Speichersystem 1-Phasig od. doch 3-Phasig?

Speicherung von elektrische erzeugter Energie.

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Re: Speichersystem 1-Phasig od. doch 3-Phasig?

Beitragvon Helpless » 06.08.2012, 13:17

wieso hat geschrieben:Ich habs noch nicht richtig erklärt bekommen , für was man ein 3 Phasiges Insel/Backup System braucht , ausser das der el.Herd Kraftsrom braucht in DE .....

Oft werden/wurden in den Häusern 5*2,5mm² verlegt und am Ziel in 3 einzelne Stromkreise "zerlegt". Dabei ist der Neutralleiter bei gleicher Phase mit 2,5mm² zu dünn.
Gleiches gilt für den Herdanschluss. Normalerweise sind ja je 2 Platten und der Backofen auf je einer Phase, würde alles auf eine Phase gelegt, langt die Dimensionierung des Neutralleiters nicht mehr. Problematisch ist, dass auch die Geräte intern hier "falsch" dimensioniert sind, weshalb ein einfaches "dann mach ma halt den N dicker" nichts hilft.
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Re: Speichersystem 1-Phasig od. doch 3-Phasig?

Beitragvon wieso » 06.08.2012, 14:03

Hat man nun davon :roll: , keine Ahnung was hier für Kabelstärken in Irland verlegt werden , nur weiss ich das fast das ganze Land einphasig kocht ..... (obs nun rückschritlich ist oder progressiv ??? seis dahingstellt)


Wissen tu ich , das mir eine 16 A Steckdose geschmolzen ist als ich da mit dem 5000 Watt Generator rein bin (in mein Inselnetz) lag aber am Plastik/Auslegung der Steckdose ...... und hab mir eine 32 A besorgt

Nur ,was verträgt den 2.5 mm2 an Belastung ?
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Re: Speichersystem 1-Phasig od. doch 3-Phasig?

Beitragvon Janek09 » 06.08.2012, 16:48

Für eine 2,5 mm2 Leitung wird eine 20A Sicherung empfohlen. Das sind bei 230V 4,4kW Belastung.
Bei 1,5 mm2 sind es 16A (3,5 kW) bei neueren Anlagen werden aber wohl sogar schon 13A anstatt 16A empfohlen. Das ganze kommt auch darauf an wie dicht die Kabel zusammen verlegt sind
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Re: Speichersystem 1-Phasig od. doch 3-Phasig?

Beitragvon Helpless » 06.08.2012, 21:04

Hängt von so Sachen wie "Bündelung", also Zusammenverlegen vieler Leitungen über längere Strecken, die Länge der Leitung, aber auch ob die Kabel in Wand, Dämmung oder Leerrohr liegen (wegen Wärmeabführung) ab.
Ich habe in meinem Haus alle Stränge vom Versorgungsraum zum Ziel mit 2,5mm² in den Wänden verlegt und bin dann dort auf 1,5mm² runter. Fast alle Steckdosen in der Küche sind komplett mit 2,5mm² ausgeführt. Auch hab ich kaum etwas in gemeinsamen Kanälen verlegt. Da hat mich dann der Elektriker ausgelacht, weil in dem bisschen Haus Bündelung und Kabellängen nun echt keine Rolle spielt. :lol: Ich hab aber auch Leerrohre in die Räume verlegt und da mein Netzwerk durch gezogen. Aber auch ich habe z.B. 5*4er Kabel in die Garage, den Dachboden, den Garagenanbau und die Scheune gelegt, damit ich dort bei Bedarf Unterverteiler anbringen (lassen) kann, aber die liegen alle in dicken Leerrohren, das könnte man nochmal ändern.
Für mich wäre das mit dem Kochfeld kein Problem, denn wir werden wahrscheinlich sowieso auf 2 mal 2 Kochplatten wechseln, damit mehr Arbeitsfläche vor den Feldern zur Verfügung steht. Und nachdem der Kochplatz unmittelbar über dem Sicherungskasten ist, langt ein kleines Loch in Boden/Decke und das ist ausreichend verkabelt. Also wenn es notwendig wäre, könnte ich tatsächlich im Haus mit einer Phase arbeiten.

Auf der anderen Seite hab ich bei der Renovierung von ein paar Mehrfamilienhäusern zu gesehen. Die haben alle Kabel gebündelt auf der Außenwand verlegt und dann die Dämmung drüber gemacht. Bei vielen Neubauten darf die Wand nicht mehr geschlitzt werden, da liegt dann alles in Rohren hinter Gipskartonwänden. Auch habe ich den Trend beobachtet, dass alle Dosen und Schalter einzeln(!) in den Keller gelegt werden (Das wären bei mir einige hundert Kabel :shock: ) und erst dort verschaltet werden. Das ist aber immer noch billiger als die neuen Hausbussysteme, bei denen der Einsatz entscheidet, ob dort zukünftig eine Netzwerkdose, Telefonanschluss, Soundsystem oder normale Steckdose gibt.
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Re: Speichersystem 1-Phasig od. doch 3-Phasig?

