Alles, was zwar PV ist, aber nicht in die anderen Foren paßt.
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von wentom » 29.10.2007, 20:46
Hallo,
mein EON-Mann betrachtet eine PV-Anlage als ökologischen Irrsinn. Und zwar mit dem Agument, daß die Anlage nie die verbrauchte Energie der Herstellung in Ihrer Lebenszeit einbringen könnte. Er spricht von etwa der 3-5fachen Energie die zur Herstellung nötig ist. Wenn ich so an die Aluprofile denke, kann ich's mir schon vorstellen.
Aber hat er Recht...???
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von gurgi77 » 29.10.2007, 21:02
Wenn ich jetzt gehässig sein wollte würde ich fragen, welche Aussage hast Du von einem Mitarbeiter der Firma EON erwartet, dessen Arbeitgeber u.a. Kohle und Kernkraftwerke betreibt?
Nein jetzt aber mal ernsthaft. Diese Frage wurde schon m.E. schoneinmal im Forum behandelt. Fakt ist (auch wenn Du mal ein wenig im Netzt googelst), dass eine Solarzelle die Energie, die in der Herstellung benötigt wird, im Laufe des "Lebens der Zelle" mehr als "verdient" wird. Die Energiebilanz fällt also zu Gunsten der Solarzelle aus, auch wenn dies so manche einer nicht gerne hört
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von ohnedach » 29.10.2007, 21:20
wentom hat geschrieben:mein EON-Mann betrachtet eine PV-Anlage als ökologischen Irrsinn.
Hallo wentom,
und Porsche hat heute gegen ein mögliches Tempolimit auf Autobahnen protestiert, wegen des Imageschadens für das eigene Unternehmen ...
Das Forum hat das Thema Energiebilanz schon einige Male ernsthaft diskutiert, z.B. hier:
http://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?t=3693&highlight=energiebilanz
Ich habe den Thread noch einmal nachgelesen und finde, den Beiträgen von helios oder Walter ist auch heute noch wenig hinzuzufügen.
Liebe Grüße
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von cephalotus » 29.10.2007, 22:33
wentom hat geschrieben:Hallo,
mein EON-Mann betrachtet eine PV-Anlage als ökologischen Irrsinn. Und zwar mit dem Agument, daß die Anlage nie die verbrauchte Energie der Herstellung in Ihrer Lebenszeit einbringen könnte. Er spricht von etwa der 3-5fachen Energie die zur Herstellung nötig ist. Wenn ich so an die Aluprofile denke, kann ich's mir schon vorstellen.
Aber hat er Recht...???
Kurz und knapp: nein, er hat nicht recht.
Mit google und den Stichwörtern Energierrücklaufzeit, energetische Amortisation, Erntefaktor und ähnlichen sollten sich zahlreichen Beispiele finden.
Ich persönlich würde den "EON Mann" dann mal mit diesen Quellen konfrontieren...
Problematisch aus Sicht der Nachhaltigkeit ist der relativ hohe Einsatz einiger Rohstoffe, deren Menge begrenzt ist wie z.B. Kupfer. Auf der anderen Seite fragt bei Autos ja auch niemand nach der Nachhaltigkeit.
In Deutschland werden 2007 ca. 800MWp an Modulleistung produziert. (?)
In einem Jahr können diese Module in Deutschland ca. 0,8TWh produzieren, in 25 Jahren Lebensdauer dann 20TWh. Würde die Produktion der Module tatsächlich die 3fache Energiemenge bei der Herstellung benötigen, so wären dies dann 60TWh.
Der gesamte Stromverbrauch in Deutschland beträgt ca. 600TWh/a.
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von hgf1948 » 29.10.2007, 23:10
cephalotus hat geschrieben:wentom hat geschrieben:Hallo,
mein EON-Mann betrachtet eine PV-Anlage als ökologischen Irrsinn. ... Er spricht von etwa der 3-5fachen Energie die zur Herstellung nötig ist. Wenn ich so an die Aluprofile denke, kann ich's mir schon vorstellen.
