Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasig?

Speicherung von elektrische erzeugter Energie.

Moderator: Mod-Team

 

5.00 (1 Bewertungen) | Zum Bewerten bitte anmelden

Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon BRJ » 24.04.2012, 08:07

Hallo,

ich vermute mal, daß der geplante Aufbau viel zu kompliziert und teuer wird.
Unter 5 kw Dauerleistung je Phase wirst Du nicht froh.

Die größte Frage die sich mir stellt ist, ob Du für den Eigenverbrauch Geld vom Stromlieferanten bekommst.
Wenn ja, wie wird das jetzt Zählermäßig abgerechnet?
Welche Änderungen würde der Stromanbieter zulassen?

Wenn es Geld gibt, dann mußt Du den Strom nach dem Zähler abgreifen.
Bei Netzausfall hast Du dann aber natürlich keinen Strom.

Wenn es kein Geld gibt, dann kannst Du mit einem Laderegler arbeiten.

Der Xantrex Laderegler schafft 600V.

Gruß

BRJ
BRJ
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 437
Registriert: 10.01.2008, 21:03

Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon Ralf Hofmann » 24.04.2012, 19:52

Hallo,

BRJ hat geschrieben:ich vermute mal, daß der geplante Aufbau viel zu kompliziert und teuer wird.


ja, das hängt davon ab, was der MPPT-Batterielader kostet und der netzgeführte Batteriewechselrichter.
Die Lösungen von SMA z.B. in der Größe sind definitiv zu teuer.

BRJ hat geschrieben:Die größte Frage die sich mir stellt ist, ob Du für den Eigenverbrauch Geld vom Stromlieferanten bekommst.


Von den Stadtwerken Herborn, die hier Netzbetreiber sind, bekomme ich für die 2011 an`s Netz gegangene Anlage folgende Vergütung:
28,74 Cent für jede eingespeiste kwh, für Eigenverbrauch bis 30% 12,36 Cent/kwh, für Eigenverbrauch über 30% 16,74 Cent/kwh.

BRJ hat geschrieben:Wenn ja, wie wird das jetzt Zählermäßig abgerechnet?


Ich habe einen Zähler der Stadtwerke Herborn, der den Bezugsstrom zählt.
Den Bezugsstrom bekomme ich aber von einem anderen EVU.
Ich habe einen eigenen Zähler, der den erzeugten PV-Strom misst.
Und ich habe einen eigenen Zähler, der den eingespeisten PV-Strom misst.

BRJ hat geschrieben:Welche Änderungen würde der Stromanbieter zulassen?


Keine Ahnung, ich denke, ich habe mit zwei eigenen Zählern ausgeschöpft was geht.
Änderungen sind imho auch nicht nötig.

BRJ hat geschrieben:Wenn es Geld gibt, dann mußt Du den Strom nach dem Zähler abgreifen.


Warum?

BRJ hat geschrieben:Der Xantrex Laderegler schafft 600V.


Gefunden:
http://www.altestore.com/store/Charge-Controllers/Solar-Charge-Controllers/MPPT-Solar-Charge-Controllers/Xantrex-MPPT-Solar-Charge-Contollers/Xantrex-XW-MPPT-80A-Solar-Charge-Controller-up-to-600V-DC-input/p8992/

Der Preis ist heiß, ich müsste dann nur einen String auf 16 Module kürzen und die anderen 4 auf andere Strings verteilen.
Auch eine 48 Volt Batterie muss ich dann beschaffen, wenn ich die volle Leistung geniessen will.
Schonmal nicht schlecht, das Ding.

