Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasig?

Speicherung von elektrische erzeugter Energie.

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Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon Parasol » 10.07.2012, 19:39

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann sind netzgeführte WR und Inselwechselrichter, wie sie für den Backupbetrieb oder bei Netzausfall verwendet werden, zwei recht verschiedene Pferde, die sich aus vielerlei technischen Gründen nicht gegenseitig ersetzen können. Für den von sicherlich sehr vielen von uns gewünschten Nachtbetrieb mit gespeichertem Eigenstrom braucht man in jedem Fall eine Steuerung für die vollständige galvanische Trennung des Hausnetzes samt PV vom Öffentlichen Netz. Für Dreiphasenstrom aus der Batterie bedarf es dann eines Inselwechselrichters wie den aus dem Backup System "M" von SMA, der die sog. Phasenkopplung realisiert. Damit bekommt man zwar keinen Drehstrom, jedoch werden alle drei Phasen eines Hausnetzes gleichmäßig mit Wechselstrom bedient, sodass alles läuft, außer echten Drehstrommaschinen. Leider, leider, funktioniert dies aber nicht mit den Wechselrichtern der beliebten Tripower Serie, wie ich einen benutze (Sunny Tripower 10000 TL). Daher müsste ich, zusätzlich zu der Umschaltbox sage und schreibe drei zusätzliche Wechselrichter einsetzen (Backup System "L" von SMA), die mir dann allerdings echten Drehstrom ins Hausnetz einspeisen würden und auch mit genügend Leistung zu haben sind. Selbstredend braucht man dann, zumindest für Nachtbetrieb, auch eine Batterie entsprechender Leistung und Speicherkapazität. Ich denke da so an mindestens 10-20 KWh. Es kommt hinzu, dass die Batterie- und WR-Station mit dem Hausverteiler- und Schaltkasten mit wenigstens 4 x 16-Quadrat und Steuerleitungen verbunden sein muss, was dann aufwändig werden kann, wenn beide räumlich getrennt untergebracht sind. Mit einer solchen Anlage hätte ich allerdings weitgehend autarke Stromversorgung, auch im Winter, weil die Batterien tagsüber mit Stromüberschuss nachgeladen werden, den ich bei 9,6 KWp in der Regel auch habe.
Kurzum: für eine derartige Einrichtung fallen aber ohne Montage derzeit mindestens 15000 EUR an und es ist ohne langes Nachrechnen klar, dass sich das wohl eher noch nicht lohnt.
Es bleibt das Geheimnis von SMA, warum hier keine bezahlbare Lösung in einem Gehäuse angeboten wird, denn ein Markt dafür ist mit zunehmender Tendenz vorhanden. Die Einphasensysteme sind meiner Meinung nach eher eine teure Spielerei, die dazu nur für sehr kleine Hausnetze taugt. Wenn es nur um Notstrom geht, gibt es preisgünstige Dieselgeneratoren mit Batteriepuffer, mit denen man leicht ein paar Tage überbrücken kann (die schlucken auch Heizöl...).
Was wir brauchen, ist ein Dreiphasen-Inselwechselrichter für Backupbetrieb, der mit den Tripower Wechselrichtern zusammenarbeitet. Wenn dann ausreichend große Li-Ionenbatterien bezahlbar werden, könnte ich mich für ein solches System recht schnell erwärmen.
Ich hoffe, in diesem Forum bald mehr Beiträge zu diesem Thema vorzufinden. Wer hat schon Erfahrungen gemacht u/o kennt andere brauchbare Produkte als die von SMA? Wo steht konkret die Entwicklung der Akkutechnik?
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Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon Retrerni » 10.07.2012, 23:46

Parasol hat geschrieben:Wo steht konkret die Entwicklung der Akkutechnik?

In den Kinderschuhen. :cry: Leider.

Ciao

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Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon wieso » 11.07.2012, 02:01

Wer hat schon Erfahrungen gemacht u/o kennt andere brauchbare Produkte als die von SMA? Wo steht konkret die Entwicklung der Akkutechnik?

