Schätzung Eigenverbrauch

Alles, was zwar PV ist, aber nicht in die anderen Foren paßt.

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Schätzung Eigenverbrauch

Beitragvon sigisonne » 17.06.2011, 22:04

Hallo,

ich weiß die meisten werden sagen "es kommt drauf an" oder "das kann man nicht sagen" - ich wage es trotzdem mal :oops:

Es gibt ja _grobe_ Anhaltspunkte was man typischerweise verbraucht, z.B. sagt man ein 4 Mann-Haushalt verbraucht 4000 kWh, ein 2 Personenhaushalt 2500 kWh. Natürlich nur als grober Daumenwert. Ein Solarangebot geht von der Erzeugung von 5850 kWh im Jahr für einen 4 Personenhaushalt aus. Eigenverbrauch wird in diesem Angbot mit ca. 27% (ca. 1580 kWh) angenommen. Frage ist jetzt, ist das ein typischer Wert oder was ist ein typischer Wert?

Wenn ich tatsächlich 4300 kWh im Jahrverbrauche, schaffe ich es wirklich 1/3 meines Verbrauches im Sommer während der Sonnenstunden zu verbrauchen? Licht habe ich zu der Zeit nicht an, TV läuft dann nicht, Wäsche wird auf der Leine getrocknet, etc. Geräte die ich steuern kann, WaMa, SpüMa, (Kühlschrank), (Gefrierschrank), sind auf dem neusten Stand und laufen 1 mal am Tag.

Danke, S.
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Re: Schätzung Eigenverbrauch

Beitragvon freeundeasy » 18.06.2011, 08:03

Hallo,

na dann sage ich auch mal "es kommt drauf an" :wink:

Also bei deinen Jahresverbrauch von 4300kWh und einer erzeugten PV-Leistung von 5850 kWh
wird wohl dein Eigenverbrauchsanteil erwartungsgemäß bei um die 30% liegen.

Logischerweise würde eine geringe installierte PV-Leistung im Verhältnis zu deinen Stromverbrauch,
den Eigenverbrauchsanteil nach oben drücken. Aber wer würde freiwillig sich weniger kWps sich aufs
Dach schrauben um dann beim Eigenverbrauch besser weg zu kommen :?:

Sicherlich ist es möglich, durch zielgerichtetes einschalten von E-Verbrauchern den Eigenverbrauchsanteil
zu optimieren. Ob das aber in der Praxis immer umgesetzt werden kann bzw. wird, bleibt fraglich.

Hier mal eine Seite, wo man etwas an den Stromverbrauch und der PV-Leistung
"rumspielen" kann: http://brodsoft.de/stromverlauf/profiles/overview
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Re: Schätzung Eigenverbrauch

Beitragvon eggis » 18.06.2011, 08:22

Moin freeundeasy,
freeundeasy hat geschrieben:Hier mal eine Seite, wo man etwas an den Stromverbrauch und der PV-Leistung
"rumspielen" kann: http://brodsoft.de/stromverlauf/profiles/overview

nettes Tool. Vielen Dank für den Link.
Ich würde mit meiner Anlage auf 43% EV kommen. Scheint mit doch etwas zu viel zu sein. Leider wird hier nicht berücksichtigt, welche Ausrichtung und Neigung die Anlage hat. Dazu müssten allerdings andere PV-Leistungsprofile hinterlegt werden.
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Schätzung Eigenverbrauch

Beitragvon user4711 » 18.06.2011, 08:42

Schoenes Tool,

beim Spielen hab ich bemerkt, dass man auf 45 % Eigenverbrauch kommen, wenn die erzeugte PV Energie gleich mit der verbrauchten Energie ist.

Viele Gruesse
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Re: Schätzung Eigenverbrauch

Beitragvon freeundeasy » 18.06.2011, 08:50

Leider wird hier nicht berücksichtigt, welche Ausrichtung und Neigung die Anlage hat.
Dazu müssten allerdings andere PV-Leistungsprofile hinterlegt werden.


korrekt - ist sicherlich nicht optimal, aber als grobes "Schätzeisen" zu gebrauchen.
Bei mir ist der Wert auch zu hoch, wenn ich da landen würde, wäre ich froh :mrgreen:
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Re: Schätzung Eigenverbrauch

Beitragvon Horst4757 » 18.06.2011, 09:17

sigisonne hat geschrieben: Frage ist jetzt, ist das ein typischer Wert oder was ist ein typischer Wert?