Problematisch aus Sicht der Nachhaltigkeit ist der relativ hohe Einsatz einiger Rohstoffe, deren Menge begrenzt ist wie z.B. Kupfer.
Zitat: " In einem gemeinsamen Bericht haben Forscher der Universität Utrecht, des französischen INSEAD-Institutes und der japanischen AIST-Forschungsgesellschaft den aktuellen Stand dargelegt. Danach beträgt die Energy- Pay-Back-Time (EPBT) einer kompletten PV-Anlage mit 3 Kilowatt Leistung bei Verwendung von amorphen Siliciumzellen nur mehr 1,1 Jahre, wenn pro Jahr derartige Anlagen mit einer Gesamtleistung von 100 Megawatt hergestellt werden."
Bezüglich der Rohstoffe wie Kupfer und Aluminium sehe ich kein Problem. Es dürfte wohl kaum Produkte geben, wo diese Stoffe mit so geringem energetischem Aufwand einer Wiederverwendung zugeführt werden können (z.B. im Vergleich zu einem so komplexen Produkt wie einem Auto).
Man darf die eigene PV-Anlage also durchaus als werthaltiges Rohstoffdepot betrachten.
Gruß hgf
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von FürDieZukunft » 30.10.2007, 08:20
wentom hat geschrieben:Hallo,
mein EON-Mann betrachtet eine PV-Anlage als ökologischen Irrsinn. Und zwar mit dem Agument, daß die Anlage nie die verbrauchte Energie der Herstellung in Ihrer Lebenszeit einbringen könnte. Er spricht von etwa der 3-5fachen Energie die zur Herstellung nötig ist. Wenn ich so an die Aluprofile denke, kann ich's mir schon vorstellen.
Aber hat er Recht...???
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Ölförderung, Gasförderung, Kohle verbrennen, ist ökologischer Unsinn, und damit verdient EON sein Geld und davon wird sein Gehalt bezahlt.
Wenn man die Schäden dagegen rechnet ist dies nicht verantwortbar.
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Erst informieren, dann nachdenken, und dann reden gilt heute.
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von wentom » 30.10.2007, 12:51
OK, da gibt's ja wohl ne eindeutige Meinung. Das beruhigt mich...
Danke Tom
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von Ludger » 01.11.2007, 11:19
Moin, Mon!
Frag´mal den EOn-Mitarbeiter, ob ihm bekannt ist, daß bei einem Kraftwerkswirkungsgrad von 50% jedes zweite Schiff mit Kohle nur dazu benötigt wird, die Umgebung aufzuheißen (und ich spreche nicht von der Klimaerwärmung)!
Tot ziens!
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von PV-Harry » 01.11.2007, 18:40
ich habe mal gehört, dass etwa 2-3 Jahreserträge den Energiebedarf der für die Produktion notwendigist, decken.
wenn es so wäre wie der EON Mann meint, dann sollte der sich freuen über den vielen verkauften Strom
fakt ist, irgenwann wird PV Strom PV Module etc. produzieren. (sinnbildlich)
EON wird künftig weltweit Millarden in alternative Energien stecken...
da muss der wohl bald seine Argumentation ändern...
Oder er ist ein Auslaufmodell.
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von solarfrischling » 01.11.2007, 19:37
@wentom
frag doch mal den Eon-Mann warum seine Firma noch Atomkraftwerke betreibt, wo doch das z. B. anfallende Plutonium eine Halbwertszeit von 24.000 - 80.000.000 (PU239 -PU 244) hat. In dieser Zeit muß es überwacht alle paar Tausend Jahre in neue Glaszylinder eingegossen werden usw. und warum diese nicht zu vernachlässigende Kosten nur von der Allgemeinheit bezahlt werden? Ist das nicht auch ökologischer Unfug.
Außerdem haben AKW mit einen Wirkungsgrad von nur 35% zwar keinen CO2 Ausstoß aber mit ihren Kühltürmen heizen sie die restlichen 65% direkt in die Atmosphäre.
Wessen Brot ich es, dessen Lied ich sing.
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