Beitragvon darwin » 06.08.2012, 21:47

Die *Bündelung* nennt sich gewöhnlich Häufung, falls mal jemand eine Vorschrift in die Hand bekommt.

Und die Gegenläufige Argumentation nennt sich Gleichzeitigkeit.
Ein großer Hausanschluss wird mit ca 3x 63 A abgesichert, was in etwa 43 KW Leistungsbezug ermöglicht. Würde dieser das ganze Jahr erreicht, wären das in etwa ein Verbrauch von 380.000 KWh oder eine Stromrechnung von etwa 100.000 Euro.

Ein 3x63A Anschluss verteilt sich meist auf einige Dutzend Stromkreise. Vielleicht bis 50 (4 Reihen im Verteiler zu 12 Plätzen). Wenn jeder dieser gleichzeitig, gleichmässig mit 16 A belastet würde, wären das etwa 266 A pro Phase. Rein Statistisch wird eine Leitung als nur mit 23% belastet.

Nur mal um ein Gefühl zu bekommen, um was es geht.
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Re: Speichersystem 1-Phasig od. doch 3-Phasig?

Beitragvon Mühli » 07.08.2012, 13:10

"Eigentlich" ist eine 1,5er Leitung nur für 10A Dauerlast gemacht, genau wie Schukodosen auch.

Bei 16A erwärmen sie sich schon deutlich. Für Dauerbelastung sollte man schon auf 2,5² gehen.

Zum Elektroherd kann man so nix sagen.
Es gibt alle Systeme, auch in Deutschland. Also sowohl 3-Phasig, 2-Phasig und 1-Phasig.
Falls 1-Phasig ist meistens 3x4² empfohlen, ansonsten reichen 5x2,5²
Muss man einfach nachschauen, oftmals lässt sich das per Leiterbrücken ändern.

Falls er 3-Phasig ist, kann man ihn schon umstellen, rein vom Kabel her....
Aber ich empfehle das ganz ausdrücklich NICHT, weil es nicht erlaubt ist (aber technisch funktioniert...)
Man könnte L1 und L2 auf eine Phase hängen (L1) und L3 und N auf N
Somit hätte man die Querschnitte für L1 und N verdoppelt.
Der Schutzleiter muss aber (soweit mir bekannt) den gleichen Querschnitt aufweisen...
Wenn, dann bitte einen FI verbauen und drauf vertrauen, dass er auslöst bevor der PE zerschmolzen is...(bei Fehlerstrom)
Dass die Kabelfarben dann nicht mehr stimmen...ja, das ist das nächste Übel.
Ist aber sicherer und besser, als einphasig über eine 2,5er zu gehen und da zu viele Amps drüberzujagen.

Gruß
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Re: Speichersystem 1-Phasig od. doch 3-Phasig?

Beitragvon darwin » 11.08.2012, 20:18

Mühli hat geschrieben:"Eigentlich" ist eine 1,5er Leitung nur für 10A Dauerlast gemacht, genau wie Schukodosen auch.

Bei 16A erwärmen sie sich schon deutlich. Für Dauerbelastung sollte man schon auf 2,5² gehen.


Die 1,5 Leitung ist nicht für 10, 13 oder 16 A *gemacht*. Absicherung hängt von der Verlegeart ab und den sonstigen bedingungen.

Mühli hat geschrieben:Zum Elektroherd kann man so nix sagen.
Es gibt alle Systeme, auch in Deutschland. Also sowohl 3-Phasig, 2-Phasig und 1-Phasig.
Falls 1-Phasig ist meistens 3x4² empfohlen, ansonsten reichen 5x2,5²


5x2,5 *muss* man aus einem anderen Grund legen. Inzwischen gibt es die Forderung, das die Zuleitung mit mindestens 20A abgesichert werden kann. Damit fallen dafakto alle *Ausnahmesituationen* weg die 1,5 ermöglicht hätten.

Übrigens gibt es auch den Unterschied das ein 1phasige Kabel höher (pro Aussenleiter) belastet werden kann, als ein 3 phasiges (aka 5x) bei gleicher Verlegeart.

Steckdoseneinsätze sind für 16 A ausgelegt, sollten die kaputt oder oxidiert sein, dann auswechseln. Das sind 3,50 Euro im Baumarkt.

Mühli hat geschrieben:Muss man einfach nachschauen, oftmals lässt sich das per Leiterbrücken ändern.

Falls er 3-Phasig ist, kann man ihn schon umstellen, rein vom Kabel her....
Aber ich empfehle das ganz ausdrücklich NICHT, weil es nicht erlaubt ist (aber technisch funktioniert...)
Man könnte L1 und L2 auf eine Phase hängen (L1) und L3 und N auf N
Somit hätte man die Querschnitte für L1 und N verdoppelt.
Der Schutzleiter muss aber (soweit mir bekannt) den gleichen Querschnitt aufweisen...
Wenn, dann bitte einen FI verbauen und drauf vertrauen, dass er auslöst bevor der PE zerschmolzen is...(bei Fehlerstrom)
Dass die Kabelfarben dann nicht mehr stimmen...ja, das ist das nächste Übel.
Ist aber sicherer und besser, als einphasig über eine 2,5er zu gehen und da zu viele Amps drüberzujagen.