Ja Hausbesitzer sind arm dann ..... :roll: , da sie sich der Situatation beugen
Gehen könnte es wie gehabt , sehr einfach , aber klar weil , alles so akzeptiert wird , ist eine Eigenversorgung halt komplizierter .....


Dabei sind Inselanlagen prunz einfach , lächerlich diese Aufstand der Technik der einem vemittelt , man sollte sich einen Arm raus reisen
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Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon wieso » 11.07.2012, 02:16

kinderschuhe sicher nicht , denn seit Jahrzehntent geprüft .......


In den Kinderschuhen steckt die Technik nicht und ,und es ist Euer Problem ,,,,,,,,,,,,Lösungen zu finden
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Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon Rasenmann » 13.07.2012, 10:56

@Parasol:
Ich habe mich schon länger gefragt, wie diese Phasenkopplung beim Set M funktioniert. Das kann doch technisch keine große Sache sein? Weißt Du da was darüber?
Das System M harmoniert nicht mit den Tripower-Wechselrichtern, das meinst Du wahrscheinlich. Das ist auch so.
Deshalb würde ich versuchen, zu einer anderen Lösung zu greifen, die aber auch diese Phasenkopplung verwirklichen kann. Denn das erscheint mir wesentlich sinnvoller, als eine echte dreiphasige Lösung aufzubauen, die ich in 10 Jahren vielleicht einmal benötige. Ich habe nämlich nur einen echten Drehstromverbaucher, und das ist eine Brennholzsäge.
Also, wenn jemand was über diese Phasenkopplung von SMA weiß, bitte Info!
Grüße
Chris
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Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon Parasol » 19.07.2012, 10:24

@Chris
Das mit der Phasenkopplung ist leider nicht so einfach wie erhofft. Das Backupsystem M von SMA ist nämlich grundsätzlich nur einphasig. D.h., auch die zugehörige Schaltbox trennt nur einphasig vom ÖN. Schon damit verbietet sich die Zusammenarbeit mit einem der dreiphasigen Tripower Wechselrichter. Das System M kooperiert, laut technischer Beschreibung nur mit den Wechselrichtern der Typenreihen SMC und SB und die sind alle einphasig. Man kann zwar im Backupbetrieb mit dem M-System drei Phasen eines Hausnetzes koppeln, wobei die Zuschaltung der zweiten und dritten Phase erst Sekunden nach dem Umschalten auf Backupbetrieb erfolgt, jedoch bleibt es dabei, dass dies nicht geht, wenn ein Tripower-WR im System ist. Wenn ich die technischen Beschreibungen von SMA richtig verstehe, kommt man also an dem teuren Backupsystem L nicht vorbei, wenn man ein Hausnetz mit Drehstromanschluss und dreiphasigfer Einspeisung von PV-Strom betreibt.
Was zu klären wäre ist die Frage, ob die dreiphasige automatische Umschaltbox L20 nicht so konfiguriert werden könnte, dass sie auch mit einem einzelnen Inselwechselrichter SB5000 kombiniert werden könnte, der dann mit Phasenkopplung alle drei Phasen des Hausnetzes bedienen könnte. Klar ist aber, dass dann echte Drehstrommaschinen, die gerade in Betrieb sind, wenn die Anlage auf Backupbetrieb umschaltet, schwer beschädigt werden können, weil die notwendige Phasenverschiebung fehlt.
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Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon andihobby » 29.07.2012, 23:11

Hallo Zusammen,
ich laufe zwar Gefahr wieder zerrissen zu werden, aber egal.

Wer nur Rendite im Kopf hat soll erst gar nicht weiterlesen.

