Sammle Tips um Kosten zu drücken

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Sammle Tips um Kosten zu drücken

Beitragvon Spekulatius » 25.10.2011, 11:11

Ich bräuchte einige Tips um die Kosten von Freiflächenanlagen zu senken (MWp-Grössenordnung).

Einsatzmarkt ist der Sonnengürtel, d.h. am Äquator + - 20 Grad.

Bedanke mich im Voraus und bin gespannt was kommt.

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Re: Sammle Tips um Kosten zu drücken

Beitragvon PV-Berlin » 25.10.2011, 11:40

Da es dort kein nur Süd gibt, dann logisch mit geringer Neigung nach Ost/West ausrichten. Sollte auch DC Kabel und WR sparen helfen.
Tragkonstruktionen eher in Beton ausführen, als in Stahl. Stahl ist zu teuer. Beton relativ billig und vor Ort zu bekommen. Also Betonfertigteile Formen usw. sind in diesen Länder billigst anzufertigen. Als Armierung muss man auch keinen Stahl verwenden, wie Studien zeigen:

Arbeit
Beton+karbon
Beton und karbon

bei einem Multi Mega Projekt kann man sich ja mal rechnen lassen, was man an Stoff braucht, um das darzustellen. Reine Alu Stahl Unterkonstruktionen sehe ich als Auslaufmodell (Kosten und Verfügbarkeit)

Man muss auch keine Module mit 4 mm Glas verwenden. Also entsprechend ausschreiben.

gebrauchte Trafos! 10 KV Trafos sind Auslaufmodelle in D.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Sammle Tips um Kosten zu drücken

Beitragvon Spekulatius » 25.10.2011, 22:50

Vielen Dank für die erste Idee.

Kann man auf Metall gänzlich verzichten? Wie sieht so eine Betonkonstruktion aus?

Haben gebrauchte Akkus nicht Effizienzeinbussen?

Einen Punkt, den ich mir gedacht habe, ist dass man Anlagen auf 5 - 7 Jahre Lebensdauer ausrichten sollte um Investoren anzulocken. Die fixierung der Branche auf 20 oder 25 Jahre kommt ja prinzipiell nicht von der Lebensdauer der Module, sondern von den hohen Kosten, die eine so lange Abschreibung und Finanzierung erfordern. Anlagen mit langer Laufzeit sind aber in vielfacher weise schädlich für die Finanzierung. Zum einen sind langläufige Krediten von privaten Instituten knapp, zum zweiten steigen die Zinssätze aufgrund des häheren Risikos, zum dritten erfordert die lange Laufzeit Zusatzkosten bei den Materialien um die langlebigkeit der Anlage sicherzustellen, was die Finanzierung wiederum in die Länge streckt, d.h. eine bescheuerte Rückkopplung.

Wenn jetzt aufgrund des Preissturzes bei den Modulen eine Abschreibung / Finanzierung in 10 Jahren oder weniger absehbar ist, besteht nicht mehr die Notwendigkeit hochwertige, veredelte Materialien für 20 Jahre Lebensdauer einzusetzen. Man kann z.B. auf vernickelten Stahl verzichten, etc. Prinzipiell muss man die Anlage ein Stückweit einramschen.

Ramschideen:
- Auf Fiberglass / Plastik / Beton umsteigen
- Wenn möglich sich mit der UK den Rahmen des Moduls einsparen
- Alle konventionellen langlebigen Plastikteile (Tedlar backsheet, EVA, Solarkabel) gegen minderwertige Klassen austauschen
- Leistungsgarantien der Modulhersteller auf 5 Jahre begrenzen (lineare degradation auf 95% in 5 Jahren)
- Wechselrichter auf 5 Jahre auslegen, keine 10
- Chinesischer Wechselrichter
- Minderwertiges Glas für die Module + dünner
- B Zellen nehmen mit kosmetischen Defekten

Sind diese Ideen zu radikal? Machen die Banken so einen Ramsch mit? Liesse sich der Strom auf 3 oder 5 Jahre indexiert verkaufen? Welche EK-Rendite für einen 5 Jahresvertrag, indexiert?

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Re: Sammle Tips um Kosten zu drücken

Beitragvon PV-Berlin » 26.10.2011, 08:51

In Afrika ist kein Geld mit Hilfe von Investoren in der PV zu machen. Leider leider, geht da Null zusammen. 20% p.A. Zinsfuss "darfst" du mal ansetzen.
Leider sind auch Modelle (Lieferung von Strom) sehr stark abhängig davon, inwieweit du dich am Abnehmer beteiligst. Da dies sehr aufwendig und mit noch mehr Risiko verbunden ist, sehe ich hier für mittlere Investoren keinen Ansatz hier anzusetzen.

Große Stromabnehmer gibt es schon genug, da braucht es keine Speicher, denn die meisten haben ja eh ihren Diesel schon. Mit der staatlichen Stromgesellschaft ins Geschäft zu kommen, sehe ich als faktisch ausgeschlossen.

Man muss sich Länder suchen, deren Währung recht stabil zum Euro steht und wo die gewerblichen Stromkosten relativ hoch sind. Also durch Diesel & Co. Umlagen getrieben werden.

Reines Hobby das Ganze im Kern Afrikas und nur mit 100% eigenen Geld zu machen. Deine Überlegungen in Richtung 5 bis 7 Jahre sind nicht falsch. daher muss man überhaupt nix in Richtung Korrosion unternehmen, maximal Streichen der Gestelle wenn man dann Stahl verwendet. Auf ebener Erde würde ich nix bauen, denn das wird dir auf jeden Fall abmontiert. Versicherungen und Schutz kann man vergessen.

rechne mal mit > 1.700 kWh je kWp auf Flachdach bei Montagekosten von < 100,- €. Das Gestell bauen sie dir für weniger als 100,- € . WR, Kabel etc. für sagen wir mal 20 € zusammen = 200,- € je kWp plus Modul, also ca. 1.000 € mit Zeug aus der 2 Reihe. Müsste machbar sein, in diesen Ländern, wenn du den Transport in den Griff bekommst. * 3 bis 4 Monate dauert das schon ab D. und viele Nerven.
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