Einen habe ich noch gefunden, aber der Xantrex ist wohl besser.
http://www.midnitesolar.com/productPhoto.php?product_ID=259&productCatName=Charge%20Controllers&productCat_ID=21&sortOrder=4

Aber dieser ist dem Xantrex wohl ebenbürtig:
http://www.kselektronik.de/dcp01.pdf
Was der wohl kostet?
MfG
Ralf Hofmann

_________________________________________________________________________

30 kwp seit 12/2011 (Suntech STP 250er / SolarMax MT / SL 1000) + 23,6 kwp seit 4/2013
Meine Anlagen: viewtopic.php?t=72378.html
Benutzeravatar
Ralf Hofmann
Forumsinventar
Forumsinventar
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 3624
Registriert: 27.10.2011, 16:02
Wohnort: 35745 Herborn in Hessen
PV-Anlage [kWp]: 53,6
Info: Betreiber

Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon BRJ » 26.04.2012, 09:14

BRJ hat geschrieben:Wenn es Geld gibt, dann mußt Du den Strom nach dem Zähler abgreifen.
Warum?


Wie willst Du die Vergütung bekommen, wenn Du vom Laderegler in die Batterien gehst?
Der Strom muß doch durch einen Zähler um die Vergütung zu bekommen.

Der Laderegler von KS Elektronik klingt sehr interessant!
BRJ
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 437
Registriert: 10.01.2008, 21:03

Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon wieso » 26.04.2012, 13:12

von Henning_PV
3 phasig - Vor und Nachteile:
Vorteil:
- Man muß den Hausverteiler nicht umverdrahten (d.h. alles auf eine Phase legen)
- man kann Drehstromverbraucher betreiben (im normalen Haushalt ist das wohl nur der Herd?)
Nachteil:
- viel hoehere Kosten.
Begruendung - man braucht in einem Inselnetzt immer eine "statistische Absicherung für den Spitzenbedarf". Also wenn man z.B. nur 20 Sekunden am Tag gemeinsam Toaster, Staubsauger, Waschmaschine, Föhn und Geschirrspüler einschaltet, denn reichen 16A Absicherung nicht mehr aus. D.h. man braucht pro Phase im Grunde eine Reserve von mindestens 2-3 KW, damit einem nicht regelmaessig die "Haussicherung rausfliegt". Wenn man also ein Phase hat, dannreicht vermutlich in einem normalen Haushalt 8KW (=5KW+3KW Reserve). Wenn man 3 Phasen hat, dann braucht man 3*3KW + 3*3KW Reserve, weil man eben nicht sicherstellen kann, auf welcher Phase mal eben der Staubsauger, Fön, Toaster, xxx eingeschaltet wird.

Macht nicht normal 1 Phase mehr Sinn in einer Insel ?

3 phasig wäre natürlich cool, wenn man ins Hausnetz einspeisen könnte ohne ins EV Netz einzuspeisen. D.h. man mißt genau den Verbrauch und füllt Sekundengenau auf und die Peaks werden vom Netz gedeckt. Ich kenne aber im Moment keine Lösung die sowas anbietet.


Klar macht 1 Phasig in der Insel mehr Sinn , bzw weniger Kosten und was jucken mich die 16 A vom Netz ? Gar nicht, nämlich , da der Inselwechselrichter seine Ampere parallel oben draufsetzt ... , oder Andersrum nehme ich einen 8000 watt Inselwechselrichter/lader dann lässt der die 16 Ampere vom Netz noch mit rein .....

Bezüglich Laderegler ..... der xantrex wie auch der midnite MPPT Regler sind beide recht neu auf dem Markt , klar der Xantrex hat mit der hohen Eingansspannung für solche Anwendungen einen Vorteil , jedoch den Midnite würde ich bevorzugen , den seine Erschaffer haben eigentlich schon MPPT Geschichte geschrieben (bei Outback Power ) und sind recht lange im Geschäft

kickmethebrain hat geschrieben:was hast du mit dem wechselrichter denn vor?



Er soll die 24 Volt 770 AH Batterie von meinem E-Stapler tagsüber mit PV-Strom laden und diesen PV-Strom wieder in`s Hausnetz als Drehstrom einspeisen, wenn die PV-Anlage (30 kwp, siehe unten) weniger produziert als im Hausnetz verbraucht wird, also bei schlechtem Wetter und hauptsächlich nachts.
Er soll die Batterie nicht laden, wenn der PV-Strom dazu nicht ausreicht und er soll auch nicht soviel von der Batterie in`s Hausnetz einspeisen, dass über den HAK in`s öffentliche Netz abgegeben wird.