- Netzgeführte Batteriewechselrichter gibt es, aber! der Betrieb ist derzeit nicht legal, da sie keine Zulassung dafür haben. Deshalb schreibe ich auch keine Herstellerbezeichnungen hier.
- mehrere Wechselrichterhersteller arbeiten daran, wird aber noch mind. 1 Jahr dauern
Grund = Zertifizierung
- Batterien = Glaubenskrieg
Ich selbst betreibe derzeit eine knapp 2kWp Balkonanlage und bin damit tagsüber vom Netz getrennt.
Bei Überlast oder "leerer" Batterie schalte ich das Netz "unterstützend" dazu, aber nur soviel wie der PV-Wechselrichter dann bringt, aus der Batterie kommt in dieser Zeit nichts. Wenn die PV-Leistung steigt, bzw. die Last sinkt, schalte ich das Netz wieder weg und die Batt wird mit dem Überschuß geladen, bzw. es wird die Restenergie der Batt genutzt.
Bis auf den E-Herd und die Kraftsteckdosen, wird alles über einen 3kW Inselwechselrichter gezogen. Das funktioniert deshalb, weil bei Überlast auf das Netz zurückgeschaltet wird.
Das System ist einphasig aufgebaut. Ein mehrphasiges Batteriesystem halte ich für unfug, weil die Grundlast meist nicht mehr als 300W im Haus beträgt.
Was bringt mir ein 4,5kW 3~ WR, der mir beim Einschalten von Mikrowelle oder Kaffeemasch. aufs Netz zurückschaltet, obwohl die Batt die Leistung hätte, er kann halt "nur" 1,5kW auf einer Phase. Die meisten Batterien vertragen eh niemals hohe Entnahmeströme, die dann notwendig wären, 2kW sind immerhin knapp 100A aus der Batt bei 24V.
Für die Rechner die den Wirkungsgrad vergessen sind es 83,33A. Da muss eigentlich eine 1000Ah Batt hinten dran hängen, damit das halbwegs dauerhaft funzt.
Ich selbst habe derzeit eine 24V PB-Batt mit 200Ah im Einsatz und im August bekomme ich meine NI-FE 24V/200Ah Batterie.
LI-Technik ist deutlich aufwändiger in der Ladetechnik, da muß ich mich selbst erst einarbeiten.
Das kommt sicher, da ich guten Zugang zu einer Fabrik habe
Im Momment stellt die NI-FE Technik für mich persönlich als einziges eine tragbare Lösung für uns dar.
Man muss halt die Wartung des Elektrolyten akzeptieren. Dafür hat man eine Batterietechnik die sehr alt werden kann.
Googelt ein wenig danach, dann bin ich nicht der Prophet.

Wovon ich die Finger generell lassen würde, sind verschlossene PB-Zellen.
Meiner Meinung nach ist es das Beste, wenn man bei der Batt-Technik noch unsicher ist,
einfach auf eine mittlere Qualität von PB-Nasszellen zu setzen.

Zur Zeit versuchen viele ihr Glück im Verkauf von Batteriesystemen, ohne sich damit befasst zu haben.
Ich selbst sammle Erfahrung und habe ein eigenes System, mit Energiezähler was rein kommt vom Netz und was raus geht ins Haus. Die Differenz kommt vom Balkon/Batterie - System.
Sind im Mittel knapp 3kWh am Tag. Wird sicher besser werden wenn meine NI-FE Batt angeschlossen ist.
Meist gegen 9:00 trennt sich das Netz und gegen 18:00 schaltet das System wiedr zurück aufs Netz.
Rendite interessiert mich nicht mehr, bei dem was ich da mache.

Ich selbst werde Anfang 2013 mit dem Vertrieb von dem System beginnen.
Alles in Industriequalität ohne Entitäten, also jederzeit auch reparabel oder erweiterbar.
Damit auch zur Kopie geeignet, für den der bessere Zugänge hat,
oder was ich hoffe noch bessere Ideen und Lösungen einbringt.
Da die Hauptbestandteile aus Asien kommen, möchte ich zuerst die RMA - Abwicklung sauber haben.
Keine Angst, nicht wegen Angst vor schlechter Qualität, wie mache jetzt schreiben würden.
Batteriesysteme brauchen Beratung und Service.
Wer dazu nicht bereit ist, soll die Finger vom Verkauf lassen.

Wer ordentlich recheriert wird feststellen das wir als Hochtechnologieland ein Entwicklungsland sind.
In Asien und Australien sind die Systeme zu hauf im Einsatz, nur aufgrund anderer gesetzlichen Bestimmungen und Anforderungen, technisch bei uns nur zum Teil einsetzbar.

lg Andy
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Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon rgr » 29.07.2012, 23:49

andihobby hat geschrieben:- Netzgeführte Batteriewechselrichter gibt es, aber! der Betrieb ist derzeit nicht legal, da sie keine Zulassung dafür haben. Deshalb schreibe ich auch keine Herstellerbezeichnungen hier.