Ein FI schützt *nicht* bei Überlast. Er schaltet nicht mal ab. Wenn 16 oder mehr A auf dem Schutzleiter fliessen gibt es irgendwo ein ganz gewaltiges Problem.
Den Neutralleiter zuverdoppeln ist auch keine gute Idee. Dann könnte im Falle eine Fehlers über längere Zeit nur einer dieser Drähte *aktiv* sein und keine Schutzeinrichtung merkt das.

Wenn man schon basteln will - Einfacher 2 Platten abklemmen, also Leistung reduzieren und mit 3,6 KW auskommen.

Braucht man diese Platten wirklich, ein Separates zusätzliches Kochfeld verwenden. Bei Anschlüssen für eine Spülmaschine oder Boiler gibt es meist Extraleitungen. Solche Verbraucher (>2KW) sollten schon länger über separate Leitungen versorgt werden.
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Re: Speichersystem 1-Phasig od. doch 3-Phasig?

Beitragvon einstein0 » 18.08.2012, 06:56

smigel1 hat geschrieben:Hallo Danke für Eure Rückmeldungen.

Könnte ein Speichersystem so einfach realisiert werden? (siehe +.ppt)

Ich dachte immer der Unterschied ist einfach einen 1-Phasigen WR durch einen 3_phasen WR zu ersetzten - jedoch schaut es so aus als müßte man für 3-Phasen Netz 3x1-Phasen WR nehmen. Verstehe ich zwar nicht ganz - aber vielleicht ist die Technik noch nicht so weit! Aber auf den Mond fliegen können wir!


Eben! Sagte ich doch!
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Alles andere ist Gebastel oder unverhältnismässig teuer... :idea:
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Re: Speichersystem 1-Phasig od. doch 3-Phasig?

Beitragvon pamiru48 » 23.08.2012, 21:52

Hm - interessant die Diskussion. Für meinen "Spezial-Fall" aber noch nicht hilfreich, zumal ich kein "Strömling" bin... :oops:
Nach/mit angehangenem "Anlagenschema" (alle Zahlen p.a.) produziere ich rd. 24.000 kWh, speise einen Überschuß von etwa 10.000 kWh ein und benötige "folgerichtig" gleiche Menge vom Netz, um den MFH-Bedarf von rd. 24.000 kWh decken zu können... Ist doch irgendwie aberwitzig ?!? Gerade die Einspeisung erfolgt lastgangabhängig meist von der hohen PV-Produktion der 9,65 kWp-Anlage(n) im Sommer, wo das BHKW wegen fehlender Wärmeanforderung ja überwiegend steht. Trotz 2.000 Lit. Puffer-Speicher (zzgl. 500 Lit. WW-Speicher) kommt auch nachts kaum BHKW-Produktion zu Stande, da noch genügend Wärme in den Speichern ist. Da kommen dann mit "konstanter Bosheit" zwischen ca. 22 Uhr bis gegen 6 Uhr morgens so um die 16 kWh tägl. als ebend Fremdstrombezug zu Stande. Dafür "verschenk" ich aber zwischen ca.10 Uhr bis gegen 15 Uhr etwa die gleiche Menge an's Netz... Das "schreit doch fast förmlich nach einer Batterie" - in der Nichtheizperiode, die ja immerhin fast 75% des Jahres ausmacht. Erste Recherchen reichen von ca. 8.000 € bis dann oberhalb 30.000 € für Batteriesysteme...- Wahnsinn :evil:
Sollte es wirklich keine (kostengünstigere) Möglichkeit geben, wenigstens einen Teil der Überproduktion tagsüber "in die Nacht hinüberretten" zu können ??? Es müßte doch dafür Spezialisten geben, die ein entsprechendes Batterie-Management ausklügeln könnten ?!? Wenn ich von o.g. Netzbezug auch nur die reichliche Hälfte (6.000 kWh) kompensieren könnte, wäre schon eine Kosteneinsparung von rd. 1.000 € möglich !
Hat da wer zielführende Idee'n ? :?
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Re: Speichersystem 1-Phasig od. doch 3-Phasig?

Beitragvon Helpless » 23.08.2012, 22:10

Zuerst stellt sich die Frage, wieviel du pro Tag in die Nacht retten willst, das Jahr ist ja so etwas von uninteressant. Da du ein Mehrfamilienhaus versorgen willst, wirst du wohl alle 3 Phasen abdecken müssen. Da es sich um mehrere Wohnungen handelt ist wohl der Hausanschluss deutlich über 50A pro Phase, was die Angelegenheit etwas schwierig macht. Sehe ich das soweit richtig?
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