Also die klassische Lösung zur Maximierung des Eigenverbrauchs bei vorhandenem öffentlichen Netz.
Wenn er dann noch backupfähig (also inselfähig) ist würde ich nicht weinen, aber solche Lösungen sind ja leider noch sehr teuer, darum streiche ich das mal aus dem Lastenheft.



Mir fällt da eigentlich auch nur ein 3 Inselwechselrichter zum 3 Phasen Netz verschalten und Tagsüber halt die Batterie laden ....
Blöde dabei ist halt die Steuerung genau zu wissen wann genug Strom kommt von der PV ..... :juggle:
Vielleicht hilft sowas glaub ich kostet ca 200 Euro (obs funktioniert ---ohne Gewähr) http://www.sailwider-smartpower.com/wir ... nction.htm

Also das Teil soll angeblich den Strom fluss messen von der PV und den Verbrauch im Haus und je nach Bedingungen Funk-Steckdosen im Haus an und aus schalten also in deinem Fall mehrere KFZ 24 Volt Ladeteile oder halt wenn es "teuere" Inselwechselrichter mit Ladeinheit sind dessen integriertes und feintune bares Ladeteil (je nach Jahreszeit)an und aus schalten (vielleicht) Soweit ich weiss haben zb die Victrons eine Zeitschaltuhr um das Netz (also dein Gemisch aus PV und Kohlestrom :mrgreen: ) zb um 10 Früh zuschalten und um 6 Uhr Abends abschalten ....... Nur....... sieht es dann so aus dass Du mit der Leistung der Inselwechselrichter Überleben musst , denn diesen Punkt weiss ich nicht , ob der interne Schalter bei Überlast der Victrons dann die Zeitschaltuhr "überschreibt" und den Netzstrom reinlässt solange die Last im Haus zu gross ist .....

Klar kostet auch wieder Geld :juggle: also zb 3x 2000 watt Multi plus = 3500 Euro oder 3x 3000 watt 5000 Euro

Muss noch weiter denken gehen , bis dann

Lars
Inselanlage 1.6 kw PV und 2.4 KW PV , Outback MX60 und FM80 MPPT , 6 kw Victron Wechselrichter 1600 ah 24 volt Gabelstaplerbatterie , 1.6 kw Windkraftanlage ,1 kw Wasserturbine mit Speichersee bei Bedarf
Irland ;
Benutzeravatar
wieso
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 4106
Registriert: 12.08.2008, 08:21
Info: Betreiber

Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon Henning_PV » 26.04.2012, 20:34

der lnselwechselrichter läßt die 16A aus dem Netz parallel mit rein?
Checke ich nicht. Man kann doch den Ausgang eines Inselwechselrichters nicht einfach auf die Netzphase legen, oder wie meinst Du das? Sowas wie Sunny backup in einfach und billig? Wenn Du mir sagst wie, bin ich dabei.

Mein Wunsch /Ziel:
50% Eigenbedarfsdeckung bei 3000KWh Verbracuh
Aber bitte bitte KEINE Netzeinspeisung, keine neuen Stromzähler, kein Finanzamt, kein Einspeisevertrag, einmal reicht mir schon ;-)

Lösungsansatz:
- 1.5KW peakAnlage (zusätzlich zu der Netzeinspeiseanlage die ich habe) -> 1500Euro
- 4Kwh LiFePo laden mit http://www.ecs-online.org/reload.html?g ... _pv700.htm -> 1500Euro
- das 3phasig - einphasig Problem würde ich bei mir persönlich dadurch lösen, das ich 90% aller Verdrahtungen auf eine Phase lege (bis auf Herd und Drehstromsteckdose).