Hm, Studer/Steca und Victron bieten doch entsprechende Geräte an. Bist Du der Meinung dass diese keine Zulassung haben (welche Zulassung meinst Du? CE? Was braucht ein Inselwechselrichter sonst noch?) oder sprichst Du von anderen Geräten?
rgr
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Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon Ralf Hofmann » 30.07.2012, 07:28

Hallo Andi,

andihobby hat geschrieben:Wenn die PV-Leistung steigt, bzw. die Last sinkt, schalte ich das Netz wieder weg und die Batt wird mit dem Überschuß geladen, bzw. es wird die Restenergie der Batt genutzt.
Bis auf den E-Herd und die Kraftsteckdosen, wird alles über einen 3kW Inselwechselrichter gezogen. Das funktioniert deshalb, weil bei Überlast auf das Netz zurückgeschaltet wird.
Das System ist einphasig aufgebaut. Ein mehrphasiges Batteriesystem halte ich für unfug, weil die Grundlast meist nicht mehr als 300W im Haus beträgt.
Was bringt mir ein 4,5kW 3~ WR, der mir beim Einschalten von Mikrowelle oder Kaffeemasch. aufs Netz zurückschaltet, obwohl die Batt die Leistung hätte, er kann halt "nur" 1,5kW auf einer Phase. Die meisten Batterien vertragen eh niemals hohe Entnahmeströme, die dann notwendig wären, 2kW sind immerhin knapp 100A aus der Batt bei 24V.


solche Systeme gibt`s aber schon wie die genannten Victron und Studer neben vielen weiteren.

Was eigentlich sinnvoll wäre ist ein Netzparallelbetrieb des Batterie-WR auf allen drei Phasen.
Damit werden alle Verbrauchsspitzen problemlos aus dem Netz ergänzt, der EV auf allen drei Phasen optimal abgedeckt, ohne dass man an der Hauselektrik etwas ändern muss und eine Überlastung der Batterie oder hektisches hin- und herschalten gibt`s auch nicht mehr.
Logo, dass der Batterie-WR seine Einspeiseleistung auf jeder Phase separat regeln muss, damit er nicht in`s Netz einspeist.

Von so einem Gerät muss es eben nur welche geben in verschiedenen Leistungsklassen, damit kann man dann je nach eigenem Bedarf einen unterschiedlichen Grundbedarf abdecken.
Bei mir ist der Grundbedarf z.B. zwischen 500 und 1000 Watt, da wäre ein 300 Watt Gerät viel zu klein.

Den Speicherbedarf kann man dann unabhängig von der WR-Leistung über verschieden große Batterien skalieren, ich hätte z.B. gern 15 kwh nutzbaren Batteriepuffer, andere brauchen nicht so viel oder wollen mehr.
Was die Batteriespannung betrifft, da denke ich auch sind 48 Volt Li-Irgendwas sinnvoller als alte, verlustreiche PB-Technik.
Die geringsten Umrichterverluste hätten wohl Speichersysteme um 250 - 350 Volt . . .

Ich denke, als Lösung zum Nachrüsten ist das oben beschriebene das sinnvollste.
Für Neuanlagen ist der Weg von SMA und anderen der Beste, das Speichersystem gleich in den PV-WR zu integrieren.
Ist auch von der Zulassung her am einfachsten und die Verluste sind am geringsten.
Zuletzt geändert von Ralf Hofmann am 30.07.2012, 07:53, insgesamt 1-mal geändert.
MfG
Ralf Hofmann

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Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon andihobby » 30.07.2012, 07:45

Hallo Ralf, hast Du falsch verstanden.
... Bei mir ist der Grundbedarf z.B. zwischen 500 und 1000 Watt, da wäre ein 300 Watt Gerät viel zu klein.

Meine Kiste hat 3kW.

Zulassung: es geht um die VDE4105, wenn wir netzparalell sein wollen.

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