Alles, was zwar PV ist, aber nicht in die anderen Foren paßt.
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von armic » 04.02.2012, 18:11
Hi,
ich bin seit kurzem Besitzer einer 5kwp PV-Anlage. Ich verbrauche den produzierten Strom selbst und speise den Überschuss ein. Die Anlage hat einen Zähler, der die Produktion zählt und einen Zweirichtungszähler, der die Einspeisung und den Bezug separat misst. Nach meinem Verständnis ist 1.8.0 (A+) Bezug und 2.8.0 (A-) Einspeisung. Nun mein Problem:
Ich habe die Zählerstände bisher täglich festgehalten. Bei Schlechtwetter produziert die Anlage 1-3 kwh/Tag, bei Sonne 14-16 kwh/Tag. Aber gerade an den Tagen, wo viel produziert wird, wird gleichzeitig auch entsprechend mehr Strom bezogen (abgelesen auf dem Zweirichtungszähler unter 1.8.0). Durch den tatsächlichen Verbrauch ist das nicht zu erklären. Unter 2.8.0 lese ich jeden Tag eine 0 ab. Komisch ist auch, dass unter der 2.8.0 auch A+ steht. Einspeisung müsste eigentlich doch A- sein, oder?
Alles in allem hat doch da der Techniker von EnBW Mist gebaut oder? Da zahle ich ja für meinen produzierten Strom an EnBW statt umgekehrt?!
Vielen Dank für Eure Meinungen und Grüsse Michael
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von Heiko Krause » 04.02.2012, 19:12
Hallo Armic
entweder, Du liest Deine Zähler falsch ab oder es stimmt vielleicht wirklich etwas nicht ...
Der Zweirichtungszähler funktioniert so:
Zählerposition 1.8.0. (Haupttarif) ist Dein Bezug an Strom vom Energieversorger. Das A+ bedeutet, daß Du Strom aus dem Netz beziehst, Deine selbst erzeugte Energie durch die PV-Anlage nicht ausreicht, um den Eigenverbrauch vollständig zu decken. Sobald die erzeugte Energie den eigenen Stromverbrauch deckt oder übersteigt, wechselt das A+ zu A- . Zudem müßte auch noch ein dazu gehöriger Pfeil unterhalb des Buchstaben A seine Richtung ändern. Jetzt in den Wintermonaten kann man am Zähler gut beobachten, das schon einiges an Sonnenenergie (niedriger Sonneneinstrahlwinkel=weniger Energie) notwendig ist, um den Eigenbedarf zu decken. Bei uns wird z.B. meistens am Wochenende die Wäsche gemacht, d.h., Waschmaschine und Trochner laufen oft geichzeitig, dazu steht man noch am Herd um zu kochen ... da kommen schnell 5-6 kW zusammen. Zählerposition 1.8.1. bedeutet das Gleiche wie unter 1.8.0., jedoch im Niedertarif Zählerposition 2.8.0. zählt die eingespeisten kW/h, die von den ursprünglich erzeugten kWh´s nicht selbst verbraucht worden sind. Die Differenz zum Einspeisezähler ergibt dann die selbst genutzten kWh´s. Beispiel: Deine PV-Anlage erzeugt 5000 kW/h im Jahr (wird am Einspeisezähler angezeigt), der Eigenverbrauch liegt bei 1000 kW/h. Jetzt müßte beim Zweirichtungszähler unter Position 2.8.0. 4000 kW/h angezeigt werden. Bei Schlechtwetter wirst Du sicherlich den erzeugten Strom komplett selbst verbrauchen, deswegen würde der Zweirichtungszähler (Position 2.8.0.) auch auf 0 stehen bleiben. Bei Sonne ist es allerdings sehr unrealistisch, das Du alle kW/h´s komplett selbst verbrauchst ... das macht mich schon sehr stutzig !!! Wie lange ist Deine Anlage denn schon in Betrieb ?
sonnige Grüße, Heiko
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von JayM » 04.02.2012, 19:47
Hallo Michael, ich hatte auch einen Fehler im Zähleranschluß. Zweiwegezähler war OK aber Erzeugungszähler hat nichts gezählt. War falschrum angeschlossen, weil die Netzleute dem Elektriker erzählt haben, dass der Erzeugungszähler normal wie ein Verbrauchszähler angeschlossen wird, weil es ja schon ein spezieller PV Zähler wäre.
Also unbedingt dranbleiben, mit einfachen Experimenten testen und schnellstmöglischt reklamieren. Wenn's falsch läuft wird es sehr schwer die Korrekturen zu berechnen und du bleibst unter Umständen auf den Kosten für die falsch gezählten kWh sitzen und bekommst keine für die erzeugten.
Ein paar Tests: - sonniger Tag: am WR schauen was die Leistung ist und wie hoch die Tageserträge schon sind, alle Zähloer ablesen. Dann eine Stunde konsequent alle Verbraucher im Haus ausschalten. Nochmal schauen und ablesen. - nachts oder mit abgeschalteter PV: viele Verbraucher an und sehen welcher Zähler was zählt - alternativ an einem schlechten Tag: alles notieren, viele Verbaucher auf einmal an. Nach einer Stunde wieder notieren. Das ganze (mit einem Zeugen) protokollieren und baldmöglichst mit dem Netzbetreiber Kontakt aufnehmen.
Mir haben am Ende im Vergleich mit WR Anzeige 130 kWh auf dem Erzeugungszähler gefehlt. Der Elektriker und die Jungs vom Netzbetreiber haben recht schnell reagiert, und ich hab mich am Ende nicht um die 130 kWh gestritten.
Gruß Jochen
P.S.: @Heiko, was du als Einspeisezähler bezeichnest ist der Erzeugungszähler oder Solarzähler. Der Einspeisezähler ist die 2.8.0 am Zweiwegezähler.
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von armic » 05.02.2012, 08:19
Hi Jochen und Heiko, Danke für Eure Antworten. Ich hab gestern mal ausgerechnet, dass wir im Schnitt der letzten Jahre ca. 10 kwh pro Tag an Stromverbrauch hatten. Wenn jetzt die PV Anlage bei Schlechtwetter wenig produziert, liegt der Verbrauch nach meinen Aufzeichnungen im Bereich 15 kwh, bei Sonnenschein geht der Verbrauch auf 30 kwh hoch. Falschablesen liegt nicht vor, habe ich X-fach geprüft. Da werde ich gleich morgen bei EnBW anrufen, damit die das richten.
Viele Grüsse
Michael
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von Bongatz » 05.02.2012, 10:12
10 KWh pro Tag? Hatte ich auch mal, bis ich konsequent alle überflüssigen Geräte vom Netz genommen habe. So konnte ich 1000 KWh im Jahr einsparen! Unnütze Standbyverbraucher sind zum Beispiel Trockner, Waschmaschine, Videorecorder, Überzählige Funktelefonstationen, Billigradios und alle Ladegeräte. Mit den modernen elektronischen Zählern kann man deutlich den aktuellen Verbrauch in Watt ablesen. Sollte max 100 Watt sein (Nachts).
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