- wo ich Hilfe brauche: Bedarfsgerechte Einspeisung z.B. mit einem 2KW Wechselrichter der genau dann einspeist wenn ich Strom verbrauche. Und wenn mehr als 2KW gesaugt wird oder der Akku leer ist soll das Netz herhalten. -> 2KW hört sich erstmal nicht nach mehr als 1000Euro an, oder?

Das Rätsel wie ich das mit der Einspeisung mache konnte ich nicht befriedigend (einfach, billig) lösen, aber scheinbar haben viele das Problem.
Dein "16A parallel reinlassen" hört sich so an als wenn Du eine Lösung weisst?
Benutzeravatar
Henning_PV
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 404
Registriert: 19.02.2012, 17:12
PV-Anlage [kWp]: 3
Info: Betreiber

Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon Ralf Hofmann » 26.04.2012, 21:16

Hallo,

BRJ hat geschrieben:Wie willst Du die Vergütung bekommen, wenn Du vom Laderegler in die Batterien gehst?
Der Strom muß doch durch einen Zähler um die Vergütung zu bekommen.


klar, der muss durch den PV-Erzeugungszähler.
Da soll er auch durch gehen, nur nicht sofort.

Wenn ich den Batterieladestrom DC-seitig abgreife, ist der Strom noch nicht durch den Zähler gegangen.
Wenn ich mit meinem Batteriewechselrichter abends dort einspeise, wo auch der PV-Wechselrichter tagsüber einspeist, nämlich vor dem PV-Erzeugungszähler dann wird der Strom auch gezählt.
Der Strom nimmt dann den Weg, den er sowieso genommen hätte, nur mit dem Umweg über die Batterie.

Ist die ganz legale Verschaltungsversion bei DC-DC Speichersystemen.
Das einzige, was dann nicht gezählt wird und damit für die Vergütung verloren ist sind die Speicherverluste.

wieso hat geschrieben:Mir fällt da eigentlich auch nur ein 3 Inselwechselrichter zum 3 Phasen Netz verschalten


Nee, ich will keine Insel-WR. Ich will zu jeder Zeit netzparallel bleiben.
Ich würde noch 3 einphasige Batterie-WR akzeptieren, die sich mit den 3 Phasen synchronisieren, aber sie müssen netzgeführt sein.

wieso hat geschrieben:Blöde dabei ist halt die Steuerung genau zu wissen wann genug Strom kommt von der PV ....


Genau das ist der Knackpunkt. Die WR müssen eine Schnittstelle vor dem Bezugszähler haben und abgreifen und sich nach dem gemessenen Stromfluss selbst regeln.
Solange wie Strom über den HAK hereinkommt, müssen die WR ihre Einspeiseleistung hochdrehen bis am Messpunkt kein Stromfluss mehr stattfindet, notfalls bis zum Maximum und bis die Batterie zumacht.
Wenn das für jede Phase separat geregelt wird, haben wir genau das, was ich gern will.
MfG
Ralf Hofmann

_________________________________________________________________________

30 kwp seit 12/2011 (Suntech STP 250er / SolarMax MT / SL 1000) + 23,6 kwp seit 4/2013
Meine Anlagen: viewtopic.php?t=72378.html
Benutzeravatar
Ralf Hofmann
Forumsinventar
Forumsinventar
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 3624
Registriert: 27.10.2011, 16:02
Wohnort: 35745 Herborn in Hessen
PV-Anlage [kWp]: 53,6
Info: Betreiber

Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon wieso » 27.04.2012, 11:35

Wenn ich den Batterieladestrom DC-seitig abgreife, ist der Strom noch nicht durch den Zähler gegangen.
Wenn ich mit meinem Batteriewechselrichter abends dort einspeise, wo auch der PV-Wechselrichter tagsüber einspeist, nämlich vor dem PV-Erzeugungszähler dann wird der Strom auch gezählt.
Der Strom nimmt dann den Weg, den er sowieso genommen hätte, nur mit dem Umweg über die Batterie.

