last mit. Ergebnis: 100W Standby am Netz! Also pfeiff auf Wikipedia, orientiere dich lieber an der Realität Ob und wie weit du den Akku vergrößern kannst hängt von der USV ab. Manche werden ihn einfach entsprechend langsam laden, andere werden an Überlastung der Ladeschaltung verrecken. Manche gehen auf Störung weil für sie Ladeströme oder Ladedauer zu hoch sind. Auf Parameter wie Ladespannung hast du eh keinen Einfluss, lässt sich also nicht an die offenen Zellen angleichen. Auf Entladetiefe hast du meist auch keinen groß genugen Einfluss, wenn dann überhaupt noch eine Erkennung des Ladezustands korrekt funktioniert.
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von wieso » 19.02.2012, 10:50
Man wird wohl auch ein externes Ladegerät brauchen um die Batterie wieder aufzuladen
Inselanlage 1.6 kw PV und 2.4 KW PV , Outback MX60 und FM80 MPPT , 6 kw Victron Wechselrichter 1600 ah 24 volt Gabelstaplerbatterie , 1.6 kw Windkraftanlage ,1 kw Wasserturbine mit Speichersee bei Bedarf Irland ;
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von EMS_INSANE » 19.02.2012, 11:17
dridders hat geschrieben: Weisst du auch was VFI/VFD/VI zu bedeuten hat?
Ja, weis ich. Aber mußte diese Unterstellung sein  --> Egal. Das Problem mit der Ladeerhaltung hat aber ja z.B. ein Sunny Backup genauso. Ich hatte die ganze Zeit eine Mustek PowerMust UPS 2000 USB, da bei uns in der aktuellen Wohnung gelegentlich die Sicherung fliegt. Da wir VoIp-Telefon haben hatte ich dann den Router und den PC hinter der USV. Die hab ich aber verkauft, genau weil sie so nen hohen Standby-Verbrauch hatte. ( VI ) Denke ich werd mir mal ne günstige VFD-USV holen und mal testen was die so braucht .. http://geizhals.at/de/671296 hab ich im Auge ... Werde dann berichten wenn`s soweit ist. So long Insane
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von dridders » 19.02.2012, 12:10
Das Problem mit der Ladeerhaltung hat das Backup nicht in gleichem Maße. Das ganze hängt ja auch vom Lademanagment ab, feuer ich die ganze Zeit 2,4V auf die Zelle, oder gehe ich auf 2,25V? Oder lasse ich sie gar einige Stunden in Ruhe zwischendrin (SilentMode bei SMA)? Oder auch wie stelle ich die Spannung bereit, wie viele Verluste habe ich bei der Wandlung von AC nach DC also. Davon mal ab: auch beim Sunny Backup wirst du mit Bleiakkus voraussichtlich keinen Gewinn machen sondern permanent drauf zahlen durch die Ladeverluste... Auf jeden Fall brauchst du eine externe Regelung, oder halt viel Handarbeit. USV erst ans Netz stöpseln wenn PV-Überschuss da ist, Netz abtrennen wenn kein Überschuss da ist, wenn Akkuladestand zu gering ist Verbraucher von der USV weg und direkt ans Netz hängen bis Akku wieder voll... und an Tagen mit stark schwankender Erzeugung dann vieeel Arbeit mit umstecken  Während die Backup-Systeme eben nur das in den Akku stecken was in dem Moment übrig ist, bzw. bei Bedarf das aus dem Akku entnehmen was für eine Nullbilanz fehlt... und das alles bei permanent aufgeschaltetem Netz. Mit den Abkürzungen war keine Unterstellung, sondern eine Frage. Mir waren sie z.B. nicht bekannt in der Form.
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von EMS_INSANE » 29.02.2012, 21:28
So, Spielzeug ist da: APC Back UPS CS 650 ( VFD = Offline - USV ). Hab ich mir günstig in der Bucht geschossen. Akku scheint noch rel. i.O. zu sein. Habe gerade meinen PC zum Testen dran ( Phenom X6 ). Braucht im Leerlauf ~60Watt und die USV sagt eine Laufzeit von ~30 min. Stromverbrauch OHNE angeschlossene Verbraucher ( bei vollem Akku ) 4,5 Watt. Der Original-Akku hat 9Ah. Denke ich werde mir jetzt erstmal einen großen Solarakku besorgen. ( Alternativ hätte ich ggf. noch eine 100Ah Batterie aus einem Trecker ). Was meint Ihr, überlebt die USV die 100Ah-Batterie So long Insane
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