Hier wurde das auch schon diskutiert und ich habe da meine Zahlen "offen gelegt"
allgemeine-anlagenplanung-f69/anlagen-planung-3-familienhaus--t58820.html
Bei Eigenverbrauchsoptimierung sehe ich manchmal auch eine latente Gefahr, dass der Energieverbrauch damit steigt, denn womöglich betreibt man dann einen Wäschetrockner bei schönstem Wetter nur um den Strom selber zu verbrauchen und hängt nicht mehr draußen auf (wie früher als man keine PV hatte).
Ich weiß wovon ich da rede, denn wenn die Solarthermie schönes heißes Wasser liefert, dann duscht man manchmal (auch im Sommer ) etwas länger, denn die Erwärmung hat ja nichts gekostet - Wasser verschwendet man aber doch :?
Um aufs Thema zurückzukommen - 30% halte ich unter meinen Bedingungen für sehr schwer erreichbar.
Grüße
Horst

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Re: Schätzung Eigenverbrauch

Beitragvon Mühli » 18.06.2011, 09:56

Wasser sollte man ruhig "verschwenden", wir haben genügend erneuerbares Wasser und es muss dringend verbraucht werden. Montag 21.30Uhr 3sat...wenn die Kanalisation versagt...es wird so wenig Wasser verbraucht, dass die Rohre verstopfen oder nicht mehr gespült werden und dann gammeln. Dann muss eh gereinigt werden. Also Wasser durchhauen...vieeel Duschen.

Aber es ist schon was dran, Energie sparen muss man trotzdem. Man verdient ja mit Einspeisen immer noch mehr, als mit selberbrauchen (wenn es unnötig ist...)
Aktuell lieg ich bei ~78% Eigenverbrauch, kleine Anlage, großer Stromverbrauch. Planbare Dauerläufer (alles mit Zeitschaltuhr) ist oft sehr brauchbar um den Bedarf zu verschieben.

Gruß
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Re: Schätzung Eigenverbrauch

Beitragvon Horst4757 » 18.06.2011, 10:28

Mühli hat geschrieben:Aber es ist schon was dran, Energie sparen muss man trotzdem. Man verdient ja mit Einspeisen immer noch mehr, als mit selberbrauchen (wenn es unnötig ist...)Aktuell lieg ich bei ~78% Eigenverbrauch, kleine Anlage, großer Stromverbrauch. Planbare Dauerläufer (alles mit Zeitschaltuhr) ist oft sehr brauchbar um den Bedarf zu verschieben.

Gruß

Hallo Mühli,
da hast Du schon Recht, aber ob alle soweit denken :? und kleine Anlage/großer Stromverbrauch gilt meist nicht für die "Standard-PV", die ein Häuslebauer auf dem Dach hat.
Manche versuchen ja auch möglichst hohe Ausgaben zu produzieren, damit sie was von der Steuer absetzen können und vergessen dabei, dass sie einen großen Teil (meist mehr als die Hälfte) der Ausgabe selber tragen.
Wenn man das regelmäßige Essen mit der Frau beim teuren Italiener(in) (kann auch eine andere Nationlität sein) als PV-Betriebsausgabe absetzen kann, sieht es natürlich anders aus. :D
Grüße
Horst

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Re: Schätzung Eigenverbrauch

Beitragvon Mühli » 18.06.2011, 10:39

Japp. Das ist wirklich immer eine Abwägung. Denn was hilfts mir, wenn mir der wöchentliche Besuch beim Italiener schon auf die Nerven geht, nur um Betriebsausgaben zu erzielen.
Das ganze funktioniert nur, wenn man den Strom "sowieso" gebraucht hätte. Mein Aquarium läuft schon seit Jahren, auch ohne PV...die Beleuchtungsdauer hab ich aber nicht erhöht, also hab ich den Verbrauch nur verschoben ihn aber nicht erhöht. Vorher lief die große Beleuchtung von 13.00 bis 20.00.Uhr. Jetzt schon von 12.00 bis 19.00Uhr.
Hat sich nämlich herausgestellt, dass um 12 meistens keiner daheim ist, und auch wenn die Stromproduktion da noch nicht so groß ist, ist schon genügend da.
Rein Sonnentechnisch ist es ja da erst 11.00 (Sommerzeit!), und bei 70°West steht die Sonne da 90° zur Ausrichtung (also noch 20° im Osten).
Aber es reicht. Kritisch wirds eher, wenn zwischen 13 und 15Uhr jemand heimkommt, da wird dann meist gekocht, Kaffee gemacht etc.
Jedenfalls ist es von 19.00 bis 20.00 meistens schon recht mager, was die Stromproduktion angeht, zudem ist da meistens jemand daheim, Computer laufen etc.

Gruß
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Re: Schätzung Eigenverbrauch

Beitragvon FBonNET » 18.06.2011, 12:08

Servus,

wir versuchen unseren notwendigen Verbrauch, wie WaMa, Trocknen, Kochen, Brennholzsägen usw. in den sonnigen Tagen zu erledigen. Aber momentan haben wir eine Eigenverbrauchsqoute von 20%. Laut dem o.g. Tool sollten wir 36% schaffen übers Jahr gesehen. Vermutlich wird es in den Wintermonaten besser.

Unser Tagesverbrauch liegt durchschnittlich bei 5kWh pro Tag, ca. 4 davon tagsüber und nachts etwas 1kWh. An guten Tagen laufen trotz der kleinen Anlage, bis zu 24kWh runter. Die Anlage noch kleiner zu bauen, wäre wirtschaftlich vermutlich Unsinn gewesen.

Den Strom zu verschwenden nur weil er kostenlos ist, finde ich nicht gut.
wenn nicht wir, wer dann?
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