Ist die ganz legale Verschaltungsversion bei DC-DC Speichersystemen.
Das einzige, was dann nicht gezählt wird und damit für die Vergütung verloren ist sind die Speicherverluste.


Erstmal eine Frage , hasst Du schon einen "netzgeführten Batteriewechselrichter " gefunden selbst einphasig ? ich versteh anscheinend nicht was Du meinst

Ob ein Normaler Batteriewechselrichter sich mit dem Netz synchronisiert weiss ich nicht .... , jedoch bei mir Zuhause geht es ..... also mit kleinem Batteriewechselrichter in meinen Inselwechselrichter rein ( dort wo der Notstromer oder der Netzstrom normalerweise angeklemmt wird .....

Zweitens bei der obigen Überlegung fals es einen "netzgeführten Batteriewechselrichter " geben sollte , braucht doch dann noch ein zusäzliches ENS oder ?

Aber ehrlich gesagt kommt mir die Idee ein wenig "komisch " vor ...... wenn ich dies so sagen darf aber ich bin gespannt

Gruss
Inselanlage 1.6 kw PV und 2.4 KW PV , Outback MX60 und FM80 MPPT , 6 kw Victron Wechselrichter 1600 ah 24 volt Gabelstaplerbatterie , 1.6 kw Windkraftanlage ,1 kw Wasserturbine mit Speichersee bei Bedarf
Irland ;
Benutzeravatar
wieso
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 4106
Registriert: 12.08.2008, 08:21
Info: Betreiber

Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon Ralf Hofmann » 27.04.2012, 14:57

Hallo,

wieso hat geschrieben:Aber ehrlich gesagt kommt mir die Idee ein wenig "komisch " vor ...... wenn ich dies so sagen darf aber ich bin gespannt


Du hast schon Recht, die Idee ist komisch.
So einen Wechselrichter hat ja bisher eigentlich niemand gebraucht.
Bisher war immer ein Inselsystem angesagt, wenn aus einer Batterie ein Wechselrichter gespeist wurde.
Das war bisher ja der Sinn der Sache - eine autarke Stromversorgung und dazu braucht man eine Batterie und einen Batteriewechselrichter, der selbst ein Wechselstromnetz bereitstellt.

Das was ich will ist etwas ganz anderes.
Etwas, was erst jetzt interessant wird durch selbst gemachten PV-Strom der in ein vorhandenes Netz eingespeist wird.
Hier wird ja keine autarke Stromversorgung benötigt, es ist ja ein stabiles Netz da.
Darum soll das vorhandene Netz jetzt nur noch die Funktion des "Taktgebers" haben, also die Frequenz vorgeben, für die nötige Stabilität sorgen und es soll als Backupstromquelle dienen, wenn die Batterie leer ist oder überlastet.

Klar, dass für diese Anwendung ein netzgeführter Batteriewechselrichter die beste Lösung ist.
Dann entfällt das lästige Hin- und Herschalten zwischen öffentlichem Netz und der eigenen Insel, weil zu jeder Zeit das öffentliche Netz die Frequenz und damit auch die Netzstabilität vorgibt.
Dafür wird auch kein sehr großer WR benötigt. 1-4 kw pro Phase reicht, je nach persönlichen Ansprüchen.
Für die Spitzen ist dann noch das öffentliche Netz gut.

Vermutlich gibt es solche Wechselrichter noch nicht oder mindestens noch nicht so lange.
Das ist aber ein Gerät für den Markt der Zukunft.
Diese WR können dabei recht preiswert sein, da sie keinen MPPT benötigen, nur mit geringen Eingangsspannungen zu tun haben und selbst keinen Sinus machen müssen.
Es können im Prinzip abgespeckte PV-Wechselrichter sein mit einer geänderten Einspeisecharakteristik.
Es wird eben nicht wie beim PV-WR immer das Maximum eingespeist sondern auf jeder Phase abhängig vom Bedarf nur so viel, wie im Haus gerade benötigt wird.

wieso hat geschrieben:Erstmal eine Frage , hasst Du schon einen "netzgeführten Batteriewechselrichter " gefunden selbst einphasig ?


