Hausbatterien pro und contra

Speicherung von elektrische erzeugter Energie.

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Re: Hausbatterien pro und contra

Beitragvon solarfan10 » 21.05.2012, 14:26

Hallo Julian,

hmm, schade, dass das Bild nicht mehr da ist. Das Diagramm hatte nach meiner Erinnerung auf der Y-Achse die Entladetiefe und auf der X-Achse die mögliche Zyklenzahl bis Lebensende (oder umgekehrt) und zeigte eine hyperbolische Kurve.

Deine Rechnung kann ich aber nicht nachvollziehen: Wenn bei einer entnommenen Kapazität von 20% nur 20 kWh nutzbare Kapazität vorhanden sind, darf ich doch die damit erreichbare maximale Zyklenzahl nicht mit der Gesamtkapazität des Akkus multiplizieren - die kann ich ja nie umsetzen, sondern nur die 20 kWh. Würde ich die 100 kWh entnehmen, wäre der Akku ja tief-entladen und vermutlich sofort Schrott.

Das mit der Entladedauer ist wichtig, hatte ich auch anfangs bei meinen Überlegungen nicht berücksichtigt und macht die Auslegung eines Akkusystems nicht einfacher. Allerdings kam da kürzlich eine Frage im Bekanntenkreis auf: C10 meint bei den hier besprochenen Akkus die Kapazität bei 10 h Entladedauer. Je höher der Wert hinter dem C, desto niedriger sind also die Entladeströme. Im Modellbau gibt es auch solche Angaben, dort liest es sich aber so: C10 bedeutet, es darf Strom in A mit einer Stärke bis zur zehnfachen Kapazität in Ah entnommen werden. Hohe Zahl hinter dem C bedeutet hier also hoher entnehmbarer Strom. Kann mir einer erklären, wieso die Definitionen hier so konträr zueinander liegen? Oder verstehe ich das nur falsch?

Redox-Flow-Akkus haben viele Vorteile gegenüber Akkus, vor allem die niedrige Selbstentladung. Ihren derzeitigen Nachteil sehe ich neben dem großen Raumbedarf aber bei dem hohe Kostenfaktor. Bei 100000 € und 10000 Zyklen liege ich bei 10 € pro Zyklus. Dafür bekomme ich 100kWh im Zyklus, also 10 ct pro kWh. Das ist vergleichbar mit herkömmlichen Akkulösungen. Im Gegensatz zu denen kann ich die Redox-Flow aber noch nicht so gut skalieren, da es von Gildemeister nur zwei Größen gibt. 100000 € für die kleinste Anlage ist für ein Privathaus nicht darstellbar und würde erst in Verbunden Sinn machen, aber dann treten gleich wieder die Netzdurchleitungskosten negativ in Erscheinung und machen die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zunichte. Ich hoffe natürlich, dass sich die Technik im Laufe der Zeit auch in kleinere Kapazitäten weiterentwickeln wird. Ob dann die Kosten pro kWh noch so niedrig gehalten werden können, wird sich zeigen.

BKHW - wie sieht es da aus, wenn sie nicht auf Vollast laufen: Da verliert man doch einiges an (Betriebs)Zeit für die Amortisation. Ist da der Wirkungsgrad nicht auch schlechter?

Viele Fragen, ich hoffe, Du kannst ein paar davon beantworten :)

Viele Grüße
Michael
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Re: Hausbatterien pro und contra

Beitragvon Henning_PV » 21.05.2012, 17:58

10000 Zyklen bei einer Kapazität von 100KWh?
Also ich verbrauche 3000KWh pro Jahr. Ich kann also bei meinem Stromverbrauch best case 30 volle Zyklen pro Jahr fahren mit dieser Redoxflowbatterie. Dann hält die Batterie 300 Jahre - eine feine Sache.
Oder nehme ich da vielleicht doch lieber den 10KWh Lifepoakku für 3000 Euro und wechsel den nach 10 Jahren aus weil er nach 3000Zyklen nur noch 70% Kapazität hat?
Kostet beides nach der Überschlagsrechnung 10Cent pro KWh, also sind wohl beide Lösungen gleich gut? :shock:
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Re: Hausbatterien pro und contra

Beitragvon edenwilli » 20.09.2012, 15:25

Schade, von dem Fragesteller hat man irgendwie nichts mehr gehört, oder ?
War der Thread zu lang ? Zu oft am Thema vorbei ? Ich finde man müsste immer zuerst ein bisschen philosophieren
und dann die verschiedenen Richtungen separat verfolgen, sonst wird das ganze zu unübersichtlich und die " Auswärtigen"
blicken schnell nicht mehr durch. Also warum, will wer, eigentlich einen Batteriespeicher in seinem Keller haben ?
Dadurch entsteht dann der Diskussionszweig " Geldsparen " in dem man sich dann totrechnen kann und hoffentlich
eine Lösung findet, bei der es am Ende in der Tasche klimpert. Oder aus ökologischer Sicht, damit es in Zukunft in der
Welt besser wird . Oder weil.......,etc. Dann kann jeder seiner Philosophie entsprechend mitdiskutieren, ohne seiner
Frau irgendwann aus lauter Verzweiflung den Taschenrechner an den Kopf zu werfen.
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Re: Hausbatterien pro und contra

