PV-Forum-Brandtest: Untertützung gesucht

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Re: PV-Forum-Brandtest: Untertützung gesucht

Beitragvon Mühli » 31.01.2012, 23:18

Jay, ich werd die nächsten Tage mal drauf eingehen, momentan is grad schlecht.
Möcht mich ja qualifiziert damit auseinandersetzen und nicht nur den ersten Gedanken abgeben.

Nur eins, wegen dem "getrennt durch Aluschiene"...ein Defekt tritt nicht einfach auf. Kabel gehen nicht einfach so kaputt.

Und wenn der Marder kommt und knabbern will, werden ihn paar Zentimeter Schiene nicht aufhalten...also ab das soviel bringt, waage ich zu bezweifeln.
Da würd ich ein ordentliches (bissfestes) Flexrohr bevorzugen, dann kann eigentlich nicht mehr viel passieren, wenn ordentlich gemacht und bei Montage nix beschädigt wurde

Gruß
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Re: PV-Forum-Brandtest: Untertützung gesucht

Beitragvon JayM » 31.01.2012, 23:29

Hallo Dunderklumpen,
Wohin läuft der Lichtbogen, wenn es die Hauptleitung mit einem Querfehler erwischt. (Theoretisch sollte er zum Wechselrichter hin laufen, aber die Praxis ist vielfach anders).


Wenn ein solcher Querfehler mit einem Lichtbogen entlang der Hauptleitung durch die Dachdurchführung unter die Dachhaut läuft, hat man ein riesen Problem. Eine ebenso wichtige Frage wäre daher ob es technische Möglichkeiten gibt in einem solchen Fall den Fortschritt des Lichtbogenens entlang der Leitung vor der Dachdurchführung aufzuhalten. Ich denke da z.B. an einen um die Hauptleitung gewickelten blanken Erdungsdraht, der mit großem Querschnitt mit Erde verbunden ist (z.B. an Funktionserdung des Montagegestells mit 16 mm2 Ableiter). Wenn der Querfehler an diesem Ring ankommt sollten die beiden Schadstellen an + und - Leitung geerdet werden und der Strom den Weg des geringsten Widerstandes nehmen.
Alternativ könnte man + und - Leitungen vielleicht vor der Dachdurchführung nochmal mit einem Mindestabstand voneinander, von leitenden Montage-/Dachkomponenten und von der Erdleitung trennen. Kommt der Lichtbogen an dieser Stelle an, verlöscht er wegen dem großen Leiterabstand. Einen ähnlichen Effekt könnte man mit einer zusätzlichen Isolationshülse/Isolationrohr vor der Dachdurchführung erreichen. Wenn's stark genug isoliert sollte es den Lichbogen am Weiterwandern entlang des Kabels hindern.

Damit bleibt der Lichtbogen dann wenigstens auf dem Dach. Wäre sowas denkbar?


Wenn man dann noch dafür sorgt, dass ein Lichtbogen auf dem Dach genug Abstand zur Dachhaut hält, um nicht durch diese die Unterkonstruktion zu entzünden, hat man das Problem schon gewaltig eingedämmt (z.B. ausreichend Modulabstand von der Dachhaut, Kabel gut hochbinden, Kabelkanal, etc).

Gruß
Jochen
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Re: PV-Forum-Brandtest: Untertützung gesucht

Beitragvon JayM » 31.01.2012, 23:35

Mühli hat geschrieben:Jay, ich werd die nächsten Tage mal drauf eingehen, momentan is grad schlecht.
Möcht mich ja qualifiziert damit auseinandersetzen und nicht nur den ersten Gedanken abgeben.

...
Da würd ich ein ordentliches (bissfestes) Flexrohr bevorzugen, dann kann eigentlich nicht mehr viel passieren, wenn ordentlich gemacht und bei Montage nix beschädigt wurde


Hallo Mühli,
danke.

Bissfestes Flexrohr an der Montageschiene befestigt mit Schlitzen für Wasserablauf wie bei einem Drainagerohr und längs offen, um Modulkabel einführen zu können. Schwierig wird es wegen der minimalen Biegeradien die Kabelloops zu schützen, die durch die Länge der Modulkabel notwendig sind. Aber die Stecker und die größte Kabellänge sollte man so gut unterbringen können. Weiß nur nicht , ob man das so hinbekommt, dass es auf dem Dach auch effizient zu montieren ist.

Gruß
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Re: PV-Forum-Brandtest: Untertützung gesucht

Beitragvon bskf » 01.02.2012, 16:05

Hi Jay, hi Dunderklumpen,
JayM hat geschrieben:Hallo Dunderklumpen,
Wohin läuft der Lichtbogen, wenn es die Hauptleitung mit einem Querfehler erwischt. (Theoretisch sollte er zum Wechselrichter hin laufen, aber die Praxis ist vielfach anders).

Wenn ein solcher Querfehler mit einem Lichtbogen entlang der Hauptleitung durch die Dachdurchführung unter die Dachhaut läuft, hat man ein riesen Problem. Eine ebenso wichtige Frage wäre daher ob es technische Möglichkeiten gibt in einem solchen Fall den Fortschritt des Lichtbogenens entlang der Leitung vor der Dachdurchführung aufzuhalten. Ich denke da z.B. an einen um die Hauptleitung gewickelten blanken Erdungsdraht, der mit großem Querschnitt mit Erde verbunden ist.


genau in diese Richtungen laufen die Überlegungen zur Ziellsetzung. Den genannten Aspekt und ggf. stellen auch das Ziel eines möglichen Tests dar. Dies ist absolut praxisrelevant und somit z.B. auch die Antwort auf die berechtigte Frage von modila "Was ist eigentlich das Ziel?"

In bisherigen Tests werden zwar Module oder Kabel getestet, aber nicht im Rahmen der konkreten Einbausituation auf dem Dach (auch bei Vaassen). Zudem sind wir uns zwar zu 99% einig, dass -ausser über die Einführung- ein Schmorbrand einer auf-Dach-Anlage nicht auf das Dach selbst übergreifen wird. Aber wirklich wissen?

Zudem hat sich bei Gesprächen bei Feuerwehren ein Rieseninteresse herausgestellt, wie das Vorgehen in der konkreten Einsatzsituation aussehen soll. Das Merkblatt ist zwar bekannt, würde aber im Einsatzfall nur bedingt weiterhelfen. Da wäre eine praktische Erfahrung im Rahmen einer Übung vom hohem Interesse.

Daher ist der aktuelle Stand, dass wir zunächst einen kleinen Test mit einer kleinen Installation durchführen (evtl. nur ein oder zwei Module) in Kombination mit Kabelsträngen und darauf aufbauend ggf. einen größeren Test z.B, mit mehreren Arten von Dacheinführungen in Zusammenarbeit mit einer Wehr, um auch Bekämpfungvorgehen üben/testen zu können.

Beste Grüße

bskf
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