Nee, darum frage ich ja.
Die einzigen Syteme, die ich kenne sind die SMA Backups oder Islands.
Aber die sind zu aufwändig und zu teuer für das, was mir vorschwebt.
Auf die Inselfähigkeit könnte ich verzichten.

wieso hat geschrieben:Ob ein Normaler Batteriewechselrichter sich mit dem Netz synchronisiert weiss ich nicht .... , jedoch bei mir Zuhause geht es ..... also mit kleinem Batteriewechselrichter in meinen Inselwechselrichter rein ( dort wo der Notstromer oder der Netzstrom normalerweise angeklemmt wird .....


Weisst Du, wie der das macht? Kann der seine Sinusfunktion abschalten, wenn er merkt dass schon ein Netz vorhanden ist?

wieso hat geschrieben:Zweitens bei der obigen Überlegung fals es einen "netzgeführten Batteriewechselrichter " geben sollte , braucht doch dann noch ein zusäzliches ENS oder ?


Klar, so wie ein PV-WR auch.
MfG
Ralf Hofmann

_________________________________________________________________________

30 kwp seit 12/2011 (Suntech STP 250er / SolarMax MT / SL 1000) + 23,6 kwp seit 4/2013
Meine Anlagen: viewtopic.php?t=72378.html
Benutzeravatar
Ralf Hofmann
Forumsinventar
Forumsinventar
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 3624
Registriert: 27.10.2011, 16:02
Wohnort: 35745 Herborn in Hessen
PV-Anlage [kWp]: 53,6
Info: Betreiber

Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon Henning_PV » 27.04.2012, 17:01

@Ralf Hofmann: du willst genau das gleiche was ich auch will :)
Sag Bescheid, wenn Du eine Lösung kennst.

Technisch halte ich das für nicht besonders schwierig. Das ist nichts anderes als ein herkömmlicher, netzgeführter Einspeisewechselrichter. Mit dem Unterschied, dass man MPPT weglassen kann und die Leistung regelt abhängig von der lokal abgeforderten Strommenge (sowas simples wie eine Stromzange misst den Stromfluß und steuert den WR)
Die Einspeiseleitung kann relativ niedrig sein (z.B. 3KW weil Du ja richtig sagst bei höherer Leistung hilft dann das Netz)
Sollte nicht mehr kosten, eher weniger, als ein jetziger Einspeise WR.
Benutzeravatar
Henning_PV
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 404
Registriert: 19.02.2012, 17:12
PV-Anlage [kWp]: 3
Info: Betreiber

Re: Netzgeführte Batteriewechselrichter - gibt`s die 3-phasi

Beitragvon Ralf Hofmann » 27.04.2012, 18:08

Hallo,

Henning_PV hat geschrieben:@Ralf Hofmann: du willst genau das gleiche was ich auch will :)
Sag Bescheid, wenn Du eine Lösung kennst.


ja, wir wollen offenbar das Gleiche, wie viele andere PV-Betreiber auch, denke ich.
Halten wir diesen Thread am Leben und sammeln wir hier alles, was dazu nötig ist.
MfG
Ralf Hofmann

_________________________________________________________________________

30 kwp seit 12/2011 (Suntech STP 250er / SolarMax MT / SL 1000) + 23,6 kwp seit 4/2013
Meine Anlagen: viewtopic.php?t=72378.html
Benutzeravatar
Ralf Hofmann
Forumsinventar
Forumsinventar
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 3624
Registriert: 27.10.2011, 16:02
Wohnort: 35745 Herborn in Hessen
PV-Anlage [kWp]: 53,6
Info: Betreiber

VorherigeNächste

Zurück zu Speichersysteme



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste