Thema Vorkasse

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Thema Vorkasse

Beitragvon OnkelSash » 03.12.2009, 11:40

Hallo liebe Sonnenanbeter,

ich möchte hier nochmal das schon so oft diskutierte Thema Vorkasse beim Kauf einer PV Anlage ansprechen.

Ich bin der Meinung das kein Solarteur von einem Kunden verlangen kann und auch nicht verlangen muß, daß er Vorkasse leistet!!!

Bei meiner Anlage habe ich mit meinem Solarteur folgendes Zahlungsziel vereinbart:

Zahlung der Anlage 100% bei Lieferung,sprich wenn die Anlage in meinem Besitz ist!
Zahlung Montage,elektrische Anbindung: 100% nach erfolgreicher Montage ( wenn die Anlage Strom produziert).

Dies scheint für mich die fairste und beste Lösung für beide Seiten zu sein...
Falls gewünscht kann man eine Bankbürgschaft hinterlegen, so das der Solarteur auf jeden Fall sein Geld bekommt (soweit Komponenten da und erfolgreiche Montage)

Jeder Solarteur hat in der Regel bei den Modul/Wechselrichter Lieferanten ein Zahlungsziel von 10 Tagen.
-Also kein Risiko!
-und das ein Kunde nicht zahlt,was unwahrscheinlich ist, ist dann halt sein unternehmerisches Risiko welchem er sich bewußt sein sollte wenn er ein Gewerbe betreibt!

Bei Vorkasse hat der Kunde ein erhebliches Risiko zu tragen wenn man bedenkt, daß es in der Regel auch schon mal etwas dauert bis die Hersteller/Großhändler die Komponenten einer PV-Anlage liefern!

Bei mehrmonatiger Lieferzeit rechnet sich für den Betreiber/Käufer einer PV-Anlage der Preis,welcher vereinbart wurde nicht mehr....

Bei einer 100 prozentigen Finanzierung durch einen Kredit bei 5% Zinsen....und dann 3-4 Monate bis zur Inbetriebnahme warten..Das kann sich jeder selbst ausrechnen, was er im Endeffekt für die Anlage zahlt.
Und im Moment bei den Lieferschwierigkeiten der Modul/Wechselrichterherstellern weiß man eh nicht wann endlich geliefert wird.
Und dann kommt noch das ungeduldige Warten...Anlage schon bezahlt bzw größten Teils bezahlt und dann passiert erst mal nichts!!
Die Bank zieht fleißig das Darlehen ein und es kommt kein Geld herein, weil ja die Anlage,welche irgendwann mal geliefert wird, noch nichts abwirft!
Ich würde da ganz schön Bauchschmerzen bekommen.

Ist nur meine Meinung...
Was jeder einzelne vereinbart muß er für sich selbst entscheiden!#

Gruß,Sascha
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Re: Thema Vorkasse

Beitragvon Hoehli » 03.12.2009, 16:36

Bei mir warens 90 % bei Lieferung der Module/WR, da was das Gestell schon drauf und den Rest nach inbetriebnahme.

Mfg

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Re: Thema Vorkasse

Beitragvon Houston » 06.12.2009, 14:01

OnkelSash hat geschrieben:Jeder Solarteur hat in der Regel bei den Modul/Wechselrichter Lieferanten ein Zahlungsziel von 10 Tagen.
ist das wirklich so? Dann machen wir etwas falsch! Wir arbeiten mit mehreren Lieferanten zusammen. Und da geht die Ware nur raus, wenn die Kohle auf dem Konto ist. Eine andere Variante wäre ein Treuhandkonto oder eine Bankbürgschaft. Kunden glauben immer, dass Solarteure sie übers Ohr hauen wollen. Wir Unternehmer wissen hingegen, das viele Kunden versuchen sich um die eine oder andere Zahlung zu drücken oder zum Schluss noch nachverhandeln wollen.

Ich sage nicht dass dies generell so ist. Man darf beide Seiten nicht über einen Kamm scheren.
Mit freundlichen Grüßen
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Re: Thema Vorkasse

Beitragvon octopussy9 » 07.12.2009, 12:27

Leute die Zeiten haben sich geändert, es läuft vieles über Vorkasse,
versteh das Problem nicht, man läßt doch die Anlage von einem ordentlichen Monteur machen und vom dem verlangt der Hersteller das, das weiß ich. Meiner sagt trotzdem 80/20.
Ihr müßt es doch sowieso bezahlen. und wenn nicht etwas so ist wie ihr es wolltet, kann man es doch sagen und reklamieren.
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Re: Thema Vorkasse

Beitragvon neuharlingerstrom » 07.12.2009, 12:42

octopussy9 hat geschrieben:Leute die Zeiten haben sich geändert, es läuft vieles über Vorkasse,
versteh das Problem nicht, man läßt doch die Anlage von einem ordentlichen Monteur machen und vom dem verlangt der Hersteller das, das weiß ich. Meiner sagt trotzdem 80/20.
Ihr müßt es doch sowieso bezahlen. und wenn nicht etwas so ist wie ihr es wolltet, kann man es doch sagen und reklamieren.


Moin ...

dann empfehle ich mal hier oder im Netz die Suche nach "Skylight AG" :!: :evil:
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Re: Thema Vorkasse

Beitragvon henrymaske » 07.12.2009, 13:04

octopussy 9 sagt

Leute die Zeiten haben sich geändert, es läuft vieles über Vorkasse,
versteh das Problem nicht, man läßt doch die Anlage von einem ordentlichen Monteur machen und vom dem verlangt der Hersteller das, das weiß ich. Meiner sagt trotzdem 80/20.
Ihr müßt es doch sowieso bezahlen. und wenn nicht etwas so ist wie ihr es wolltet, kann man es doch sagen und reklamieren.


Sag mal wie Naiv bist Du denn :shock:

Gruß Rolf
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Re: Thema Vorkasse

Beitragvon Werthhoven » 09.12.2009, 09:29

Hallo Ihr Sonnenanbeter,

es ist schon seltsam. Ich musste meinen PV - Aufbauer an die Rechnung erinnern. Das Untergestell wurde aufgebaut -
die Module geliefert und befestigt - der Wechselrichter in Betrieb genommen - die Anlage an das EVU gemeldet und mir übergeben. Und dann kann erst nach meiner 2. Aufforderung die Gesamtrechnung.

Gruß aus dem Rheinland
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Re: Thema Vorkasse

Beitragvon Hoehli » 09.12.2009, 20:12

Werthhoven hat geschrieben:Hallo Ihr Sonnenanbeter,

es ist schon seltsam. Ich musste meinen PV - Aufbauer an die Rechnung erinnern. Das Untergestell wurde aufgebaut -
die Module geliefert und befestigt - der Wechselrichter in Betrieb genommen - die Anlage an das EVU gemeldet und mir übergeben. Und dann kann erst nach meiner 2. Aufforderung die Gesamtrechnung.

Gruß aus dem Rheinland


Liegt woll am Stress den die Solateure in letzter zeit hatten. :shock: :shock:

Mfg

Hoehli
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Re: Thema Vorkasse

Beitragvon Elektro und Umwelt » 09.12.2009, 20:40

Schon interessant was manche hier für Vorstellungen haben! :roll:

OnkelSash hat geschrieben:Ich bin der Meinung das kein Solarteur von einem Kunden verlangen kann und auch nicht verlangen muß, daß er Vorkasse leistet!!!


Diese "Unsitte" ist nicht bei den Solarteuren entstanden, sondern zieht sich vom Hersteller über den Großhändler bis zum Handwerker.
Ich bin eigentlich auch der Meinung, Vorkasse kann kein Großhändler vom Solarteur verlangen! Leider schaut die Realität anders aus! :wink:

OnkelSash hat geschrieben:Jeder Solarteur hat in der Regel bei den Modul/Wechselrichter Lieferanten ein Zahlungsziel von 10 Tagen.
-Also kein Risiko!


Woher weisst Du das denn?
Wenn Du mir da mal ein paar Großhändler nennen kannst, nur her damit. Ich schätze mal hier gibt es auch ein paar Kollegen, die da sicherlich Interesse hätten! :lol:

OnkelSash hat geschrieben:-und das ein Kunde nicht zahlt,was unwahrscheinlich ist, ist dann halt sein unternehmerisches Risiko welchem er sich bewußt sein sollte wenn er ein Gewerbe betreibt!


Dieser Spruch ist eigentlich eine ziemliche Frechheit und Watsch`n für jeden Selbstständigen! :twisted:
Damit zeigst Du, dass Du vom "wirklichen Leben" anscheinend keine Ahnung hast.
Bei einigen Herrschaften ist es mittlerweile ein ziemlicher "Sport" geworden Handwerkerrechnungen nicht zu bezahlen. :evil:

Das Vorkasse keine tolle Sache ist, ist wohl jedem klar.
Aber es gibt doch ganz einfache Mittel und Wege, eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden. Eine Bankbürgschaft ist da doch eine sichere Geschichte!

Gruß E&U
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Re: Thema Vorkasse

Beitragvon Amun_Ra » 10.12.2009, 09:08

Hallo Foristen,

Elektro und Umwelt hat geschrieben:Schon interessant was manche hier für Vorstellungen haben! :roll:

OnkelSash hat geschrieben:Ich bin der Meinung das kein Solarteur von einem Kunden verlangen kann und auch nicht verlangen muß, daß er Vorkasse leistet!!!


Diese "Unsitte" ist nicht bei den Solarteuren entstanden, sondern zieht sich vom Hersteller über den Großhändler bis zum Handwerker.
Ich bin eigentlich auch der Meinung, Vorkasse kann kein Großhändler vom Solarteur verlangen! Leider schaut die Realität anders aus! :wink:


und

Elektro und Umwelt hat geschrieben:Das Vorkasse keine tolle Sache ist, ist wohl jedem klar.
Aber es gibt doch ganz einfache Mittel und Wege, eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden. Eine Bankbürgschaft ist da doch eine sichere Geschichte!

Gruß E&U



Ich sehe diesen Punkt ähnlich wie OnkelSash und weiß gar nicht, was an dieser "Vorstellung" soooo komisch sein soll. :?:

Im für alle Beteiligten dieser Warenkette nicht wirklich rühmlichen Umkehrschluss (mit dem die Vorkassepraxis gerechtfertigt wird) würde die Argumentation von Elektro und Umwelt nämlich bedeuten, dass ursprünglich der Großhandel seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen ist und die Hersteller also genötigt waren, ihr unternehmerisches Risiko auf diesen zu übertragen oder aber die Hersteller von vornherein diese Regelung zur Deckung eigener Kredite praktiziert haben. Daraufhin, bzw. dadurch wurde die "Verantwortung" immer weiter in Richtung Verbraucher abgeschichtet ...

Die wirklichen Gewinner in dieser Situation sind wie immer die Kreditgeber. Und das gleich mehrfach! Kredite für Firmierung und Herstellung von Produkten sowie Vorfinanzierung des Warenkreislaufes und schlussendlich ebenso die Bereitstellung von Bürgschaften lassen die Banken an allen Bereichen in denen nicht genügend Eigenkapital zur Verfügung steht, ordentlich verdienen. Das ist ihre ureigenste Absicht und das unternehmerische Ziel. Also, im gegenwärtig vorliegenden System nix Verwerfliches. :wink:

Wie immer steuert der Verbraucher über sein Konsumverhalten selber, wie weit er dieses System stützt und/oder nutzt. Festzuhalten bleibt dabei, dass es wahrscheinlich in jedem Glied dieser Kette schwarze Schafe gibt, die diese Praxis erst begünstigt haben. Dennoch ist die Praxis mMn falsch.

Persönlich habe ich Vorkasse von 85% geleistet, würde es in der heutigen Situation jedoch nicht mehr machen, einfach weil ich mir mit heutigem Wissenstand soviel Zeit nehmen würde, bis ich ein Unternehmen an der Hand habe, bei dem ich nicht in Vorleistung treten muss.
Die Entscheidung damals beruhte auf dem unbedingten Druck, dass es 2008 noch endlich losgehen sollte (Hintergrund auch hier persönliches Renditedenken, was sich ja letzendlich als unberechtigt erwiesen hat, da das PLV in 2009 besser ist als 2008) und es damals schlicht kein Unternehmen gab, das ein Angebot ohne Vorkasse abgegeben, bzw. diesen Punkt als verhandelbar dargestellt hat.
Bei einer komplett finanzierten Anlage sitzen im Endeffekt Solarteur und Bank am längeren Hebel. Der eigentliche Punkt jedoch, weswegen ich mich dann doch zur Duldung dieser Praxis entschlossen habe, war, dass es sich um eine regional ansässige Firma mit gutem Leumund handelte, deren Inhaber mir persönlich und über Berichte Dritter bekannt war.


MfG
a_r
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