Beitragvon einstein0 » 29.09.2012, 20:59

@edenwilli
Gutgut! Mich überraschen auch oft die unterschiedlichen Meinungen, welche von Logik, oder dem gesunden Verstand ins Uferlose abdriften. Geht es um unnötige Überspannungsableiter, die Kontroverse um den Potentialausgleich, unsinnige PV auf einem Wohnmobil oder gar das Hirngespinst von Akkusystemen im Netzverbund.
Viele meinen, PV sei das Mass aller Dinge. Doch erst wenn im Häuschen nebenan eine 12 kW-Wasserturbine 24 h surrt, merkt man, wie klein doch unsere PV-Welt ist...
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Re: Hausbatterien pro und contra

Beitragvon wieso » 30.09.2012, 01:42

.... Ist schon ne Sauerrei , was sich Leute so ausdenken , vom Solarmodul auf dem Wohnmobil , bis hin zur 90% Unabhaennigkeit von fossilen Stromerzeugern zu Hause und wechselhafter Politik /Zukunft , Sauerrei is des .... :roll:

Klar fuer jemanden der um die 50 cent pro kWh ueber 25 jahre verguetet bekommt , der fuehlt sich wohl einwenig fremd in der heutigen Zeit .....
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Re: Hausbatterien pro und contra

Beitragvon ZMeister » 30.09.2012, 10:48

@ Wiso :danke: Genau das ist der Punkt ich soll jetzt auch noch ÖKOStromzuschlag bezahlen um die Kredite andere leute zu finanzieren...das ist mir einfach weltfremd... wenn ich ein Elektroauto kaufe muss ich den auch selbst bezahlen...
Kopfschüttel Zig Gigawatt wurden auf kosten des ´Steuerzahlers gebaut frei nach dem Motto eher wir Steuern zahlen kaufen wir halt noch ne Maschine! Und jetzt sollen wir die 50ct auch noch ausbaden?
Ist genau wie die "Renten sind sicher"
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Re: Hausbatterien pro und contra

Beitragvon solarfan10 » 30.09.2012, 17:33

Hallo ZMeister,

bisher hast Du auch die Kredite der Energiefirmen bezahlt. e.on, rwe usw. lassen sich das genauso durch den Strompreis finanzieren wie das die PV-Welt und die anderen EEs macht/machen. Allerdings: EEs sind ein Invest in die Zukunft, sie entlasten uns zukünftig. Alte Energien sind eine Belastung für die Zukunft. Sie sind ein Kredit an unseren Kindern.

Viele Grüße
Michael
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Re: Hausbatterien pro und contra

Beitragvon Firestarter2012 » 03.10.2012, 09:49

Ich mache nebenher noch mein Brennholz selbst (Fällen - Aufarbeitung)
Da wird sich auch immer über Sinn und Unsinn - bzw . was spare ich tatsächlich
diskutiert. Klar heize ich den Winter autak, aber von den Anschaffungskosten
und vor allem der Zeit redet keiner. Das darf ich auch nicht ins Verhältnis setzten,
denn es ist auch ein Hobby - und wir sollten das besser mit anderen Freizeit-
beschäftigungen vergleichen und nicht mit der Industrie!

Ob PV, alternative Energie oder was auch immer in diesem Bereich - ist alles
besser für uns und die Umwelt als sinnloses verbraten von Rohstoffen anderer
Hobbys......und man tut Körper & Geist was gutes :-)
Gruß Matthias
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Re: Hausbatterien pro und contra

Beitragvon ZMeister » 08.10.2012, 20:32

Genau für Körper und Geist! Und mein Gesit sagt mir ständig je unabhängiger ich von dem Rest der Welt agiere desto besser ist es...
Im Gegenzug jammer ich nicht sondern mach was dagegen...
Ich habe vor 3 Jahren von Gas auf Holz/Kohle /Holzbriketts umgestellt und was soll ich sagen wenn mein Nachbar jamert oje
60Ct +MWst für einen Liter Flüssiggas...
Da lach ich doch...aber genau die Leute belächeln dich wenn du an einem Samstag 10Rm Holz oder 3 Tonnen Briketts versorgst... Ich denke mir nur friert euch ruhig weiter bei 20 Grad den A ...ab und mach mir n Bier auf bei sonnigen 23-24 Grad im Wohnzimmer in kurzen Hosen!
Klagt nicht käpft!
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Re: Hausbatterien pro und contra

Beitragvon einstein0 » 16.10.2012, 08:30

Naja, seit ich in Sarajevo lebe, weiss ich wie Holz CO2-neutral verbrannt wird. Die ganze Stadt stinkt zum Himmel. Das hat dann auch nichts mehr mit Hobby und Geist zu tun, sondern mit verpesteter Atemluft und Gesundheit.
Dann komme ich in die Schweiz, an unseren Zweitwohnsitz und höre allenfalls die Wärmepumpe schnaufen. Wenn dann der Schnee vom Dach gerutscht ist, wird der Strom reproduziert und am Ende des Jahres bekomme ich nicht auch noch eine Kaminfegerrechnung...
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